Potsdam und seine historische Mitte

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      Na, ist für heute erstmal geräumt. Für Potsdamer Verhältnisse war echt was los in der Stadt. Knapp 200 Unterstützer sassen vor der FH auf Stühlen und Sofas (darunter viele Jungendliched, die sicher nicht Studenten waren). Bei der Räumung reichte es aber nichtmal zum raustragen - gingen alle von allein und zeigten ihre Ausweise. Das Spielchen kann man ja noch ein paarmal machen, wenn die Polizei nicht die Rechnung für den Einsatz zustellt.
      "Modernität kann im Gewande der Vergangenheit hervortreten. Das ist eigentümlich für alle Renaissancen." Jacques Le Goff
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      Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) und Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) haben sich am Tag nach der Besetzung der Fachhochschule (FH) erneut mit dem Thema in einem Artikel befasst. Nach der Räumung der Potsdamer Fachhochschule am Donnerstagabend ist es in der Nacht ruhig geblieben. Die Polizei ist weiter mit vielen Beamten präsent. Die Abrissgegner wollen weiter protestieren und haben bis zum Sonntag mehrere Veranstaltungen angemeldet.

      pnn.de/potsdam/1200273/
      (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 14.07.2017)

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…gen-FH-Abriss-geht-weiter
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 14.07.2017)

      maz-online.de/Lokales/Bilderga…-in-Potsdam#n24479945-p25
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 14.07.2017)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Meister Lampe ()

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      Kralle schrieb:

      Wenn sich die Potsdamer Behörden diese Unverschämtheiten gefallen lassen und diese Typen wieder mit Samthandschuhen anfassen (was zu befürchten ist) wir man statt eines lebendigen neuen Stadtquartiers eine quadratmeterreiche, versiffte "Gelbe Flora" bekommen und damit ein Ärgernis und Problemfleck auf Jahre. Durchgreifen, Politiker! :aufdenkopf:
      So ist es und ich denke, dass die Ordnungskräfte hier ganz bewußt nicht allzu lange gewartet haben, bis sich auch in Potsdam eine "Rote bzw eben Gelbe Flora" bildet.

      Die einzige Medizin in so einem Besetztungsfall ist ein schnell wirkendes "Abführmittel" namens Polizei zur Dekontaminierung der und in diesem Fall "Darm-Flora" ;-))))
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Exilwiener ()

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      Wie nicht anders zu erwarten ,kündigt die Linke Szene weitere Aktionen an.
      Mein Eindruck ist,wenn diese Leute so Hardnäckig sich für die FH einsetzen ,muss ein Eigennutz dahinterstecken.Der Erhalt von DDR Bauten wird nur vorgeschoben ,meine Vermutung,diese Hitzköpfigen Linken Aktivisten wollen die FH für sich zu einem "Künstlerhaus"umnutzen,ähnlich wie beim RZ.Und das noch in 1A Stadtlage.
      Aber auf solche Nutzer am Alten Markt kann die Stadt verzichten.
      Naja,irgendwann wird diesen Leuten mal ihr ganzes Eigensinnige Verhalten auf die Füße fallen.
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      Der Potsdamer "Schwarze Block" ??

      Herr Thomczak und seine "Aktivist*innen" im Kampf für den Erhalt der Gelben Flora gegen die Imperialisten und ihre kleinbürgerlichen Helfershelfer:


      (wie der Titel des Videos aus der Szene schon verdeutlicht, schuld sind natürlich wie immer die "Bullen"....)
      :gehtsnoch: :gehtsnoch:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kralle ()

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      Zumindest scheinen die Herrschaften in ihrer eigenen Welt zu leben. Es sind immer die gleichen 30 Leute, die fortwährend die gleichen Forderungen erheben und - obwohl die SVV einen Teil der Wünsche erfüllt hat und in die Neubauplanungen Sozialwohnungen integriert und ihnen das Rechenzentrum zur Verfügung gestellt hat - keinen Millimeter zu irgendeinem Kompromiß bereit sind.

      Die Argumente wür den Erhalt der FH werden, wenn man die sozialen Medien liesst, immer bizarrer. Dass der Bau eine Inkunabel der Nachkriebsmoderne ist war uns ja schon klar. Dann kann man das asbestverseuchte Haus locker für 1.600 Euro pro qm zu Wohnen oder Räume für Kreative umbauen (alle Bauvorschriften inkl. EnEv werden einfach mal nicht beachtet). Plötzlich hat die FH die "gleiche Kubautur wie das Stadtschloß" und passt deshalb mit seiner Länge, die die Glienicker Brücke übertrifft, perfekt in die kleinteilige Altstadt. Neu ist der Vorteil der breiten Aufmaschstraße Friedrich-Ebert-Straße, dem so viele historische Bausubstanz weichen musste. Das ist eine Frischluftschneise, "damit es nicht stickig heiß in den engen Innenstadtstraßen wird". Im Internet fragen die Neudenker wer sich für 5 bis 6 Euro Miete für Räume in der FH interessieren würde und verkünden hernach einen naturgemäß irrwitzig hohen "Bedarf an Kreativflächen". So geht das in den Potsdamer Medien tagaus, tagein.

