Das Dresdner Schloss

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    • Mich wundert weiterhin, dass der Denkmalschutz den Mischmasch aus verschiedenen Zeitepochen mitmacht. Gegen das Hotel de Saxe wird gewettert, dass das Gebäude bereits zum Zeitpunkt der Bombardierung nicht mehr existierte und beim Schloss restauriert man Sgraffitos im großen Innenhof aus der Renaissance.
    • @harmonica

      War es nicht so, dass diese Restaurierung schon zu DDR-Zeiten gestartet (und somit schon in den frühen 80er Jahren geplant) wurde?

      Inwieweit die damalige Entscheidung richtig war, sei dahingestellt, aber man sollte jetzt konsequenterweise weitermachen und nicht irgendwo "mittendrin" aufhören...

      Klar sind die Sgraffitti eher "pseudoauthentisch", aber schön sind sie allemal... :zwinkern:
    • "Bert" schrieb:

      ...aber schön sind sie allemal... :zwinkern:

      Das ist meiner Meinung nach entscheidend.

      Ich habe jetzt am Wochenende diesen "Star Wars"-Film gesehen, mit der im Computer geschaffenen Hauptstadt von Naboo.
      Daran können sich diese geistig verzwergten Architekur-Ideologen mal ein Beispiel nehmen!
    • "Kindvon2dresdnern" schrieb:

      Daran können sich diese geistig verzwergten Architekur-Ideologen mal ein Beispiel nehmen!

      Dumm nur, dass sie schon zur bösen Seite der Macht übergewechselt sind! :lachen:

      Damit ließe sich zur Not noch leben,
      aber ein Großteil der "modernen" Architektur sieht eher nach "Wir sind Borg! Widerstand ist zwecklos!" aus.
      :weinen:
    • "Harmonica" schrieb:

      Ich habe gestern in einem Dresden-Reiseführer gelesen, dass nur etwa die Hälfte der Exponate des Grünen Gewölbes im Albertinum ausgestellt waren. Steht im Schloss nun mehr Platz zur Verfügung oder werden die Exponate 1:1 umgesetzt?

      Das Albertinum war nur Provisorium.
      Da waren auch weiße, schmucklose Wände zwischen den Vitrinen.
      Man kann das eigentlich nicht vergleichen.

      Und trotzdem war man auch dort schon als Besucher überwältigt.
    • Hat vielleicht einer der Dresdner Lust, mal eine Galerie des Grünen Gewölbes zu machen? Da war heuet ein Bild in der Zeitung, das wirklich Lust auf mehr macht... :)
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Darf man das überhaupt ohne Fotoerlaubnis ablichten? Den Fotos zufolge besteht es fast nur aus Spiegeln und Stuck... aber äußerst beeindruckend. Schön, dass man sich hier zu einer Reko hat hinreißen lassen.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • "Booni" schrieb:

      Darf man das überhaupt ohne Fotoerlaubnis ablichten? Den Fotos zufolge besteht es fast nur aus Spiegeln und Stuck... aber äußerst beeindruckend. Schön, dass man sich hier zu einer Reko hat hinreißen lassen.


      Da brauchte man nicht viel rekonstruieren. Die Räume des grünen Gewölbes überstanden wie durch ein Wunder die Bomebnangriffe. Ich bin mal gespannt, ob ein paar der wirklich prunkvollen Räume(Thronsaal, usw....) in den anderen Teilen des Schlosses rekonstruiert werden, denn die wurden leider völlig vernichtet. Bloss ein paar Reste der englischen Treppe existieren noch.
    • "saibo" schrieb:

      "Booni" schrieb:

      Darf man das überhaupt ohne Fotoerlaubnis ablichten? Den Fotos zufolge besteht es fast nur aus Spiegeln und Stuck... aber äußerst beeindruckend. Schön, dass man sich hier zu einer Reko hat hinreißen lassen.


      Da brauchte man nicht viel rekonstruieren. Die Räume des grünen Gewölbes überstanden wie durch ein Wunder die Bomebnangriffe. Ich bin mal gespannt, ob ein paar der wirklich prunkvollen Räume(Thronsaal, usw....) in den anderen Teilen des Schlosses rekonstruiert werden, denn die wurden leider völlig vernichtet. Bloss ein paar Reste der englischen Treppe existieren noch.


