Hauptbahnhof, Humboldthafen & Umfeld

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    • Auch der Spiegel befasst sich mit dem Thema:

      http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,418239,00.html\r
      www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... 39,00.html

      Laut dem Kölner Baukonzern Strabag haben allein Roh- und Ausbau des gläsernen Gebäudes 600 Millionen Euro gekostet.


      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,418006,00.html\r
      www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 06,00.html

      Er baute den neuen gefeierten Berliner Hauptbahnhof, aber mit dem Ergebnis ist er nicht glücklich: Star-Architekt Meinhard von Gerkan beklagt im Interview mit SPIEGEL ONLINE das mangelnde ästhetische Bewusstsein von Bahnchef Mehdorn und die unnötigen Abweichungen von seinem Entwurf.
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Bin über das wochenende in Berlin und war gerade schon am neuen hbf,
      also ich finde unseren in Düsseldorf schöner, trotzdem:
      Wer den hbf von der Ferne aus sieht, kann sinen Blick für einen Moment nicht von ihm lassen. Sowas kann nur in Berlin entstehen, und der satz kann negativ wie auch positiv gesehen werden...ich rate allen: Ab nach Berlin.
    • Im Hochsommer muß dieser Bahnhof ein Treibhaus und unzumutbar sein. Es sei denn da drin laufen den ganzen Tag monströse Klimaanlagen, und die verbrauchen jede Menge Energie, das kann ich als Umweltfreund auch nicht gutheißen.


      So viel zum Thema moderne Architektur und Funktionalität. Wie abgenehm kühl ist es im Sommer dagegen in den guten alten steinernen Bahnhöfen...
      Ich frage mich, wann der Zeitgeist sich endlich von dem gläsernen Wahn verabschieden wird.
    • Naja, is mal was neues. Ich denke, der größte Bahnhofsneubau der letzten 80 Jahre mindestens in Deutschland.
      Den alten Lehrter Bahnhof fand ich schöner. Und dass man den historischen denkmalgeschützen Lehrter Stadtbahnhof nicht integrieren konnte ist ein Armutszeugnis der Planer.
      Die historischen Bahnhofshallen von Ostbahnhof und Bahnhof Zoo sind auch schöner als die neue... aber immerhin, endlich mal wieder eine Bahnhofshalle.
      Insgesamt finde ich den Bau aber zu gläsern, die Bügelbauten hätten auch nicht sein müssen, zu einfallslos. Ich finde, der Bau beeindruckt nur nachts... und tagsüber vielleicht durch seine Masse.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Also das Glasdach beeindruckt aus Richtung Regierungsviertel auch tagsüber. Allerdings führt die Verstümmelung doch zu einer deutlichen Disharmonie.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • also ich find den bahnhof egtl auch echt gut, auch wenn ich ihn (fertig) noch nicht live sehen konnte...mir gefällt dass prinzip der bügelbauten, dass sie die kreuzenden trassen an dieser stelle verdeutlichen...auch wenn sie selber recht langweilig, und möchte beinahe sagen..hässlich sind. die abgerundete überdachung der gleise find ich aber im gegensatz dazu super...schön nicht rechtwinklig. da gefällt mir auch das glas. aber nen bissl stein, so als sockel oder ähnliches, käm auch nich schlecht..
    • Ja, ich finde den neuen HBF auch in Ordnung, lehne moderne Architektur auch nicht grundsätzlich ab. Schade nur, dass Bahnchef Mehdorn aus Kostengründen Einfluss in die Gestaltung genommen hat, so dass der Bahnhof doch nicht so prunkvoll geworden ist wie er hätte werden sollen. GMP ist zurecht ziemlich sauer deswegen und soll rechtliche Schritte gegen die Bahn eingeleitet haben. Ich verstehe auch nicht, warum man der Bundeshauptstadt nicht ein bisschen Prunk gönnt. Da hätte man doch eher bei der Sanierung des Ostbahnhofs und Alexanderplatz ein wenig sparen sollen.
    • Ich habe den Bahnhof bisher nur als Baustelle gesehen. Anhand dieser Eindrücke und der Bilder, die jetzt zu sehen sind, finde ich den Bahnhof gesichtslos. Sicherlich beeindruckend, wahrscheinlich vor allem von innen, aber zumal im Äußeren ohne Gesicht. Die Bügelbauten sind doch nur langweilige Bürobauten, die auch am Stadtrand von Frankfurt stehen könnten. Wahrscheinlich ist das ganze Projekt ohnehin überdimensioniert, weil man in der Planungsphase von einer wachsenden Stadt mit 5 Mio. Einwohnern ausging. Stattdessen hat man nun aber eine schrumpfende Stadt mit etwas über 3 Mio. Einwohner und ohne vitale Wirtschaft. Glas ist beeindruckend und hat durchaus seine Reize, aber nur eine Kombination mit einer Steinfassade hätte dem Gebäude meiner Meinung nach Charakter geben können.

