Neuburg an der Donau (Galerie)

    • Na ja, als gebürtiger Neuburger habe ich mit diesen Bauten und den Dreiecksfenstern keinerlei Probleme - ein wenig Kontrast darf ruhig sein... Dreiecksgauben gibt es übrigens auch bei den Neubauten auf der Leopoldineninsel (müßte aus den achtziger Jahren stammen).
      „Preste atenção, o mundo é um moinho, vai triturar teus sonhos, tão mesquinho, vai reduzir as ilusões a pó“ (Cartola)
    • Hier jetzt endlich die seit langem angekündigten weiteren Neuburg-Fotos (die bisherigen waren unter Picasa Web Albums - Stephan Baumeister - Neuburger Alt... verfügbar).

      Begonnen habe ich meinen Rundgang am Neuburger Bahnhof, wo es einige sehenswerte Gründerzeitgebäude inkl. der Neuhof-Brauerei gibt. Von da aus dann weiter in die Obere Stadt (inkl. Herrengasse) und von dort an der Donau entlang und dann in die Untere Stadt (so gesehen sind die Galerien nicht ganz korrekt mit "Untere Stadt" bezeichnet :smile: ).

      Wo die Fotos aufgenommen wurden, verrät die kleine Karte - unter Locr gibt es auch noch die genauen Adressen inkl. Wikipedia-Einträgen:

      Picasa Web Albums - Untere Stadt

      Untere Stadt • Locr

      Und hier noch die klassische Ansicht:
      „Preste atenção, o mundo é um moinho, vai triturar teus sonhos, tão mesquinho, vai reduzir as ilusões a pó“ (Cartola)
    • Danke für die Bilder auch weniger bekannter Objekte östlich der Luitpoldstraße.

      Webmaster schrieb:

      nicht ganz korrekt mit "Untere Stadt" bezeichnet

      Nicht ganz korrekt? Welch ein Euphemismus! :biggrin: Vielleicht solltest Du es in "Innenstadt" umbenennen oder Dir die Arbeit machen, es in "Untere Stadt" und "Obere Stadt" aufteilen und die Bereiche Richtung Bahnhof und an der Münchner Straße extra.

      • Neuburg an der Donau Spitalplatz 195 • Deutschland • IMG_1843_DxO • locr
      Das ist zwar nicht Spitalplatz 195, aber auf jeden Fall ein grandioser, erstklassiger Neubau. Habe ihn vor Jahren auch schon mal abgelichtet, aber irgendwie ist das Bild nichts geworden.
    • Jetzt mal ein paar Bilder von der Unteren Stadt.


      Am Spitalplatz steht das Pfarrhaus, ein erstklassiges Gebäude:

      Bild 3361


      Bild 3362


      Bild 3363

      :anbeten:


      Westlich anschließend in der Weinstraße:

      Bild 3364



      In der Hirschenstraße:

      Bild 3365


      Bild 3366



      Und schließlich Schäfflerstraße 152, ein absolut großartiges Haus, das spätmittelalterlich ausschaut, aber auch jünger sein kann:

      Bild 3367

      :anbeten: :anbeten:

      Bild 3368


      Das Haus ist in letzter Zeit umgebaut worden. Es kann sein, dass es jetzt schlechter aussieht.
    • Hier habe ich einige alte Dias von Neuburg a. d. Donau. Teilweise lässt deren Qualität trotz Nachbearbeitung zu wünschen übrig. Insoweit bitte ich um Nachsicht.


      Neuburg a. d. Donau aus der Ferne (aus Richtung Eichstätt):




      Großartiges Panorama von Schloss und Hofkirche hoch über dem Fluss:




      Oberstadt mit Blick zum Schlosstor:





      Fassade des ehemaligen Kongregationsaales St. Martin (jetzt Bibliothek) an der Westseite des
      Karlsplatzes, nach Plänen von Fr. Xav. de Löwen 1731/32 errichtet. In den 1803 zur Biblio-
      thek bestimmten Bau hat man die Schränke des säkularisierten Klosters Kaisheim eingebaut:





      Innenhof des Schlosses (man beachte links die Graffiti auf den Wänden (meist Themen aus dem alten Testament):





      Hofkirche am Karlsplatz:





      Hofkirche Innen:





      Hofkirche Innen:





      Hofkirche (?):




      Hofkirche (?) Kanzel:




      Das rote Gebäude ist ein Stadttor :





      Hier bin ich mir nicht mehr sicher, ob dieses Foto Neuburg a. d. Donau betrifft, es befand sich
      aber bei den Neuburger Bildern und da ich das Gebäude beeindruckend fand habe ich es mit
      vorgestellt:





      Neuburg a. d. Donau (?):




      Jagdschloss Grünau, 6 km östlich von Neuburg in einer Waldlichtung gelegen. Erbaut von
      Pfalzgraf Ottheinrich ab 1530, privat u. leider nicht zugänglich. Übergang von der Spätgotik
      zur Renaissance:





      Nochmals Jagdschloss Grünau, der Graben ist trocken gefallen:

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    • Hallo Zeno,

      herzlichen Dank für deine Hilfe und Auflösung. Bei mir ist es halt so, dass ich nicht mehr das gute Gedächtnis von einst habe. Und wenn es überdies schon sehr lange her ist, dass ich einmal dort war, dann wird es für mich sehr schwierig eine zutreffende Zuordnung vorzunehmen. Aber du bist ein echter Kenner mit einem riesigen Wissen und es ist sehr schön von dir, dass du, wenn es nötig ist, Schützenhilfe leistest.

