Nürnberg - Rekonstruktion des Pellerhauses

  • Ob OB König den Mumm hat, Fr. Lehner heim zu schicken?

    Das wäre die einzige Möglichkeit zum Neuanfang. Wie lange will die Frau denn die Nürnberger Kultur- und Städtebaupolitik noch zuschanden reiten?
    In jeder halbwegs anständigen Stadt würde einer Spitzenbeamtin, die mit dem größten Baulöwen der Stadt verheiratet ist, jegliche Zuständigkeit für städtebauliche Fragen umgehend entzogen.

  • Im Wahlkampf haben sich Teile der CSU und die Freien Wähler für eine Rekonstruktion des Pellerhaus stark gemacht. Nun berichten die Nürnberg Nachrichten (NN) in ihrer Ausgabe vom 04.05.2021, dass eine Millionen Euro zur Sanierung des Pellerhaus durch den Bund bereitgestellt wird.


    Da das Pellerhaus nun saniert wird, gehe ich davon aus das eine Rekonstruktion des "alten" Pellerhaus dann nicht mehr möglich sein wird.


    https://www.nordbayern.de/regi…-fur-sanierung-1.11050559

  • Ja Meister Lampe,da müssen wir Rekofreunde uns von einer erhofften Rekonstruktion des Haupthauses nun verabschieden.Wenigstens der Hofbereich des Pellerhauses wurde in den letzten Jahren rekonstruiert.Aber wir Rekofreunde sind ja Tolerant wenn auch manche Dinge nicht so laufen wie WIR es gerne gesehen hätten. Ich freue mich jedenfalls auf das, was gegenwärtig und noch zukünftig Rekonstruiert wird:wink:

  • Nürnberg als Stadt wird tatsächlich von Jahr zu Jahr unattraktiver. Und damit möchte ich nicht den unfassbar großen Einsatz der Altstadtfreunde schmälern, deren Projekte, wie jüngst das endlich enthüllte Haus Ledergasse, natürlich fast deutschlandweit ihresgleichen suchen. Nein, es ist die Summe der schlechten Neuigkeiten aus dieser Stadt, die mich zu einer solchen Aussage hinreißen lassen. Ich erinnere da an einige Knaller der letzten Jahre: gescheiterte Ausmalung des Ratssaals, die dubiose Vergabe des Auftrages für den Wiederaufbau des Hauses zum savoyischen Kreuz, das Augustinerhof-Areal, die Sebalder Höfe. Nürnberg will auf Teufel komm raus provinziell bleiben, als Stadt, die immer noch nicht zu sich selbst gefunden hat...

  • Man sieht sogar ein wie bekannt der Vorgänger war und trotzdem saniert man diesen Bau. Dieser Bau wird nie die Bekanntheit des Vorgängers haben und auf Postkarten wird er auch nicht landen. Ich hoffe, dass das die Freunde der Rekonstruktion großflächig hervorbringt und diese dann genug Druck ausüben können um eine Rekonstruktion zu erringen. Denn wie man in Berlin am Mosaik sieht, können Denkmäler ja auch trotz dem Plan zur Erhaltung ganz plötzlich verschwinden. Vielleicht passiert das beim Pellerhaus auch. Und selbst wenn es saniert wird bleibt Nürnberg für mich trotzdem eine tolle Stadt.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Herr Herrmann, das klingt für mich nach "Friede, Freude, Eierkuchen". Nein, hier wurde ein Exempel statuiert, das ist nicht nur ein kleiner Dämpfer, sondern eine bittere Niederlage für alle Rekofreunde. Denn das Gegenteil von dem, was wir fordern, wird gefördert. Wenn die Einflussnahme dagegen schon von ganz oben kommt, werden wünschenswerte, mögliche Rekonstruktionen in ganz Deutschland unwahrscheinlicher.

  • Herr Herrmann, das klingt für mich nach "Friede, Freude, Eierkuchen". Nein, hier wurde ein Exempel statuiert, das ist nicht nur ein kleiner Dämpfer, sondern eine bittere Niederlage für alle Rekofreunde. Denn das Gegenteil von dem, was wir fordern, wird gefördert.

    Vielleicht will der Bund jetzt zeigen, dass er auch anders kann als beim Stadtschloss.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Das Berliner Schloss wird von der Politik sowieso mit maximalem Liebesentzug bestraft. Das wird beim seinem direkten Umfeld sichtbar, in dem es möglichst wie ein Fremdkörper wirken soll - wenn man seinen Wiederaufbau schon nicht verhindern konnte.

