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  • Zitat von Philipp: „Genauso ist es! Die Rekonstruktion ist unser Krückstock in einer architektonisch erbärmlichen Zeit. Denken wir an den Wiederaufbau Magdeburgs nach seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1631. Wollten wir das barocke Magdeburg gegen das mittelalterliche eintauschen? Wollten wir das Vor-Haussmann-Paris zurück? Nein, weil das, was an die Stelle rückte, gestalterisch so hochwertig war oder ist, dass sich jeder Abriss für eine Rekonstruktion von selbst verbietet. “ Ich…

  • Zitat von Philipp: „Zitat von Philon: „Zitat von Philipp: „Wollten wir das Vor-Haussmann-Paris zurück? “ Ja. “ Nur als Rekonstruktion unter aktuellen Bauvorschriften um den Preis des Abrisses des heutigen Paris? Das glaube ich Dir nun wirklich nicht. “ Darum ging es in der Frage doch gar nicht. Du hast die These vertreten, dass Rekonstruktionen nur erforderlich seien, weil die heutige Architektur so minderwertig sei und hast als Beispiel für eine nicht-minderwertige Architektur, die Rekonstrukti…

  • Zitat von Philipp: „Wollten wir das Vor-Haussmann-Paris zurück? “ Ja.

  • Zitat von Heimdall: „Ich denke aber, ich gehe recht in der Annahme, dass auch "Philon" solche traditionellen Gestaltungsprinzipien in Neubau-Arealen oder modernistisch verwüsteten Gebieten jüngeren Datums begrüßen würde. “ Das natürlich.

  • Zitat von Manuel Re: „Denn dann sind Rekos gar nicht mehr notwendig, wenn wir wieder -irgendwann vielleicht, nach einer Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse (die irgendwann kommen wird, da bin ich sicher!) - zu mehr Baukultur und Identität zurückfinden werden. “ Und wie willst du ohne die Rekonstruktion derjenigen Bauwerke, die die steingewordene Geschichte einer Stadt ausmachten, die geschichtliche Identität einer Stadt zurückgewinnen? Irgendwie scheinen mir bei deinen Überlegungen Vors…

  • Zitat von Manuel Re: „Glaubst du wirklich, es hätte nicht auch ohne den Bombenkrieg Flächenabrisse in den Altstädten gegeben? Das auf jeden Fall. “ Die Entwicklung in den unzerstörten Städten zeigt doch, dass das nicht anzunehmen ist. In Regensburg, in den unzerstörten Teilen Lübecks und Freiburgs, in Marburg, Bamberg, Göttingen hat es eben keine Flächenabrisse gegeben. Abrisse immer mal wieder, sicherlich, aber eben keine Flächenabrisse.

  • Zitat von erbse: „Nein, eine dogmatische Aussage ist für meine Begriffe eine Aussage, die Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt. Und du gehst doch hier davon aus, dass Rekonstruktionen immer Anspruch auf Allgemeingültigkeit hätten. Wenn ich das missinterpretiere, entschuldige bitte. Es geht auch gar nicht darum das subjektiv zu bewerte Philon, wir haben da einfach nur unterschiedliche Auffassungen. Und ich interpretiere auch den Auftrag von Stadtbild Deutschland anders. Dazu muss ich nur die S…

  • Zitat von erbse: „Zitat von Philon: „Deshalb können nur Entscheidungen für Rekonstruktionen "ortsgerechte Entscheidungen" sein. “ Und genau das ist der Dogmatismus, den ich ablehne und der uns auch nicht zum Ziel führt meines Erachtens.Für diesen Faden führt das allerdings zu weit, vielleicht können wir das woanders fortführen. “ Nein, das ist kein Dogmatismus, sondern der Versuch, dir durch Zuspitzung zu verdeutlichen, dass du einfach andere Kriterien dafür hast, was unter "ortsgerechter Entsch…

  • Zitat von erbse: „Denn nur ortsgerechte Entscheidungen sind wirklich Entscheidungen im Sinne unserer Stadtbilder. “ Was ist dein Kriterium dafür, dass eine Entscheidung "im Sinn unserer Stadtbilder ist"? Meines ist, dass die Entscheidung die ausgelöschte Geschichte eines Ortes wieder erfahrbar macht. Deshalb können nur Entscheidungen für Rekonstruktionen "ortsgerechte Entscheidungen" sein. Du hast offenbar ein anderes Kriterium dafür, was "im Sinn unserer Stadtbilder" ist. Gerne, dann diskutiere…

  • Zitat von Apollo: „Jetzt angenommen, ein Grundstück würde frei, auf dem früher ein Fachwerkbau stand, alles andere aber bliebe perspektivisch gleich. Macht es dann Sinn, diese Stelle trotzdem mit einer Rekonstruktion zu bebauen? “ Natürlich ergibt das Sinn. Warum denn nicht? Vielleicht würde es ja eine Diskussion anstoßen, die dazu führen würde, die idiotischen Städtebaukonzepte der 60'iger Jahre zu überdenken.

