Dresden, Bürgerhäuser Rampische Straße 23 - 27

Das originale Haus Nr. 27, das sich von den Nachbarbauten durch den hölzernen Kastenerker abhob, entstand um 1700, die Häuser 23 und 25 wahrscheinlich 1717 durch den Baumeister George Haase. Im 2. Weltkrieg ausgebrannt, wurden alle Häuser der Rampischen Straße 1956 beseitigt.

Von Mitte 2009 bis Mitte 2011 ließ die Immobiliengesellschaft Elbwiesen (Jürg Köllmann und die U.S.D. Dresden) durch die Architekten Matthias Kolb und Andreas Dörfel auf einer neuerbauten Tiefgarage die nun “Palais am Neumarkt” genannte Häusergruppe neu errichten, und zwar mit exakt rekonstruierten Barockfassaden und Kongruenz zwischen Hauseinheiten und Wohnungseinheiten.



(Philoik.)

Comments 4

  • sieht einfach nur toll aus! Dresden wird durch den Neumarkt endlich wieder einem Stück seinem Namen gerecht. In einigen Jahren wird man sich wundern, dass über diese Rekonstruktionen überhaupt diskutiert werden musste...

  • Es nützt nichts, die sicherlich wertvollen Originale sind hinüber. Rekonstruktionen in dieser Qualität erfordern (und fördern) handwerkliche Fertigkeiten - keine Frage. Aber gerade am Dresdner Neumarkt kehren sich nach meiner Auffassung die im Einzelfall berechtigten Rekonstruktionen in ihr Gegenteil. Durch die Vortäuschung von historischer Authentizität an den Fassaden verschleiern sie die wahre Stadtgeschichte. Nicht alles, was schön ist, muss auch "alt" aussehen. Mehr Kraft für die Erhaltung noch vorhandenen Bestandes, mehr Mut zu einer zeitgenössischen, dem jeweiligen Ort gewidmeten Architektur anstelle scheinheiliger Rekonstruktionen! Dann hat ein Stadtbild auch die Chance zur Entwicklung.

    • Antwort auf diesen Kommentar:
      1. Zerstörung und Wiederaufbau sind Bestandteil der Stadtgeschichte. Nur die Zerstörung als Geschichtsakt zu werten, den Wiederaufbau aber als Verschleierung von Geschichte, widerspricht aller Logik.
      2. Welcher "vorhandene Bestand" wäre am Dresdener Neumarkt zu erhalten gewesen?
      3. Wenn Rekonstruktionen als "scheinheilig" zu werten sind, wären dann "zeitgenössische" Lösungen als heilig einzuschätzen? Wollen Sie allen Ernstes der "zeitgenössischen" Dresdener Architektur einen solchen Status zuerkennen?

    • Die Rekonstsruktionen sind dem "Ort angemessen". Moderne Architektur schafft keine emotionale Bindung. Sie ist austauschbar, als sieht fast gleich aus.