Potsdam und seine historische Mitte

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Konstantindegeer schrieb:

      Los 4: Für die Schwerfegerstraße 12 würde ich den klassizistischen Bau 4A empfehlen.
      Da muss ich widersprechen, mich hat der Entwurf 4d überzeugt.

      Erstens wegen der Nutzung - unter anderem sollten geförderte Wohnungen sowie Mikroappartments für Studenten eingerichtet werden und zweitens wegen der Architektur. Es wirkt einfach potsdamerischer (vermutlich, weil stark am Vorgängerbau orientiert). Wenn es gelingt, hier wirklich bezahlbare Wohnungen zu schaffen und das mit einer schönen Fassade zu kombinieren, wäre das ein Traum.

      Bild
      "Städte, in denen Leute sich zu Fuß und mit dem Rad bewegen können, werden bessere Orte."
    • Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich in ihrer Ausgabe vom 24.11.2017 mit der Stadtplanung der zukünftigen "historischen Mitte" beschäftigt. Pro Potsdam will ein Angebot für das geplante Karree am Bildungsforum abgeben. An anderer Stelle könnte bereits 2018 gebaut werden.

      pnn.de/potsdam/1236713/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 24.11.2017)

      Nachdem ich davon ausgehen muss das die Gruppierung um Herrn Tomczak auch regelmäßig die Tagespresse verfolgt, müsste man diesen Bericht doch mit Freude zur Kenntnis nehmen. Es entstehen Sozialwohnungen in Potsdams neuer/alter Mitte.
    • Das war doch schon vor einem Jahr angekündigt worden - insofern nichts Neues. Es auch dringend notwendig damit jetzt zu beginnen, weil die Sozialawohnungen 2022, also in 5 Jahren, bezugfertig sein müssen um die Restmieter des Staudenhofes aufzunehmen. Bei den üblichen Abläufen bei der Erstellung von Wohnraum durch öff. Unternehmen sind 5 Jahre schon knapp gerechnet.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Hallo zusammen,
      die InfoBox ist zwar wieder zu, aber damit alle die, die nicht dort sein konnten, einen Eindruck mitnehmen können, was da wie präsentiert wurde, hier eine ganze Reihe von Fotos.

      Zunächst das Holz-Modell, welches nur die Grund-und Aufrisse der Gebäude zeigt zusammen mit den wenigen Leitfassaden, die rekonstruiert werden sollen:



      Im Vordergrund der Block IV, für den es wohl erst im kommenden Jahr für alle sichtbare Entwürfe gibt. Die riesige Mauer im Vordergrund ist die angeschnittene Bibliothek, die aus dem Betonkern des ehemaligen DDR-FH und -Bibliothekbaus entstand. Daran sieht man, wie sehr das Ding gegen die dort entstehenden Gebäude drücken und dominieren wird.

      Jedes der einzelnen Lose konnte separat entfernt und durch die entsprechenden Entwürfe ersetzt werden. Das war einen Besucher nicht gestattet, jedoch die anwesenden Betreuer waren teilweise sehr hilfsbereit.

      Ich empfand es als sehr schwierig, die relativ kleinen Gebäude-3D-Ausdrucke zu erkennen. Das halbtransparente Material, welches nicht mit Farbe behandelt wurde, machte es fast unmöglich, im dortigen Schummerlicht Details auszumachen. Selbst der anwesende Betreuer hatte seine Schwierigkeit, die einzelnen Modelle den Entwürfen zuzuordnen. Zudem liefert der 3D Druck keine überzeugenden Ergebnisse, wenn das Gebäude, wie es schien, immer im Ganzen gedruckt wurde. Hier hätte man besser immer eine Fassade von oben gedruckt, um danach die einzelnen Teile zusammen zu kleben. So gehen viele Details verloren.
      Umso erstaunter bin ich, dass die Fotos anscheinend mehr Preis geben, als ich es dort vor Ort vermochte zu erkennen...

      Zunächst die einzelnen Entwürfe mit den Modellen:



      Leider habe ich wohl nur dieses eine Foto der drei Entwürfe geschossen...



      An die Fugenhäuser und das Los 4 bin ich leider garnicht nah rangegangen...
















































      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • So, damit das nicht eine zu lange Scrollerei wird, ein neuer Beitrag.

