Frankfurt a. M. - Rekonstruktionsvorhaben

  • A: Durch Bürgerinitiativen vorangetriebene und geplante Projekte:
    (noch ohne Arbeiten am Bau)

    Fachwerkhäuser (noch ungeklärte Anzahl) auf dem Areal des Technischen Rathauses zwischen Dom und [lexicon='Römerberg'][/lexicon]


    Quelle: Bürgerbegehren Frankfurter Altstadt (http://www.frankfurter-altstadt.de)

    Baubeginn/-beschluss: ?

    Voraussichtliche Fertigstellung: ?

    Weitere Informationen:

    http://www.frankfurter-altstadt.de">http://www.frankfurter-altstadt.de


    Rathaus: [lexicon='Langer Franz'][/lexicon], Kleiner Cohn, Treppenturm


    Quelle: Freunde Frankfurts (http://www.freunde-frankfurts.de/)

    Baubeginn/-beschluss: 2008? (derzeit vierter Versuch; 2006 soll Verein zur Finanzierung gegründet werden)

    Voraussichtliche Fertigstellung: ?

    Weitere Informationen:

    http://www.freunde-frankfurts.de/projekte/langer_franz.htm\r
    http://www.freunde-frankfurts.de/projek ... _franz.htm
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2559996\r
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2559996


    Rotunden-Kuppel und Ecktürme der Festhalle


    Quelle: http://www.altfrankfurt.com">http://www.altfrankfurt.com

    Baubeginn/-beschluss: März 2006

    Voraussichtliche Fertigestellung:: Herbst 2006

    Weitere Informationen:

    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2550618kaiser\r
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... 0618kaiser


    Festsaal im Gesellschaftshaus des Palmengartens

    Baubeginn/-beschluss: beschlossen durch den Magistrat 2005

    Voraussichtliche Fertigstellung: 2008

    Weitere Informationen:

    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2592193\r
    http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2592193


    B: Objekte, die derzeit im Bau sind:

    Palais von Thurn und Taxis (Stadtschloss)


    Quelle: http://www.altfrankfurt.com">http://www.altfrankfurt.com

    Baubeginn/-beschluss: Beginn der Bauarbeiten Sommer 2004 durch MAB Deutschland (Niederländische Investorengruppe)

    Voraussichtliche Fertigstellung: September 2008

    Weitere Informationen:

    http://www.altfrankfurt.com/NeueStadt/GrEschenheimerStr/ThurnundTaxis/\r
    http://www.altfrankfurt.com/NeueStadt/G ... nundTaxis/
    http://www.frankfurthochvier.de/letterbox.htm\r
    http://www.frankfurthochvier.de/letterbox.htm


    C: Objekte, die in der jüngeren Vergangenheit abgeschlossen wurden:

    Stadtbibliothek


    Quelle: http://www.altfrankfurt.com

    Baubeginn/-beschluss: 9.4.2002, Entscheidung durch Frankfurter Stadtregierung; Finanzierung maßgeblich unterstützt von Hertie-Stiftung, Baubeginn: 2004

    Fertigstellung: 2005

    Weitere Informationen:

    http://www.altfrankfurt.com/NeueStadt/Stadtbibliothek/\r
    http://www.altfrankfurt.com/NeueStadt/Stadtbibliothek/
    http://www.literaturhaus-frankfurt.de/ha_geschichte.html\r
    http://www.literaturhaus-frankfurt.de/h ... ichte.html


    Samstagsberg ([lexicon='Römerberg'][/lexicon]-Ostzeile): Die Häuser Großer Engel, Goldener Greif, Wilder Mann, Kleiner Dachsberg/Schlüssel, Groß Laubenberg, Klein Laubenberg, Schwarzer Stern

    Baubeginn/-beschluss: 1981

    Fertigstellung: 1984

    Weitere Informationen:

    http://www.altfrankfurt.com/Roemerberg/Ostzeile/\r
    http://www.altfrankfurt.com/Roemerberg/Ostzeile/
    http://www.altfrankfurt.com/Roemerberg/SchwarzenStern/\r
    http://www.altfrankfurt.com/Roemerberg/SchwarzenStern/


    Alte Oper (außen)


    Quelle: http://www.altfrankfurt.com">http://www.altfrankfurt.com

    Baubeginn/-beschluss: 1976

    Fertigstellung: 1981

    Weitere Informationen:

    http://www.alte-oper-frankfurt.de/\r
    http://www.alte-oper-frankfurt.de/ (dort unter "Chronik")


    TO BE CONTINUED...

