Quartier VI - Patrizia Immobilien AG (im Bau)

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    • "...und so soll der Neumarkt einmal aussehen..."
      (während diesem Text wird die Kamera langsam über die historischen Häuser der Landhausstraße auf dem wunderschönen GHND-Modell geführt)

      Ich bin richtig wütend geworden, als ich das im ZDF gesehen habe!
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Den Beitrag habe ich auch gesehen und das gleiche gedacht.

      Problem ist immer: Die Öffentlichkeit weiss einfach nicht, was geplant ist. (Ich denke, das trifft auch für die Macher des ZDF-Beitrags zu, denen ich keine modernistische Haltung vorwerfen will). Die Diskussion findet in der Regel im kleinen Kreis statt, die Bürger werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Wir hier im Forum sind doch die große Ausnahme.
      Unsere Aufgabe kann deswegen nur sein, das ganze zu thematisieren und nach aussen zu tragen.
    • Genau, und deshalb sollte auch die GHND diese schlechten Neuigkeiten (oder neuen Schlechtigkeiten) zumindest auf ihrer Website publik machen!
      (und nicht nur die Pressemitteilung, in der alles noch nach Hoffnung aussieht)

      Noch wirkungsvoller wäre es allerdings, wenn sich die GHND-Vorsitzenden mit den Herren Prisco/Döring mal zusammen setzen würden,
      statt ihre (und unsere) Interessen in Form von Mitteilungen (die die besagten Herren vlt. gar nicht interessieren) zu vertreten...

      Warum gibt es kein Gespräch zwischen dem einzigen Verein, der etwas bewirken kann und dem einzigen Investor, der planen und bauen kann ???
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Also ich muss Euch absolut beipflichten! Als ich gestern diese kurze Meldung gelesen und hier eingestellt habe dachte ich mir schon: das kann doch wohl nicht sein, dass so eine schwerwiegende Tatsache in einer scheinbar unbedeutenden kleinen Meldung dargebracht wird und zudem auch mit 4 Tagen Verspätung :? Man bedenke, dass der Vertrag bereits am Freitag unterschrieben wurde! Und keiner nimmt öffentlich Stellung darüber, dass das Projekt historischer Neumarkt zu scheitern droht.
      Ich glaube, jetzt kann man wahrscheinlich nur noch eine Blumenhaus-Lösung erreichen, was dann leider auch zur Folge hat, dass die Investoren sich bestenfalls zurückziehen und dieses Areal die nächsten 10 Jahre unbebaut bleibt. :wueten:
    • Ich habe mal die Beiträge zum Gewandhaus aus dem Neumarkt-Thread hierherkopiert:

      "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      Ganz Kurz

      Neumarkt. Die Investoren Kondor Wessels, Arturo Prisco und Kai von Doering erhielten am Freitag den Zuschlag für die Bebauung eines weiteren Grundstücks (Quartier sechs) auf dem Neumarkt. (SZ)

      sz-online.de/nachrichten/base.asp?ausgabe=301

      Ab jetzt gilt es Prisco davon zu überzeugen, die Fläche des ehem. Gewandhauses nicht zu bebauen :!: :!: :!:


      "Harmonica" schrieb:

      Oha, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

      Prisco ist immerhin einer, der mit sich reden lässt (Eckbau Töpfergasse), jedoch auch nur im begrenzten Umfang (Eckbau zur FK mit Glasdach; Ablehnung Hummel-Entwurf). Von allen Bauherren bisher betreibt er die beste Öffentlichkeitsarbeit - gut, seine Homepage wurde seit 1/2 Jahr nicht mehr aktualisiert, jedoch wurde das Gästebuch auch nach massiver Kritik nicht geschlossen. Die Neubauten an der Töpfergasse und wie es aussieht auch die vön-Döring-Gebäude sind allerdings nicht von der Qualität, die bei Traditionalisten Luftsprünge hervorrufen.

      Nach dem Schock des Wettbewerbs zur Töpfergasse seinerzeit, möchte ich mir gar nicht ausmalen, was beim Q VI alles an modernistischem Einerlei herauskommt. Wir müssen also handeln, und daher kann ich euch nur auffordern, auch an Prisco Protestbriefe gegen das GH-Areal zu schreiben!

