Köln - Domplatte und Dom

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    • Kardinal Meissner hat die Richter'schen Fenster laut FAZ von heute folgendermaßen kritisiert:

      „Das Fenster passt nicht in den Dom. Es passt eher in eine Moschee oder ein Gebetshaus“, sagte der Erzbischof am Rande der Caritas-Schiffstour „Alt und Jung in einem Boot“ in Düsseldorf dem „Express“: „Wenn wir schon ein neues Fenster bekommen, dann soll es auch deutlich unseren Glauben widerspiegeln und nicht irgendeinen.“


      Der wie üblich vernagelte Feuilletonist der FAZ kommentiert das wie folgt:
      So aber bedient er altbackene Vorurteile, die dem Werk eine metaphysische Dimension absprechen, die es schon bei seiner Weihung, an der Meisner nicht teilnahm, aufscheinen ließ: In Richters Fenster kommt ein mittelalterliches Lichtverständnis zum Tragen, das das Prinzip der Diaphanie in gesteigerter Form erfahren lässt.

      Wohl gemerkt: wir reden hier über ein Kunstwerk von der ästhetischen Anmutung eines Fernsehtestbilds oder einer c64'er-Graphik....

      Einer der Leser schreibt dazu dann völlig richtig:
      das Fenster ist einfach nur kunterbunter Mist, er passt in die heutige oberflächliche postmoderne Beliebigkeit. Jede katholische Kita wäre dazu im Stande gewesen, bei fachgerechter handwerklicher Anleitung. Die Aussage des Fensters ist gleich null, lediglich dekorativer Kitsch.
      Bingo! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    • Stimmt, dazu hätte es keinen Richter gebraucht. Mir scheint es auch eher so gewesen zu sein, als wenn Richter auch keine große Lust gehabt hat, sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen. Eher so: Mmmmmh, was haben wir den früher noch mal alles gemacht. Ach ja, wie wäre es mit einer Glaskopie meines Bildes von 1973. Colour Fields. Machen wir das doch, weil geht ja schnell und ich hab gerade sowieso wenig Zeit...

      Colour Fields von 1973.
      gerhard-richter.com/art/detail.php?atlasID=281
    • Passend zu der ganzen Kritik:

      Ein neues Fenster im Kölner Dom sorgt für Zündstoff. Es beinhaltet 11.200 Farbquadrate und wurde gegen den ausdrücklichen Wunsch von Kardinal Meissner, der sich figürliche Darstellungen von Heiligen oder Märtyrern des 20. Jahrhunderts gewünscht hatte, dort eingesetzt. Das Fenster spiegele nicht den christlichen Glauben wider. “Das Fenster passt nicht in den Dom”, sagte Meisner (…) “Es passt eher in eine Moschee oder in ein Gebetshaus.”


      politicallyincorrect.de/2007/0…s-fenster-im-koelner-dom/

      Kommentare unter dem Artikel lesen!
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Bei der FAZ gibt es auch einen neuen Artikel zum Fenster:
      faz.net/s/RubC4DEC11C008142959…Tpl~Ecommon~Scontent.html

      Der Kölner Kardinal Joachim Meisner ist mit seiner Kritik, das neue, abstrakte Kirchenfenster von Gerhard Richter im Kölner Dom könne genauso gut in einer Moschee hängen, auf Widerspruch in Politik und Kirche gestoßen. Nach Ansicht der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth offenbart diese Äußerung „eine fundamentalistische Geisteshaltung und eine große Distanz gegenüber einem Dialog der Religionen“.


      Die hat sie nicht mehr alle ! Das Fenster ist im Kölner Dom und nicht in einer Begegnungsstätte für Dialogbauftragte. :irrer:
    • "Oliver" schrieb:

      Die hat sie nicht mehr alle ! Das Fenster ist im Kölner Dom und nicht in einer Begegnungsstätte für Dialogbauftragte. :irrer:


      Auch wenn ich dir in beiden Punkten uneingeschrenkt recht gebe, stellt sich doch die Frage was Meisner mit dem Satz bezwecken wollte?
      Es geht um ein Fenster in einem katholischen Gotteshaus, kein Muslim sowiet ich weiss hat auch nur ein Wort über das Ding verloren, und er bringt ohne konkreten Anlass und in abfälliger Weise Moscheen ins Spiel, das ist eine unwürdige, unnötige Diskusssion die weder dem notwendigen Assimilationsprozess hilft, noch das Kirchenfenster weniger banal macht.

      Zum Fenster an sich, es ist mir im Entwurf auch zu wenig gehaltvoll, vermag an Ort und Stelle im Dom, soweit man das auf Fotos und Videos erkennen kann, aber zumindest in der Wirkung zu überzeugen, insofern stellt es eine Verbesserung dar.
    • Auch wenn ich dir in beiden Punkten uneingeschrenkt recht gebe, stellt sich doch die Frage was Meisner mit dem Satz bezwecken wollte?
      Es geht um ein Fenster in einem katholischen Gotteshaus, kein Muslim sowiet ich weiss hat auch nur ein Wort über das Ding verloren, und er bringt ohne konkreten Anlass und in abfälliger Weise Moscheen ins Spiel, das ist eine unwürdige, unnötige Diskusssion die weder dem notwendigen Assimilationsprozess hilft, noch das Kirchenfenster weniger banal macht.


