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  • Echte Rekonstruktionen, Gebäude, die nach Zerstörung in ihrem Äußeren und Inneren ohne Abstriche wiedergewonnen wurden, sind in Deutschland Raritäten (obgleich die Rekonstruktionsgegnerschaft so tut, als würde unser Land von ihnen überschwemmt). Im Blick auf Dresden sind mindestens zwei prominente Beispiele anzuführen: die vor 10 Jahren wiedereröffnete Frauenkirche und die am 13. Februar 1985 mit C.M. von Webers „Freischütz“ eingeweihte wiedererrichtete Staatsoper. Neben Dresden gibt es in Deutschland nicht mehr als eine Handvoll Opernhäuser, die in ihrer historischen Gestalt bewahrt oder wiederaufgebaut wurden.
     
    Weiß der „Mann auf der Straße“, warum das Dresdner Opernhaus „Semperoper“ genannt wird? Da bin ich mir nicht so sicher. Würde man ihn auf den „Raschdorffdom“, das „Marchstadion“, die „Fischeroper“ oder das „Schumachermuseum“ ansprechen, wäre das Unverständnis komplett; denn es gehört zur Tugend des Architektenberufs, dass der Schöpfer nahezu

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  • Dresden


    Der direkt an das Schloss angrenzende Innenstadtbereich zwischen Schlossstraße im Westen, Johanneum im Osten, Stallhof im Norden und Sporergasse im Süden wurde vom 16. bis zum 18. Jahrhundert als Wohnquartier höherer Stände in der Gestalt ausgebaut, die sich bis ins 20. Jahrhundert erhalten hatte.



    Das im 2. Weltkrieg total zerstörte und danach brachliegende Geviert wurde – nunmehr als Quartier VIII des Wiederaufbauprojekts Dresdner Neumarkt bezeichnet – in den Jahren 2010 bis 2012 von der Baywobau Baubetreuungs GmbH wiedererrichtet. Der westliche Häuserblock, der als „Swissotel am Schloss“ genutzt wird, umfasst den Leitbau Hoffmanneggsches Haus mit zwei Barockfassaden, das Zehmsche Haus und fünf weitere rekonstruierte Fassaden neben vier modern gestalteten. Den östlichen Block nimmt die „Wohnresidenz Löwenhof“ ein, deren modern gehaltener und zur Schössergasse geöffneter Innenhof u.a. von den rekonstruierten Leitbauten Löwenhaus, Rüstkammerhaus und Bosesches Haus eingefasst wird.

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  • Gillitzer-Block

    In den Jahren 1894 – 97 ließ der Unternehmer Thomas Gillitzer am südwestlichen Rand der Rosenheimer Altstadt zwischen Münchner Straße, Prinzregentenstraße und Herzog-Heinrich-Straße (heute Gillitzerstraße) als Initialzündung gründerzeitlicher Stadterweiterung einen Häuserblock errichten: 15 vierstöckige Wohn– und Geschäftshäuser und ein Nobelhotel nebst Badebereich in Neorenaissance– und Neobarockformen nach Plänen des Münchner Architekten Karl Stöhr.

    1957 begannen Umbau–  und Modernisierungsmaßnahmen durch den Karstadt-Konzern an der Südecke des Blocks, Ende der 60er Jahre Abriss und Neubau an dieser Stelle, in den 70er Jahren dann auch an der Prinzregentenstraße zugunsten eines Einkaufszentrums. Bürgerinitiativen erreichten, dass die weitere Expansion von Karstadt unter Erhaltung der Fassaden erfolgte. 1999 wurde die repräsentative östliche Blockecke für den Neubau eines Modehauses abgebrochen, die Gründerzeitfassade jedoch aufgrund des überwältigenden Votums der… [Weiterlesen]
  • Das originale Haus Nr. 27, das sich von den Nachbarbauten durch den hölzernen Kastenerker abhob, entstand um 1700, die Häuser 23 und 25 wahrscheinlich 1717 durch den Baumeister George Haase. Im 2. Weltkrieg ausgebrannt, wurden alle Häuser der Rampischen Straße 1956 beseitigt.