      Im Kontakt-Formularfeld auf http://www.q-f.info">www.q-f.info oder auch direkt an Kai von Dörings Büro (die Emails werden definitiv gelesen): mailto:info@vondoering.com">info@vondoering.com



      "youngwoerth" schrieb:


      @Harmonica, Dresdner Kind und Rest:

      Prisco will ja wieder so ein Passagensystem einbauen (gleiches Muster), also wieder die Leute von der Straße holen...
      Feßenmayr war unsere Kritik also egal, keine Antwort auf E-Mails, stattdessen Verkauf inklusive Gewandhausgrundstück.
      Ich frage mich nur, warum Prisco dieses Grundstück nun nicht bebauen sollte, nachdem er es ja teuer bezahlt hat !


      "saibo" schrieb:

      "youngwoerth" schrieb:



      Prisco will ja wieder so ein Passagensystem einbauen (gleiches Muster), also wieder die Leute von der Straße holen...
      Feßenmayr war unsere Kritik also egal, keine Antwort auf E-Mails, stattdessen Verkauf inklusive Gewandhausgrundstück.
      Ich frage mich nur, warum Prisco dieses Grundstück nun nicht bebauen sollte, nachdem er es ja teuer bezahlt hat !


      Unglaublich, was sich dieser Herr Feßenmayr erlaubt. Nur für ein paar Euro mehr läßt er zu, dass der gesamte Neumarkt verschandelt wird. Das Gewandhausgrundstück darf einfach nicht bebaut werden. Wieso verschwendet die GHND ihre ganze Energie und ihr Geld für die Rekonstruktion eines Bürgerhauses (Rampischestrasse 29), anstatt zu versuchen den Bürgereintscheid durchzusetzen und lieber Geld für eine Gerichtsverhandlung zu sammeln? Denn wenn dieser Bürgerentscheid käme, wären alle Probleme gelöst.

      Wann kommt endlich der Bürgerentscheid? Wieso hat man die Fragestellungen im Bürgereintschied vorher nicht rechtlich prüfen lassen? Denn es war doch klar, wenn die Politiker für einen modernen Neumarkt plädieren, dass man dann veruschen würde die Fragestellungen des Bürgerentscheids anzugreifen, um ihn ganz zu verhindern oder entscheidend zu verzögern. Jetzt werden Tatsachen geschaffen, die unumkehrbar sind. Die Lobbyisten der Moderne, zu denen auch Feßenmayr gehört, haben sich politisch und taktisch klug verhalten und scheinen sich durchzusetzen. Wie werden doch nur noch mit ein paar historischen Fassaden vertröstet.
      Wieso hat man drei Jahre verschlafen? Ein Bürgerentscheid ist bzw. war die einzige Chance, sich doch noch durchzusetzen. Ich erinnere an das Beispiel "Fussballstadion in München". Dort gab es die gleiche Situtation. Die Politik war dagegen, aber nach einem über Jahre andauernden Streit, brachte erst ein Bürgerentscheid(2001) die Wende. Und heute hat München das schönste Stadion in Europa.
      Wenn das Gewandhausgrundstück modern bebaut wird, dann kann sich die GHND auflösen. Dann ist das Projekt historischer Neumarkt gescheitert.

      Und Prostestbriefe an den Bauherrn (Prsico) bringen nichts. Prisco kauft doch kein Grundstück für teures Geld, um es dann unbebaut zu belassen. Sowas würde vielleicht ein russischer Ölmilliardär machen. Mit dem Verkauf des Grundstücks ist das Schicksal des Neumarkts besiegelt.

      Ich habe auch das Gefühl, dass die GHND in der Öffentlichkeit gar nicht mehr ernst genommen wird.

      Wir kriegen jetzt den Neumarkt, wie ihn sich Feßenmayr vorstellt. Moderat modern. :(


      "youngwoerth" schrieb:

      Und Prostestbriefe an den Bauherrn (Prsico) bringen nichts. Prisco kauft doch kein Grundstück für teures Geld, um es dann unbebaut zu belassen.


