Bad Herrenalb (Galerie)

  • Heute möchte ich euch Bad Herrenalb vorstellen, eine kleine, idyllische Kurstadt im Nordschwarzwald, gelegen zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden. Im Vergleich zu Bad Wildbad wirkt Bad Herrenalb deutlich aufgewertet, mit sanierten Häusern, einem gepflegten Kurpark an der Alb, dem eleganten Kurhaus und der urigen Klosterruine. Die Gehwege, Parkwege, Straßen und Bordsteine sind gepflegt und gut gestaltet, was zur insgesamt aufgewerteten Erscheinung der Stadt beiträgt. Natürlich gibt es auch hier noch Potenzial für Verbesserungen, und manche Geschäfte stehen leer, doch insgesamt präsentiert sich die Stadt deutlich attraktiver und einladender als Bad Wildbad.




    Das Kloster Herrenalb wurde 1148 von Zisterziensern gegründet und ist heute eine der Hauptattraktionen der Stadt. Besonders faszinierend ist die über 200 Jahre alte Kiefer, die auf einem Torbogen wächst – ohne Kontakt zur Erde, direkt auf den jahrhundertealten Mauern.

  • Danke für die Bilder solcher eher unbekannten Städtchen, eingebettet in eine reizvolle Landschaft. Bad Herrenalb sieht wirklich schön, gepflegt und gut erhalten aus, allein die ehemalige Klosteranlage wirkt sehr sehenswert. Die Alb mit ihrem Ufer und die Stadt bilden hier eine Einheit und geben ein viel harmonischeres Bild ab. Die Bronzeskulpturen sind ebenfalls sehr gelungen, nicht zu aufdringlich aber dennoch ihr Umfeld bereichernd, auch solche Kleinigkeiten können ein Ortsbild aufwerten.

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Danke für die Bilder solcher eher unbekannten Städtchen, eingebettet in eine reizvolle Landschaft. Bad Herrenalb sieht wirklich schön, gepflegt und gut erhalten aus, allein die ehemalige Klosteranlage wirkt sehr sehenswert. Die Alb mit ihrem Ufer und die Stadt bilden hier eine Einheit und geben ein viel harmonischeres Bild ab. Die Bronzeskulpturen sind ebenfalls sehr gelungen, nicht zu aufdringlich aber dennoch ihr Umfeld bereichernd, auch solche Kleinigkeiten können ein Ortsbild aufwerten.

    Ich stimme dir absolut zu – die Stadt gibt sich wirklich Mühe, auch wenn natürlich noch Luft nach oben ist. Besonders der Kurpark mit seinen gepflegten Wegen, den Bänken und der wohl relativ neu gestalteten Uferpromenade macht einiges her. Die kleinen Figuren und Skulpturen fügen sich dezent, aber sehr stimmig in das Gesamtbild ein und tragen dazu bei, dass alles noch harmonischer und einladender wirkt.

    Allerdings stören ein, zwei Betonklötze die Idylle etwas. Besonders das Hotel aus den 60/70er Jahren müsste man dringend ersetzen. Hier könnte man sich ein Beispiel an den Niederländern nehmen, die bei Neubauten häufig auf regionaltypische Architektur setzen. Auch der Schwarzwald hat eine reiche und schöne Baukultur, die man an dieser Stelle stärker einfließen lassen könnte.

  • Mich erinnert die Gegend rund um Pforzheim und den nördlichen Schwarzwald sehr an Darmstadt und den nördlichen Odenwald. Beide Städte haben ein ähnliches Schicksal erlebt, ein großer Zerstörungsgrad und eine hohe Opferzahl sowie kein gelungener Wiederaufbau. Unweit davon beginnt jeweils eine wunderschöne Kulturlandschaft, vergleichbar zu Bad Herrenalb ist Lindenfels im Odenwald, ebenfalls ein heilklimatischer Kurort. Hier eine Kloster-, dort eine Burgruine, hier ein Hotelklotz, dort ein überdimensioniertes (ehemaliges) Krankenhaus aus den 70er Jahren. Beide mit einem an sich schönen Ortsbild aber natürlich mit Luft nach oben.

    "Seine Welt zeige der Künstler - die niemals war noch jemals sein wird“

    - Hermann Bahr (Inschrift des Ateliergebäudes der Darmstädter Künstlerkolonie)

  • Mich erinnert die Gegend rund um Pforzheim und den nördlichen Schwarzwald sehr an Darmstadt und den nördlichen Odenwald. Beide Städte haben ein ähnliches Schicksal erlebt, ein großer Zerstörungsgrad und eine hohe Opferzahl sowie kein gelungener Wiederaufbau. Unweit davon beginnt jeweils eine wunderschöne Kulturlandschaft, vergleichbar zu Bad Herrenalb ist Lindenfels im Odenwald, ebenfalls ein heilklimatischer Kurort. Hier eine Kloster-, dort eine Burgruine, hier ein Hotelklotz, dort ein überdimensioniertes (ehemaliges) Krankenhaus aus den 70er Jahren. Beide mit einem an sich schönen Ortsbild aber natürlich mit Luft nach oben.

    Mit den Kurbädern und Bettenburgen aus den 70ern kann ich dir nur zustimmen.

    Der Schwarzwald hat sich in den letzten 10 Jahren jedoch stark gewandelt: Das verstaubte Image weicht neuen Trends, die Kunst- und Kulturszene wächst, Trachten werden modern interpretiert, und auch die Gastronomie erlebt einen Aufschwung. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der regionalen Spirituosen, insbesondere des Whiskeys. Brennereien wie die Black Forest Distillers, Emil Scheibel oder Evermann haben sich mit preisgekrönten Whiskeys international einen Namen gemacht. Tradition und Innovation gehen dabei Hand in Hand.

    Es wäre wünschenswert, wenn dieser positive Wandel auch in der Baukultur stärker aufgegriffen würde. Schwarzwaldtypisches Bauen, wie die Verwendung von Holz, Schiefer und anderen regionalen Materialien, sowie Elemente wie breite Satteldächer, Balkone und filigrane Holzarbeiten, könnten das Ortsbild enorm aufwerten.

    Immerhin habe ich schon einige Neubauten gesehen, die mit Holzschindeln verkleidet sind. Holzschindeln sind dünne, gespaltene oder gesägte Holzplatten, die traditionell zur Verkleidung von Fassaden und Dächern genutzt werden. Sie sind nicht nur funktional und langlebig, sondern verleihen Gebäuden auch einen warmen und charakteristischen, regionaltypischen Charme. Solche Ansätze zeigen, dass eine Rückbesinnung auf regionale Bauweisen durchaus möglich ist und modernen Standards gerecht wird. Müsste mal schauen, ob ich noch ein Bild von so einem Neubau in meinem Archiv habe.