Nürnberg - Rekonstruktion des Pellerhauses

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    • Also ich habe versucht den Johannes Tscharn zu kontaktieren. Leider bin ich bei der Anmeldung bei Artstation gescheitert. Dort muss man irgendwann bei der Registrierung eine Telefonnr. angeben.

      Der einfachste Weg wäre Ihn per Facebook oder Instagram zu kontaktieren, da muss ich leider als total Verweigerer passen. Aber vielleicht kann ja einer von euch?...
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      Sir Moc schrieb:

      Also ich habe versucht den Johannes Tscharn zu kontaktieren. Leider bin ich bei der Anmeldung bei Artstation gescheitert. Dort muss man irgendwann bei der Registrierung eine Telefonnr. angeben.

      Der einfachste Weg wäre Ihn per Facebook oder Instagram zu kontaktieren, da muss ich leider als total Verweigerer passen. Aber vielleicht kann ja einer von euch?...
      2017 hatte ich schon einmal - und als erster - in diesem Forum die alte Fassade des "Pellerhauses" vor das jetzige Gebäude gesetzt. Zu sehen sind drei Fassaden (1944, 1957 und 1605). Meine Entwürfe zeigen den Höhenunterschied von der aktuellen Fassade zur rekonstruierten Version. Und die Höhe der möglichen Plane am Egidienberg. Die anderen aktuellen Entwürfe geben diese durchaus wichtige Info nicht wider. Daniel Ulrich sprach am 12. März 2019 von acht Metern Höhenunterschied. Das scheint mir übertrieben zu sein. Zirka 4,5 Meter bis Giebelhöhe plus knapp 2 Meter für die Figur.

      Bitte liebe "NN" und "NZ": Zeigt auf Pressebildern zu "Pellerhaus"-Artikeln nicht jeeedes Mal den Imhoff-Bau (rechts). Um den geht es nicht. Der kann stehen bleiben - als Beispiel für 1950-er-Jahre-Wiederaufbau-Architektur.

      Die Giebellinie der Originalfassade über der jetzigen.

      In der Mitte ist der gewellte Flachdach-Abschluss der aktuellen Fassade zu sehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von gropeltop ()

    • "Finger weg !"

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      Mit diesem Imperativ meldet sich just am Tag der Podiumsdiskussion zur Zukunft des Mayer'schen Ersatzbaus Elias Baumgarten auf german-architects.com zu Wort: german-architects.com/de/archi…nUALrRI5uD9x-B-2Ev25onLWo

      Für alle Facebook-Nutzer/innen darf der entsprechende Artikel auch gerne hier bewertet und kommentiert werden:
      facebook.com/280264545325116/p…744232442/?type=3&theater



      Dass grobe Betonmauern dafür neu eingezogen wurden, welche die Proportionen des schönen Lesesaals kompromittieren, stört den Verein nicht. Er trommeln ausdauernd weiter für die Wiederherstellung des ganzen Baus nach historischem Vorbild
      Der Lesesaal ist einer der architektonischen Höhepunkte des denkmalgeschützen Baus.


      Erinnerung – nein, danke
      ...Schwer nachvollziehbar, dass die Befürworter einer Rekonstruktion sich mit der originalgetreuen Wiederherstellung der Hoffassade nicht zufrieden geben möchten, und das Haus in seiner jetzigen Form rundweg ablehnen. Argumente bringen sie dafür mehrere vor. Immer wieder sprechen sie von Identität und Stadtbild, äußern sich aber auch wenig wertschätzend über die Architektur aus den 1950er-Jahren. Diese sei der Qualität des Quartiers abträglich, finden sie. Einen üblen Beigeschmack hat, dass ihnen geschichtliche Zeugnisse, die schmerzvolle Erinnerungen an den Krieg wachhalten, offenbar nicht willkommen sind. Lieber soll ein Fake die Risse kitten.