      Ich denke auch, dass es nun eine gezwungenermaßen neue Zielsetzung gibt.
      Und zwar, das Gewandhausgrundstück zumindest nicht modern zu bebauen.
      Bebaut wird es mit Sicherheit.
      Und ich muß sagen, mit einem rekonstruierten Gewandhaus wäre mein Albtraum nicht ganz so teuflisch...



      "Philipp" schrieb:

      Ich stimme Saibo zu. Diese Meldung ist eine Katastrophe. Das QVI jetzt zu verkaufen, ist seitens der Stadt ignornate Machtpolitik. Daß Prisco jetzt kauft, obwohl er um die Situation weiß, deutet auf das Schlimmste.

      Ohne Bürgerentscheid, der ja durchaus noch ausgefochten wird, aber eben nur in einer Instanz, wird das QVI neben dem Gewandhausdilemma so aussehen.

      1.) Alle Keller werden weggerissen! (vielleicht bis auf das Gewandhaus)

      2.) Ein modernistisches Passagensystem wird in die eigentlich fein gegliederte Hinterhoflandschaft gepreßt.

      3.) Die Dachlandschaft wird kümmerlich.


      Ich habe so einen Hals. Ich kann auch nicht verstehen, daß die Friends of Dresden um Blobel nicht schon längst signalisiert haben, weitere gerichtliche Schritte bei einer möglichen Niederlage vor dem Verwaltungsgericht zu finanzieren. Das ist so existentiell für das Anliegen dieser Gesellschaft, die für weniger dringliche Projekte schon viel Geld gab.

      Außerdem wurde die Fragestellung für den Bürgerentscheid vorab geprüft und für rechtens befunden. Deswegen ist das Verhalten der Stadt ja auch so skandalös. Da die Sache vor dem Dresdner Verwaltungsgericht nun bald entschieden wird, wollte die GHND noch Gespräche mit der Stadt und ihren Vertretern führen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

      Aber diese Entwicklung ist ein gemeiner Schlag ins Gesicht!


      "Ein_Hannoveraner" schrieb:

      Die alte (Vorkriegs-) Fluchtlinie aufzunehmen, könnte Prisco ja entgegenkommen, da die Fassaden dort doch ein recht italienisches Flair hatten! Ein Vorteil des Grundeigentums könnte dann immer noch sein, frei über die Fläche zu verfügen, z. B., um dort permanente Marktbuden aufzubauen (wie der Viktualienmarkt in München) oder auch eine Fläche für Veranstaltungen zu haben, ich denke da an klassische Freiluftkonzerte oder meinetwegen auch mal die temporäre Einrichtung von VIP-Bereichen für größere Privatveranstaltungen. (Ein Zaun würde mich dort immer noch weniger stören als ein riesiger Klotz...)
      Schwierig ist dabei, dass der Bebauungsplan eine Bebauung der Fläche bisher zwingend fordert, es gilt nun also
      1.) Herrn Prisco zu überzeugen, dass die Fläche auch ohne Bebauung für ihn sehr lukrativ sein kann und
      2.) Die Erstellung von Entwürfen /Nutzungskonzepten zu fördern, die eine Änderung des Bebauungsplanes von allen Seiten wünschenswert erscheinen lassen!


      "saibo" schrieb:

      Ich bin einfach nur bitter enttäuscht von der GHND und den Politikern in Dresden. Jetzt geht es wohl nur noch um Schadensbegrenzung. Die GHND sollte endlich mal versuchen Prominente für ihre Sache zu begeistern( z.B. Herr Güttler und Herr Burger, die jetzt Zeit haben müßten um sich auch für die Rekonstruktion des historischen Neumarkts einzusetzen). Der Vorsitzende der GHND war doch am WE sogar im Fernsehen. Folglich hat er bestimmt schon viele Politiker und porminente der Stadt kennengelernt. Wieso schafft er es nicht diese Leute für sich zu gewinnen? Oder ist die Mehrheit der Dresdner doch für einen modernen Neumarkt?