  • Zitat von Apollo: „Somit besitzt der Eigentümer das Recht auf diese Quadratmeterzahl. “ Wie kommst du denn auf die merkwürdige These? Ein solches Recht besitzt er natürlich nicht. Er hat das Eigentumsrecht an dem Grundstück, sonst nichts. Wenn es eine Gestaltungssatzung gäbe, die in dem betreffenden Areal maximal viergeschossige Häuser erlauben würde, dürfte er dort eben kein neues Hochhaus errichten. Das Eigentumsrecht an einem Grundstück gibt niemandem das Recht auf eine bestimmte Quadratmeter…

  • Zitat von erbse: „Der Verein Stadtbild Deutschland ruht doch letztlich auf drei Säulen, die auch gleichberechtigt behandelt werden sollten: Neue klassische Architektur, Rekonstruktion, und Denkmalschutz für alte (v.a. klassische) Architektur. “ Um Himmels Willen, ist dir überhaupt klar, was du da schreibst? Wenn alle drei Säulen gleichberechtigt wären, dann würde nichts gegen den Abriß eines mittelalterlichen Hauses z.B. in Nürnberg sprechen, wenn man dafür einen "traditionellen Neubau" errichte…

  • Zitat von erbse: „Wenn wir uns hier dogmatisch auf eine Säule festlegen, sind wir dann wirklich besser als unsere verbohrten Gegner? Am Ende geht es uns doch um ein möglichst ästhetisches Stadtbild. “ Nein, es geht um ein ästhetisches Stadtbild und (für mich in erster Linie) um die Wiedergewinnung der geschichtlichen Tiefe einer Stadt. Das zweite kann mir kein "traditioneller Neubau" bringen. Deshalb können "traditionelle Neubauten" immer nur eine nachrangige Option gegenüber Rekonstruktionen se…

  • Zitat von Manuel Re: „Zitat von Philon: „Anders gesagt: jeder traditionelle Neubau auf dem Areal einer ehemaligen Altstadt ist eine verlorene Rekonstruktion. “ Das wird aber schwer in solchen Städten, in denen aufgrund der gewachsenen Stadtgröé sowie gestiegener Grundstückspreise und anderer Investoreninteressen eine Reko von vorneherein unrealistisch ist. “ Und in welcher Stadt soll das bitte der Fall sein? Selbst in dem seit dem Mittelalter extrem gewachsenen Frankfurt, das mit die höchsten Gr…

  • Anders gesagt: jeder traditionelle Neubau auf dem Areal einer ehemaligen Altstadt ist eine verlorene Rekonstruktion. Oder schlimmstenfalls sogar ein verlorenes Original. Einer unserer Regionalverbände hat schon Fälle berichtet, in denen der Abriß frühneuzeitlicher Originalbauten mit dem Argument gerechtfertigt wurde, dass man ja einen traditionellen Neubau an die Stelle setzen werde. Da schädigt dann unsere positive Einstellung zu "traditionellem Bauen" sogar nicht zuletzt unseren Ruf beim Denkm…

  • Zitat von Manuel Re: „Zitat von Philon: „Seitdem bin ich auch dezidiert gegen dieses ganze Geschwurbel von "traditionellem Bauen". Normalerweise dient das nur zur Reko-Verhinderung. Reko first! “ In diesem besonderen Fall magst du recht haben, in den allermeisten Fällen aber (bei den meisten Bauprojekten in Deutschland) kommt keine Reko als Alternative infrage. Daher finde ich, solltest du deine Kritik am traditionellen Bauen etwas differenzieren. “ In Fällen, in denen keine Reko in Frage kommt,…

  • Zitat von erbse: „Mir ist schon klar, dass der Erfolg am Ende viele Väter und Mütter hat, wie in Dresden und Berlin ja auch. Doch bei welchen Leuten schätzt ihr den Einfluss am größten ein? “ Dominik Mangelmann, Wolfgang Hübner und Jürgen Aha. Mäckler auf keinen Fall, da er die Totalreko des Viertels bewußt hintertrieben hat. Zumindest meinem Eindruck nach waren wir zu einem bestimmten Zeitpunkt so weit, dass die Politik bereit gewesen wäre, einer Rekonstruktion des größten Teils der Bauten zuzu…

  • Ich denke, es wäre für die Diskussion zielführend, erst einmal zu klären, ob man "größte" auf die Zahl der Bauten oder auf die Fläche bezieht. Je nach Bebauungsdichte kann ja auch eine flächenmäßig kleinere Altstadt mehr Bauten umfasst haben als eine flächenmäßig größere und umgekehrt.

  • Noch ein Wort zum Historismus selbst: Auch da teile ich Seinsheims Einschätzung weitgehend. Natürlich ist der Historismus immer noch besser als so ziemlich alles, was heute gebaut wird. Aber gleichzeitig sollte man auch nicht über die Schwächen und Probleme des Historismus hinwegsehen: Zwar gibt es im Historismus immer wieder herausragende Einzelbauten, die von einer außergewöhnlichen Kreativität im Umgang mit historischen Vorbildern zeugen. Je kleinteiliger dabei die Bebauung ist, umso qualität…

  • Den letzten beiden Beiträgen von Seinsheim kann ich nur in jeder Hinsicht zustimmen. Aus der Abneigung der Nazis gegen den Historismus herzuleiten, dass Rekonstruktionen "antifaschistisches Bauen" seien, scheint mir doch sehr weit hergeholt. Erstens, weil es eben um den Historismus geht und nicht um mittelalterliche und frühneuzeitliche Architektur, bei der in D der bei weitem größte Rekonstruktionsbedarf besteht. Zweitens, weil die Ablehnung des Historismus damals nichts für die Nazis Spezifisc…