Römerberg Ostzeile bzw. Samstagsberg

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • wäre das nicht, mit einer neuen Einleitung versehen, ein schöner Beitrag für die entstehende website von "Stadtbild Deutschland (e.V.)" ???


      Allerdings.

      Riegel, du musst natürlich selbst wissen, ob du das möchtest. Ich jedenfalls halte den Beitrag in seiner jetzigen Form für fast schon "druckreif", und ich fände es sehr schön, wenn wir auf unserer Website die kritische Beurteilung einer Reko nach allen Regeln der Kunst samt Bilder hätten. Aber natürlich ist dir hier keiner böse, wenn du uns jetzt sagst, dass du das lieber nicht möchtest. Aber ich glaube, ich spreche für alle Mitglieder von "Stadtbild Deutschland", wenn ich jetzt sage: Interessiert daran wären wir auf alle Fälle!
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • @ Philon und Restitutor

      Da habe ich sicher nichts dagegen, wir betreiben hier ja keine Geheimniskrämerei, und wir wollen hier ja auch Wissen verbreiten! Wäre eine schöne Gelegenheit, damit ein weiteres Publikum zu erreichen. Aber mir ist von dieser geplanten Website nichts bekannt, und habe ergebnislos mal in unserem Forum rumgesurft. Könnt ihr mir sagen, wo ich Infos dazu finde?

      Es folgt ja noch Teil 2 meines Beitrags...
    • Auch ich kann mich dem Lob für diesen Beitrag nur anschließen!
      Interessant, gut geschrieben und dazu noch mit richtig guten Bildern! :D

      Ein paar Anmerkungen:

      An der Rückseite sieht man, dass nicht nur historisch aussehende Fassaden vor moderne Neubauten geklebt wurden; nein, von Sockel bis First, von vorne bis hinten sind die Häuser detailgetreu den historischen Vorbildern nachgebaut worden!


      Tja, hier im Forum weiß das wohl jeder, aber diese Information sollte samt Foto am besten in der Rundschau erscheinen, deren Leser teilweise immer noch glauben, es handele sich um Kulissen (= vorne Fachwerk, Rückseite Beton...) :augenrollen:



      Daß das Rapunzelgäßchen wiedererstanden ist (das Straßenschild spricht leider nur vom "ehemaligen Rapunzelgäßchen" - da wiehert der Amtsschimmel), ist schön, aber mich wundert, daß man die Übergänge nicht in geschlossener Bauweise errichtet hat. Damit käme dem historischen Zustand näher - und man könnte wettergeschützt hinübergehen!





      Bei der Rekonstruktion des Samstagsbergs hat man die Lage der ersten beiden Zeilen in postmoderner Formensprache wieder aufgegriffen . Städtebaulich finde ich diesen Bau etwas vom gelungensten auf dem Gebiet der ehemaligen Altstadt, auch wenn einige architektonische Elemente (Erdgeschossöffnungen, Giebelfenster) durchaus weniger pompös hätten gestaltet werden können.


      Ich finde die sog. Anschlußbauten auch einigermaßen vertretbar, mit den Sprossenfenstern und dem Sandstein-Erdgeschoß finden sich ja auch die richtigen Zitate. Aber der größte Fehler dieser Gebäude ist eindeutig ihre Höhe! Man vergleiche den Blick vom Dom damals


      Quelle: www. altfrankfurt.com

      und heute


      Quelle: http://www.lahmeyer.de">www.lahmeyer.de

      Während man früher noch alle Dachgeschosse und einen Teil der Obergeschosse sehen konnte, ist die Ostzeile heute fast verdeckt. Das ist in meinen Augen eine ungeheure Panne!

      Wenn man schon die Fachwerkhäuser einschließlich der Rückseite penibel rekonstruiert, warum achtet man dann nicht darauf, daß die Rückseite auch sichtbar ist? Natürlich nicht komplett (Rapunzelgäßchen), aber zumindest der berühmte historische Dom-Blick hätte wiederhergestellt werden müssen! Ein Stockwerk weniger hätte die Situation schon verbessert - hier wurde (wie schon oft in dieser Stadt) eine Chance vergeben.
    • Der Aufnahmewinkel der beiden letzten Fotos ist aber längst nicht derselbe: Im älteren Bild verdeckt u. a. das Dach des Hauses zum Engel nur das Erdgeschoss des Hauses Löwenstein. Im neueren Foto, identische Firsthöhe des rekonstuierten Engels wird man annehmen können, reicht das Dach bis zur Hälfte der Fenster im 3. Obergeschoss (bzw. 1. DG).
    • @ Schlossgespenst:

      Nicht nur die Dimension der Anbauten ist störend. Auch die Dachgestaltung hätte ruhig etwas abwechslungsreicher ausfallen können. So ist es jeweils ein einziger langer Giebel geworden.
      Am schlimmsten finde ich aber die Tatsache, dass zum Markt hin kein einziger Überhang an den Gebäuden vorhanden ist, was doch so typisch für die Altstadt war. Dadurch wirkt es live betrachtet doch sehr monoton und langweilig. Spätestens bei der Rekonstruktion des TechnischenRathaus-Areals werden diese beiden Klötzer dann deutlich als Fremdkörper wirken.
    • Im zweiten Teil über meine Betrachtung zur rekonstruierten Samstagsbergzeile möchte ich vor allem auf die Gestaltung des Fachwerks zu sprechen kommen. Dies ist ja einer der Hauptkritikpunkte zu dieser Rekonstruktion. In der Tat ist es so, dass das Balkenbild (d.h. der Verlauf der Balken, Verstrebung, Zierformen...) nicht exakt dem zerstörten Vorbild entspricht. Einerseits war ja das Fachwerk der originalen Bauten zum Zeitpunkt der Zerstörung verputzt, resp. verschiefert, andererseits konnte man nicht auf historische Zeichnungen oder Stiche zurückgreifen. Wohl zeigen solche aus dem 17./18. Jahrhundert die Häuser mit dem Fachwerkkleid, aber der exakte Verlauf der Balken ist nie wiedergegeben. Lediglich beim Engel konnte man sich auf die Dokumentation der Restaurierung von 1905 abstützen, bei welcher das Fachwerk der ganzen Hauptfassade genau aufgenommen worden war.

      Anders sieht es beim ostwärts anschliessenden Haus, dem Schwarzen Stern aus: das ursprüngliche Gebäude wurde ca. 1610 errichtet, das Fachwerk im 18./19. Jahrhundert verputzt, und ca. 1920 wieder freigelegt. Ich stelle deshalb seine Betrachtung an den Anfang dieses zweiten Teils:









      Nachdem auch der Stern 1944 in Schutt und Asche versank, blieb nur noch das steinerne Erdgeschoss übrig. Offenbar bestand dieses noch bis zum Bau der U-Bahn zu Beginn der Siebzigerjahre. Bei der Rekonstruktion 1983 hatte man also den genauen Befund des ursprünglichen Aussehens des Fachwerks. Auffallend ist die lückenlose Aneinanderreihung von 12 Fenstern in jedem Geschoss, wie sie auch an vielen anderen Gebäuden am Römerberg beobachtet werden konnte, im Gegensatz zu den restlichen Teilen der Altstadt. In der Literatur heisst es, dass bei Kaiserkrönungen im Dom, anlässlich derer auch vor dem Römer Zeremonien stattfanden, den Zuschauern die Fensterplätze in den umliegenden Gebäuden teuer vermietet werden konnten. Deshalb versuchte man, möglichst viele Fenster anbieten zu können. Ich persönlich bezweifle diese Erklärung, denn hätte man wirklich nur für einen alle paar Jahrzehnte stattfindenden Anlass so viele Fenster angelegt? Jedenfalls aber sind die fast hausbreiten Fensterreihen eine Eigentümlichkeit der Bebauung am Römerberg.





      Desgleichen bestehen die Fensterbrüstungen des Schwarzen Sterns in einer monotonen Reihung immer desselben Fachwerkschmuckes; nur von Geschoss zu Geschoss sind Unterschiede bemerkbar. Man hatte hier also tatsächlich das überlieferte Vorbild eines recht monotonen Fachwerkgefüges, welches einzig in seiner feinen Gliederung und Ausschmückung nicht langweilig wirkte!

      Es existiert eine S/W-Photographie von der Renovation von 1920, welche einen bemerkenswerten Farbbefund zeigt. Demnach waren die Balken nicht wie gewohnt nur eintönig bemalt, sondern noch mit gemalten Bossen und Diamantbuckeln (mit Licht- und Schattenseite) versehen. Fachleute nehmen an, dass es sich um die ursprüngliche Fassung gehandelt haben wird. Ähnliche Befunde wurden in den letzten Jahren bei Restaurierungen schon öfters festgestellt, und diese basieren meist auf grau gestrichenem Fachwerk, dessen Zierrat mit weiss- und Schwarztönen hervorgehoben wird.




      hist. Photographie, Stadtarchiv Frankfurt a.M.