      "saibo" schrieb:

      "Philipp" schrieb:

      Ich stimme Saibo zu. Diese Meldung ist eine Katastrophe. Das QVI jetzt zu verkaufen, ist seitens der Stadt ignornate Machtpolitik. Daß Prisco jetzt kauft, obwohl er um die Situation weiß, deutet auf das Schlimmste.

      Außerdem wurde die Fragestellung für den Bürgerentscheid vorab geprüft und für rechtens befunden. Deswegen ist das Verhalten der Stadt ja auch so skandalös. Da die Sache vor dem Dresdner Verwaltungsgericht nun bald entschieden wird, wollte die GHND noch Gespräche mit der Stadt und ihren Vertretern führen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

      Aber diese Entwicklung ist ein gemeiner Schlag ins Gesicht!


      Das ist wirklich ein politischer Skandal! Wie ist es möglich, dass sich Politiker in einer Demokratie so über die Köpfe der Bürger hinwegsetzen kann? Und vorlallem wieso gerade in Dresden, wo die Bürger so mit der Stadt verwurzelt sind? Man sollte sich schnell an die Medien wenden(vorallem die Bildzeitung). Wieso wurde über diesen Skandal in den letzten drei Jahren nie berichtet? :weinen:


      "youngwoerth" schrieb:

      könnte Prisco ja entgegenkommen, da die Fassaden dort doch ein recht italienisches Flair hatten!


      Schreib ihm das mal, ist ein nettes Argument!
      Allerdings haben sich die italienischen Wurzeln des Bauherren in seinem bisherigen Projekt absolut nicht bemerkbar gemacht.


      "Philipp" schrieb:

      DNN und SZ waren in Sachen Bürgerentscheid nie auf Seiten der GHND, sondern haben sie eher als Investionsbremserin hingestellt. Deswegen ist die Dresdner Bevölkerung über die Vorgänge nicht aufgeklärt.

      Ein typisches Beispiel des Versagens von Medien, wie es auch in Leipzig Tradition hat.

      Ein Beispiel der Dämonisierung:

      Man kann nicht die alten Kellerstrukturen beibehalten. Das wäre nicht nutzbar.


      Hat die GHND nie gefordert. Es ging nur um jene unter den Leitbauten. Bei Prisco wäre es nur der wertvolle, achteckige unter dem Weigelschen Haus gewesen. Trotz aller Dementis hat die Presse das immer wiederholt. Das läuft so wie der Wahlkampf der SPD, die CDU wolle den Einheitssteuersatz einführen. Egal, ob wahr oder nicht, es wirkt.
    • Habe gerade Herrn Dr Hertzig eine Nachricht geschrieben. Hoffentlich passiert da was von Seiten der GHND.
      Wäre auch bereit Prisco und Co ins Gewissen zu reden, nur im Internet-Auftritt des QF hat es wahrscheinlich eh keinen Sinn, da die Nachrichten im Gästebuch einen Herrn Prisco sowieso nicht erreichen bzw interessieren.
      Mann,mann,mann- den Herren geht es doch in erster Linie ums Geld, und das schlimme ist, dass seine Rechnung trotz allem aufgehen wird: er baut seine Glaskiste gegenüber der FK, die Dresdner und die Touris fragen sich: "Na irgendwie passt das ja gar nicht hin..." sitzen dann aber doch in diesem Gewächshaus, schlürfen ihr Käffchen und erfreuen sich des Ausblickes. Bravo auch an die Herren der Stadt, die dadurch jetzt 0,1% mehr im Säckel haben... toll, toll, toll :boese:
    • @youngwoerth

      So einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es nicht. Man kann ja niemanden zwingen, ein Gespräch zu führen, um dann einen Kompromiß zu schließen. Warum sollte Prisco auch? Hat ja auch die Stadt auf seiner Seite.

      Im übrigen wird die GHND wohl kaum täglich auf ihrer Seite veröffentlichen, mit wem sie alles ein Gespräch geführt hat. Das würde sie auch unseriös machen.
      Was denkst Du, wie auf Prisco in der Vergangenheit eingequatscht geworden ist - auch in den Gästebüchern - gebracht hat es im Verhältnis zum Aufwand relativ wenig.