  • Hallo Restitutor! Sehr schöne Arbeit. Fehlt ja nicht mehr viel.
    Auf jeden Fall kann Frankfurt sich als Rekohauptstadt bezeichen. Aber es ist ja auch gerade hier notwendig, so viel und noch viel mehr wieder aufzubauen.

  • Quote from "der_Sauerländer"


    Auf jeden Fall kann Frankfurt sich als Rekohauptstadt bezeichen. Aber es ist ja auch gerade hier notwendig, so viel und noch viel mehr wieder aufzubauen.

    Man muss auf alle Fälle vorsichtig sein, zu schnell ist der Ruf nach Rückschritt und Provinzialität da... aber gut wird es der Stadt tun!

    Würde Köln eigentlich auch gut tun, einst wunderschön, dann zerstört, dann geschunden und heute als häßlich verrufen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Einige andere Rekonstruktionen der jüngeren Vergangenheit bzw. nicht unmittelbar auf die Kriegszerstörungen folgend sind:
    Die Villa Leonhardi, heute das einzige Zeignis in Frankfurt des bedeutenden Klassizisten Salins de Montfort (die Urheberschaft der Stallungen und des 1964 in den Grüneburgpark versetzten Gartenpavillions des Schönhof ist umstritten). 1806 erbaut, 1905 abgebrochen und 1987-89 unter Verwendung des originalen Portikus im Palmengarten wiederaufgebaut.
    Der Schönbornsche Hof, nach dem Totalabriss des letzten vollständig erhaltenen Patrizierhauses der Altstadt erfolgte Ende der Siebziger Jahre unter Wiederverwendung einiger Bauteile eine vom Ursprungszustand stark abweichende Rekonstruktion dreier Hoffassaden, heute Stolzemuseum.
    Der Südbahnhof, 1978 für den U-Bahnbau abgerissen und bis 1984 äußerlich unverändert wiederaufgebaut. Interessanterweise wird sowohl bei Wikipedia als auch der Saalbau AG (dem Besitzer des Gebäudes) fälschlich behauptet, es handle sich noch um das ursprüngliche Gebäude von 1914.
    Die Hauptwache, 1967 ebenfalls für den U-Bahnbau abgerissen und 1968 unter Verwendung einiger originaler Bauteile an geringfügig veränderter Position wiederaufgebaut. Dabei wurde auch das nach dem Krieg nicht wiederhergestellte Mansarddach rekonstruiert.
    Das Willemerhäuschen, 1944 zerstört und 1964 wiederaufgebaut.
    Außerdem noch einige Teilrekonstruktionen:
    Neunziger Jahre: Die Dachpartie des Hauses Zum Paradies am Liebfrauenberg, dessen erhaltene Barockfassade in den fünfziger Jahren in einen Neubau integriert wurde, und der neobarocke Dachreiter auf dem neuen Ratssaal.
    Achtziger Jahre: die gotische Kirche des Karmeliterklosters als Teil des Museums für Vor- und Frühgeschichte.
    Siebziger Jahre: ein Wohnturm und Teile des Palas der staufischen Kaiserpfalz unter Verwendung erhaltener Bausubstanz und die barocken Giebel des Bernusbaus auf dem Gelände des Saalhofs.
    Sechziger Jahre: das Deutschordenshaus.
    Bilder zu den Beispielen wären nicht verkehrt, ich habe aber keine Ahnung wie man die her einfügt und es wäre eh sinvoller wenn das, sollte die obige Liste ergänzt werden, dort geschieht.
    Die Verwendung der fälschlichen Bezeichnung Stadtschloß für das Palais Thurn und Taxis nimmt schon orwellsche Züge an, mir währe allerdings wohler wenn sie zumindest hier, auf einer quasi semioffiziellen Seite, aus Professionalitätsgründen vermieden würde.