      Skizze nach obigem Befund: Riegel

      Man versuche sich mal vorzustellen, welche Wirkung der Schwarze Stern mit dieser reichen Bemalung ausgestrahlt haben wird! Er dürfte ein Gegenpol zum Salzhaus mit seiner geschnitzten Fassade diagonal über den Römerberg gewesen sein! Bei der Rekonstruktion hielt man sich nicht an diesen Farbbefund, einerseits wohl in Unkenntnis der Farbtöne, andererseits weil es nicht erwiesen war, ob es sich wirklich um die ursprüngliche Bemalung handelte. So entschied man sich lediglich für einen Rotanstrich der Balken. Dieser hätte allerdings auch ein paar Zentimeter auf den Putz übergreifen müssen, was die Balken kräftiger hätte erscheinen lassen - eine Regel, welche sich bisher überall an Fachwerkbauten bestätigt! Allerdings war es eine Eigenheit Frankfurts, dass die Balkenquerschnitte sehr schmal bemessen waren. Bei der Bearbeitung der Skizze oben habe ich zudem festgestellt, dass die Balkenquerschnitte bei der Rekonstruktion des Schwarzen Sterns noch schmaler gewählt wurden als beim Original! All dies hat zu einem ungewohnt grazilen Fachwerk geführt, welches offenbar nie in dieser Form bestand.

      Ein weiterer Unterschied zwischen Original und Rekonstruktion ist mir aufgefallen: in allen Geschossen waren jeweils die fünf linken Fenster ein wenig breiter als die sieben rechten Fenster. Weshalb bei der Rekonstruktion die Fensterbreiten vereinheitlicht wurden, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls hat dies auf die Erscheinung des Hauses keinen Einfluss, trotzdem hatte dies seinen Grund und gehörte zur Baugeschichte.

      "Baugeschichte" wurde dafür beim Doppelhaus Römerberg 20/22 appliziert: gemäss der angebrachten Broncetafel ist dieses Haus 1541 als ein Haus erwähnt, und wurde danach geteilt. Fortan erlebten also beide Hälften eine getrennte Baugeschichte. Anhand der Fensteranordnung kann man dies besonders im Giebelfeld erkennen, im Vorkriegszustand als auch im rekonstruierten Zustand. Mir scheint dort dabei das Fachwerkbild gar phantasievoll gestaltet worden zu sein, denn im Grundgerüst blieb meist im Giebelbereich das originale Fachwerk erhalten, und man begnügte sich lediglich mit einer Vergrösserung oder Veränderung der Fensteröffnungen, und passte einzelne Balken an. Das Fachwerk im Giebel wirkt zu gewollt oder gekünstelt.




      Bild: Restitutor Orbis

      Von links nach rechts: 28, 26, 24, 22/20, 18, 16

      Bei den drei Vollgeschossen ist diese Teilung des Hauses anhand der Verdoppelung eines Pfostens ungefähr in Fassadenmitte sichtbar. Diese Zäsur ist auch auf historischen Photographien vorhanden. Der Höhe nach dürften die Fenster nicht mehr den originalen aus der Bauzeit (16. Jh.?) entsprechen. Wahrscheinlich wurden diese im 18./19. Jahrhundert verändert, insbesondere durch Tiefersetzung der Brüstungen. Dabei ging ein grosser Teil des ursprünglichen Fachwerks verloren! Fenstervergrösserungen können zu dieser Zeit überall beobachtet werden, einerseits aus stilistischen Gründen (barocke oder klassizistische Fassaden mit regelmässiger Fensteranordnung), andererseits durch das breite Aufkommen von Klarglas (anstelle Butzen- oder Wabenscheiben). Aus dem gleichen Anlass wurde das Fachwerk dann verputzt oder verschiefert.

      Bei der Rekonstruktion wurde hier also ein Zustand geschaffen, welcher so nie existiert hat: Heute stehen wir vor einem Fachwerkhaus, welches den Eindruck mit Fachwerk aus dem 16. Jahrhundert weckt, aber gleichzeitig eine Fensteranordnung aus dem 19. Jahrhundert besitzt. Für den Laien ist dies allerdings nicht erkennbar. Was ich damit sagen möchte, erkläre ich im folgenden Exkurs:

      Wie würde dieses Haus heute aussehen, wenn es nicht zerstört worden wäre? Ich gehe mal davon aus, dass es nicht zugunsten eines Neubaus geopfert worden wäre... Bei einer Fassadenrenovation hätte man sich vielleicht entschlossen, das Fachwerk weiterhin verputzt und verschiefert zu belassen. Es ist aber auch denkbar, dass das Fachwerk z.B. in den Sechzigerjahren freigelegt worden wäre. Dabei wäre man auf Teile des originalen Sichtfachwerks gestossen, zum grössten Teil aber auch auf konstruktives, nicht auf Sicht konzipiertes Fachwerk des 19. Jahrhunderts! Nun ist es aber so, dass auch heute noch oft solche Fachwerke freigelegt werden. Das heisst, dass das Haus heute etwa dem aktuellen Bild entsprechen könnte. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wiesen aber die Brüstungen weder Andreaskreuze noch Fussbänder (kleine Streben) auf, und wären eher leer oder mit einer kurzen Strebe versehen. Ich versuchte einmal, in einem Faden über Nürnberg (scrollen zu 17.11.05 2349 Uhr) diese Renovationspraxis zu erläutern.

