Die Pirnaische Vorstadt

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    • Zugegeben, das jetzige Hotel am Terrassenufer ist grottenscheußlich und sollte natürlich schnellstens eingestampft werden! Das Problem in DD: Es wird kaum etwas Besseres nachkommen und das momentane Hotel fügt sich momentan leider prächtig in das Ensemble mit Plattenbauten in der Peterburger, Beton-Carolabrücke und hässlicher Bunkersynagoge ein... - am Besten dieses Ganze Gebiet wird gleich mitabgerissen. Vielleicht ist es eh besser abzuwarten, bis in DD eine neue Baupolitik schlagend wird.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"

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    • Der von Henry verlinkte DNN-Artikel ist wahrlich amüsant! 20 Millionen Euro will Herr Trapp in sein Hotel investiert haben? Nunja, man weiß natürlich nicht womit dieser Prunkbau, das erste Haus am Platze, aufwartet. Allerdings ist die Summe schon verwunderlich, bekommt man doch dafür auch einen Neubau, der vor allem nicht auch noch nach 15 Jahren Nutzung abgebrochen werden muss. Aber wahrscheinlich ist da jemandem nur ein Komma verrutscht.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Am kommenden Donnerstag entscheidet der Stadtrat, ob das Rathaus vor Gericht zieht. Das Ziel: Der seit der Wende geplante Abriss des Hotels am Terrassenufer. Der Betreiber wehrt sich und hat jetzt eine neue Idee...



      ...„Wir sperren uns nicht gegen städtebauliche Veränderungen“, sagt der 48-Jährige. Er habe der Stadt verschiedene Vorschläge gemacht, um das Gebäude attraktiver zu gestalten. Nach einem Entwurf des Dresdner Architekturbüros RohdeCan soll die Fassade energetisch saniert werden. Sie soll so umgestaltet werden, dass sich das Hotel der Umgebung anpasst. „Wir wollen die strenge Plattenbaustruktur auflösen“, sagt Architektin Canan Rohde-Can. Durch eine spezielle Farbtechnik soll die Fassade dann dreidimensional wirken...


      ...Rund 40.000 Gäste übernachten jährlich in dem Hotel. Trapp will mit dem Vier-Sterne-Haus in bester Lage weiter Geld verdienen. So lange, bis er seine Investitionen in Höhe von 17,3 Millionen Euro wieder hereingeholt hat. „Das wird wohl noch zwei Jahre dauern“, sagt er. Vorausgesetzt, es läuft weiter wie bisher. Und er ist da durchaus optimistisch. Im strittigen Vertrag war vereinbart worden, dass dem Betreiber kein wirtschaftlicher Nachteil entsteht. „Ein Abbruch des Hauses ohne Entschädigung würde einer rechtswidrigen Enteignung von Privateigentum entsprechen“, sagt Eigentümer Max Trapp.



      Ein Bild sz-online.de/bilder/2011_11/gr_2917747_599823810.jpg

      Quelle: Schsische Zeitung [online] - Dresden-Nord: Kehrtwende im Hotelstreit
    • Interessanter, wenn nicht gar pikanter, wird die Entwicklung, wenn man einmal den DNN-Artikel zur Hand nimmt.

      . Eigentümer kämpfen gegen Abriss des Hotels am Terrassenufer in Dresden

      Darin findet sich folgender Satz:

      Auf Anregung der Stadtplanung ließ Trapp das Büro Rohdecan, das den
      Architekturwettbewerb zur Pirnaischen Vorstadt gewann, Ideen entwickeln

      Als interessant empfand ich allein die Tatsache, dass das Büro Rohdecan die ihrer ursprünglichen städtebaulichen Intention für die Pirnaische Vorstadt widersprechenden Pläne für den Hotelumbau erstellt hat. Skurril wird es allerdings, wenn einerseits die Politik den Abriss erzwingen will und andererseits das Stadtplanungsamt dieses Unterfangen mit der Empfehlung eines Büros für einen eventuellen Umbau zu hintertreiben versucht.
      Letztlich kann man wohl für alle Positionen Erklärungsversuche liefern:

      1. Rohdecan haben nichts gegen eine Beauftragung und nehmen für eine Umsetzung ihrer städtebaulichen Vorstellungen gewisse Modifikationen in Kauf.
      2. Das Stadtplanungsamt möchte eine dauerhafte Brache vermeiden und sucht die vorhandene Nutzung zu stärken, da sie eventuelle Folgeinvestitionen generieren könnte.
      3. Die Politik hält an ehemaligen ästhetischen Grundüberzeugungen fest und versucht diese durchzusetzen, wird sich aber wohl, von ihrer Maximalforderung abweichend, im Kompromiss üben.

      Also wird am Ende der Klotz in sanierter Form weiter erhalten bleiben.
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    • bilderbuch schrieb:

      2. Das Stadtplanungsamt möchte eine dauerhafte Brache vermeiden und sucht die vorhandene Nutzung zu stärken, da sie eventuelle Folgeinvestitionen generieren könnte.

      Ich denke ja vielmehr, das SPA will aus dem Plattenbestand ein weiteres modernistisches Vorzeigeobjekt generieren. ;)
      Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
      Jesus ist mein Herr und Retter!
    • Ich hatte mal im Kopf, dort anstatt wirklich unpassenden Hochhäusern – die kann man gar nicht an die Umgebung anpassen, vor allem nicht mit nem neuen Farbanstrich – den Ausstellungspalast hinzustellen und ihn sinnvoll zu ergänzen (Stichwort Blockrand). Davor eine sehr breite Freitreppe hinunter zur Elbe, deren Begrenzungen vlt den Schwung der Brühlschen Terassenbebauung aufnimmt. Dazu die alte Carola.=) Deren Verkehr wird in einen Tunnel geleitet (Platz für die Zeile vor dem Polizeipräsidium mit dem Kaiserpalast und Fussgängerareal drumrum), sodass die Leute relativ einfach von der Brühlschen hinüber wandern können. Natürlich alles eher historisch gestaltet. Wäre ein weiterer Hingucker und Anziehungspunkt am Fluss, ein zerbombtes Gebäude wäre wieder da, eine weitere Kuppel würde die Silhouette bereichern, das Belvedere wäre nicht das Ende der Uferschlendermeile ( ;D ) und der Grosse Garten hätte auf dem rechteckigen Grundriss so mehr Platz für Garten (wenn man die unglückliche Manufaktur mal wieder abreissen sollte). Fände ich hätte was. =)
    • @heiji
      Ich finde, deine Ideen sind doch eher etwas für ein
      Simcity oder Simdresden Programm, wo man im Computer herumspielen, seine Idealstadt zusammenbasteln und anschließend in 3-D begehen kann
      Da kann man dann den Ausstellungspalast translozieren, den Zwinger duplizieren oder per Copy-paste alles voller Kaiserpaläste pflastern und die Hechtwagen durch die Gassen rattern lassen, daß es eine Freude ist.

      Ich würde mir so ein Spielzeug auch zu Weihnachten wünschen... :wink:
    • Stadtrat stimmt für Klage gegen Hotelier
      Die Stadt soll gegen den Betreiber des Hotels am Terrassenufer klagen. Dafür stimmte der Stadtrat gestern Abend mit großer Mehrheit. Das Hotel versperre die Sicht von der Brühlschen Terrasse auf die Elbauen, argumentiert das Rathaus. Der Betreiber, Max Trapp, verweigert jedoch den Abriss des Gebäudes. Er hatte der Stadt andere Lösungsmöglichkeiten angeboten, zum Beispiel die Sanierung des Hauses. Das sei nur ein Spiel auf Zeit, so die Stadt. (SZ/sr)




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    • @Miwori

      =P Du übertreibst n bisschen. Man kann doch etwas höher hinaus "fordern", um dann beim Kompromiss näher am eigentlich gewollten Ergebnis zu stehen. ;)

      Mal abgesehen von den Baukosten (obwohl ich mir die auch nicht so absurd anders vorstelle als die Kosten von irgendwelchen Kisten) wäre sowas doch recht machbar. Besser als ein normalmoderner Seniorenkasten am Elbufer würde sich (sowas wie) der Ausstellungspalast doch sicher machen. Auch eine grosse Freitreppe hätte doch zugegeben was, um Passanten anzulocken und die Aufenthaltsqualität der Ecke zu steigern. Auch der frei werdende Platz auf dem Grossen Garten wäre mMn besser in Gartenanlagen angelegt. Wäre zwar schade um den Strassburger Platz, aber die neu entstehende Gartenkante und -fläche sowie die Erscheinung des Palastes an der Elbe neben einer Carolareko, gegenüber der Staatskanzlei und mit breiter Freitreppe würde das mMn doch kompensieren. Wenn man wirklich Eier hätte und auch noch Güntzbad und Belvedere wiederbeleben würde sowie den Riegel mit dem Kaiserpalast (solche Leitbautem müssen einfach immer wieder stark gefordert werden), dann wäre der interessant zu belaufende Innenstadtbereich nicht am Kurländer Palais schon zu Ende. Man hätte auch die Chance genutzt, Altstadt und Pirnaische Vorstadt besser zu verknüpfen und somit Miet- und Kaufobjekte dort mehr aufzuwerten. Der Verkehr müsste wie gesagt weg oder eben unter die Erde, was mMn der beste Kompromiss wäre. Was man da unterbrngen könnte? Vlt eine weitere Hochschuleinrichtung oder anderes, was Leben in die Ecke bringt. Die angelegten Raddampfer vor dem palast hätten auch was von der Kulisse. ;)

      Würde alles attraktiver machen als der DDR-Mist und Nachfolgebauten, die dort jetzt und angedacht sind … Und es würde Rekos der Nachbarschaft (Carola, Belvedere, Kaiserpalastriegel->Kaiserpalast) als machbarer und passender stellen als irgendwelche modernen oder gar hippen Projekte, die man ja jetzt schon mangels Leitbauten dort ungeniert hinplant (Seniorengedöhns). Grösser als das Projekt in der Leipziger Vorstadt oder zweieinhalb Neumarktquartieren ist es vom Volumen auch nicht. Auch die heimischen Bauarbeiter hätten wieder gut zu tun. ;P
    • Heiji, was helfen solche Träume, wenn das verantwortliche Stadtplanungsamt trotz Dresdner Debatten, GHND-Pressemitteilungen, Stadtratsbeschlüssen, uvm., nicht mal zu regionaltypischen Füllbauten am Neumarkt bereit ist, eine Reko des Neustädter Rathauses ablehnt oder neuerdings eine Modernistensanierung des Hotels am Terrassenufer in's Spiel bringt? Deine Ideen sind dermaßen weit von den Realitäten entfernt, dass sie nicht wirklich zielführend sind. Wende Dich doch stattdessen lieber mit fundierter Kritik an's Stadtplanungsamt Dresden:

      Stadtplanungsamt - Stadt, Verwaltung & Rat - Dresden
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    • Linger Stadt/Robotron

