Sonstige Frankfurter Meldungen

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    • @restitutor: Uiuiui, das ist ernst! Aber anscheinend ist er zu Vernunft gekommen/gebracht worden.

      Und welche Häuser bieten sich besonders für eine Rekonstruktion an?

      Wir sind im Moment noch nicht so weit, daß wir konkrete Vorschläge machen können. Wir werden in einigen Wochen aussagefähig sein und vermutlich vorschlagen, das eine oder andere Gebäude zu rekonstruieren.


      Spannend aber vielmehr der folgende Abschnitt:

      Was in den nächsten Monaten in die öffentliche Diskussion kommen soll, ist eine Sammlung von etwa 40 bis 50 Projektideen. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele, können aber am ehesten unter der Überschrift „kritische Rekonstruktion untergegangener städtebaulicher Qualitäten“ zusammengefaßt werden. So sollen zum Beispiel die Zugänge zur Innenstadt an den Wallanlagen repräsentativ ausformuliert werden. Wir lassen uns dabei inspirieren von älteren Situationen im 19. Jahrhundert, als es Vorplätze mit einer symmetrischen Anordnung von Zollhäusern gab. Oder wir wollen das System der in Nord-Süd-Richtung geführten Straßen und Gassen stärken und ergänzen. Ich persönlich denke in manchen Punkten radikaler: So sollte meines Erachtens die Stadt das Zusammenspiel von Paulsplatz und Römer neu strukturieren, indem dort, wo früher unter anderem die Börse von Stüler die Neue Kräme begrenzt hat, wieder ein schmaler Baublock realisiert wird. Dann könnte man einen intimeren Paulsplatz und einen spannungsvolleren Übergang zwischen Neuer Kräme und Römer bekommen. Dafür ist aber keine Akzeptanz zu erkennen.
    • Die Bebauung am Paulsplatz wäre mal eine gute Idee, auch hier hat der Nachkriegswahn die Raumwirkung eines sorgfältig komponierten Platzes völlig verschandelt. Der Satz zur Goldenen Waage klingt allerdings sehr nach Ausrede - als ob nicht genug Unterlagen da wären, um eine Rekonstruktion zu ermöglichen. Das Gebäude ist besser dokumentiert als kaum ein anderes in diesem Bereich der Altstadt. Oder will man vielleicht davon ablenken, dass die Stadt die historische Bausubstanz des Gebäudes an einen Privatmann verhökert hat (der Zuständige gehört meiner Meinung nach noch heute bestraft)?
    • "Stephan" schrieb:

      Kardinal ist vor ein paar Monaten auf meinen Hinweis wo die Reste der Goldenen Waage stehen mal dort vorbeigefahren. Soweit ich mich erinnern kann befürwortet der jetzige Besitzer einen Wiederaufbau derselben. Ob er aber die originalen Teile hergeben würde?


      Ist das überhaupt noch der aus den 50ern, oder mittlerweile bereits ein Erbe dieses Mannes? Im Zweifel vermute ich einfach mal, dass es hier weniger um's ob als um das wieviel ginge.
    • >Die Bebauung am Paulsplatz wäre mal eine gute Idee, auch hier hat der Nachkriegswahn die Raumwirkung eines sorgfältig komponierten Platzes völlig verschandelt.
      Das ist nicht ganz richtig, ein sorgfältig komponierter Platz hat dort nie bestanden. Die Umgebung der Paulskirche ist seit dem Abriß des Barfüßerklosters anstelle dessen sie gebaut wurde eine zweihundertzwanzig Jahre währende Abfolge von Provisorien. Wenn man auch eingestehen muß, daß der Vorkriegszustand immer noch besser war als der jetzige.
      Ansätze zu einer Platzgestaltung hatte es zwar um 1830 schon einmal gegeben, die nur zum Teil realisierte Bebauung wurde aber schon um die Jahrhundertwende wieder abgerissen.
    • Ist keine Meldung, aber weil wir Probleme hatten, den Text auf der eisernen Brücke zu übersetzen: ;)

      Die Stahlkonstruktion wird von einem griechischen Schriftzug überspannt: ????? ??? ?????? ?????? ?? ?????????? ????????? (pleon epi oinopa ponton ep allothroous anthropous - Segelnd auf weinfarbenem Meer hin zu Menschen anderer Zunge). Der Text aus Homers Odyssee (Buch 1, Vers 183) ist ein erhalten gebliebenes Relikt aus einem unter Griechischen Motto stattgefundenen Museumsuferfest.


      http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserner_Steg\r
      de.wikipedia.org/wiki/Eiserner_Steg
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • War gestern in der Printausgabe der FAZ: Sachsenhausen kriegt einen neuen alten Brunnen.