      Nun meine Zusammenstellung, wie ich mir das neue Stadtviertel wüschen würde:


















      Gerade fällt mir auf, dass diese Kommandantur seltsam strukturlos und flach erscheint. Sollen die Säulen wirklich durch Pfeiler ersetzt werden?
      Bei meiner Entscheidung bin ich bei den Leitfassaden insbesondere von den "Nebenbauten" ausgegangen, da ich die historische Fassade als gesetzt angesehen hatte. Doch dem ist anscheinend nicht so...?

      Hoffentlich ist das einer Falsch-Entscheidung beim 3D-Druck geschuldet und so nicht gewollt! Dann muss ich mich ganz dringend umentscheiden und wähle 9d. Bitte meinen Stimmzettel ändern!


      ... und die Innenhofgestaltung:







      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • Jetzt folgt noch die Gestaltung, wie ich sie mir nicht wünsche:






















      ...so, was zum Diskutieren...

      Leider war es fast nicht möglich, aufgrund der fest montierten Umgebungsbauten, aus einer menschlichen Perspektive zu fotografieren. Dann hätte ich zu nah an die Gebäude heran gemusst und nur das Eine wäre scharf geworden. So gibt es leider überwiegend nur die für heute zu Entwurfs-Typische unmenschliche Vogelperspektive...

      Grüße

      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • An den Bildern von Luftpost bemerkt man, wie ungeheuer wichtig die Eckbauten sind. Das ist eine Beruhigung.

      Bei den restlichen Bauten sind die Modelle aus der Vogelperspektive wenig aufschlußreich, da sich der Mensch im Regefall nicht fliegend fortbewegt. Da sind die Renderings schon aufschlußreicher.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Hallo Kralle,

      das ist einer der 3 Fugenbau Entwürfe. Ein Entwurf mit ausschließlich Glasfassade, der nächste mit FH-Sternen und Flachdach, da wähle ich lieber den 3. Auch mit FH-Sternen (finde ich von der Idee her ok) aber wenigstens in Hausstruktur, also Spitzdach...

      Grüße Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Hier noch der kleine Hinweis, dass in der Gewichtung der Auswahlkommission die Architektur nur 50% ausmacht. Die andere Hälfte wird durch die Nutzung bestimmt, die in der Ausstellung der Stadt anonymisiert war. Da war nur etwas über Gewerbe/Wohnen zu erfahren, in einem Ausnahmefall ist den Austellern ein "haus für die Musik" durchgerutscht. Einige Gastronomien konnte man auf den Renderings erkennen; in den Geboten wurde jedoch in der Regel schon ein konkreter Pächter genannt.

      Hinter den Kulissen bauen die Nutzer schon ordentlich Druck auf die Auswahlkommission auf. Seit heute auch die Genossenschaften mit ihren Gebot für ALLE Lose, dass sie in der MAZ als "einen in sich stimmigen Mix aus Wohnen und Gewerbe“ bezeichnen. Schon in der Auswahl des Bieters um das Areal des Einsiedlers ging es weniger um Architektur als um die Nutzung. Beim Einsiedler hat die Stadt die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) begünstigt, deren Aufsichtsratschef Oberbürgermeister Jakobs selbst ist und die an der stadteigenen Immobilienholding Pro Potsdam, zu den auch der Sanierungsträger der Mitte gehört, mit 10 % beteiligt ist.

      Deshalb vermute ich, dass das Hauen und Stechen um die Voten der Auswahlkommission, die sich am 5/6.12. und nochmal zwei Wochen später treffen, gerade im Hintergrund stattfindet.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Neu

      Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) und Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) haben sich am 08.12.2017 mit den Entwürfen für die geplanten Neubauten in der Potsdamer Mitte beschäftigt. Die Finalisten des Auswahlverfahrens für das Karree auf FH-Areal stehen fest – die Entwürfe sind seit Sonnabend öffentlich in der Roten Infobox am Alten Markt ausgestellt.

      pnn.de/potsdam/1240690/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 08.12.2017)

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…eues-Wohnviertel-aussehen
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 08.12.2017)

      Aufgrund der vorgelegten Entscheidungen (siehe Bildergalerie) könnt Ihr nun sehen ob euer Entwurf auch weiterhin im Rennen ist.
    • Neu

      Trotz der Auswahl fallen wieder solche dümmlichen Sätze:

      B. Rubelt schrieb:

      Der Anspruch ist nicht die Barockisierung, sondern eine zeitgenössische, klare Formensprache
      War der Barock - gerade in seiner Potsdamer Ausformung - keine "klare Formensprache"? Warum muss zeitgenössisch "klar" also aus seiner Sicht wohl möglichst reduziert bedeuten?
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller