Görlitz

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    • Eigentlich wollte ich ja immer mal 'ne dreiteilige Görlitz- Serie machen, aber entweder hatte ich Zeit und das Wetter war schlecht oder das Wetter war gut und ich hatte keine Zeit. Pech gehabt. Da ich zwischenzeitlich meinen neuen Weitwinkel in Görlitz (bei schlechtem Wetter) ausprobiert habe hier mal ein paar Eindrücke. Die Verzerrungen bitte ich zu entschuldigen. :zwinkern:

      Beginnen wir in der Nikolaivorstadt, dem ältesten und ruhigsten Teil von Görlitz.
















      Zunftzeichen in der Nikolaivorstadt:



      (da ist immer noch ein Bäcker drin!)


      Jetzt in die Altstadt.

      Das Waidhaus. Im Hintergrund links die Brücke nach Polen:




      Nikolaiturm:




      Ansicht in der Peterstraße:




      Portal Peterstraße:




      Gesamtansicht Untermarkt nach Südwesten, in der Mitte die "Zeile", rechts der jüngste Anbau des Rathauses:




      Die Nordseite des Untermarktes mit der Ratsapotheke rechts:




      Die alte Börse an der Rückseite der Zeile:




      Die Ostseite des Untermarktes (links der Apotheke):




      Der Flüsterbogen am Untermarkt. Wenn man auf der einen Seite etwas hineinflüstert kann man es auf der anderen Seite hören:




      Nochmal die Nordseite des Untermarktes:




      Verbindungsbau zwischen dem ältesten und jüngsten Teil des Rathauses:




      Ältester Teil des Rathauses, Schönhof (das rote Haus gegenüber) und Neptunbrunnen auf der südlichen Seite des Untermarktes:




      Eine Totale des südlichen Untermarktes:




      Die Zeile von Süden. Rechts die alte Waage:




      Gleiches Motiv:




      Auf der Rathaustreppe. Links das Wappend es Ungarnkönigs Matthias Corvinus, dann die Justitia ohne Augenbinde und der Blick über den Untermarkt und die Neißstraße nach Polen (Hochhäuser):




      Die Verbindungsstraße von Ober- und Untermarkt:




      Der Obermarkt gegen den Reichenbacher Turm:




      Und andersrum gegen den Untermarkt:




      Wir sind in Schlesien und der Rübezahl wohnt gleich nebenan:




      Eine Gasse:




      Und eine bedeutende Gasse, die Verrätergasse:




      ... denn hier lebte der Anführer des Tuchmacheraufstandes von 1527! Und damit es auf alle Zeit in Erinnerung bleibt brachte man ein Schild an, auf dem da steht "D.V.R.T. 1527" - Der verräterischen Rotte Tür:




      Nun aber vom Untermarkt auf die Neißstraße:




      Vorher aber nochmal in die langen Lauben a Untermarkt geschaut:




      ... und nochmal in Richtung Rathaus:




      Die Neißstraße (auf alten Straßenkarten aus den 30ern übrigens eine Hauptverkehrstraße!):




      Und ein Blick von der neuen Altstadtbrücke auf die Altstadt:

    • Fantastisch und einmalig in Deutschland !

      Die Hochhausberge auf der polnischen Seite sind allerdings ebenso fantastisch, gerade der unglaubliche Kontrast ist beeindruckend,
      wenn man zwanzig Minuten lang durch Barock/Renaissance-Atmosphäre gelaufen ist und dann an die Neiße kommt. ---> Kulturschock!!!

      Besteht denn langfristig eine Möglichkeit für den Abriß dieser grauen Monster bzw. hat das die polnische Seite alleine zu entscheiden?
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • "Johan" schrieb:

      Danke für die wunderschöne Bilder.....auch sehr schön genommen.....
      Wenn es möglich wäre, wurde ich mich freuen auf ein paar Bilder von Gründerzeit Görlitz.....
      .....und die schöne Jugendstil-Kirche......