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    • Ach, es geht mir doch genauso. Früher habe ich doch noch viel mehr genau gewusst. Und irgendwann kommt eine gewisse Wurschteligkeit. Ich meine mich z. B. früher noch an den Vorgängerbau von Brückenstraße 14 in Haßfurt erinnert zu haben, während ich heute gerade noch die Tatsache im Kopf zu behalten versuche, dass da mal der bemerkenswert vernachlässigte Altbau war.
    • Zeno, also deine Vorlieben sind mir echt ein Rätsel. Nicht dass ich sie Dir nehmen will, aber was bitte ist an Bild Bild 3367 so anbetungswürdig? Ich sehe da nur ein ziemlich mitgenommenes verputztes Haus ohne jeglichen architektonischen Reiz.
      Hilf mir deine Gedankenwelt zu verstehen!
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Das versteh ich,- ein schlichter Altbau, dem seine Würde gelassen wurde - anders als das zweite haus rechts. Hingegen tu ich mir mit 3361 ff schwer - ein duch und durch kitschiger Neubau. Wenn ich so was seh bekomm direkt Sehnsucht nach in ihrer Detailverliebtheit authentische Gründerzeitler - ein Retrostil mit Originalität, der sich nicht mit plumpen Umrissen begnügte. So einfache Altbauten hingegen lassen sich eben nicht imitieren, da kommt so ein Mist heraus, und das ist es, was sie so wertvoll macht.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Eigentlich hatte ich Zeno um Antwort gebeten. Und das Alter lasse ich nicht gelten, das ist kein baukünstlerisches Kriterium. Meine Frage war, was diese Bauernhütte ohne jeglichen architektonischen Anflug überhaupt bemerkenswert macht, ja was unterscheidet es - abgesehen vom Alter der Substanz - überhaupt von einem x-beliebigen dörflichen Neubau? Nämlich gar nichts. Da kann ich den von ursus geschmähten Beispielen schon mehr abgewinnen, besonders ein gewisser Gestaltungswille ist erkennbar, obwohl ich weit davon entfernt bin deswegen auf die Knie zu gehen.

      Aber bitte bloß keine ausufernde Diskussion deswegen, dazu ist mir das zu unwichtig.
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Königsbau ()

    • Zeno hätte dir zu 3367 nix anderes gesagt, das ist amtlich.


      KB schrieb:

      Meine Frage war, was diese Bauernhütte ohne jeglichen architektonischen Anflug überhaupt bemerkenswert macht, ja was unterscheidet es - abgesehen vom Alter der Substanz - überhaupt von einem x-beliebigen dörflichen Neubau?
      1. einmal, dass es keine Bauernhütte und kein dörflicher Neu- oder Altbau, sondern ein Kleinstadthaus ist. Ein dörflicher Neubau in diesen Formen wäre bereits unauthentisch und seinem Umfeld unangemessen. Die Frage, was von einem STÄDTISCHEN Neubau dieser ARt zu halten wäre, ist oft gestellt worden. Imgrunde ist das die Diskussion der Wiederaufbauarchitektur von Rothenburg. die überwiegend als gelungen angesehen wird.

      2. Gute Proportionierung - dörfliche EFH oder MFH geraten regelmäßig im Bestreben nach Raummaximierung zu plump und unbeholfen. Dazu kommt eine leichte malerische Unregelmäßigkeit und Patina - man sieht, dass es nicht neu ist (was sich natürlich imitieren ließe.


      3.
      ohne jeglichen architektonischen Anflug

      Wahrscheinlich ist dies ders Kern der Debatte. Es gibt so etwas wie schlichte Schönheit, die nicht auf künstlerischen Gestaltungswillen zurückzuführen ist bzw diesen gar nicht in Anspruch nimmt. Es gibt Volkslieder, die so einfach sind, dass man vermeinte, jeder oder fast jeder könnte sie erfinden. Und das ist hier eben auch so. Es ist Volksarchitektur, die zu dieser Landschaft, Stadtlandschaft passt, und einen idealen Rahmen zur "hohen Architektur" der Oberstadt abgibt.
      Deshalb ist der massenhafte Verlust solcher Bauten so schlimm.