  • Kann bei Sanierungen nicht immer mal was Unvorhergesehenes passieren?

    Das schlimme ist nur, dass die es dann auch trotz Kostenexplosion durchziehen würden, siehe Kölner Oper.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Das Berliner Schloss wird von der Politik sowieso mit maximalem Liebesentzug bestraft. Das wird beim seinem direkten Umfeld sichtbar, in dem es möglichst wie ein Fremdkörper wirken soll - wenn man seinen Wiederaufbau schon nicht verhindern konnte.

    Der Bundestag wollte ja den Wiederaufbau. Da ist es eher die Lokalpolitik die das Bauwerk behandelt wie eine ungeliebte Schwiegermutter. Aber in Nürnberg ist jetzt wohl nicht nur die Stadtregierung sondern auch zusätzlich der Bund, die das Pellerhaus so schrecklich erhalten wollen.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Der Bund kann nur fördern, was beantragt wurde. Adressiert eure Kritik bitte an die Verantwortlichen in Nürnberg!


    Die Sachlage ist doch folgende: Es gibt ein denkmalgeschütztes Gebäude. Das ist das Pellerhaus in seiner Wiederaufbaugestalt. Ein Baudenkmal sanieren ist förderungsfähig. Hinzu kommt das Nutzungskonzept. Das war hier wohl ausschlaggebend. Haus des Spiels, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Familienfreundlichkeit - solche Stichworte machen sich gut in einem Antrag.


    Der Bund hätte die Förderung allenfalls verweigern können.


    Das Berliner Schloss wird von der Politik sowieso mit maximalem Liebesentzug bestraft

    Wenn ich sowas schon lese! Wer bitte ist denn "die Politik"? Frau Grütters hat mitgeholfen, die detailgetreue Reko von Schlosskuppel samt Kreuz und Inschrift durchzusetzen. "Die Politik" spendiert dem Humboldt Forum einen riesigen jährlichen Betriebsetat, dazu freien Eintritt für Besucher und einen schicken U-Bahnanschluss. "Die Politik" fördert die Sanierung der Berliner Museumsinsel (gemäß dem Masterplan Museumsinsel) mit gigantischen Beträgen. "Die Politik" fördert die Sanierung der preußischen Schlösser und Gärten ebenfalls mit hohen Millionenbeträgen.


    Warum nur dieses Gejammere, wie ungeliebt das Berliner Schloss sei? Einige Foristen lassen jegliches Maß und Sinn für die Realität vermissen. Bedenkt auch mal, wie die Kulturausgaben im ländlichen Raum aussehen!


    Und ihr jammert über Liebesentzug. Das arme arme Schloss! Bestimmt ist es schon ganz ganz traurig. "Keiner liebt mich", sagt das arme arme Schloss. Und seine Tränen kullern in den Spreekanal.

  • "Michael Frieser (CSU) sprach in einer Pressemitteilung von einem vollen Erfolg für die Nürnberger Kulturlandschaft."

    Was für ein Scherzvogel. :augenrollen:


    Finde es ziemlich erstaunlich: Man baute diesen Plattenbau an die Stelle des historischen Gebäudes und tut jetzt so,

    als hätte man es mit dem kulturhistorischen Altbau zu tun und will es unbedingt mit Millionensummen sanieren.

    Traurige Entwicklung.

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Dann bleibt wohl erstmal nur das Toplerhaus als Alternative. Jetzt braucht man nur noch einen Millionär mit lockerem Portemonnaie.


    Edit: auch eine Translozierung des Pellerhauses muss jetzt in Betracht gezogen werden.

  • Das Berliner Schloss wird von der Politik sowieso mit maximalem Liebesentzug bestraft. Das wird beim seinem direkten Umfeld sichtbar, in dem es möglichst wie ein Fremdkörper wirken soll - wenn man seinen Wiederaufbau schon nicht verhindern konnte.


    Das stimmt so aber nicht. Der Bund hatte Gelder für die Rekonstruktion der Kolonnaden des Nationaldenkmals und für den Umzug des Neptunbrunnens in Aussicht gestellt, was die Verantwortlichen in Berlin aber nicht wollten und ablehnten.