Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 1.000. Es gibt noch weitere Suchergebnisse, bitte verfeinern Sie Ihre Suche.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

  • Ich denke mal, dass die Unterscheidung "rechts/links" in Bezug auf die Haltung zu Rekonstruktionen deshalb nicht gut funktioniert - und dass viele, die sich als links verstehen darum hier gegen eine entsprechende Zuordnung protestieren -, weil der Begriff "links" in den letzten vier Jahrzehnten im ständigen Fluß ist. "Links" bezeichnete bis mindestens 1968 eine klassische Linke, die vom Gegensatz von Kapital und Arbeit ausging und diesen durch die Vergesellschaftung der Produktionsmittel überwin…

  • Zitat von Seinsheim: „Es gibt viele Beispiele für die Rettung von Denkmalen durch linke Initiativen. Aber es gibt auch eine große Geringschätzung des historischen Erbes durch die Linke. Manchmal habe ich den Eindruck, dass es davon abhängt, ob die Linke es damals mit Abrissplänen CDU-naher Großinvestoren zu tun hatte, oder ob sie es heute mit wertkonservativen Rekonstruktionsprojekten zu tun hat. Da sie immer gegen das Konservative ist, verhielt bzw. verhält sie sich in beiden Fällen ablehnend. …

  • Zitat von Loggia: „Es geht nicht um erbses "absolut!", sondern um Vorsicht und Reserve gegenüber zu viel Vereinfachung, indem man sich in 1, 2 Prinzipien reintreiben läßt. “ Ja gut, worin besteht dann konkret bei "unserer Position" die Gefahr der Vereinfachung. Ich habe eigentlich den Eindruck, dass hier doch immer sehr differenziert argumentiert wird.

  • Also ehrlich gesagt kann ich diese pawlow'sche Reaktion auf das Wort "absolut" nicht nachvollziehen, zumal Erbse damit offenkundig nur so etwas wie "ganz richtig" gemeint hat. Daraus eine "Verabsolutierung" unserer Position herzuleiten finde ich, gelinde gesagt, abwegig. Auch verstehe ich die Aussage nicht, die typisch deutsche "Schuldkultur" sei nur in einer "verabsolutierten" Form falsch. Entweder ist es falsch, Schuld als etwas zu betrachten, das man neben Individuen auch Völkern oder Natione…

  • Und ob es Theoretiker der Ehe gibt. Kant, Fichte und Hegel widmen dem Thema große Teile ihrer jeweiligen Rechtsphilosophien. Aber das nur am Rande.

  • Schinkelplatz & nördlicher Friedrichswerder

    Philon - - Berlin

    Beitrag

    Schauderhaft einfallslose Klötzchenarchitektur.

  • Zum Thema "Bei Adorno findet man immer auch das Gegenteil": Irgendwo in den Vorlesungen zur Moralphilosophie gibt es eine Stelle, wo er sich geradezu verzückt darüber äußert, dass die wiederaufgebauten Städte aussehen würden wie beliebige geschichtslose amerikanische Städte, weil damit der Deutschtümelei einmal mehr der Boden entzogen werde (ich werde die Stelle mal suchen, wenn ich wieder Zeit habe. Im Moment habe ich weder Zeit noch Lust, mich wieder durch diese 320 Seiten zu wühlen). Das klin…

  • Ich habe Adorno/Horkheimers "Dialektik der Aufklärung" zu Beginn meines Philosophiestudiums vergöttert. Mittlerweile halte ich die DdA in ihren Grundthesen aber für eines der größten philosophischen Windeier des 20. Jahrhunderts. Allerdings muss man Adorno immer zugute halten, dass er da, wo er sich von seinem simplen philosophischen Grundgerüst löst (das im Wesentlichen in einer Verknüpfung von Marxismus und negativer Theologie mit ein bißchen Schopenhauer besteht), zu überraschenden, großartig…

  • Dass Adorno sich gegen den Funktionalismus wendet, ist folgerichtig. Das heißt aber lange nicht, dass er für schönes oder traditionelles Bauen gewesen wäre. Im Gegenteil: der Wiederaufbau-Stil war ihm schlicht zu wenig modern. Seine Kritik am Wiederaufbau ist auch insofern folgerichtig, als er davon ausgeht, dass alles "Bestehende" (außer seiner eigenen Philosophie natürlich und einigen herausragenden Kunstwerken), Teil des großen, finsteren Verblendungszusammenhangs ist, der das "Nichtidentisch…

  • @ Seinsheim: In der Denkweise, die Sie da schildern, steckt viel Adorno'sche Ästhetik. Wenn man die "Ästhetische Theorie" mal nüchtern liest, ist das banale Kernargument, dass die Kunst nicht schön sein dürfe, weil die Welt unrettbar schlecht, böse und verdorben sei. Deshalb sei Kunst, die nicht ebenso häßlich ist, eine Lüge und Beschönigung und jede Versöhnung in der Kunst nur ein Teil des universalen Verblendungszusammenhangs, Schein, der den Menschen vorgaukelt werde, um sie weiter knechten z…

  • Zitat von Seinsheim: „Wenn ich noch etwas anmerken darf: bei Leuten wie Trüby generell (nicht unbedingt punktuell) dagegenzuhalten, ist das eine, einen ganzen Strang nach ihnen benennt, das andere. Das ist dann vielleicht tatsächlich zu viel der Ehre. Hätte Populismus-Debatte in der Architektur nicht ausgereicht? “ Schon erledigt.