      Der Kommentar zu Römerberg 20/22 gilt auch für die Häuser 16 und 18. Ein zusätzlicher Blick auf Nr. 18 lohnt sich aber. Die Broncetafel weist es als ältestes Haus der Reihe aus, erbaut vor 1500. Die Herkunft dieser Angabe ist mir unbekannt, aber die niedrigen Geschosse und der Krüppelwalm lassen diese Datierung zu. Dementsprechend entschied man sich hier für Fachwerk mit typischen Merkmalen dieser Zeitepoche: überkreuzte, gebogene Eckstreben und Viertelkreis-Fussbänder. Aber auch hier beliess man die Fensteranordnung des 19. Jahrhunderts, und somit dürfte beim Original wesentlich weniger ursprüngliches Fachwerk überdauert haben, als es der heutige Nachfolgebau vortäuscht!

      Nr. 24 wird auf der Broncetafel als Um- oder Neubau um 1800 umschrieben. Die übermässigen Geschosshöhen sowie die fehlenden Geschossvorsprünge weisen es aber eher als Neubau aus. Sein barockes/klassizistisches Gepräge überdauerte unbeschadet die Zeit bis zu seiner Zerstörung, nur das Erdgeschoss erhielt im 19. Jahrhundert grosse Schaufenster. Die Fassade war grösstenteils in Fenster aufgelöst, was auch hier eine Fachwerkkonstruktion verrät, welche aber von Anfang an mit einem Verputz rechnete (sog. konstruktives Fachwerk). Somit war es naheliegend, dieses Gebäude wieder als Putzbau zu rekonstruieren. Bei einem abendlichen Rundgang allerdings kann man sehen, dass ausgerechnet dieses Gebäude im Innern in den Obergeschossen Sichtbalkendecken aufweist, im Gegensatz zu den benachbarten Fachwerkbauten mit Gipsdecken. Richtigerweise sollte es gerade umgekehrt sein.

      Nr. 26 schliesslich zeigt sich heute ebenfalls als verputztes Gebäude. Offenbar wurde sein Vorbild wie der links folgende "Engel" 1562 erbaut, also zu einer Zeit, als Sichtfachwerk üblich war. Die regelmässige Fensteranordnung und der verschieferte Giebel dokumentierten eine Fassadenerneuerung im 18. Jahrhundert, bei welcher das Fachwerk verputzt wurde. Aus denselben Überlegungen wie zur Rekonstruktion der Nrn. 16 bis 22 wäre auch hier Fachwerk denkbar gewesen, aber ich vermute, dass der Entscheid zur Beibehaltung der Putzfassung sicher auch aus optischen Gründen fiel, und auch richtig war.


      Dieser 2. Teil soll ein Versuch sein, die rekonstruierten Häuser am Samstagsberg vom Blickwinkel der Gestaltung des Fachwerks zu beurteilen. Im 1. Teil (Seite 2 dieses Fadens) bin ich ja zu folgendem Schluss gekommen:

      Ich bin fasziniert von der handwerklichen und detaillierten Ausführung dieser Häuser. Man ist sich gar nicht mehr gewohnt, eine solche von Sockel bis Dachfläche perfekt aussehende Häuserzeile zu erleben. Mit ein Grund, weshalb von einigen die Zeile als Insel wahrgenommen wird. Sicher vermisse ich die Patina, aber bei frisch renovierten historischen Gebäuden braucht es auch Geduld, bis sich eine solche wieder einstellt. Da alles schön winkelgerecht in Waage und Blei dasteht, erhält man den Eindruck des Überperfekten, welchen man bei historischen Bauten nie findet, resp. nicht finden sollte. Es ist nun mal eine Rekonstruktion! Historische Bauten waren ja auch einmal neu!


      Eine gewisse "Sterilität" könnte man den Fassaden aus diesem Blickwinkel vorwerfen. Die durchgehenden Fensterreihen sowie die monotone Aneinanderreihung immer wieder des gleichen Brüstungsfachwerks entsprechen nicht dem gewohnten Bild eines lebendigen Fachwerkhauses.


      Ich hoffe, damit noch mehr zum Verständnis dieser Rekonstruktion beigetragen zu haben. Während der Beschäftigung mit diesen Häuser habe ich unbeabsichtigt einen Leitfaden oder eine Theorie zur Rekonstruktion weiterer Bauten erstellt. Bei der Nr. 20/22 habe ich mich gefragt:

      Wie würde dieses Haus heute aussehen, wenn es nicht zerstört worden wäre?