      Er wollte vielleicht einfach darauf hinweisen, daß eine katholische Kunst immer der Konkretion verpflichtet ist. Und das im Gegensatz zum Bilderverbot der anderen Vereine. Es braucht schon ein paar Vorurteile bzw. bösen Willen dazu, in der bloßen Feststellung, daß dieses Fenster gut in eine Moschee oder Synagoge passen würde, einen abfälligen Ton gegenüber Muslimen oder Juden zu hören.

      Wer bringt Claudia Roth auf ihre alten Tage endlich das Dieter Nuhr-Gesetz bei? "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr... halten"
    • "davila" schrieb:

      Es braucht schon ein paar Vorurteile bzw. bösen Willen dazu, in der bloßen Feststellung, daß dieses Fenster gut in eine Moschee oder Synagoge passen würde, einen abfälligen Ton gegenüber Muslimen oder Juden zu hören.


      Ihm gefällt das Fenster nicht, er macht das klar, und dann will er es bei den Kollegen von der anderen Firma einbauen.
      Mag sein dass man ein kleiner Schelm sein muss um da böses zu denken, aber der gute Kardinal ist ja nun kein unberschriebenes Blatt.
    • Meisner finde ich genau so schlimm, nur halt aus der anderen Ecke.


      Das seh' ich halt gerade nicht so. Claudia Roth plappert meist unreflektiert und ohne Sachkenntnis mit hysterisch-selbstgerechter Mine ihre immer gleichen '68iger Sprüche herunter, während Meisners Stellungnahmen, mag man sie nun gut finden oder nicht, doch immerhin durchdacht und theologisch einwandfrei fundiert sind.
      Aber lassen wir das, sonst kriegen wir wieder 'ne politische Diskussion, von denen wir mittlerweile schon genug hier im Forum haben.
    • Köln - Wiederaufbau des Petrusbrunnens

      Auf der Papstterrasse des Domes am Roncalliplatz wird der Petrusbrunnen wieder aufgebaut. Der wurde 1870 von Kaiserin Auguste gestiftet, stand ursprünglich am Domchor, zog später um zum Bahnhofsvorplatz und verschwand dann 1999 im Depot.
      Quelle: koeln.de/koeln/die_domstadt/de…latte_zurueck_142493.html

      Ein früheres Bild:
      http://www.koeln.de/files/images/Petrusbrunnen_gro\r
      www.koeln.de/files/images/Petrusbrunnen_groß.jpg

      Bilder vom Beginn des Wiederaufbaus (heute morgen):












      Bilder von mir
    • Endlich tut sich mal etwas in Köln. Wenigstens etwas wird wieder aufgebaut. 8)
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Fotos des Brunnens würden mich auch interessieren. Wenn es geht bitte auch mal ein bisschen nett fotografieren, nettes Licht abwarten, warten bis die Tauben und Co. weggeflogen sind. Damit Köln nicht immer so negativ rüber kommt.
      Im Hinblick auf traditionelle Architektur tut sich in Köln meines Wissens nicht so viel, oder Jörn? Man muss aus meiner Sicht nicht jede Veränderung zwangsläufig als Positiv bewerten - z.B. diese "Wolkenbügel"-Hochhäuser am Rheinauhafen- wers mag, aber traditionell ist es nicht gerade. :?
    • Fotos kann ich gerne machen wollte die Tage da eh mal hin! In widdersdorf und in Marienbug baut KSP Architekten gerade wirklich schöne klassiche Villen!

      Die Kranhäuser im Rheinauhafen finde ich super! Die sind super gelungen ein absoluter Hingucker!
      Ich finde dass wir ja schliesslich im 21 Jh leben und dementsprechend so auch bauen sollten. Ich bin selbst angehender Architekt und wehre mich stark gegen die in meiner Zunft vorherschende Meinung less is more ... less ist oft auch einfach nur weniger! sagen will ich bin durchaus für klassisches Bauen mit einer durch Gesimse und Pilaster gegliederte Fassade ... insofern die Proportionen stimmen! Ich finde es allerdings auch falsch nur in der Vergangenheit zu leben! Außschliesslich so zu bauen wie im 18 oder 19Jh finde ich sehr rückwärts gewand. Ich finde die Mischung machts! Das beste städtebauliche wie architektonische Bespiel ist für mich die Friedrichswerder.
      Vorgegeben war eine kleinteilige Bebauungsstruktur die je nach Stilempfinden bebaut werden konnte. Entstanden ist ein gelungener Mix aus moderner wie klassischer Architktur! Ich finde gerade die Mischung macht es!
    • Ich finde die Kranhäuser einfach nur brachial und riesig. Mich hat die Sanierung der noch spärlich vorhandenen Altbauten dort ("Siebengebirge" von Hans Verbeek usw.) sehr viel mehr überzeugt.

      Wenn du Architekt bist, wirst du sicher wissen, dass jede "Rekonstruktion" - siehe "Bertelsmann Unter den Linden 1 -ehem. Kommandantur" in Berlin oder das jüngst von außen fertige British Hotel in Dresden in seinem Wesen ein durch und durch moderner Bau ist (Baukonstruktion und Haustechnik), nur mit historisch getreuer Fassade aus einer anderen Zeit. Insofern ist die "Angst", "so zu bauen wie im 19. Jh." aus meiner Sicht völlig abwegig.

      Ich hoffe weiterhin auf Fotos.