      In ihrer Dienstags-Ausgabe (28.02.2012) beschäftigten sich die DNN ausführlich mit den Planungen der Sivia-Baukonzept für die Lingner Allee. Diese planen zwischen besagter Allee und der Pirnaischen Straße die abschnittweise Errichtung von Stadthäusern, die trotz gewisser architektonischer Schwächen, diesen Namen durchaus verdienen dürften.
      Allerdings besteht das nicht gerade kleine Problem, dass die avisierte Bebauung den aktuellen Visionen der Dresdner Stadtplanung widerspricht. Sie sehen vor, dass die in direkter Flucht durchaus effektvoll auf den Rathausturm zulaufende Herkulesallee zur neuen Hauptachse des Quartiers wird. Die Lingner Allee hingegen, die ehemalige Johann-Georgen-Allee, soll aufgrund der durch die Überbauung der Moritzstraße fehlenden Fortführung nur noch im Grünkonzept eine gewisse Rolle spielen.
      Frank Wießner von der Sivia Baukonzept GmbH kritisiert diese Planungen, da sie teuer sind und aufwendige Flächenumlegungen nötig machen würden. Außerdem sehe die Stadt nur großvolumige Investitionen vor, die derzeit kaum zu erwarten sind. Die Sivia hingegen könne laut eigener Aussage sofort mit der schrittweisen und vor allem kleinteiligen Bebauung beginnen.
      Da die Stadtplanung dem Voraben nicht gerade aufgeschlossen begegnete, hat sich die Sivia Unterstützung in der Politik gesucht. So haben sich mittlerweile Axel Bergmann von der SPD, sowie Thomas Löser von den Grünen positiv gegenüber den Planungen geäußert und Unterstützung signalisiert.

      sivia.de/Startseite/Aktuelle-P…eubau/Forststr10_2_2.html

      Auch wenn noch einige Details an den recht schematischen Fassaden zu überarbeiten wären, sind die Planungen meiner Meinung nach nicht ganz schlecht. Als wenig sinnvoll sehe ich es hingegen, die Lingner Alle wieder aufgreifen zu wollen. Hier fände ich eine kompakte Bebauung entlang der Herkulesallee wesentlich passender.
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    • bilderbuch schrieb:

      Da die Stadtplanung dem Voraben nicht gerade aufgeschlossen begegnete, hat sich die Sivia Unterstützung in der Politik gesucht.

      Gut so! Man emanzipiert sich langsam. Die Dummheit des SPA's ist wirklich nicht mehr von dieser Welt.
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    • bilderbuch schrieb:

      Sie [die Visionen des Stadtplanungsamtes]sehen vor, dass die in direkter Flucht durchaus effektvoll auf den Rathausturm zulaufende Herkulesallee zur neuen Hauptachse des Quartiers wird. Die Lingner Allee hingegen, die ehemalige Johann-Georgen-Allee, soll aufgrund der durch die Überbauung der Moritzstraße fehlenden Fortführung nur noch im Grünkonzept eine gewisse Rolle spielen.


      So neu ist die Idee nicht: Verlängerung der Herkulesallee über die Lennéstraße hinaus, damit Installation einer Achse zum Neuen Rathaus, und Degradierung oder gar Eliminierung der Lingnerallee:

      Klick

      Durchaus effektvoll mit direkter Flucht, aber ohne gewisse Rolle.
    • Es geht tatsächlich noch älter! Schaue dir beispielsweise mal die Planungen zum Gauforum unter Paul Wolf an. Auch da war nämlich schon ein Straßendurchbruch geplant.

      Plne zu einem Gauforum in Dresden von Wilhelm Kreis- Architektur des Nationalsozialismus
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    • Es handelt sich halt um einen Verwaltungsbau, dessen soldatisch aneinandergereihte Fenster trefflich den Zweck der Immobilie widerspiegeln.
      Als positiv empfinde ich die Farbgebung und Materialität der Fassade aus vorgeblendeten Klinkern, die an den rauen und dennoch warmen Charakter der soliden Rustika-Quaderung des alten Justizpalastes anknüpft, sowie den Abschluss des Blockes, der hier ein Stück europäische Stadtrealität schafft.
      Leider haben es die Architekten nicht hinbekommen, darüber hinaus eindeutige Bezüge zum Altbau herzustellen. Und dies wäre relativ leicht zu bewerkstelligen gewesen, wenn man an die starken horizontalen Linien von Roßbachs Gerichtsgebäude exakt angeknüpft hätte. Leider aber besteht zwischen den Simsem des Alt- und den umlaufenden Klinkerbändern des Neubaues ein steter Versatz, den man durch ein etwas anderes Geschossniveau bei gleicher Stockwerkszahl hätte nivellieren können. Schade!
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