  • Quote from "Restitutor Orbis"

    Ja, vielleicht, mal schauen...

    Beim Leinwandhaus habe ich jetzt gerade ein anderes Problem. Schomann schreibt im DuMont Kunstreiseführer Frankfurt "rekonstruiert 1981", während auf http://www.altfrankfurt.com">http://www.altfrankfurt.com behauptet wird, das Gebäude sei 1982-83 wiederaufgebaut worden... weiß hier jemand Genaueres?

    Es waren die Jahre 1980 - 1983. Das Leinwandhaus ist praktisch das einzige Frankfurter Reko-Beispiel, wo übriggebliebene Bausubstanz den Bauboom der 50er Jahre überstand.

    Die Mehrzahl der Frankfurter Fachwerkhäuser ruhte auf Steinerdgeschossen, die häufig völlig unbeschadet den Krieg überstanden und eine Reko erlaubt hätten - schlimmstes Beispiel: Goldene Waage. Die Stadt entschied sich jedoch, all die historische Bausubstanz abzutragen, um Fläche für damals moderne Wohnbauten zu schaffen.

    Vor allem der Umgang mit dem abgeräumten Material - teils wurde es in den Wald gekippt, teils recyclet, teils gar, man glaube es kaum, an privat verkauft (Goldene Waage) ist aus der Sicht des Denkmalschutzes geradezu unglaublich.

    Das Leinwandhaus blieb davon glücklicherweise verschont - wahrscheinlich, weil zum einen abgesehen vom weggebrannten Dach praktisch alles übriggeblieben und das Gebäude zum anderen ein über 600 Jahre altes öffentliches Gebäude ist.

    Die erhaltenen Außenmauern hat man dann in die Reko mit einbezogen, obwohl das sogar teurer war, als ein kompletter Neubau - geradezu sensationell!

    Für mehr Infos zum Gebäude verweise ich mal auf den Wikipedia-Artikel, den ich weitestgehend geschrieben habe...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Leinwandhaus_%28Frankfurt%29\r
    de.wikipedia.org/wiki/Leinwandha ... ankfurt%29

  • Ein kleines Update zu möglichen Rekonstruktionsprojekten in Frankfurt am Main

    Frankfurter Schauspielhaus

    Hintergrund: Die marode Doppel-Anlage soll in den nächsten Jahren saniert oder neu gebaut werden. Auch eine Trennung in getrennte Bauten für Schauspiel und Oper wurde schon diskutiert. Untersuchungsergebnisse zu Abriss oder Sanierung sollen Ende 2019 vorliegen. Vor der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 wird es wohl, laut der Presse, keinen Grundsatz-Beschluss des Stadtparlaments geben.

    Erhaltene Bausubstanz: Etwa 50 % der historischen Original-Bausubstanz sind noch erhalten. Darüber hinaus, lt. AG Schauspielhaus, noch einige Skulpturen wie die Panther-Quadriga (krönt jetzt die Alte Oper), Kupferschwäne und das Portal erhalten.

    Initiator Wiederherstellung: Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus Frankfurt (Initiator Jürgen Aha/Altstadtforum) und eine weitere abgespaltene Initiative.
    Unterstützer: u.a. Stadtbild Frankfurt e.V., ProAltstadt, BFF-Fraktion im Römer

    Realisierungsprognose: Alles noch offen. Die Tendenz geht bei der Mehrheit der Stadtvertreter, wenn nicht saniert werden kann, zu einem modernen Neubau. Sollte es zu einer Trennung Oper/Schauspiel kommen, so steigen die Chancen für eine Rekonstruktion des Alten Schauspielhauses am jetzigen Standort und des Baus eines neuen Opernhauses eines „Stararchitekten“ an einer anderen Stelle. Das ganze Projekt wird aus politischen Gründen derzeit sehr verzögert und kann sich noch einige Jahre hinziehen. Ende Januar 2020 hat das Stadtparlament beschlossen Oper und Schauspiel abzureißen. Wo die Neubauten errichtet werden steht derzeit zur Diskussion.