      Im Effekt wage ich zu vermuten, dass die Aktionen die Lebensdauer der FH eher verkürzen. Das Gebäude ist seit gestern stillgelegt und bewacht. Wahrscheinlich tagen hinter den Kulissen Arbeitsgruppen, wie man die Hütte so schnell wie möglich abreisst. Mein Tipp ist aber, dass das öff. Vergaberecht oder etwas ähnliches gegen ein Vorziehen des Abbruchs spricht. Wir werden es erleben...
      "Modernität kann im Gewande der Vergangenheit hervortreten. Das ist eigentümlich für alle Renaissancen." Jacques Le Goff
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      Konstantindegeer schrieb:

      Im Effekt wage ich zu vermuten, dass die Aktionen die Lebensdauer der FH eher verkürzen. Das Gebäude ist seit gestern stillgelegt und bewacht
      Jop, ironischweise hat diese Aktion auch den Studenten geschadet. In dem FH-Gebäude fanden jeden Tag verschiedene Sportkurse statt, die jetzt ausfallen oder in kleine Noträume verlegt werden mussten.

      Was mich an der Aktion besonders annervt, ist die Falschheit mit der seitens der Befürworter argumentiert wird. Es kursiert ja ein Flyer, auf dem die Gebäude der DDR-Moderne aufgezählt sind, welche bereits abgerissen wurden oder zur Disposition stehen - was auf diesem Flyer aber nicht gezeigt wird, sind die ganzen Wohngebäude, welche sich ostwärts des Alten Marktes erstrecken, das Krankenhaus und alles an der Breiten Straße/Zeppelinstraße. Diese DDR-Gebäude, die nciht abgerissen werden, werden gefließentlich unterschlagen.
      "Städte, in denen Leute sich zu Fuß und mit dem Rad bewegen können, werden bessere Orte."
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      Kralle schrieb:

      Herr Thomczak und seine "Aktivist*innen" im Kampf für den Erhalt der Gelben Flora gegen die Imperialisten und ihre kleinbürgerlichen Helfershelfer...
      Ich frage mich ja stets, warum es den Leuten nicht irgendwann zu langweilig wird, die immer gleichen Rituale durchzuführen. Immer wieder die Polizei zu provozieren, bis diese tätig wird, und dann zum jammern oder hysterisch herumzukreischen: "Der hat mich an den Haaren gezogen..." Das ist so geistig stumpf und ermüdend...

      Aber, dann denke ich, dass es womöglich menschlich ist. Viele Leute machen ja tagein tagaus das Gleiche. Sie gehen jeden Abend in die gleiche Kneipe, trinken da ihr Bier, erzählen stets die gleichen Witze, regen sich über die gleichen Leute auf... Der Unterschied ist wohl, dass sich die Normalbürger bei ihren Alltagsritualen nicht so intellektuell und moralisch überlegen wähnen. Sie agieren eben in der privaten, nicht der politischen Sphäre.

      Kleine Anekdote übrigens. "Kralles Video" verweist auf ein Video zur FH-Besetzung, in der "Linken"-Chef Hans-Jürgen Scharfenberg eine Stellungnahme abgibt (ab 00:35).
      youtube.com/watch?v=si4HaAWxLsA

      Ich sah nur seinen Kopf und fragte mich zuerst, ob nun der NPD-Politiker Udo Voigt auch noch beim Streit um die FH mitmischt und interviewt wurde...
      Siehe z.B. hier: youtube.com/watch?v=NXJw2lGHuCo


      Eine gewisse Ähnlichkeit im Aussehen kann man nicht leugnen, oder? :lachentuerkis:
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      Wurscht.
      Ich denke, die Bürgerschaft ist sich nach 25 Jahren wenn auch nicht mit Ellenbogen nach außen, aber doch einig, daß stadtentwicklungsmäßig die alte FH mitten in Potsdam einfach falsch lokalisiert ist, und daß auf diesem Areal kleinteiligere Häuser hinsollten.
      Es liegt an der Stadt, dieses nun anzugehen, zunächst mit dem Abriß, denn weitere Verzögerungsversuche untergraben die Entscheidung der Bürgerschaft.
      Bei aller Sympathie für jugendliches Engagement und Nostalgie für Hausbesetzungen (die in den 80er Jahren viel Substanz bewahrt haben!), hier ist es einfach fehl am Platz.
      Ja, ich finde die alte FH auch kein häßliches Gebäude, für 60er/70er Jahre ist es recht ansehnlich.
      Aber es ändert sich immer mal der "Stadtpol", wo die Stadt weiterwächst und wie.
      Zu DDR-Zeiten bewegte sie sich immer mehr nach Westen, und die Innenstadt wurde mit Schneisen und Großgebäuden ausgedünnt. Inzwischen ist das Zentrum wieder mehr mittig und die Kleinteiligkeit wird wieder zurückgeholt.
      Die alte FH ist einfach zu vorstädtisch-großklotzig für dieses Areal in der heutigen Zeit.
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      Es wurde glaube ich schon einmal in einen Beitrag angerissen. Der Abriss oder auch eine Sanierung der Fachhochschule (FH) könnte teurer werden, als veranschlagt. Nach MAZ-Informationen ist das Gebäude hochgradig mit giftigem Asbest verseucht. Zudem wurden weitere giftige Substanzen in dem Gebäude gefunden. Freigesetztes Material kann sogar die Lungenbläschen beschädigen und wirkt krebserregend.

