Bauen als Umweltzerstörung

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Jahreshauptversammlung 2019: 1. und 2. Juni in Balingen/Zollernalb. Mach mit!

  • So lautete der Titel eines aufrüttelnden Buches eines gewissen Rolf Keller aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Schon damals war jedem Zeitgenossen hinreichend klar, dass mit diesem Titel natürlich nicht die unvermeidliche Naturbeeinträchtigung angeprangert wurde, die der Mensch mit seiner Ausbreitung auf der Erdoberfläche verursacht, sondern das zerstörerische Vorgehen der Moderne, die aus einer gewalttätigen und technizistischen Geisteshaltung heraus weltweit Stadt und Landschaft expansiv überzieht.


    Wir wissen, dass kein „grüner“ Protest seither dieses Vorgehen dämpfen konnte – im Gegenteil. Wo nicht Gewerbebauten, Kraftwerke, Verladeanlagen und dergleichen die Landschaft unter sich begraben, da sorgt inzwischen eine sich funktionalistisch-technizistisch gebärdende Architektur dafür, dass in Deutschland tendenziell auch das letzte landschaftliche Idyll brutal mit einer Kistenbauweise konfrontiert wird, die so rigide durchgezogen wird, als würde sie von den Kunstwächtern eines Despoten kontrolliert.
    Wieder einmal hat sich Stephan Riedel im Namen von Stadtbild Deutschland in einem Beispielfall dieser Entwicklung entgegengestellt. Das, was heutzutage den letzten ländlichen Winkel Deutschlands bedroht, die Anreicherung durch Bauformen, welche die Identität des Ortes ignorieren, soll auch in St. Emmeram in München, einem etwas verträumt gelegenen nordöstlichen Außenbezirk dörflichen Charakters an der Isar durchgesetzt werden.


    Ein von Stephan Riedel lancierter kurzer Artikel der SZ vom 8.5. behandelt den Fall.


    SZ Stadtbild Deutschland schaltet sich ein


    (Philoik.)

    73 mal gelesen

Kommentare 1

  • Paul Horst Tribbels -

    :cry: Wie kann man dem begegnen?
    In der momentanen Stimmung der Bevölkerungs Mehrheit kann man nur ein Des-Interresse an den gegewärtigen Problemen mit der "Neuen Moderne" erkennen.Das ist (Alter Kram) also weg damit!!!
    Es ist wie auf dem Markt für Antiquitäten::Alles bis zur Mitte des 19-ten Jahrh. wird noch geschätzt,
    alles danach ,wenn nicht "Designer"Zeugs ist wird in die Tonne geworfen,genau wie die Architektur dieser Zeit!