      Die Beantwortung dieser Frage ist für mich generell entscheidend bei jeglicher Rekonstruktion! Es gibt solche, welche sich am Bild unmittelbar vor der Zerstörung orientieren, aber auch solche, welche einen noch früheren Zustand dokumentieren. Das macht die Entscheidungsgrundlagen für eine Rekonstruktion noch umfangreicher. Es kommt nicht nur auf die Vollständigkeit der Dokumentation an, sondern auch auf das Erkennen nachträglicher Veränderungen, denn solche konnten ein Baudenkmal ja auch beeinträchtigen. Und macht es Sinn, eine "Beeinträchtigung" zu rekonstruieren? Im Prinzip ist jede Restaurierung eine Rekonstruktion, und je nach herrschender Denkmalpflegetheorie werden Teilrekonstruktionen abgelehnt oder befürwortet (z.B. das Freilegen eines nachträglich verputzten Sichtfachwerks ist ja an sich auch schon eine Rekonstruktion). Ich verweise hier auch auf die Diskussion um das Gewandhausareal in Dresden.

      Aus meinen Überlegungen wage ich mal zu behaupten, dass in Frankfurt bei einer vollständigen Rekonstruktion des "Altstadtteiles" anstelle des technischen Rathauses höchstens 10 Prozent der Bauten in Fachwerk erstellt würden!
    • Grundlagen einer Rekonstruktion

      Sehr schöner, ausführlicher Text.

      Dann möchte ich diese Punkte mal noch mal überprüfen für eine Betrachtung der weiteren Häuser (Technisches Rathaus-Areal).

      Ich habe versucht, diese Kenntnisse möglichst von Anfang an an den Plänen und Skizzen anzuwenden.
      Konsequenzen wären daraus: Änderung von Fenstergrößen bei einigen Gebäuden gegenüber den Treunerskizzen auf spätgotisches Maß und entsprechende Ausführung der Strebenfigur.

      Prominentestes Beispiel: Das Haus auf den drei Säulen, Rotes Haus (Markt 17).
      Nach einem Holzschnitt von 1738 ist ein Teil der Balkenlage zu erkennen. Das Gebäude war also entgegen landläufiger Meinung nicht immer rot verputzt, bis mind. 1738 standen die Balken frei. Im Übrigen hießen auch das Nachbargebäude (Markt 15), sowie vier weitere Gebäude um das dahinter liegende Metzgerhöfchen "Rotes Haus".
      So waren im 1. OG Riegel und Pfosten entsprechend einer für diese Zeit typischen Anordnung neu gesetzt worden. Die Lage der Fenster entsprach der, die das Gebäude bis 1944 hatte. Für das 2. OG war die Änderung jedoch noch nicht vollzogen. Die Strebenfigur ist sichtbar, jedoch nicht gebogen sondern gerade. Hier ist nun die Frage, ob dies ein Vereinfachung im Holzschnitt ist. Da aber kleinere Elemente auch genauer dargestellt sind und es auch Beispiele für gerade (gotische!) Streben in unmittelbarer Nachbarschaft gibt, werde ich dies für die Konstruktion wählen. Wenn man nun die Fenster neu bemessen muß anhand dieses Bildes, welches in den Jahren danach angepaßt wurde (die Fenster des 2. OG entsprachen dann in der Breite fast, aber nur fast, denen des 1. OG). Dann kommt man wieder auf gotisches Maß (75 - 90 cm Breite). Die entsprechende Balkenlage entspricht dann auch wieder genau der inneren Konstruktion mit Innenwänden und Unterzügen).

      Da ich auf gleichem Holzschnitt das Bild des Hauses Flechte (Markt 20) in gotischer Form sehe und aufgrund der Maße mit Überkragungen und angebrachten Knaggen Übereinstimmungen mit gotischen Maßen und den (nicht maßstäblichen) Ansichten der Platzierungen finde, gehe ich bei diesem Haus davon aus, daß hier die Fenster relativ rücksichtslos sogar in tragende Achsen hineingeschnitten wurden. Wahrscheinlich wurden statt dessen Pfosten zwar neu gesetzt, doch gehe ich davon aus, daß bei einer Freilegung die ursprünglichen Streben noch in abgeschnittener Form vorhanden waren. Angeblich soll dies bei der umfassenden Sanierung auch der Grund für die Nicht-Freilegung einiger Häuser gewesen sein. Das Fachwerk darunter wäre in seiner verstümmelten und massiv gestörten Form nicht mehr ansehnlich gewesen.

      Also Baugeschichte hier als entscheidende Grundlage für die Rekonstruktion.