      Ich befürchte auch, daß die verwendeten Materialien schon in wenigen Jahren typische Alterserscheinungen zeigen werden, die dann aufgrund von Kosteneinsparungen nicht beseitigt werden können. (Vielleicht reicht das Geld dann auch nicht mehr dafür, die Glasfassade zu putzen.)

      Möglicherweise werde ich meine Meinung ändern, wenn ich das fertiggestellte Gebäude sehe.
    • Nichts gegen Berlin, ohne Frage eine faszinierende Stadt, aber die ganze Hauptstadtaufregung und der Zentralismusquatsch der letzten fünfzehn Jahre ist schlicht lächerlich. Deutschland hat nun mal keine historische Hauptstadt und ich weiß nicht warum das solche Komplexe zu bereiten scheint.
      Nun also das neueste Monument des deutschen Minderwertigskeitskomplexes, der Hauptstadthauptbahnhof, der inmitten seiner Brache auf sechs Millionen Einwohner wartet. Begeistert als 'größter Kreuzugsbahnhof Europas' gefeiert, wie gut daß man sich noch rechtzeitig einen Neologismus ausgedacht hat um wenigstens mit irgendeinem Superlativ aufwarten zu können. Sollte die Bahn hier tatsächlich einen 'europäischen Verkehrsknotenpunkt' schaffen wollen ist mir nicht klar, wie sie das anstellen will, dafür ist diese bessere S-Bahnhaltestelle schon jetzt drei Nummern zu klein. Dafür werden in den historischen Berliner Bahnhöfen ab jetzt nur noch Regionalbahnen halten damit wenigstens irgendjemand am Hauptbahnhof aussteigt, laut Züricher Zeitung sorgte man sich um die Vermietung der neuen Einzelhandelsflächen.
      Jetzt warte ich nur noch darauf, daß die Deutsche Bücherei und die Deutsche Bibliothek dichtgemacht werden und wir in der Hauptstadt endlich einmal eine ordentliche Nationalbibliothek bekommen wie alle anderen auch.
    • Die Bahnhofssituation war in Berlin wirklich nicht optimal, die Streckenführung auch nicht. Etwas besser ist es jetzt. Man sollte ihn nur nicht so als den Nabel der Welt feiern. Er ist ein zentraler Kreuzungsbahnhof (mit interessantem Dach) - nicht mehr, nicht weniger.
      Da sollte man vielleicht auch nicht auf Marketing-Phrasen hereinfallen.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • Ich habe mir gestern den neuen Berliner Hbf mal angesehen. Es stimmt, dass die Überdachung auf der Ostseite wie amputiert wirkt und so den Bahnhof vom Kanzleramt etwas unsymmetrisch erscheinen lässt. Insgesamt hat mir der Bahnhof aber sehr gut gefallen, trotz oder gerade wegen der doch imposanten Glasarchitektur. Mir fiel aber der Bahnhofsvorplatz sehr negativ auf: eine riesige zubetonierte Fläche ohne die Andeutung eines Baumes. Ist das eine moderne Unsitte, dass man bei einer Platzgestaltung zunehmend keine Bäume einplant? Mir ist das am Dresdner Bahnhofsvorplatz, dem Wiener Platz auch schon aufgefallen. Gerade Bäume und Beete erzeugen doch Verweilqualität.