      Prisco ist erster Linie Geschäftsmann, erst in zweiter Italiener. Wenn der von "Piazza" redet, dreht sich bei mir auch der Magen um, ob der Heuchelei. Im Ernst, das Q1 ist eine bessere Shopping-Mall mit Barockfassaden zum Neumarkt. Mehr nicht! Aber ich hatte mich damit arrangiert, weil die Platzentwicklung erstmal ins Rollen gebracht werden mußte. Aber das ausgerechnet ER nun auch noch andere Quartiere verhunzen darf.
      :übelkeit:
    • Habe gerade auch noch an die Chefredaktion der SZ geschrieben:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich bin Mitglied des Architekturforums Architectura pro homine und verfolge mit sehr großen Interesse den Baufortschritt auf dem Areal des Dresdner Neumarktes.
      Gestern Nacht las ich zufällig eine scheinbar unbedeutende kurze Meldung in ihrer Zeitung, worin stand, dass bereits seit Freitag der Kaufvertrag für das Areal VI durch die Käufer Döhring, Wessels und Prisco besiegelt ist.
      Wenn ich richtig ressümiere, bedeutet das wohl, dass die Stadt nun vollendete Tatsachen geschaffen hat und somit das Gewandhaus-Areal zur zukünftigen Bebauung freigegeben ist (sogar gefordert wird).
      Was mich an der Sache ärgert, ist die Tatsache, dass die Bevölkerung bewusst getäuscht (ZDF zeigte das Modell des Vorkriegszustandes mit den Worten: "So wird es einmal aussehen") bzw. gar nicht über die Folgen einer Bebauung des GH-Areals im Klaren ist! Wie von der GHND schon lange angeprangert, würde eine Bebauung in welcher Form auch immer das Projekt "Historischer Neumarkt" ad absurdum führen, da der Neumarkt als Platz in 3 Teile geteilt würde. Ausserdem wäre eine moderne Gestaltung dieser wichtigen Front ein Schlag ins Gesicht derer die bemüht waren, der Frauenkirche einen ästhetisch passenden Rahmen zu geben. Ich bitte sie inständig mit Ihrer Berichterstattung die Öffentlichkeit über derartige Gesmtbild prägenden Probleme in Kenntnis zu setzen.
      Vielen Dank im voraus!
    • @Philipp:

      Man kann ja niemanden zwingen, ein Gespräch zu führen


      Das selbstverständlich nicht, aber mit welchem Argument sollte sich Priscodöring denn einem Gesprächsangebot dieses wichtigen Vereins verweigern?
      Ich bin mir daher nicht sicher, ob es ein solches Angebot überhaupt gegeben hat und wollte dies mal in den Raum stellen.
      (Es kann ja gerne jemand von Seiten der GHND dazu Stellung nehmen)

      Ich denke, dass das Gästebuch des Q-F von den Verantwortlichen maximal überflogen wurde, will aber niemandem etwas unterstellen...




      @Kindvon2dresdnern:

      Bravo! :applaus:
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Ich bin etwas unschlüssig hinsichtlich des Gewandhauses. Daß dadurch der gesamte Platz in seiner Anlage beschädigt wird, glaube ich bei einem historisch rekonstruierten Gewandhaus eigentlich nicht.

      Ich habe mir gerade einige alte Stadtpläne angesehen und dabei festgestellt, daß das alte Gewandhaus in etwa die Linie aufnahm, die zwischen Moritzstraße und Johanneum verläuft.

      Lediglich die Bebauung ganz im Süden des Neumarkts (heutiges Quartier V Teil 2) wich gegenüber dieser Linie zurück - von dort aus wurde vermutlich auch die Abbildung erstellt, auf der das Gewandhaus in den Neumarkt hineinzuragen scheint. In der Tat handelt es sich aber eher um eine Begradigung dieser Seite des Neumarkts, die den (an sich sehr großen) Platz verkleinert, aber in seiner Wirkung meiner Meinung nach nicht beeinträchtigt.

      Weiterer Aspekt am Rande: Durch das Gewandhaus würde der Platzcharakter des Jüdenhofs verstärkt werden.