      So plädiere ich auch nach wie vor dafür, den Zustand von vor 1905 bei den Häusern Esslinger, Ginslinger, Goldenes Lämmchen und Klein Nürnberg herzustellen, sowie auch den speziellen Bau Neugasse 1a.
      Dieser Zustand beim Durchbruch der Braubachstraße war über einige Jahre gegeben, bis man die Gebäude dort errichtet hatte. Man kopierte auch die Fassaden der dann dazu abgebrochenen rückwärtigen Teile in den neu errichteten Gebäuden.
      Jedoch hätte dies zur Folge, daß ich Haus Esslinger in teilabgebrochenem Zustand rekonstruieren müsste. Dies widerstrebt mir. Und ich bin der Überzeugung, daß die (massive, also in Stein gebauten) Rückseiten dieser Gebäude auch durchaus ansehnlich sein können, bzw. mit Neugasse 1a ein Fachwerkgebäude in die Braubachstraße hineinreichen würde.
      Dies wäre aber kein "Abbruchzustand auf Dauer", da man dort mit der Braubachstraße einem Hofverlauf folgte.

      Im Übrigen ist sogar der Merianplan unglaublich nützlich...

      Letztendlich ist aber der von Riegel genannte Leitfaden für mich auch relativ verbindlich: Wie würden sich die Gebäude darstellen, wenn sie im Krieg nicht zerstört wären? Jedoch weigere ich mich, wenn mir Umbauten als solche bekannt sind und ich den ursprünglichen Zustand benennen kann, dies dann nicht auch in solchem ursprünglichen, weil mit konstruktivem Sinn durchlaufenden Aufbau neu zu gestalten, was wohl schon technisch das einzig sinnvolle ist. Die Fehler der Vorväter nicht zu widerholen, das sagt die Ingenieursehre :zwinkern:

      Und manche Sachen werde ich nie darstellen können. Sollte eines der Häuser ältere Teile als die sicht- oder schätzbaren gehabt haben, werde weder ich, noch irgend jemand anderes dies je nachweisen können. Ich meine dies in dem Sinne, daß man manchen der Limburger Fachwerkbauten aus dem 13. Jahrhundert man aufgrund der Umbauten das hohe Alter nicht ansehen kann. Da kam man darauf weil zwei, drei Pfosten noch übergeblieben sind, die auch in nachfolgenden Gestaltungen durchaus hätten neu sein können, oder weil man innen liegen ein Schwertung vorfand, die über die Geschosse hinwegging. Auch wären Rahmenschnitzereien an Balken, wie sie im dreizehnten, vierzehnten Jhdt. üblich waren, nur durch eingehende Untersuchungen entdeckt werden können. so etwas kan man heute nicht mehr nachvollziehen.
      (Tuchgaden 9 war in der massiven Front und im EG romanisch. Wie alt waren die Fachwerkteile, bzw. daraus: wie waren die innenliegenden Wände aufgebaut? Gab es Balken, die über die Geschosse hinweg gingen?)

      Dies ist eine Tatsache...aber ich tue mein Bestes.

      @Riegel: Wann bist Du mal wieder in Frankfurt, denn ich würde meine Kunstruktionsskizzen gern auch Deinem Auge "unterwerfen". Je mehr Sachverstand einläuft, desto unanfälliger wird diese Rekonstruktion für mögliche Fehler...oder wie das Motto beim Bau der Löwenapotheke in Aschaffenburg war (auch im Hinblick auf Römerberg):

      Wenn, dann machen wir eigene Fehler. :zwinkern:

      P.S.: zum Schwarzen Stern: die Figuren entsprechen ja denen der Goldenen Waage, diese waren jedoch eben massiver. Die "filigrane" Gestaltung der Andreaskreuze mit Rauten finde ich sogar eher befremdlich...es passt so einfach nicht.
      Die Feder ist mächtiger als das Schwert...wenn das Schwert sehr stumpf ist und die Feder sehr spitz!

      -Terry Pratchett
    • Mal eine Frage vom interessierten Laien, der Große und der Kleine Engel waren doch bis zur Kriegszerstörung zwei getrennte Wohnhäuser auf der gleichen Parzelle, oder? Sehe ich es richtig, dass die Rekonstruktion nun innerlich nur noch ein Gebäude ist? Außerdem wüsste ich gerne, wo man in der Literatur etwas über die Renovierung von 1905 sowie die Rekonstruktion in den 80ern findet? Im 1914 erschienenen Band 3 der "Baudenkmäler von Frankfurt am Main" steht nichts über eine Renovierung?
    • Ich bin ganz begeistert über das hohe Niveau, auf dem hier die Frankfurter Fachwerkrekonstruktionen erörtert werden! Das ist alles himmelweit entfernt von gewissen Äußerungen angeblicher Experten. Man schaut danach genauer hin und lernt auch viel über Baugeschichte.
      Ich wünsche mir, dass es auch bei Rekonstruktionen Lernprozesse gibt. Aus den positiven Seiten und den Fehlern am Samstagsberg sollte man die nötigen Schlüsse ziehen, damit die nächsten Rekonstruktionen noch besser werden.
      Ich persönlich finde, dass Ausgangsbasis eines Wiederaufbaus grundsätzlich der Zustand im Zeitpunkt der Zerstörung, also1945, sein sollte. Alle Entwicklungsstufen eines Gebäudes wären dann möglichst gleichberechtigt berücksichtigt. Bei besonders hohem kunst- oder kulturgeschichtlichen Wert und bei guter Dokumentation halte ich Abweichungen zugunsten eines früheren Zustands für gerechtfertigt. Das müsste im Einzelfall gut begründet sein, scheint aber hier möglich zu sein.
    • großer und kleiner Engel