  • @wissen.de: Ja, so sehe ich das inzwischen auch. Jeden Satz kann ich da unterschreiben.

  • Zitat von erbse: „Der Guardian ist immernoch unter den Top3 der britischen Tageszeitungen, das ist in Sachen Meinungsmache keineswegs zu unterschätzen. Auf keinen Fall von der eigenen Echokammer/Wahrnehmungsblase irreführen lassen, den Fehler machen schon die anderen oft genug. "Ich kenne jedenfalls ..." ist ein zu kleiner Maßstab, um daraus Handlungsableitungen für uns zu nehmen. Generell können wir davon ausgehen, dass unseren Anliegen die britischen und amerikanischen Blätter deutlich gewogen…

  • Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der Guardian einen Präzendenzfall schaffen kann. Der Guardian ist mittlerweile im politischen Spektrum ungefähr da zu verorten, wo in Deutschland die taz zu finden ist, in der äußerst linksradikalen Ecke. Ich kenne jedenfalls nicht viele Amerikaner oder Engländer, die das dort Geschriebene ernstnehmen.

  • Was mir angesichts des jetzt schon sichtbaren Erfolgs dieses grandiosen Rekonstruktionsprojekts völlig unverständlich ist, ist die Vehemenz, mit nun in Frankfurt weitere Rekonstruktionen kategorisch ausgeschlossen werden. Bei aller Freude über das Projekt, muss man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um vielleicht 5% der Fläche der ehemaligen Frankfurter Altstadt handelt - und selbst da nicht einmal die Hälfte der Häuser rekonstruiert wurde Bei der Tagung von "Pro Altstadt" vor drei Woche…

  • Na ja, von der taz Fairness und Sachlichkeit zu erwarten ist verlorene Liebesmüh. Immerhin wird das Polemische und Tendenziöse des Artikels so deutlich, dass ihn außer ein paar Verbohrten kaum jemand ernst nehmen dürfte.

  • Zitat von Booni: „Zitat von Philon: „Loos geht in "Ornament und Verbrechen" davon aus, dass der Wert bzw. Preis eines Gegenstandes sich aus seinem Nutzwert ergibt. Da Ornamente Arbeitszeit kosten, aber dem Gebäude keinen zusätzlichen Nutzen verleihen, kosten sie seiner Auffassung nach Arbeitskraft, ohne den Wert bzw. Preis des Gebäudes zu erhöhen. “ Hat Adolf Loos nicht mit seiner Aussage auf Alltagsgegenstände bezogen? Jeder ornamentierte Stuhl ist überteuert und dementsprechend nicht für die A…

  • Wobei es schon bei Loos ja eine Verquickung von ziemlich absurden ökonomische Überlegungen mit noch abstruserem (pseudo)geschichtsphilosophischem Geraune ist, die seine Ablehnung von Ornamenten begründet: Loos geht in "Ornament und Verbrechen" davon aus, dass der Wert bzw. Preis eines Gegenstandes sich aus seinem Nutzwert ergibt. Da Ornamente Arbeitszeit kosten, aber dem Gebäude keinen zusätzlichen Nutzen verleihen, kosten sie seiner Auffassung nach Arbeitskraft, ohne den Wert bzw. Preis des Geb…

  • Zitat von Berkowitz: „Trotzdem wäre es schön, wenn Herr OB Maly als weiterer länger dienender Oberbürgermeister unabhängig von seinem persönlich favorisierten Architekturstil (sachlich-modern?) ausnahmsweise mal hinsichtlich des Ägidienplatzes und des Pellerhauses über seinen Tellerrand hinwegsehen könnte. “ Äh nein, Malys Ablehnung von Rekonstruktionen hat nichts mit persönlichen Vorlieben und Nicht-über-den-Tellerrand-sehen-können zu tun. Sondern mit der Trüby-Linie Ich hatte vor Jahren die Ge…

  • Berliner Schloss - Humboldt-Forum

    Philon - - Berlin

    Beitrag

    Der Artikel in der ZEIT ist wirklich interessant, geradezu ein Hymne auf Schlüter, die man an diesem Ort kaum erwartet hätte. Und noch verblüffender ist, dass Rauterberg kaum versteckt beklagt, dass nicht komplett rekonstruiert wurde. Das Urteil über die Stella-Teile könnte kaum vernichtender sein: "Im Inneren hat Stella vor allem für eine kluge Erschließung der beiden Höfe gesorgt, indem er eine breite Passage durchs Schloss zog. Sie soll an die Uffizien in Florenz erinnern, doch seine sicherli…