      Ein historisches Gewandhaus würde ich daher nicht als Katastrophe betrachten, selbst wenn es wohl schon damals aus städtebaulichen Gründen abgerissen wurde.
    • "GanskeStortSett" schrieb:

      Ich bin etwas unschlüssig hinsichtlich des Gewandhauses. Daß dadurch der gesamte Platz in seiner Anlage beschädigt wird, glaube ich bei einem historisch rekonstruierten Gewandhaus eigentlich nicht.


      Da gebe ich dir Recht. Nur das Gewandhaus wird nicht rekonstruiert. Das ist ja das Problem. Es wird höchst wahrscheinlich ein Glaskasten entstehen. Und das Prisco nicht davor zurückschreckt Glasfassaden am Neumarkt zu errichten, dass sieht man bei seinem QF Projekt. Und er wird sicherlich auch nur die Fassaden rekonstruieren, die von der Stadt gefordert werden und niciht mehr. Sieht man ebenfalls bei seinem QF Projekt. Mit dem heutigen Tag ist die Rekonstruktion des historischen Neumarkts gescheitert. Was bleibt sind wenige willkürlich am Neumarkt verteilte historische Fassaden, um uns (die angeblichen Traditionalisten bzw. Rückwärtsgewandten) zu beschwichtigen. :augenrollen:
    • Na, ganz so skeptisch wäre ich jetzt auch noch nicht.

      Einerseits ist ja gar nicht klar, ob dieser Raum tatsächlich bebaut wird - das Areal war wohl nur als ganzes zu kaufen.

      Andererseits hat Prisco bei den Schauseiten seines Projekts zum Neumarkt hin schon auf hochwertige Fassaden geachtet und sogar mehr rekonstruiert als in den Gestaltungssatzungen vorgesehen.

      Daß an diese herausragende Stelle jetzt tatsächlich etwas grob deplaziertes gebaut wird, halte ich daher für sehr unwahrscheinlich.
    • Ich kann die Aufregung nicht so ganz verstehen. Ich war und bin immer ein Verfechter einer weitestgehenden Reko des Neumarkts gewesen. Aber jetzt den Weltuntergang zu beschwören, obwohl noch nicht mal ein Fassadenentwurf existiert, halte ich für ein wenig überzogen. Ich war auch immer einer der schärfsten Kritiker der Prisco Bauten in der Töpferstraße, aber man muß Prisco zumindest zugestehen, dass er sich zumindest bei den Fassaden zum Platz hin bemüht hat, dem historischen Erscheiniungsbild Rechnung zu tragen.

      Mein Vorschlag wäre, wenn es zu einer Bebauung des Gewandhausareal kommt, einfach die Eckbauten, von denen ja zumindest einer als Leitbau vorgesehen ist, einfach um einige Meter nach vorne zu ziehen, dann bliebe zumindest das historische Erscheinungsbild gewahrt und ein Glaskasten wäre abgewendet. Denn die Eckbauten sind ja immer besonders brisant. Durch sie kann ein ganzes Areal ruiniert werden.
    • Na, ganz so skeptisch wäre ich jetzt auch noch nicht.

      Einerseits ist ja gar nicht klar, ob dieser Raum tatsächlich bebaut wird - das Areal war wohl nur als ganzes zu kaufen.

      Andererseits hat Prisco bei den Schauseiten seines Projekts zum Neumarkt hin schon auf hochwertige Fassaden geachtet und sogar mehr rekonstruiert als in den Gestaltungssatzungen vorgesehen.

      Daß an diese herausragende Stelle jetzt tatsächlich etwas grob deplaziertes gebaut wird, halte ich daher für sehr unwahrscheinlich.



      Sehe ich ähnlich. Anstatt hier groß Trübsal zu blasen, sollten wir uns überlegen, wie die Bebauung zu verhindern wäre und das wird in erster Linie über Briefe an die Verantwortlichen erfolgen.

      Einen Glaskörper a la Braunfels wird es am Neumarkt nicht geben, aber selbst ein traditioneller Neubau wäre negativ für das Platzgefüge Neumarkt.