      Nachdem der BDA, der Verein BauLust und weitere Mitstreiter bereits vielfach gegen die Rekonstruktionspläne Stellung bezogen und auch den Wiederaufbau des Innenhofs ablehnten, haben sie sich nun erneut positioniert. Sie möchten erreichen, dass ein tragfähiges Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet wird, das auch den Stadtraum des Egidienbergs einbezieht.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

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      Je stärker der Widerstand, desto größer die Angst der Gegner vor einer Rekonstruktion der Fassade. Die Gegner verschanzen sich hinter dem Denkmalschutz. Andere Argumente pro Mayer-Fassade gibt es nicht. DIESE FASSADE IST NICHT SCHÖN. SIE IST HÄSSLICH.

      Die Schönheit der alten Pellerhaus-Fassade wird sich letzten Endes durchsetzen.

      Architekten leben in ihrer Schuhkartonwelt. Architekten haben so ihre Probleme mit schönen Bauten (anderer Architekten). Architekten reißen gerne schöne Bauten (anderer Architekten) ab. Oder wollen schöne Bauten (anderer Architekten) verhindern. Der Neid und der Hass ist unter Architekten wohl leider sehr verbreitet.
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      Wer im rekonstruierten Hof des "Pellerhauses" steht, bekommt eine Ahnung davon - oder wird daran erinnert -, was an vielfacher wunderschöner Hofarchitektur am 2. Januar 1945 in Nürnberg leider verloren ging - siehe "Sebalder Steppe".

      Die Funktion und Aufgabe des (rekonstruierten) "Pellerhauses": Den Bürgern und Besuchern der Stadt das Gefühl zu vermitteln, wie schön Nürnberg vor den Kriegszerstörungen war.

      Ich persönlich liebe die Ruhe im Hof des "Pellerhauses". Es fehlen noch die Blumen und das Plätschern eines Brunnens.
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      Ich möchte mal eine Zwischenbemerkung einfügen. Im von zeitlos angegebenen Artikel gibt es zwei Fotos:
      Die beiden Fotos zeigen, wie wichtig es ist, perfekte Fotos von einer Sache zu machen, für die man sich einsetzt. Die Foto der neuen Pellerhausfassade ist doch perfekt und setzt dieses Gebäude ins beste Licht. Ich habe noch keine bessere Aufnahme dieser Fassade gesehen; der Vordergrund aufgeräumt von störendenen Dingen, der Himmel perfekt - nicht einfach blau, sondern die Wolkenschlieren lenken förmlich auf die Mayersche Fassade. Die Frarben leicht gedämpft, und keine störenden Kontraste. Der Fachleser muss nur schon beim Betrachten dieser Foto denken "Geht's Euch eigentlich noch, so eine Ikone der 50er Jahre-Architektur opfern zu wollen?"

      Fotografie ist kein zu unterschätzendes Mittel, um für ein Produkt zu werben. Genau wie die Visualisierungen im von Heimdall angegebenen Link weiter oben.
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      Du hast den Inhalt meiner Nachricht nicht verstanden.

      Es geht darum, sich in die Lage des Gegners hineinzuversetzen; zu wissen, mit welchen Mitteln er für den Erhalt des neuen, Mayerschen Pellerhaus kämpft. Ein solches Mittel ist die perfekte Fotografie; wie bei einem Architekturwettbewerb, wo ein (Horror)-Projekt mit abendlicher Beleuchtung stimmungsvoll in Szene gesetzt wird.

      Somit ist es wichtig, auch professionellste Visualisierungen des rekonstruierten Pellerhauses zu veröffentlichen. Deshalb verwies ich auf den zweiten Link. Wenn die Gegner einer Rekonstrutkon solche Visualiserungen sehen und dabei denken "aufgepasst, dass könnte noch gefährlich werden, wenn "die" mit ihren Visualiserungen die Nürnberger Bürger damit beeindrucken und für ihr Interesse an einer Rekonstruktion gewinnen". Dann greifen sie auch zum Mittel der professionellen Fotografie.
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      Die Mayerhaus-Fans haben halt den Vorteil, dass das Gebäude real dasteht und fotografiert werden kann. Es ist daher vollkommen richtig, die Plane zu fordern, damit man sich wirklich vorstellen kann was man einst für das auszugebende Geld bekommen kann.

