Abriss und andere schlechte Meldungen in Kurzfassung

    • Hast du aber bemerkt, dass im Gegensatz zu vielen andern Google Street View-Ansichten grösserer Orte wie besispielsweise Worms oder Paderborn durch Klicken auf "3D" unterhalb des Nordpfeils rechts wenigstens Vogelschauansichten verfügbar sind? Und dies sogarin allen vier Himmelsrichtungen.

      Traben-Trarbach (2D und 3D):
      google.de/maps/place/56841+Tra…2!3d49.951366!4d7.1168469

      Worms (nur 2D):
      google.de/maps/place/56841+Tra…2!3d49.951366!4d7.1168469
    • Bei Google Earth kannst du dir zudem die ganzen Regionen, die in 3D auf Google Maps verfügbar sind, aus jeder Perspktive mit dem Mausrädchen anschauen und lenken. Praktisch das ganze Moseltal von Cochem bis Bernkastel-Kues ist dabei

      Wangener schrieb:

      wäre es wieder einmal schön, wenn es auch für Deutschland Google-Streetview gäbe.
      Ja das würde ich mir auch sehr wünschen. Dann könnte man sich von den Städten endlich mal ein eigenes Bild machen und virtuell erkunden. Leider sind wir neben Österreich mitlerweile die Einzigsten, die kein Street-View in Europa zugelassen haben. disgust:)

      Zu Traben-Trabach: natürlich wird wohl ein Teil der neu gewonnenen Fläche des Platzes zum Parken benötigt (wohl am Rande). Aber ich denke schon, dass der Mittelpunkt frei sein wird von Fahrzeugen, damit sich Einheimische und Touristen dortb auf Bänken hinsetzen können. Ein Brunnen würde die ganze Situation noch angenehmer machen.
      Das Rathaus würde dann auch ganz freistehen und so ähnlich wird die Platzsituation dann sein wie in manchen Städten im ehemaligen Ostdeutschland !
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    • Riegel schrieb:

      Hast du aber bemerkt, dass im Gegensatz zu vielen andern Google Street View-Ansichten grösserer Orte wie besispielsweise Worms oder Paderborn durch Klicken auf "3D" unterhalb des Nordpfeils rechts wenigstens Vogelschauansichten verfügbar sind? Und dies sogarin allen vier Himmelsrichtungen.
      Nein, das war mir nicht aufgefallen. Danke für den Hinweis! Für einen grundsätzlichen Eindruck reicht das schon, aber eben kaum flächendeckend.

      Zur eigentlichen Sache bin ich eher zwiegespalten. Einerseits weil Abrisse von Altbauten in der Regel unschön sind, aber andererseits kann man das Bedürfnis nach einem Stadtplatz schon verstehen.
      Herzliche Grüße

      Bilder von mir finden sich auch bei Wikimedia.
    • Riegel schrieb:

      Und dies sogarin allen vier Himmelsrichtungen.
      Nicht nur die vier Himmelsrichtungen. Wenn man Strg gedrückt hält, kann man auch direkt in Googlemaps mit der linken Maustaste stufenlos rundum die Blickrichtung wählen und auch der Winkel lässt sich mit Strg von Vogelperspektive bis fast zum Boden frei bestimmen.

      Damit bekommt man z.B. diesen schönen Blickwinkel von Traben-Trabach:
      google.de/maps/@49.9504732,7.1….09h,79.14t/data=!3m1!1e3
      98% of everything that is built and designed today is pure shit. There's no sense of design, no respect for humanity or for anything else. Frank Gehry
    • Ja die wenigen Großstädte ich weiß, Frankfurt, Nürnberg, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Mannheim, München, Köln und noch ein paar. Trotzdem es ist sowas von ärgerlich, dass es hierzulande so viel Widerstand dagegen gab wegen der "Furcht vor Privatspäre". Kein Volk ist in dieser Hinsicht so hysterisch wie das deutsche! Selbst in den oben genannten Großstädten sind mindestens über 10 % der Häuser deswegen verpixelt, wegen den hysterischen Eigentümern, die partout nicht wollen, dass eventuell neidische Verwandte oder Bekannte erfahren würden dadurch, wo sie wirklich wohnen... Sowas gibt es sonst wirklich nirgendwo in Europa... Zudem werden die Aufnahmen in den oben genannten Städten nicht mehr wie sonstwo in Europa aktualisiert, sondern sind immer noch von 2008/09 also jetzt auch schon wieder fast 10 Jahre alt... Das erschwert auch bei der Bauforschung, der Inventarisierung von Altbauten (wäre für Baden-Württemberg hilfreich, da dort ja die Liste der Kulturdenkmäler weitesgehend geheim ist...) und bei der Vorbereitung von Reisen
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    • Fachwerkliebhaber schrieb:

      Aber in einem Punkt haben die Leute recht: der Verkehr durch die Altstadt stört schon sehr und verhindert jegliche Belebung. Daher sollte man diese Straße am Besten umleiten (klar ist fast unmöglich da das enge Tal die einzigste Verbindung zum Hunsrück darstellt) dann aber wenigstens den LKW Verkehr eindämmen.
      Spätestens wenn Ende des Jahres (oder doch erst 2020?) der Hochmoselübergang eröffnet wird hat sich das (hoffentlich) erledigt.
      Trarbach kann man was das betrifft gut mit Bernkastel vergleichen; beide sind in einem engen Tal gelegen und beide haben bzw. hatten mit dem Durchgangsverkehr zu kämpfen. Bevor 1997 in Bernkastel der Burgbergtunnel eröffnet wurde, ging der Verkehr auf der B 50 auch in Einbahnstraßen durch die schmalen Gassen, dementsprechend unattraktiv war der Ort für Besucher und Einheimische. Mittlerweile ist der gesamte historische Ortskern zur Fußgängerzone geworden, saniert und das wichtigste: genutzt. An einem schönen Sommertag oder während des Weihnachtsmarkt zieht das dementsprechend viele Besucher an.
      Hoffen wir, dass es für Trarbach noch nicht zu spät ist.


      Riegel schrieb:

      - der aktuelle, prozentuale Leerwohnungsstand in dieser Altstadt
      Das weiß ich leider auch nicht, wobei aber im Ort rund 50 Ladenlokale leer stehen, Tendenz steigend. Während Brücken- und Moselstraße den Touristen sei Dank noch stark frequentiert werden, stehen anderswo ganze Ladenzeilen leer.
      Mehr dazu >>> Leerstand in der VG Traben-Trarbach
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018
    • Luxemburger schrieb:

      der Hochmoselübergang eröffnet
      Diese Brücke hat vielleicht in dieser Hinsicht doch noch einen Zweck, das könnte sein. Bisher habe ich mich nur darüber geärgert, da sie das wunderschöne Moseltal bei Ürzig so verschandelt, gerade an dieser wundervollen Stelle. Und sowas wurde ausgerechnet unter Rotgrün genehmigt. Und dann gab es ja von Anfang an Probleme mit der Statik des Bauwerks und mit dem Untergrund am Hang.
      Zudem ist für mich der Sinn dieser Verkehrsanbindung nicht wirklich zu finden, da sie die strukturschwache Eifel mit dem strukturschwachen Hunsrück "verbindet" und keine großen Zentren liegen an den anderen Enden...
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    • Nein, das ist eher ein ungewollter Nebeneffekt. Hauptaugenmerk liegt auf der weiteren Verkehrserschließung des chronisch defizitären Flughafen Hahn, die B 50 zwischen Büchenbeuren und Longkamp soll ja mittelfristig ebenfalls vierstreifig ausgebaut werden.
      Ich könnte mich mit dieser Brücke noch durchaus anfreunden, wenn sie anders gestaltet worden wäre. Hätte man sich für eine Schrägseilbrücke (z. B. wie das Viaduc de Millau) entschieden, es würde zwar ebenfalls die Idylle des Moseltals zerstören, könnte dies jedoch zumindest mit einem spektakulären Äußeren wieder halbwegs wettmachen. Die ausgeführte Planung hingegen ist ein typischer Vertreter moderner deutscher Architektur: banal, langweilig, unpassend.
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018

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    • Saxonia schrieb:

      Sind wir wieder soweit, dass Flächenabrisse in Altstädten unhinterfragt als "Stadtsanierung" verkauft werden können? Ich bin einigermaßen entsetzt.
      Kahlschlagsanierung - ja , das war schon in den 60iger Jahren ein Steckenpferd der Sozialdemokröten.
      Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...