    Turmspitze des Langen Franz

    Hintergrund: Nach dem Krieg wurden die Turmspitzen des Südflügel Erweiterungsbaus des Rathauses von 1908 nicht wiederaufgebaut. Nach dem Krieg gab es einige Wiederaufbauinitiativen die gescheitert sind. Die Gesamtkosten sind mit 2,5 Mio. veranschlagt. 1 Mio. soll von den Spendern des Brückenbauvereins kommen, der Rest soll dann von der Stadt dazugegeben werden. Bisher sind 153.489 € (Stand: 22.10.2019) zusammen.

    Initiatoren: Brückenbauverein Frankfurt am Main (Vorstandsvorsitzender Prof. Mäckler), Freunde Frankfurts e.V.

    Unterstützer des Brückenbauverein-Projekts: u.a. Konrad von Bethmann und Promis wie OB Feldmann und OB a.D. Petra Roth

    Realisierungsprognose: Auch wenn die Spenden bisher eher schleppend zusammenkommen, weil das Thema wohl bisher nicht die breite Bevölkerung erreicht hat, wird es am Ende vermutlich durch Großspender eine Reko geben. Prof. Mäckler hat bisher alle seine Brückenbauvereins-Initiativen zum Erfolg geführt und wird in einigen Jahren bestimmt auch diese Reko zum Ziel führen.


    Das Salzhaus am Römerberg

    Hintergrund: Das ca. 1600 errichtete Bürgerhaus war mit seinem prachtvollen Dekor bis zu seiner Zerstörung 1944 eines der kunsthistorisch bedeutendsten Fachwerkhäuser der Renaissance in Mitteleuropa. Der Nachkriegsbau wurden nach dem Krieg gegen den Bürgerwillen errichtet.

    Initiator: Freunde Frankfurts e.V.

    Spolien: Der Sockel ist erhalten und wurde beim Neubau verwendet. Die geschnitzten Eichenholzplatten der Fassade wurden im Krieg eingelagert und sind erhalten, wurden aber leider nicht im Nachkriegsgebäude eingebaut. 60 % der Fassade sind unversehrt in städtischen Magazinen eingelagert.

    Realisierungsprognose: Leider wird von den Freunden Frankfurts bisher kein großer Druck bei diesem Thema gemacht. Hinzu kommt, dass die Schlichtheit des Nachkriegsbaus bei den Architekturentscheidern in der Stadt als gelungene Aufbauleistung gesehen wird. Eine Rekonstruktion ist daher, trotz der reichhaltig vorhandenen Spolien, sehr unwahrscheinlich.


    Paulskirche

    Hintergrund: 2017 wurde ein hoher Sanierungsbedarf des 1848 gebauten Nationalsymbols festgestellt. Der in die Jahre gekommene schlichte Nachkriegswiederaufbau soll zudem mit einem Demokratiezentrum aufgewertet werden. Laut letzter Pressemeldungen kommt das geplante Demokratiezentrum in der Paulskirche in Frankfurt nicht bis 2023 zum Jubiläum der Nationalversammlung. Auch die Sanierung könnte demnach länger dauern.

    Initiatoren: u.a. BFF, Oliver Strank (Ortsvorsteher des Ortsbezirks 1), Verein Demokratiedenkmal Paulskirche (Junge Liberale Umfeld)

    Realisierungsprognose: Auch wenn OB Feldmann sich zuletzt eine demokratische Debatte über die Sanierung der Paulkirche wünschte - eine äußerliche Rekonstruktion und eine Wiederherstellung der Innenausstattung wurde von der Koalition dann doch noch eilig im November 2019 abgelehnt. Der schlichte Nachkriegsbau gilt bei Bund, Ländern, Stadt und Medien als gelungen. Spannend könnte die Frage nach einem Demokratiezentrum werden (siehe Rekonstruktion Alte Börse).


    Alte Börse

    Hintergrund: Die am Paulsplatz gelegene, nach dem Krieg wieder aufbaufähige Alte Börse von 1843, wurde ohne Not nach dem zweiten Krieg abgeräumt. Im Zuge der Sanierungspläne der Paulskirche wurde eine rekonstruktierte Alte Börse als mögliches Demokratiezentrum ins Gespräch gebracht.