      Also zumindest ursprünglich wurden sie wohl als zwei Gebäudehälften unter gleichem Dach konzipiert...Doppelhaushälfte für die Söhne der Erbauerin. :gg:

      Wann das nun zusammengefasst wurde...hmmm. Auf jeden Fall gab es im Buch von Manfred Gerner "Fachwerk in Framnkfurt am Main", erschienen 1979, schon eine Ansicht der dem Römerberg zugewandten Front mit entsprechender, wenige Jahre später rekonstruierter Fachwerkkonstruktion. Diese wohl entsprechend des Planes aus einer Aufnahme und damit wohl auch als historisch korrekt anzusehen ist.

      Aus dem Gespräch mit Herrn Gerner hat mir dieser erzählt, er habe damals seinen Segen für den Bau verweigert, da man manche Unterzüge aus statischen Gründen über das historische Maß hinaus dimensioniert hatte (obwohl diese ja 382 Jahre gehalten haben, man möge meinen, es habe sich damit bewährt).

      Nun muß man wissen, daß im Holzbau nach heutigen Maßstäben mit drei- bis vierfachen Sicherheiten gerechnet wird aufgrund der inhomogenen Eigenschaften von Holz.
      Es waren also die Balken (viel) zu groß und, nach Herrn Gerner auch entsprechend zu schwer. So sei es zu Berstungen des Sandsteines gekommen. Daher mußte dort alles abgestütz werden.
      Frisches Holz als Grund ist somit wohl eher eine reine Spekulation, schließlich hat man früher, auch den Engel, grundsätzlich mit frischem Holz gebaut, sonst wären auch dendrochronologische Untersuchungen sinnlos.
      Die Feder ist mächtiger als das Schwert...wenn das Schwert sehr stumpf ist und die Feder sehr spitz!

      -Terry Pratchett
    • @ RMA

      Die Baugeschichte des Grossen und Kleinen Engels ist in der Arbeit von Walter Sage eingehend beschrieben (siehe nachfolgende Buchtipp-Liste)


      @ all

      Für den Forscher und Liebhaber von Fachwerkbauten allgemein und insbesondere auch von Frankfurt habe ich mal eine Literaturliste zusammengestellt. Die ersten fünf Bücher sind ein Muss für denjenigen, der sich intensiv mit der Geschichte und Rekonstruktion von Fachwerkbauten auseinandersetzt:

      Heinrich Walbe, Das hessisch-fränkische Fachwerk, Hrsg. Heimatbund für Hessen und Nassau, L. C. Wittich Verlag, Darmstadt 1942

      Walter Sage, Das Bürgerhaus in Frankfurt a. M. Hrsg. Deutscher Architekten- und Ingenieurverband, Verlag Ernst Wasmuth, Tübingen 1959

      Manfred Gerner, Fachwerk Entwicklung, Gefüge, Instandsetzung, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1979

      Manfred Gerner, Farbiges Fachwerk Ausfachung, Putz, Wärmedämmung, Farbgestaltung, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1983

      G. Ulrich Großmann, Der spätmittelalterliche Fachwerkbau in Hessen, Hrsg. Verlag Karl Robert Langewische Nachfolger Hans Köster, Königstein im Taunus 1983 (Reihe "Die blauen Bücher)


      Für denjenigen, der sich weiter in die Materie vertiefen möchte, empfehle ich folgende drei Bücher:

      Carl Schäfer, Deutsche Holzbaukunst, Hrsg. P. Kanold, Gerstenberg Verlag, Hildesheim 1980 (Neudruck der Aufl. Dresden 1937)

      Das schöne Gesicht von Frankfurt am Main, Hrsg. Frankfurter Kunstverein 1924
      (168 photographische Aufnahmen zwischen 1860 und 1924)

      Manfred Gerner, Fachwerk in Frankfurt am Main, Hrsg. Frankfurter Sparkasse von 1822, Verlag Dr. Waldemar Kramer, Frankfurt a. M. 1979


      Die Bücher findet man nur noch antiquarisch (diejenigen von Gerner und Grossmann evtl. noch in Buchhandlungen), entweder in
      http://www.zvab.com">www.zvab.com (zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher)
      http://www.amazon.de">www.amazon.de
      http://www.ebay.de">www.ebay.de