      Auch nachzulesen hier:
      Hier wird alles zu Gold
      Dresden feiert 800 Jahre Stadtgeschichte und beschenkt sich mit dem restaurierten Grünen Gewölbe
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • @ saibo
      Das stimmt nicht.
      Die Hälfte der jetzt rekonstruierten Räume - nämlich die zum Hof hin gelegenen - wurde im 2.WK völlig vernichtet. Auch von der Innenausstattung der übrigen konnten nur wenige Elemente der Wandverkleidung rechtzeitig ausgelagert werden.
      Nur ein Saal - entweder das Bronzezimmer oder der Pretiosensaal (weiß ich jetzt nicht genau *schäm*) überstand den Krieg unbeschadet.
      Insofern ist die jetzige Rekonstruktion schon eine beachtliche Leistung.
      Zur Ausstellung über die deutsche Denkmalpflege (letztes Jahr im Schloss) hieß es übrigens, dass als nächstes wohl bald der Thronsaal drankommen wird. Dessen Ausstattung ist in der Tat fast vollkommen erhalten und wartet im Depot auf ihre Auferstehung.
    • Aus dem Artikel:
      "Schon zu DDR-Zeiten, im Jahre 1964, hatten die Dresdner mit der Restaurierung der Räume im ausgebrannten Schloß begonnen, um nie einen Zweifel aufkommen zu lassen, daß sie am Wiederaufbau des gesamten Renaissancepalastes festzuhalten wünschten. Jetzt sind die spiegelnden, blitzenden Kabinette in minutiöser Rekonstruktion mit einem Kostenaufwand von 45 Millionen Euro wiedererstanden - ein Wunderwerk der Handwerkskunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Allein die Spiegelfläche umfaßt 490 Quadratmeter. Die vergoldeten Leisten haben eine Länge von zweieinhalb Kilometern. Zwar werden die eigentlichen Schätze erst im Herbst an ihren angestammten Platz zurückkehren, aber die edle Fassung ist ein Kunstwerk für sich."
      und
      "1942 wurden die Kunstwerke auf die Festung Königstein ausgelagert. Die kostbaren Raumausstattungen aber blieben im Schloß. Sie überstanden den Brand des Schlosses unbeschadet - die dicken Mauern schützten sie perfekt."
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    • "Reinhold" schrieb:

      @ saibo
      Zur Ausstellung über die deutsche Denkmalpflege (letztes Jahr im Schloss) hieß es übrigens, dass als nächstes wohl bald der Thronsaal drankommen wird. Dessen Ausstattung ist in der Tat fast vollkommen erhalten und wartet im Depot auf ihre Auferstehung.


      Oh, tolle Neuigkeit. Das waere ja fantastisch. Ich hoffe, dass auch noch weitere Raeume in den naechsten Jahren rekonstruiert werden.

      Ich wuensche mir, dass sich Dresden architektonisch zum zweiten Muenchen entwickelt.. Aber dazu muesste man irgendwann dass staedtebauliche Konzept des Neumarkts auf die ganze Stadt ausweiten. Vielleicht geschied das eines Tages. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      Meiner Meinung nach muesste man die Stadt in mehrere Bereiche aufteilen und ganz klar vorschreiben, wie gebaut werden soll bzw. darf(z.B. am Wiener Platz modern, am Pirnaischen Platz Rekonstriuktionen und am Postplatz kritische Rekonstruktionen, usw...).
    • Ich hab mich nochmal kundig gemacht. (stand übrigens auch in der heutigen Ausgabe der FAZ)
      Juwelenzimmer, Elfenbeinzimmer und Wappenzimmer sind vollständige Rekonstruktionen, da die Originalräume 1945 durch das durch die hofseitigen Fenster eindringende Feuer vernichtet wurden.
      Die zur Außenseite des Schlosses hin gelegenen Räume Weißgoldzimmer und silbervergoldetes Zimmer sind zu ca. 2/3 Original. Hier verbrannten lediglich die Wandverkleidungen der Fensterwand. Allerdings litten die erhaltenen und später ausgelagerten Vertäfelungen der übrigen Wände durch jahrzehntelange unsachgemäße Lagerung und waren arg vom Schimmel angegriffen.
      Am vollständigsten in ihrer Originalsubstanz erhalten sind Preziosensaal und Eckkabinett. Hier musste man nur wenig ergänzen. Der Hit ist natürlich die restaurierte Renaissancestuckdecke des Preziosensaales. Ich liebe ja Grotesken.
    • "Zeitschichten" nannte sich die Ausstellung übrigens. War sehr informativ und sehr gut gemacht. Durch große Glaswände konnte man da die Restaurierung des Grünen Gewölbes beobachten.
      Georg Milbradt meinte zwar die Wiederherstellung der Räume der Belle Etage wäre eine "Generationenaufgabe", aber bei der Englischen Treppe und dem Thronsaal scheint man wohl Ausnahmen zu machen.
      Erstere ist noch recht gut in situ erhalten und zu letzterem habe ich ja schon geschrieben. Zur Zeit präsentiert er sich noch als großer Raum mit nackten Ziegelwänden und Betondecke. Lediglich einige Reste der Marmordekoration sind noch hier und da an den Wänden auszumachen. Aber wie schon gesagt: Die frühere Innenausstattung ist vollständig erhalten und wartetauf ihre Wiederverwendung.
      Ich hoffe ja auch auf eine Wiederherstellung der Deckengemälde Louis de Silvestres. Von denen existieren auch noch alte Farbfotos, die eine Rekonstruktion problemlos ermöglichen sollten.