    Initiatoren: BFF-Antrag vom 30.07.19, Reko-Konzept der Architektin Ann-Christin Scheiblauer (vorgestellt auf der Veranstaltung „Die Alte Börse wieder aufbauen“ des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt e.V. /Freunde Frankfurts am 19.09.19

    Unterstützer: Langsam scheint sich hier ein Unterstützerkreis aus Freunde Frankfurt, Stadtbild Frankfurt e.V. etc. zu bilden.

    Spolien: Fassadenfiguren der Alten Börse noch vorhanden (derzeit aufgestellt vor der Neuen Börse)

    Realisierungsprognose: Bei einer modernen Sanierung der Paulskirche steigen die Chancen für eine Rekonstruktion der Alten Börse in der Funktion als Demokratiezentrum. Im Januar 2020 wurden Entwürfe für ein Demokratiezentrum neben der Paulskirche vorgestellt. Der verglaste Bau auf Stelzen kam in der Öffentlichkeit nicht gut an. Vermutlich wird für das Demokratiezentrum ein Architektenwettbewerb ausgelobt.


    Altstadt West

    Hintergrund: Das direkt hinter dem Römer gelegene Areal zwischen Limpurgergasse und Alte Mainzer Gasse ist von Brachen, Parkplätzen und locker bebauten Blockbauten der Nachkriegszeit geprägt. Auf diesem Gebiet könnte eine altstadtgerechte Bebauung entstehen.

    Initiatoren: Nachdem der frühere Stadtplanungsdezernent Olaf Cunitz sich bereits 2014 für eine Verdichtung des Areals aussprach, legte 2015 der Architekt Georg Zastrau mit dem beeindruckenden Konzept Altstadt 2.0 nach. Auch die Grünen und die CDU legten 2015 einen Antrag für das dann verabschiedete Innenstadtkonzept vor. Für den Bereich zwischen Limpurger und Alte Mainzer Gasse steht dort: "Bei der Nachverdichtung in diesem Gebiet, die nachdrücklich begrüßt wird, soll sehr genau auf die Maßstäblichkeit geachtet und einer kleinteiligen Bebauung der Vorzug gegeben werden...".

    Unterstützer: CDU s.o., Die Grünen s.o. Innenstadtkonzept, BFF, ProAltstadt, Stadtbild Frankfurt e.V.

    Realisierungsprognose: Im Zuge der Wohnungsknappheit wird auch dieses innerstädtische Areal früher oder später nachverdichtet werden. Ob es zu einer altstadtgerechten, kleinteiligen Bebauung oder sogar zu einzelnen Rekonstruktionen kommen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Zur Zeit ist die Ruhe vor dem Sturm. Bevor Frankfurt seine letzten Grünflächen bebaut, wird diese Areal bald in den Fokus der Stadtplaner geraten.


    Alle Angaben ohne Gewähr. Gemachte Angaben beruhen auf eigene Recherchen/Einschätzung.

    ...

    Edited 6 times, last by Wikos (November 9, 2019 at 9:31 PM).

  • Das alte Schauspielhaus wird nicht zurückkehren. Meine Phantasie reicht aus, mir vorzustellen, wie leicht man die Befürworter in die rechte Ecke stellen kann. Gegen den Wiederaufbau so eines gewaltigen "wilhelministischen" Bauwerks spricht einfach alles an unserem gegenwärtig verbreiteten Zeitgeist. Dazu muss man nichtmal Prof. Trüby bemühen.

    In dubio pro reko

  • Ganz so negativ würde ich das nicht beurteilen. Es handelt sich ja um keinen NS-Bau, zudem wurden dort in der Weimarer Zeit sehr moderne, teils expressionistische Stücke aufgeführt. Außerdem existieren weite Teile des Bauwerks noch. Und der Bau wurde weniger im Krieg als vielmehr in der Nachkriegszeit zerstört. Insofern taugt er weder für Vorwürfe "gegen rechts", noch als Ikone der dauerhaft zu erhaltenden Bestrafung des "Schuldvolkes" durch die lieben alliierten Bombenwerfer.
    Klar, modernistische Vorbehalte gibt es bei jedem Vorhaben mit rekonstruierendem Charakter. Hier aber dürfte das Geld die Haupthürde sein, die zu nehmen wäre.

