Quartier VI - Patrizia Immobilien AG (im Bau)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bislang geht es nur darum, ob auf diesem Grundstück überhaupt gebaut werden soll. Was im Falle einer Bebauung dorthin käme, ist völlig unklar. Der Tenor ist ohnehin, dass ein Gebäude dort, egal ob alt oder neu, den NM empfindlich stören würde, weshalb ein solches generell verhindert werden muss.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Das Gewandhaus als solches ist eigentlich ein ganz attraktives Gebäude, das Problem ist nur, daß dadurch der Neumarkt geteilt und die Fassade der Frauenkirche im unteren Bereich verdeckt wird. Daher ist der Wiederaufbau nicht sinnvoll.


      Du verwechselst hier Hauptwache und Gewandhaus. Die Hauptwache ist jenes barocke Gebäude, welches den Neumarkt teilte und das man auf dem berühmten Gemälde von Canaletto sieht (und auf sämtlichen Stollenverpackungen).


      Quelle: neumarkt-dreden.de

      Links das alte Gewandhaus, das den Blick zum Johanneum/Jüdenhof verdeckt und rechts die Hauptwache, deren Wiederaufbau nach dem 7jährigen Krieg verworfen wurde.
    • Das Gewandhaus für sich ist tatsächlich ein wunderschöner Renaissancebau.
      Und lieber würde ich ihn als einen modernen Bau an dieser Stelle sehen.
      Aber die einzig richtige Lösung an dieser Stelle ist es, den Vorkriegszustand wieder herzustellen - welche Argumente
      sprechen denn eigentlich außer wirtschaftlichen Interessen für die Bebauung des Grundstücks?

      Hat die Stadt bzw. Feßenmayr denn jemals fundiert begründet, weshalb diese Fläche "dazugehört" ???

      Falls die Gewandhausfläche bebaut wird, wird es ein moderner Bau !
      Niemand wird dort den ursprünglichen Renaissancebau wiederherstellen.
      Daher wird nach den Vorstellungen Feßenmayr's dort bald die schlimmste vorstellbare Möglichkeit eintreffen (worst case),
      ein zentraler moderner Bau mitten auf dem Neumarkt, zentraler als die Fauenkirche !!!
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • "youngwoerth" schrieb:


      Hat die Stadt bzw. Feßenmayr denn jemals fundiert begründet, weshalb diese Fläche "dazugehört" ???


      Diese Frage habe ich Feßenmayr in meiner Mail von heute auch gestalle, aber ich glaube keum, dass ich eine Antwort bekommen werde. Die Tage werde ich auch die Stadtratfraktionen anschreiben - vielleicht ofert sich ja dort jemand und spricht mit dem gemeinen Fußvolk... Andere Gründe außer dem finanziellen Aspekt sehe ich persönlich nicht.


      Johan, es gab beim "Atelier Neumarkt 2000" Entwürfe, von Schultes oder von Braunfels, der einen Betonkubus mit Glasfassade vorschlug, also langweilige, banale und bewusst zum Neumarkt konträre Architektur.
    • "der_Sauerländer" schrieb:

      Er hat doch einen Grund genannt. Und zwar, dass man die Reste der Stadtmauer sichtbar machen kann. Das Ganze hört sich jedoch sehr nach einem vorgeschobenen Grund an.


      Eben, denn das ist ganz großer "Schmarrn" (sagen das auch die Franken oder nur die Bayern?), weil, wie man weiß, sich außer bei Coselpalais und Kanzleihaus niemand für den Erhalt dieser Altbausubstanz einsetzte. In der Tiefgarage stehen auch nur noch Fragmente der alten Frauentorbrücke herum.

      Die unterirdischen Keller, Mauern oder Gewölbe könnten übrigens auch genausogut von den Gebäuden Neumarkt 13 und 14 (die vor 1945 bzw. nach 1791 den Abschluss zum Neumarkt bildeten) aus begangen werden!!
    • In habe in das folgende Foto, welches ich von neumarkt-dresden.de kopiert habe, den Standort des alten GH eingezeichnet.