      Habe ich ja auch alles vor. Aber wie gesagt, ich möchte da auch richtig gutes Wetter haben, dann würde ich mal eine dreiteilige Serie fotografieren, nämlich mittelalterliche Altstadt, die Gründerzeit- Viertel ringsrum und die Villen und Industriebauten. Dazu muß ich aber 3x hin, denn alles mit einem Mal ist zu anstrengend.
    • vielen dank für die fotoreihe.

      ich bin überzeugt, dass dies alles sehr
      geschichtsträchtige gebäude sind. nur
      eines fällt mir bei den meisten, sanierten
      fassaden auf: die geschichtliche tiefe, die
      unter dem perfekten anstrichen verloren
      gegangen ist. sofern die gebäude aufgrund
      der farbzusammensetzung eine echte
      patina entwickeln können, werden oder
      würden die gebäude ungemein lebendiger
      wirken und ich meine hier ausdrücklich
      nicht die demografische entwicklung
      von görlitz bzw. die fehlende belebung
      auf den strassen. historische aufnahmen
      von alten mittel- und kleinstädten zeigen i.
      d.r. auch keine großartige belebung, wie
      wir sie heute sogerne für die innenstädte
      bei tag und nacht(!) wünschen. und trotzdem
      wirken sie gleichwohl lebendig durch die
      oberflächen und patina der alten häuser, denen
      man ihr alter auch ansehen darf und die nicht wirken
      wie ein aufgeschminkter, gestraffter
      greis. vielleicht auch symptomatisch für 'den
      zeitgeist' und unsere gesellschaft.



      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • "Stefan" schrieb:

      vielen dank für die fotoreihe.

      ich bin überzeugt, dass dies alles sehr
      geschichtsträchtige gebäude sind. nur
      eines fällt mir bei den meisten, sanierten
      fassaden auf: die geschichtliche tiefe, die
      unter dem perfekten anstrichen verloren
      gegangen ist. sofern die gebäude aufgrund
      der farbzusammensetzung eine echte
      patina entwickeln können, werden oder
      würden die gebäude ungemein lebendiger
      wirken und ich meine hier ausdrücklich
      nicht die demografische entwicklung
      von görlitz bzw. die fehlende belebung
      auf den strassen. historische aufnahmen
      von alten mittel- und kleinstädten zeigen i.
      d.r. auch keine großartige belebung, wie
      wir sie heute sogerne für die innenstädte
      bei tag und nacht(!) wünschen. und trotzdem
      wirken sie gleichwohl lebendig durch die
      oberflächen und patina der alten häuser, denen
      man ihr alter auch ansehen darf und die nicht wirken
      wie ein aufgeschminkter, gestraffter
      greis. vielleicht auch symptomatisch für 'den
      zeitgeist' und unsere gesellschaft.


      Ich muss sagen, dass ich nicht in diese Kritik zustimmen kann.

      Warst du im Görlitz?
    • ich war noch nicht in görlitz,
      vergleiche aber das gezeigte
      mit beispielen aus anderen
      ostdeutschen städten.

      nicht daß du es falsch verstehst -
      nicht die architektur per se, sondern deren
      oberflächen verlieren z.t. durch die
      behandlung an geschichtlicher tiefe.
      wir haben diese diskussion an anderer
      stelle bereits geführt. allein der erhalt-
      ungsgrad in görlitz ist aber beispiel-
      haft, wenn nicht sogar einzigartig.
      eine restaurative, konservierende
      behandlung des äußeren ist einer
      komplettsanierung im zweifelsfall
      jedoch vorzuziehen.

      werde mir aber auch ein eigenes
      bild von dieser stadt machen.

      warum teilst du die kritik nicht
      anhand der gezeigten bilder?


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • @Stefan:

      Ich teile Deine Auffassung / Erörterung.
      Hatte dies auch schon am Beispiel Freiberg kritisiert.

      Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es anders geht, ist vor kurzem im Europa-Park Rust enstanden.
      Diese Fassaden sind lebendig, sie dürfen atmen, weil die Poren nicht zugekleistert wurden.
      Hier wurden auch wärmere Farbtöne gewählt.





      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • @GanskeStortSett

      es geht dabei nicht um die konservierung von pröckelnden
      putzen, eingeschlagenen fenster oder verfaulten holzbauteile,
      also von reparaturbedürftigen elementen, sondern um die
      bewahrung der patina.

      die verwendung traditioneller putzmörtel und farben
      läßt patina langfristig zu, moderne techniken jedoch nicht.

      daran müssen sich die beispiele aus in görlitz noch messen
      lassen. bei den gezeigten vermisse ich die patina.
      das gesicht der geschichte wurde bei diesen gebäuden
      einfach weggeschminkt. eine traditionelle fassade lebt
      doch aber gerade von den spuren des alters. etwas, mit
      dem modernistische gebäude nicht konkurrieren können.
      diese müssen im gegensatz tatsächlich immer wie geschleckt
      aussehen, damit sie nicht unansehlich wirken.
      traditionelle fassaden hingegen, die keine patina mehr
      anlegen können oder gar dürfen, wirken sie künstlich.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

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    • "youngwoerth" schrieb:

      Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es anders geht, ist vor kurzem im Europa-Park Rust enstanden.
      Diese Fassaden sind lebendig, sie dürfen atmen, weil die Poren nicht zugekleistert wurden.
      Hier wurden auch wärmere Farbtöne gewählt.


      Hier muss ich sagen dass die Geschmack ist wie Po geteilt.....Ich finde die Görlitze Farben schöner........ich mag ja keine mediterrane Flair sowieso. Hierüber können wir uns schon lange streiten.

      @Stefan
      Ich denke ja auch von Farben haben wir verschiedene Meinungen. Vielleicht ist es die Skandinavische Kulturerbe bei mir.
    • Ûbrigens...

      was ist sehr schön mit Görlitzer Altstadt ist dass es ist nicht zu eine grosse und Grobe Einkaufstrasse geworden. Wo die Altbau muss für die Bedarf die Geschäfte weichen...statt dass Geschäft und Altbau harmoniesiert....

      Leider leidet viele Historische Gebäuden in Westdeutschland von die Geschäfte da drin sind....die Fassade von Geschäft passt überhaupt nicht zu die restliche Fassade...oft in Ostdeutschland und in Bayern sieht besser aus....Görlitzer Altstadt sieht letzendlich nicht aus wie "Shop till you drop" sondern erst gibt es Altstadt ohne Geschäfte und wo Restaurants und Geschäfte gibt ist es sehr Decent....nach meiner Meinung eine die meist gelungene Altstadtsanierungen überhaupt....

      hier ist ein schlechte Beispiel davon, wenn Ladenfläche die ganze Gebäude zerstört....

    • @johan

      farbe/skandinavien - das könnte sicher
      ein grund für deinen eindruck sein.

      richtiger aspekt mit den ladenzonen.
      durch die häufige ganzverglasung dieser
      bereiche wirken die häuser als würden
      sie schweben und jeden moment in sich
      zusammenbrechen, ein besonders
      gravierender gestalterischer mangel, der
      auf den betrachter äußerst negativ wirkt.

      daran ist zu erkennen, daß moderne statische
      möglichkeiten gestalterisch, vor allem bei
      traditionell-gestalteten gebäuden, fatale
      folgen haben können.

      das obere beispiel ist aber wahrscheinlich
      leider sogar noch eines der besseren.
      trotz der banalen verglasung, wird hier
      in gewissem maße noch durch türe und
      schaufenster mit kleinem sockel differenziert.
      aber natürlich kein vergleich zu tradionell-
      gestalteten auslagen, eingängen, erd-
      oder sockelgeschossen...


      Jeder, der sich die
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