      ****

      (ad 3361)



      ders. schrieb:

      obwohl ich weit davon entfernt bin deswegen auf die Knie zu gehen.
      Immerhin was!
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Königsbau schrieb:

      ein ziemlich mitgenommenes verputztes Haus
      Haben in Deinen Augen nur Gebäude einen Wert, die nicht "mitgenommen" sind, sondern immer blitzblank erstrahlen?
      Verputzt? Ja wären Dir die unverputzten, nackten Ziegelwände lieber?

      Aber eigentlich willst Du ja gar keine richtige Antwort. Ursus' Antwort ist in Deinen Augen uninteressant, weil sie von der falschen Person kommt. Aber wenn er besser zu erklären vermag, worauf es ankommt, warum interessiert Dich seine Antwort dann nicht?

      Und willst Du es überhaupt verstehen? Offenbar nicht. Du gibst ja in aller Unverblümtheit zum besten, dass Du dieses Haus für eine

      Königsbau schrieb:

      Bauernhütte ohne jeglichen architektonischen Anflug
      hältst. Damit zeigst Du, dass Du gar nicht die Bereitschaft hast, Dich in meine Sicht der Dinge hineinzudenken und sie zu verstehen, sondern erklärst bereits von vornherein, welch abfällige Meinung Du zu dem hast, was ich als städtebaulich wertvoll ansehe.

      Und außerdem ist es Dir ja ohnehin

      Königsbau schrieb:

      zu unwichtig

      Deine Beiträge zeigen, dass Du auf Gestaltung, auf "architektonischen Reiz" (wie immer der zu definieren wäre) und auf "baukünstlerische Kriterien" abstellst. Die Welt der Handwerker und der Bauern ist offenbar nicht Deine Welt, das von ihnen Geschaffende in Deinen Augen schlechterdings wertlos. Zählen bei Dir nur die Prachtbauten der Residenzstädte?

      Du schließt auch von vornherein das Alter als Kriterium kategorisch aus. Das ist zwar nicht das für mich maßgebliche Kriterium, aber wenn es das wäre, dann würdest Du meine Antwort ohnehin nicht lesen wollen.

      Wenn man jemanden verstehen will, dann muss man dessen Argumenten und Erklärungen folgen. Wenn Du Dich darauf nicht einlassen willst, dann brauchst Du auch nicht fragen. Passt auch gut damit zusammen, dass es Dir expressis verbis "zu unwichtig" ist.


      Und ich sehe gerade, dass Ursus soeben noch mal geschrieben hat - unsere Beiträge haben sich insoweit überschnitten.
    • Danke für die ausführlichen Antworten. Ich glaube eure Standpunkte zu verstehen, obgleich ich doch froh bin, eine andere Brille als ihr zu tragen, wenn es um die Beurteilung von Architektur geht.
      Damit soll's das gewesen sein, ich will euch eure Freude ja nicht nehmen.
      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Königsbau, ich finde resp. fand dieses Haus auch wirklich grossartig, auch wenn es der Zustand auf den Bildern nicht offensichtlich erahnen lässt. Leider ist das Haus jüngst durch eine Renovation verschlimmbessert worden, und zwar extrem! Siehe hier.

      Es ist schwierig, zu umschreiben, weshalb denn dieses Gebäude grossartig sein soll. Architekten oder Bauforscher, die spezialisiert auf historische Bauten sind, haben ein Röntgenauge für solche Bauten. Erst einmal die Grösse des Baukörpers mit dem wuchtigen Dach, dann das Verhältnis der Fenstergrössen zum Mauerwerksanteil... beides Hinweise, dass das kein Armleutehaus war, resp. ein auf Rendite angelegter Bau. Auch das ehrwürdige Alter dieses Hauses sehe ich ihm sofort an.

      Es braucht jahrelange Erfahrung mit der Beschäftigung mit heruntergekommenen Gebäuden, damit man ihren Wert in Sekundenschnelle erfassen kann. Weil diese Fähigkeit nicht zum Allgemeinwissen zählt, vergammeln solche Gebäude weiter, werden kaputtsaniert oder gar ganz getilgt, und die Bürger sind froh, dass der "Dreck" weg ist. Es liegt nicht nur immer am fehlenden Geld, dass über solche Gebäude ein Todesurteil gefällt wird, sondern auch an der Sensibilität der Augen. Du hast doch sicher bei Baureportagen über gelungene Restaurierungen schon oft gehört oder gelesen "Es wäre doch schade um das Gebäude gewesen, wenn man es abgebrochen hätte". Lies bitte auch die Folgebeiträge zum angegebenen Link, dann verstehst du die Sichtweise von uns "Liebhabern" dieses Gebäudes besser, vor allem der Vorschlag unseres Mitglieds zeitlos dürfte viel dazu beitragen.

      Zeno schrieb:

      So schaut es jetzt aus:

      Bild 6386