• Hier ein paar Bilder aus Troyes, einer Stadt mit vielen Fachwerkhäusern. Was mich betrifft, finde ich es relativ schwierig in Troyes zu fotografieren. Also die Architektur schön zu fotografieren. Meines Erachtens liegt das an den wenigen Sichtachsen und Plätzen. Gerade Straßenzüge spielen ebenso eine Rolle wie die vielen relativ schmucklosen Fachwerkhäuser in Reihenbebauung. Aber nun genug gelabert- hier die Fotos:


  • Das französische Celle.

    Ich glaube da fehlt es Troyes massiv an weißen Sprossenfenstern so wie vollverglasten Erdgeschossen mit Dönerbuden drin um Celle Konkurrenz zu machen :D Aber was die geraden Straßenzüge anbetrifft kommt das hin.

  • Ich verstehe nicht, was an weissen Sprossenfenstern so schlimm sein soll? Die sind auch bei uns sehr verbreitet.

    Troyes ist - das habe ich auf jedem Fall so gelesen - die grösste Fachwerkstadt Europas aber nicht sehr bekannt. Erstaunlicherweise stand in meinem Reiseführer (von der Stadt ausgegeben), dass Troyes nach der Zerstörung Nürnbergs die grösste Fachwerkstadt Europas sei. Ob das stimmt? Auf jeden Fall ist der Bestand an Kirchen und Fackwert immens. Troyes vermittelt ein Bild davon, wie Paris früher ausgesehen hat. Verglichen mit D. sind die Fachwerkbauten ziemlich einfach - ich weiss nicht, ob sie früher verputzt waren.

  • Ich verstehe nicht, was an weissen Sprossenfenstern so schlimm sein soll? Die sind auch bei uns sehr verbreitet.

    Troyes ist - das habe ich auf jedem Fall so gelesen - die grösste Fachwerkstadt Europas aber nicht sehr bekannt. Erstaunlicherweise stand in meinem Reiseführer (von der Stadt ausgegeben), dass Troyes nach der Zerstörung Nürnbergs die grösste Fachwerkstadt Europas sei. Ob das stimmt? Auf jeden Fall ist der Bestand an Kirchen und Fackwert immens. Troyes vermittelt ein Bild davon, wie Paris früher ausgesehen hat. Verglichen mit D. sind die Fachwerkbauten ziemlich einfach - ich weiss nicht, ob sie früher verputzt waren.

    IdR sehen die Sprossenfenster unpassend aus, da die Glaselemente meistens relativ groß sind und weder die Gefache noch die Balken weiß sind. Das heißt die Fenster heben sich sehr hervor. Zudem sind Fenster an historischen Gebäuden eher klein, das urpsrüngliche Glas eher von schlechter Qualität, Fenster waren gerne breiter als hoch, heute sind sie höher als breit. Der Moderne Fensterbau macht Fensterläden funktionell obsolet, optisch ist es eher eine Verschlimmbesserung. Ich weiß dass die Sprossenfenster bei uns sehr verbreitet sind, darum sage ich es ja. Bei uns sind auch moderne Dachziegel sehr verbreitet, glasiert, mit wenig Varianz in Form, Farbe oder Struktur- so dass man manchmal fast schon eine Sonnenbrille braucht, weil die orangenen Dächer so leuchten.

    Ich habe die Fachwerkhäuser nicht gezählt, weiß ich nicht. Ich weiß nur eins, Fachwerk allein macht noch kein Bild. Wie du sagst, die meisten Gebäude sind relativ einfach gehalten und in Reihenbebauung- das wirkt optisch eher langweilig. Ich glaube nicht dass Sie verputzt waren, da die Hölzer dann angebeilt sein sollten - was ich so nicht gesehen habe. Das alemannische und fränkische Fachwerk würde ich in seiner ursrpünglichen Form als optisch wertiger bezeichnen als jenes in Troyes oder Rouen- allerdings haben wir ja das besagte Sprossenfenster-, Dach- und Erdgeschossproblem, das unser kulturelles Erbe optisch ent-historisiert.

  • Das französische Celle.

    Vom Alter der Häuser her, ist Troyes wohl eher mit (Alt-)Braunschweig vergleichbar. Wie in Rouen, ist das Alter der Häuser imponierend. Die Anzahl der Häuser in Troyes und Rouen ist schier überwältigend. In Rouen gibt's scheinbar noch etwa 2000 Fachwerkhäuser. In Troyes wird sogar von 3000 gesprochen! Vor dem Krieg hatte Braunschweig schätzungsweise 2000 gehabt, Halberstadt über 1600, Hildesheim etwa 1300. Wobei Rouen sicherlich mehr als 1000 im Krieg verloren hat, hauptsächlich zwischen Hafen und Kathedrale.

  • Ungefähr 10 Häuser aus der Zeit um Ende des 14. Jahrhunderts, und etwa 85 aus der Zeit zwischen 1470 und 1520. Eine grosse Menge aus dem 16. Jahrhundert!

    Ok interessant, zuletzt meinte noch jemand das die dendrochronologie in Frankreich noch nicht so flächendeckend eingesetzt würde wie das in Deutschland der Fall ist. In einem anderen Thread ging es nämlich um die 10 ältesten Fachwerkhäuser Frankreichs- und wenn ichs google, finde ich kein wirklich schlüssiges Ergebnis. Maison de Jeanne ist nämlich 15Jh., das bedeutet die 10 Häuser in Troyes aus dem 14ten Jh wären alle älter.

    vgl.: Die 10 ältesten Fachwerkhäuser in jeweils Deutschland, England und Frankreich