      Wirklich viel Resonanz hat "Architektur im Kopf" auf den Beitrag ja nicht bekommen, 3 kritische Kommentare und 2 Likes. Und ich hätte es garnicht bemerkt wenn es hier nicht gepostet worden wäre. Es zeigt wie Architekten unter sich bleiben, sie haben ihre eigenen Zeitschriften und Hochglanzmagazine, in denen ihre Entwürfe bei bestem Licht photogeshopped abgedruckt und gegenseitig gefeiert werden.

      Am Meisten wundert mich dieses Geschichtsklitterung-Argument". In der Altstadt gibt es unüberschaubar viele "wiederaufgebaut"-Tafeln an den Hausfassaden und unendlich viele Nachkriegsbauten. Dass hier ein Krieg wütete wird auch dem letzten klar lange bevor man am Pellerhaus angekommen ist.
      Das lässt sich am alten Rathaus genauso ablesen wie am Welserhaus. Das Welserhaus z.B. hat einen ebenfalls nach den Kriegszerstörungen wiederaufgebauten Renaissance-Innenhof, ein halbwegs wiederhergestelltes Erdgeschoss und eine 1950'er-Jahre-Fassade und entsprechendes Innenleben, mit ebenfalls sehr schöner freitragender Wendeltreppe.





      Einzigartig ist das Pellerhaus in seiner heutigen Form also nicht, es hat ein Geschwister.
      Einzigartig ist es erst wieder dann, wenn es die Altstadtfreunde anpacken werden.
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      Bei dieser ganzen mühsamen Diskussion wünsche ich mir manchmal einfach einen besoffenen Baggerfahrer, der das Mayerhaus aus Versehen abreisst, weil er sich in der Straße geirrt hat. - Nach Logik des Denkmalschutzes heißt es doch, "Weg ist weg". Und somit wäre auch der an diesem Ort lästige Denkmalschutz futsch. :whistling:

      Ja, ich weiß. Der Gedanke bringt uns nicht weiter.

      Wie wäre eigentlich die Wahrscheinlichkeit/Möglichkeit, daß sich die Altstadtfreunde stattdessen (oder vorerst) das Toplerhaus vornehmen? Das Wohnhaus ist doch nicht etwa auch geschützt, oder?

      Das wäre sicher noch leichter zu erreichen und ein riesiger Gewinn:

      cdna.artstation.com/p/assets/i…inal-v001s.jpg?1529246329
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      Auch ich habe die Veranstaltung besucht und im Grunde genommen sind wir uns in einem Punkt einig gewesen. Der Egidienplatz muss aufgewertet werden.

      Ich selbst war überrascht das ein Großteil der Anwesenden für die Wiederherstellung des Pellerhaus waren. Ich spreche hier vor allem von älteren Mitbürgerinnen/er. Herr Ulrich findet Rekonstruktionen von Gebäuden gut, auch wenn er mit der neu errichteten Frankfurter Altstadt und dem Dresdner Neumarkt nicht wirklich etwas anfangen kann. Er sprach von Kulissen, die dort entstanden sind.

      Im Jahr 2020 werden in Nürnberg Kommunalwahlen stattfinden, und Oberbürgermeister Maly (SPD) wird nicht mehr antreten. Dann werden die Karten in der Stadt neu gemischt.
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      Neußer schrieb:

      [...]
      Wie wäre eigentlich die Wahrscheinlichkeit/Möglichkeit, daß sich die Altstadtfreunde stattdessen (oder vorerst) das Toplerhaus vornehmen? Das Wohnhaus ist doch nicht etwa auch geschützt, oder?
      [...]
      Man hat halt eben schon so viel in den Innenhof des Pellerhauses investiert. So wie ich das sehe, war das in den letzten Jahren das große Projekt der Altstadtfreunde. Und wenn jetzt tatsächlich von der Stadt aus Planungen bestehen, mehrere Millionen in den Meyerbau zur Sanierung zu stecken, ist jetzt eben genau der richtige Zeitpunkt, eine Komplettreko zu forcieren, sonst würde der aktuelle Zustand für die nächsten Jahrzehnte konserviert.