      Interessant ist die Beobachtung, wie die Autoren meistens auf den älteren Arbeiten aufbauen. Die älteste Arbeit ist jene von Carl Schäfer, und diese fusst auf Skripten von Vorlesungen, welche Schäfer ab 1878 an der Berliner Technischen Hochschule gehalten hatte. Er gilt als erster der Fachwerkforscher überhaupt. Da einige seiner Entdeckungen heute überholt sind, und die Arbeit sehr allgemein und nur mit wenigen konkreten Beispielen gehalten ist, setzte ich dieses Buch nicht in die Liste der wichtigsten. Wer sich aber weiter in die Materie vertiefen möchte, sollte unbedingt auch dieses Buch studieren, da Schäfer die Liste der Fachwerkforscher anführt, und im 19. Jahrhundert viele schon früh abgebrochene oder veränderte Bauten noch erlebt hat. In den meistens Büchern gibt es weitere Literaturhinweise, sodass die Sucht "Fachwerk" wohl ihren Lauf nehmen wird...


      @ Kardinal

      Seit Wochen plane ich einen weiteren Frankfurt-Besuch, doch wie es aussieht, macht mir die Fussball-WM einen weiteren Strich durch die Rechnung; kann damit gar nichts anfangen, im Gegenteil, ich fliehe vor den Auswüchsen... bin ja schon bei meinem ersten Besuch unbeabsichtigt in den Weihnachtsmarkt geraten... werde mich aber früh genug melden.

      Zu den von Dir erwähnten filigranen Rautenmustern: ich habe auf einer historischen Detailaufnahme diese Rautenmuster ausgemessen. Der Abstand von Rautenbalken-Mauerwerk-Andreaskreuzbalken-Mauerwerk-Rautenbalken war 1:1:1:1:1; heute beträgt das Verhältnis 1:2:1:2:1. Die ursprüngliche Bälkchenbreite war also anderthalb mal breiter als heute! Schade...

      Zum Buchtipp von Walter Sage: er stütze sich u. a. stark auf Skizzen und Aquarelle von Carl Theodor Reiffenstein, welche dieser zwischen 1830 und 1880 anfertigte. Diese sind meines Wissens ausser von Walter Sage bis heute weder erforscht noch publiziert worden. Ich hoffe, dass Du diese auch schon zu Gesicht bekommen hast.
    • Von meiner Seite aus erst einmal vielen Dank an Riegel für seinen hoch interessanten und sehr informativen Beitrag.

      Danke auch an Kardinal für seine Antwort. Im Endeffekt haben wir nun hier in diesem Strang eine Diskussion auf einem sehr hohen Niveau, was natürlich äußerst begrüßenswert ist.

      Ich denke, ich werde auch auf die Literaturtipps zurückkommen...
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Ganz nebenbei für die Frankfurter:

      Gestern Abend war ich im Dresdner Rathaus wegen der Diskussionsrunde über den Neumarkt. Herr Guratzsch, gebürtiger Dresdner, der heute in Frankfurt lebt, zeigte sich am Ende begeistert wegen des Dresdner Publikums, das sich so beherzt um die Stadt kümmere.

      Gleichzeitig betonte er, im direkten Bezug zu Frankfurt, er sei etwas perplex, da die Stadt quasi nicht vertreten sei, während in Frankfurt nicht nur eine Reihe Abgeordneter auf dem Podium säßen, sondern drei, inklusive Oberbürgermeisterin.

      Dafür hatten wir keine Architekten, die bei jeder historischen Fassade "Buh!" gerufen hätten. ;)

      --
      Aenos
    • Mal wegen der unsäglichen "Die Ostzeile ist kein Symbol für Frankfurt"-Debatte, die es vor längerer Zeit einmal gab...

      Man sehe sich mal das Mathematik-Lehrbuch aus dem Verlag Cornelsen für die 12. Klasse an - genauer gesagt die hessische Ausgabe:

      http://bilder4.weltbild.de/kno/2464/2464691s.jpg\r
      bilder4.weltbild.de/kno/2464/2464691s.jpg

      Was sehen wir da auf dem Cover? Justitia und im Hintergrund die Ostzeile... nach Meinung der Cornelsen-Leute offenbar nicht bloß ein passendes Symbol für Frankfurt, sondern sogar für Hessen...
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Nachdem der Spiegel letzte Woche sein gesamtes Archiv frei zugänglich gemacht hat, habe ich ein bißchen in alten Artikeln geschmöckert und dabei z.B. auch folgenden Artikel von 1979 über den damals geplanten Wiederaufbau der Ostzeile gefunden:

      http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=40351751&aref=image035/E0519/PPM-SP197900201480151.pdf&thumb=false\r
      wissen.spiegel.de/wissen/image/s ... humb=false

      Sehr lesenswert, insbesondere im Hinblick darauf, dass sich die Argumente der Modernisten und Denkmalschützer (Verlogene Kulissen, Disneyland, etc...) in den letzten 30 Jahren kaum geändert haben.