      Bei Recherchen zu den vorhandenen Wasserspendern im Apfelweinviertel seien Fragmente eines alten Brunnens wiederentdeckt worden: Darauf sei der heilige Georg zu sehen, der als Ritter mit Helm und Lanze auf einem Pferd sitzend einen Drachen bekämpfe. Es sei vorgesehen, die Plastik auf einer Sandsteinstele zu montieren, die nach einer alten Zeichnung angefertig werden soll, teilte das Stadtplanungsamt mit.


      Vorgesehener Standort: Frankensteiner Straße, Einmündung zur Großen Rittergasse.

      Im übrigen sollen alle Brunnen in Sachsenhausen demnächst saniert werden.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Übrigens: Vor dem Hintergrund eines Artikels über den neuen Hochhausrahmenplan steht in derselben FAZ eine unglaubliche Lobhudelei über den Architekten Jochem Jourdan (einer von der "Laien sollen die Klappe halten"-Fraktion im Frankfurter Altstadtstreit, "Die Ostzeile ist kein Denkmal und wird es nie werden", außerdem verantwortlich für das Haus am Dom).

      Hier mal ein paar Auszüge:

      [...] Wahrscheinlich waren es aber vor allem die didaktische Begabung und das diplomatische Geschick, die den Ausschlag für den 1937 geborenen Jourdan gaben.
      [...]
      Bei aller Anpassungsfähigkeit ist Jourdan ein Mann mit Überzeugungen. Noch jüngst, im Streit um die Eingriffe in die Bausubstanz der Großmarkthalle, hat er sich als einziger prominenter Frankfurter Architekt für den Entwurf von Coop Himmelb(l)au in die Bresche geworfen. Der in Kulturdingen überaus breit interessierte Jourdan hat ein Faible für die Avantgarde. Dass er es mit profundem historischen Wissen verbindet, hat ihn zu einem Meister in der Verbindung zeitgenössischer und denkmalgeschützter Bauten gemacht."


      Himmel hilf... :augenrollen:
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Was haltet ihr eigentlich von den neuen HH-Standorten in der Innenstadt? Die dürften doch alle so nötig sein wie ein Kropf. Vor allem frage ich mich, wieso man am Untermainkai eigentlich auch noch einen Klotz braucht.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Verzichten kann man eher auf die Türme außerhalb der bestehenden Cluster, also im westlichen Europaviertel oder am Ratswegkreisel, und den Campanile braucht auch kein Mensch, weil die die Skyline nur unnötig auseinanderziehen würden. Die in der Innenstadt sind aber durchaus begrüßenswert. Vor allem die beiden an der Stiftstraße. Da sie ja im östlichen Teil des Areals ums Tudor-Haus liegen, also mehr zur Katzenpforte hin, wo eh schon Hochhäuser stehen, erdrücken sie auch den Eschenheimer Turm nicht, und sorgen wenigstens dafür, dass die sonst einzeln umherstehenden Türme von FrankfurtHoch4 in einen kleinen Cluster eingebunden werden.
      Und den Turm am Untermainkai begrüß ich auch, nur müssten dort eigentlich 2 hin, genau so wie es der KSP-Entwurf fürs Degussa-Areal vorsieht. Der Entwurf war nämlich wirklich genial (mit Ausnahme der Flachdächer auf den Flachbauten), sah einen niedrigen weißen Turm gegenüber der Schweizer National vor (genau wie beim Mäckler-Entwurf) wodurch dort eine nette Torsituation entsteht, und weiter nördlich dann noch nen richtigen Turm mit um die 160m. Abstand der beiden Türme zu dem was man noch Altstadt nennen kann ist groß genug, von daher bin ich auf jeden Fall dafür dass beide Türme realisiert werden, und nicht nur der Kleine.
      Mehr gabs ja in der Innenstadt nicht.