      Johannes Tscharn habe ich gestern Abend bei ArtStation mal angeschrieben, mal sehen ob da eine Antwort kommt.

      Zu der Podiumsdiskussion muss ich sagen, ich finde die Argumentation der Stadt lächerlich. Wie oft erleben wir, dass der Denkmalschutz mir nichts dir nichts aufgehoben wird, weil irgendein Investor bauen und Geld verdienen will. Und in diesem Fall kann die Stadt aber ja leider gar nichts machen, weil die Rechtslage das nicht zulässt? In meinen Augen ist das Heuchelei. Man verschanzt sich hinter dem Denkmalschutz und sitzt gleichzeitig am längeren Hebel. Da bliebe wohl nur der Weg über ein Bürgerbegehren, wie sähe es da eigentlich rechtlich aus? Kann in einem Bürgerbegehren der Bürgermeister gezwungen werden, den Denkmalschutz aufzuheben?
    • Neu

      Dass sich die Reko-Diskussion um das Pellerhaus dreht ist ja kein Zufall, und auch keine Willkür. Denn anders als die meisten Wohnhäuser in Privatbesitz ist das Pellerhaus eine ehemalige Bibliothek, die großteils leer steht und aktuellen Sicherheitsvorschriften nicht mehr entspricht. In vergleichbaren Fällen würde ein Privatinvestor auf Abriss drängen. Egal ob Denkmal oder nicht. Da es aber der Stadt gehört und ein Denkmal ist, und dazu noch einseitig emotional aufgeladen ist "Perle der Wiederaufbauarchitektur", läuft die Diskussion schon lange darauf hinaus, dass die Stadt es unter erheblichen Aufwand sanieren müsste. Die Altstadtfreunde zeigen eine sinnvolle Alternative dazu auf.

      Der Verweis auf das Toplerhaus oder was auch immer, was man stattdessen rekonstruieren könne, funktioniert also nicht. Das Problem bleibt, die Sanierung des Pellerhaus ist notwendig, wenn man es erhalten will, und für die Sanierungskosten könnte man einen neubau realisieren, der dem alten Pellerhaus entspricht. Das hat auch Hr. Ulrich so festgestellt.

      Indes sehe ich eine Toplerhausreko als unwahrscheinlich an. Zumal das Denkmalschutzproblem hier auch besteht, denn die gesamte Altstadt ist ein denkmalrechtliches Ensemble, ohne Ausnahmegenehmigung darf keine einzige Fassade geändert werden.
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      Was übrigens in der Diskussion noch nicht berücksichtigt wurde, dass die Altstadtfreunde auch das "Schwarza Pellerhaus" aufbauen würden. Selbst die Architekten von "Pro Pellerhaus" haben gesagt, dass die Tetzelgasse endlich ein Abschluss erhalten soll, dort sieht es nämlich aus wie ein Bauplatz, wo Bäume gepflanzt worden sind.

      Ein weiterer Punkt der noch keine Erwähnung gefunden hat, dass das Pellerhaus bis 1948 auf der Liste stand und für eine Rekonstruktion vorgesehen war. Aufgrund fehlender Mittel wurde das Pellerhaus nach 1948 von der Liste genommen und eine Rekonstruktion war nicht mehr vorgesehen.
    • Neu

      Der offizielle Artikel der NZ zur Diskussion ist online nachlesbar:

      nordbayern.de/region/nuernberg…t-1.8700133?searched=true

      Nach einer Meldung in der heutigen Printausgabe startet aktuell wieder eine Umfrage "Soll das Pellerhaus rekonstruiert werden?"
      Man kann telefonisch abstimmen (25 ct/Anruf). Ja: 0137-6662221
      Nein: 0137-6662220
      Der zugehörige Artikel NZ-Blog "Senf dazu" unter nz.de/senf ist wohl noch nicht online.