      Prisco hat im übrigen auch nicht mehr rekonstruiert als er musste. In der aktuellen städtischen Planung sind sämtliche Gebäude zur Neumarkt-Front auch als Leitbauten festgehalten. Hier nachzulesen: dresden.de/index.html?node=31699


      Wie ich auch schon einmal schrieb ist in diesem Quartier nicht nur das GH problematisch, sondern auch der Bereich Galeriestraße. Die GHND schlug vor, den Kulturpalast anzuschrägen, um somit die Galeriestr. zu begradigen und in der Folge weitere Gebäude rekonstruieren zu können.
    • Glaube mir, youngwoerth, es gab von der GHND viele Gesprächsangebote an Prisco/Döring, die aber mit fortgeschrittener Planung des Q1 nicht einmal mehr beantwortet wurden. Wahrscheinlich war es ihnen hinterher einfach lästig, daß sie für ihr großartiges Projekt nicht genug Applaus bekamen.

      Daß sich diese Geschichte wiederholt - gerade Döring soll ein ziemlicher Betonkopf sein (ist wörtlich gemeint) - ist kaum zu ertragen.

      Deswegen: Bürgerentscheid, jetzt
    • man kann einige der hier geäußerten befürchtungen durchaus nachvollziehen. persönlich teile ich diese aber nicht.

      was die fassedengestaltung betrifft, so kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, dass prisco unbedingt darauf aus ist, seine gerade geschaffenen gebäude im barock-ambiente durch einen direkt gegenüberliegenden betonklotz zu entwerten.

      wahrscheinlich wird er, wie hier schon geäußert, einige fassaden nach vorn rücken und die gestaltung der eckgebäude an das ehemals gegenüberliegende hotel "stadt rom" anlehnen. vielleicht nimmt er auch ein paar renaissance-giebel des alten gewandhauses mit auf, was ich aber persönlich als ästhetische störung ansehen würde. denn ich glaube der grund für den abriss ist (neben der baufälligkeit) eher auf die anmutung der fassade als auf die (vorgeschobene) lage des objektes zurückzuführen.

      was die gestalt des neumarktes betrifft, so ist der vorbau schon ein starker eingriff in die bis 45 existierende platzstruktur. allerdings, nicht unbedingt zum nachteil, wie hier bereits deutlich gemacht wurde.
      der neumarkt wird im ganzen seine großzügigkeit behalten, aber durch drei piazzen bereichert, die die gewünschte urbane qualität an den platzrändern noch verstärken. es ergeben sich dadurch schöne verweilbereiche mit platz für straßencafe's u.ä.

      wichtig ist dabei die wiederherstellung des hotels Stadt Rom. nicht nur weil es historisch wertvoll ist, sondern weil es den platz abrunden würde.
    • Was meiner Meinung nach bislang viel zu kurz gekommen ist, ist die Frage, wie bei diesem Areal eine städtebaulich sinnvolle Lösung im Bezug auf die Bebauung an der Galeriestraße gefunden werden kann.

      Hier hat die GHND einen sinnvollen Vorschlag gemacht. Da der Kulturpalast derzeit aber saniert wird, kann ich mir kaum vorstellen, dass man kurz darauf die gesamte Ostfassade wieder einreist.

      Die so entstehende Ecke entstellt das Areal deutlich mehr als die Gewandhausfläche. Vor allem stellt sich die Frage, ob man, ähnlich wie beim Hotel de Saxe, die Brandschutzmauer so gestaltet, dass hier ein späterer Anschluß für einen Eckbau möglich ist, oder ob man eine Endlösung anstrebt und hier Fenster und Fassade vorsieht.
    • was die fassedengestaltung betrifft, so kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, dass prisco unbedingt darauf aus ist, seine gerade geschaffenen gebäude im barock-ambiente durch einen direkt gegenüberliegenden betonklotz zu entwerten.
      Warum nicht?
      Hat er doch in seinem letzten Quartier schon gemacht, siehe Glasdachbau gegenüber der Frauenkirche...

      Die so entstehende Ecke entstellt das Areal deutlich mehr als die Gewandhausfläche.
      Ich finde es bedeutender, dass der Neumarkt nicht entstellt wird!
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!