  • Heimdall, du weißt doch genau, dass sich die Definition von "rechts" immer weiter in die Mitte ausweitet und immer mehr Symbole und Begriffe als "belastet" eingestuft werden. Selbstverständlich hatte das alte Schauspielhaus nichts mit der NS-Zeit zu tun, aber allein die Tatsache, dass es ein kaiserzeitlicher Repräsentationsbau war, genügt schon für eine Vielzahl von kreativen Diffamierungen ("FCK SCHSPL"...?). Und genauso wird es auch kommen, sollten es die Befürworter wagen allzu deutlich für den Wiederaufbau zu werben. Bisher wird das Ganze ja nicht wirklich ernstgenommen, und wir kennen den Spruch: "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich...". Der letzte Teil mit dem Happy End wäre zwar schön, aber ich glaube nicht daran. Mir persönlich ist das Projekt Langer Franz auch viel wichtiger.

    In dubio pro reko

  • "Königsbau", ich will Dir gar nicht widersprechen, dass es verwirrte Geister gibt, die alles mit platten Totschlagargumenten angehen. Aber, soll man aus lauter Angst vor deren möglichen "Argumenten" bzw. Erregungszuständen auf jedes Projekt verzichten?

    Fast jedes Projekt rekonstruierender Art führt auch zu Widerständen. Zumindest in innerstädtischen Arealen. (Auf dem Land oder Kleinstädten a la Neubrandenburg geht es reibungsloser. Dort ist ideologisch nichts zu holen. Dort liegt es nur am Geld.) Soll man deshalb gleich am Anfang die Hosen vollhaben? Ich selbst lasse in die Beurteilung der Erfolgsaussichten eines Projekts nicht nur die Krakeeler und modernistischen Bedenkenträger (A) einfließen, sondern auch die Stimmung dazu in der Gesamtbevölkerung (B) und die finanziellen Mittel (C). B dürfte rasch zu überzeugen sein, wenn ein Neubau anstehen sollte. Da bin ich guter Hoffnung. C ist abzuwarten.

    Ich sage nicht, dass das Projekt durchkommt, aber gewisse Chancen gibt es. Grund genug, es zu versuchen.

    Der "Lange Franz" läuft ganz unabhängig davon. Hier gab es keine Widerstände. Es liegt allein an den Spenden. Ein Widerspruch zum Projekt Schauspielhaus existiert nicht.

  • Um Angst geht es ja gar nicht, sondern nur um eine Einschätzung auf Basis der Erfahrungswerte. Wer möchte beim alten Schauspielhaus voran gehen? Er wird ein dickes Fell benötigen.

    "B dürfte rasch zu überzeugen sein, wenn ein Neubau anstehen sollte."
    Auch das bezweifle ich. Aus den demographischen Gründen, die du an anderer Stelle selbst erläutert hast, als es um die Frage der (zurückhaltenden) Spenden für den Langen Franz ging.

    Es ist menschlich dass der Optimist mehr Zustimmung erhält als der Pessimist. Glaub mir, ich wünschte, du würdest am Ende recht behalten, und nicht ich.

    In dubio pro reko

  • @Königsbau komm zu unserem Initiativentreffen und lerne die Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus Frankfurt kennen. ;)

    Es ist menschlich, dass der Optimist mehr Zustimmung erhält als der Pessmist. Glaub mir, ich wünschte, du würdest am Ende recht haben, und nicht ich

    Sag man mal so, wenn man Erfolg erleben möchte, muss man zu Bayern/München gehen. Für diesen Verein braucht man eine gewisse Leidensfähigkeit bzw. eine Lust am Scheitern.

    Beauty matters!

  • Hallo Freunde.

    In meiner Social-Mediagruppe habe ich eine Abstimmung zum Thema gestartet.

    Falls ihr die Plattform nutzt, könnt ihr gerne teilnehmen.

    Es gilt: ZWEI Stimmen pro Person. Nicht mehr, da es sonst an Glaubwürdigkeit verliert.

    Auch wenn sich manche nicht dran halten können/wollen.....

    Danke euch für die Stimmen und bleibt gesund✌️


    https://www.facebook.com/groups/1307115…00385476671815/