      maz-online.de/Lokales/Potsdam/…sdam-mit-Asbest-verseucht
      (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 17.07.2017)

      Sollte also Herr Tomczak und seine dufte Truppe die Fachhochschule erwerben, müsste diese das Gebäude sanieren und den Asbest entfernen lassen. Es hilft dann nicht sich publikumswirksam an die Fassade zu ketten und mit Pinsel und weißer Farbe zu spielen.
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      Ich darf nochmals daran erinnern, dass folgende Fraktionen der SVV in diesem Jahr für den Abbruch der FH gestimmt haben, die über 90 % der Wähler repräsentieren:

      - SPD
      - CDU/ANW
      - Grüne
      - FDP
      - Bürgerbündnis
      - Potsdamer Demokraten
      - Die Linke

      Dagegen haben gestimmt:

      - Die Anderen (7,9 % der Wählerstimmen).

      Die Stehenbleiber argumentieren heute in einem Netzbeitrag wie folgt: "Wer an echtem Konsens nicht interessiert ist, braucht Hundertschaften, um sogenannte "Mehrheitsentscheidungen" durchzusetzen. Im Ergebnis werden die, die vorher systematisch überhört wurden, jetzt mit Polizeigewalt konfrontiert. Traurig."

      Da braucht man wirklich nichts mehr hinzuzufügen.
      "Modernität kann im Gewande der Vergangenheit hervortreten. Das ist eigentümlich für alle Renaissancen." Jacques Le Goff
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      Das ZDF hat einen Kurzfilm zu der Hausbesetzung der FH-Potsdam duch die Linksextremen veröffentlicht:
      zdf.de/nachrichten/heute-in-de…e-fachhochschule-100.html

      Der erste Satz "Hausbesetzung als Protest" und am Ende "eine Stadt für alle dafür haben sie protestiert..."Typisch für den Staatsfunk: das Gegenteil von objektiv...
      Um zur Facebookseite des Ortsverbandes Saarbrücken zu gelangen klickt mich !
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      "Stadt für Alle" ist ein relativ neues linksradikales Konzept, dass überall mit Graffiti-Schmierereien gegen Wohnbauten für Normal- und Besserverdienende Aufmerksamkeit zu erreichen versucht. Zudem treten die natürlich für ungehinderte Migration und gegen Platzverweise für Junkies, Trinker, Penner ein. Sämtliche staatlichen Ordnungsmaßnahmen werden abgelehnt, stattdessen ein asozialer Radikal-Anarchismus propagiert (natürlich nur, so lange man selbst nicht negativ betroffen ist). Ausnahme: "Nazis", "Rassisten", "Sexisten", "Bonzen", "Rechtspopulisten" usw. Für diese Gruppen gilt das "alle" natürlich nicht. Die sollen "raus" aus der linken Stadtidylle.

      stadt-fuer-alle.net/

      merkurist.de/frankfurt/gegen-w…l-stadt-fuer-alle-hin_Q9I

      stadt-fuer-alle-bochum.net/

      interventionistische-linke.org/tags/stadt-fuer-alle
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      Finde das Gebäude wirklich grauenhaft hässlich und soll schnellstens verschwinden. Niks Sanierung, dass Geld wird dann einfach weggeschmissen. Kommunisten haben D. wie 2. WK versaut und zu vieles unersetzliches abgebrochen.

      Weil Architekten (Ausnahmen sind rar wie Andreas Hummel, Stuhlemmer) immer nur Zeitgemäss (= Funktionel und Einfach) entwerfen können) gehören sie allen zum Feind der ehemalige grossartige und prachtvolle Deutsche Städtebau.

      Kompromisse gibt es dann von der Patschkes, aber bin gar nicht imponiert von ihr Kompromissbauten, obwohl die erträglich sind. Klassich schöne und originelle Bauten gibt es nur sehr selten. Meisten Bauten sind Kitschig (z.B. in Baku) oder wenig fein proportioniert. Die Zeit vor 1800 und 1905-1940 bleibt für mich das hohepunkt der D. Baukunst.
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      Hallo Konstantin,
      ich fürchte, wir tun den Klassiker gerade Unrecht, da kein Deutsch -Muttersprachler dahinter steckt. Ich habe gerade mal die anderen Beiträge quer gelesen. Und die deuten nicht auf Mundart oder Legasthenie, sondern ein grundsätzlich anderes Sprachverständnis hin...

      Insofern : Willkommen im Forum.
      Grüße
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.