    Von Mitte 2009 bis Mitte 2011 ließ die Immobiliengesellschaft Elbwiesen (Jürg Köllmann und die U.S.D. Dresden) durch die Architekten Matthias Kolb und Andreas Dörfel auf einer neuerbauten Tiefgarage die nun “Palais am Neumarkt” genannte Häusergruppe neu errichten, und zwar mit exakt rekonstruierten Barockfassaden und Kongruenz zwischen Hauseinheiten und Wohnungseinheiten.



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  • Der ursprüngliche Bau, benannt nach dem Restaurantbesitzer Max Kern, bildete mit seinem als Renaissance-Volutengiebel ausgebildeten Zwerchhaus den vom Marktplatz her einsehbaren Abschluss der Schlossstraße. Er wurde 1982 wegen Baufälligkeit beseitigt.

    Ende der 90er Jahre erstand das Gebäude neu als mittleres Glied eines Ensembles mit Teufelserkerhaus und Gotischem Haus (Burgstraße 1–3), nach einer Konzeption des Architekturbüros Falk.



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    1455 erwarb der Rat der Hansestadt Wesel zwei nebeneinanderstehende Bürgerhäuser am Großen Markt, um sie zu einem neuen Rathaus umzugestalten und 1476 mit einer Schmuckfassade im spätgotisch-flämischen Stil zusammenzufassen. Der gotische Turm wurde 1698 mit einer barocken Zwiebelhaube versehen. 1945 wurde die Innenstadt (einschließlich des Rathauses) im Zuge des Rheinübergangs der aliierten Streitkräfte zu 98% zerstört.


    Die “Bürgerinitiative Historisches Rathaus Wesel” erarbeitete seit 1986 Wiederaufbaupläne für die Südseite des Großen Marktes, und 1992 entstand eine Häuserzeile, die eine spätere Rekonstruktion der Rathausfassade ermöglichen sollte. Der weitere Kampf der Bürgerinitiative und eine erfolgreiche Spendensammelaktion führte zur Grundsteinlegung der Fassade im Jahr 2007 und zur Einweihung am 18. 9. 2011.


    (Philoik.)


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    Das Bürgerhaus wurde 1715 zusammen mit dem Nachbargebäude Nr. 21 von dem Baumeister Georg Haase errichtet. Mit seiner Fassadenbreite von 7 m und dem Mittelrisalit ähnelt es seinen Nachbarbauten. Nachdem diese Häuser im 2.Weltkrieg ausgebrannt waren, wurden die Ruinen 1956 gesprengt.


    Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden, deren Engagement die Stadt die Wiedergewinnung des Neumarkt-Ensembles in historischer Gestalt verdankt, wollte mit dem durch Spenden getragenen Wiederaufbau dieses Hauses in Eigenregie ein Zeichen setzen. Unter der Leitung des Architekten Martin Trux wurde das Gebäude, das mit einem Rückgebäude bis an die Salzgasse reicht, nach jahrelanger Vorbereitung auf dem originalen Keller und in alter Handwerkstechnik neu errichtet. Im Erdgeschoss wurde eine aus einem Abrisshaus in Weißenfels geborgene Stuckdecke eingebaut. Im Oktober 2010 wurde das Haus seinen Mietern übergeben, auch die GHND bezog hier ihre neue Geschäftsstelle. (siehe auch

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  • Der Originalbau, späterer Verwendung entsprechend ab 1855 “British Hotel” genannt, entstand bis 1715 für den sächsischen Großkanzler und Oberhofmarschall Wolfgang Dietrich von Beilichingen, nach Plänen des Baumeisters George Bähr, des Erbauers der Frauenkirche, und des Baumeisters George Haase. Er wurde im 2. Weltkrieg total zerstört.


    Die Rekonstruktion erfolgte zwischen Dezember 2008 und November 2010 durch die schweizerische Hapimag AG, die das Gebäude als “Stadtresidenz” mit Ferienappartements neu errichtete. Es befindet sich wenige Schritte östlich des Neumarkts mit der Adresse Landhausstraße 6.


    Das Gebäude wurde auf den restaurierten Kellergewölben des Originalbaus errichtet. Der Investor war auf weitgehende Rekonstruktion der Gebäudestruktur, d.h. der tragenden Wände, des Treppenhauses und des Innenhofs bedacht; beim Aufbau der Fassade wurden erhaltene Originalteile eingefügt. Das Palais Beilichingen gilt nach der Frauenkirche als überzeugendste Rekonstruktionsleistung im

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