      Ich denke, jeder kann sich ausmalen was die Bebauung dieses Areals für die Blickbeziehungen am Neumarkt bedeutet, zumal wenn noch modern bebaut! Von Süden, aus der Moritz- bzw. Kleinen Kirchgasse wäre der Blick auf das Johanneum versperrt und der Neumarkt würde zu einer Straße (Augustusstraße-Moritzgasse) degradiert. Aus der Frauenstraße gehend, müsste man erst um das GH herum, um überhaupt die FK zu sehen bzw. den Neumarkt zu betreten. Der Jüdenhof im Norden wäre fast völlig vom Neumarkt abgetrennt.

      Siehe auch folgender Ausschnitt aus dem Bebauungsplan mit GH-Areal:



      Quelle: dresden.de/index.html?node=31699
    • Deine Bilder verdeutlichen das Problem ganz gut. Was mir noch nicht ganz klar ist, ob das Quartier VI auch definitiv gebaut wird. Das Gewandhaus wird wohl nicht wiederhergestellt, es lag nur zu einem Teil auf dem Areal des Quartier VI (lag es doch, oder?). Wie aber soll die Bebauung aussehen, wenn keine Vorgängerbauten die "Richtung" vorgeben. Eine modernistische, die auf Brüche abzielt kann ich mir nicht denken, eher etwas angepasstes.

      Er findet solche Kontinuität nicht schlecht im Sinne einer zueinander passenden Architektur an diesem Platz, der zu einem der schönsten in Europa werden soll.


      Stichworte: Zueinander passend, Koninuität.
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Prisco ist am Zug!



      EMAILS BITTE AB JETZT DIREKT AN IHN SCHICKEN:


      Im Kontakt-Formularfeld auf q-f.info oder auch direkt an Kai von Dörings Büro (die Emails werden definitiv gelesen): mailto:info@vondoering.com



      (Zitat von Harmonica, der Einfachheit halber :zwinkern: )
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • sowas beeindruckt doch Politiker am meisten


      Nur, dass Politiker jetzt nicht mehr viel zu sagen haben.
      Prisco/Döring werden auf besagtem Gewandhausgrundstück bauen.
      Mit denen muß man reden!

      Falls die Beiden Zeitung lesen, hilft ein Leserbrief natürlich dennoch ;)
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • "youngwoerth" schrieb:

      sowas beeindruckt doch Politiker am meisten


      Nur, dass Politiker jetzt nicht mehr viel zu sagen haben.
      Prisco/Döring werden auf besagtem Gewandhausgrundstück bauen.
      Mit denen muß man reden!

      Falls die Beiden Zeitung lesen, hilft ein Leserbrief natürlich dennoch ;)


      Seh ich genauso. Es ist zu spät. Die Modernisten haben sich durchgesetzt. Priisco kauft doch kein Grundstück, um es dann nicht zu bebauen. Man könnte jetzt nur noch versuchen die Fassaden des historischen Gewandhauses durchzusetzen.
    • Man könnte jetzt nur noch versuchen die Fassaden des historischen Gewandhauses durchzusetzen.


      Richtig :!:


      Was mich etwas wundert, ist, dass die GHND jetzt keine Initiative ergreift - die ganzen letzten (negativen!) Meldungen betreff Quartier 6 sind auf der Seite der GHND erst gar nicht vertreten.
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Das WE war mal wieder so heuchlerisch. Jeder war plötzlich für die Frauenkirche. jeder fand sie schön. Alles war fantastisch. Und in den Medien wurde sogar begeistert davon berichtet, dass der Neumarkt wieder so wird wie er einmal war. Und wenn der Alltag einkehrt, dann wird hinter den Kulissen wieder alles versucht, um den Wiederaufbau des historischen Neumarkts zu torpedieren. Traurig. Dabei fordern wird doch auch moderne Gebäude, nur mit schönen Fassaden. Und wenn moderne Architektur nicht mehr in der Lage ist schöne Fassaden hervorzubringen, dann müssen es nun mal alt bewerte sein. Schluss mit Glasskästen und Betonbunkern! :x wir dürfen uns nicht immer als Traditionalisten diffamieren lassen, die rückwärts gewand sind. Ich glaube Deutsche leiden gerne. Sie möchten sich immer selber zerstören. Deshalb wird versucht alles Schöne zu verhindern. Dabei hat man doch gerade an der Begeisterung der Menschen auf dem Neumarkt in Dresden gesehen, wie sehr man sich nach Schönem zurücksehnt. Wie sagte der Bundespräsident Köhler in seiner Rede: "Diese Bürger hatten Recht! Menschen leben vom Brot, aber eben nicht vom Brot allein."