Der Altmarkt

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    • Der Altmarkt

      Hallo allerseits,

      da ich mir gerade wieder ein paar historische Aufnahmen vom alten Dresden angeschaut habe, bin ich auf das Thema Altmarkt gestossen.

      Dabei interssiert mich was denn eigentlich aus dem Denkmal der Germania geworden ist und ob sie evtl. mal wieder auf der Mitte des Altmarktes aufgebaut wird?






      Desweiteren frage ich mich, was nun aus der Brachfläche zwischen Kreuzkirche und den Geschäftshäusern wird (dort wo zur Weihnachtszeit so eine kleine Eisbahndisco aufgebaut war). Ist denn dort immer noch eine Bebauung mit weiteren Geschäfts- oder Wohnhäusern vorgesehen oder aber doch die für mich als Notlösung klingende Gestaltung als "grüne Oase" (Park). Dies sollte ja laut der SZ schon letztes Jahr geschehen, wie man aber sieht war dem nicht so.


      Das hier ist alles was ich zur Planung für den Altmarkt gefunden habe, scheint mir aber schon nen bissl überholt zu sein (außer der Tiefgarage):
      neumarkt-dresden.de/Presse/06-04-05.html

      Gruß Norbi :zwinkern:
    • Als Germania würde es bestimmt eine abstrakte Blechskulptur in die Mitte des Platzes gestellt werden. Aber was mit dem Grundstück vor der Kirche passieren soll (könnte) würde ich auch gerne Mal wissen! Ein Park wäre doch irgendwie doof...Da soll man lieber den Platz begrünen!

      Am krassesten finde ich aber, dass die Wilsdruffer Straße mal so viel schmaler war!
    • Die Germania entspricht leider nicht mehr dem Zeitgeist. Ich denke mal, die wäre auch ohne Zerstörung der Stadt abgetragen worden. Hab mal gelesen, daß Teile von ihr noch im Stadtmuseum liegen sollen? Weiß es aber nicht 100%.
      Weil wir gerade beim Thema Denkmäler sind, auf der Brühlschen Terasse soll ja das Ludwig Richter Denkmal neu entstehen. Grabungen haben schon stattgefunden, wobei das alte Fundament momentan sichtbar ist. Ist ja schon 1943 zu Rüstungszwecken eingeschmolzen worden. Feine Sache!

      Gruß Tony
    • Da meld ich mich doch mal zu Wort.
      Hab zwar bis jetzt nur mitgelesen. Ich finde das alles interessant hier bei Euch.

      Also: auf dem Stück direkt vor der Kreuzkirche soll ein Park angelegt werden. Zumindest hab ich da mal was gehört. Nichts genaues weiß man nicht, aber es soll wohl so eine Art Erlebnisecke werden. Mit sehr symbolischen Sachen und aktionsflächen.

      Die Volkssolidarität (?) hat auch schon eine Brücke der Generationen auf- (bzw. erstmal hin-) gestellt, die einen symbolischen Schlag bilden soll.
      Nun ja. Allerdings führt sie nirgens drüber, und das hat schon etwas deprimierendes.
      Aber vielleicht wird da noch was.

      Das ist aber das, was ich so als Rauschen im Walde gehört habe.
    • Besser 'nen Park als ein Gebäude, dann kann man später leichter reoknstruieren. Was für besondere Gebäude wären denn in der Ecke Altmarkt/Neues Rathaus ohne große Verkehrsumlegungen oder Abrisse rekonstruierbar?
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Am 23. Mai ist jetzt Spatenstich für den sogenannten 'Lustgarten' am Altmarkt in der Ecke gegenüber der Kreuzkirche gewesen, wo bisher nur eine Brache gewesen ist.

      Nach und nach soll dort, neben der schon aufgestellten 'Brücke der Generationen' und einigen Kunstbänken ein Kräuterlabyrinth, ein Sandsteinmeer, Spielgeräte und Aktionsflächen, eine Weidenkapele und ein virtueller Platz der Weltkultur entstehen.

      10.000 € kommen aus dem Preisgeld, welches Dresden bei dem City-Wettbewerb "Ab in die Mitte" gewonnen hat, und weitere 40.000 € aus Sponsorengeldern.
    • Besser 'nen Park als ein Gebäude, dann kann man später leichter reoknstruieren. Was für besondere Gebäude wären denn in der Ecke Altmarkt/Neues Rathaus ohne große Verkehrsumlegungen oder Abrisse rekonstruierbar?


      Anbieten würde sich eigentlich das hier:

      Kaufhaus Renner, an der Südseite des Altmarktes bis zu seiner Zerstörung 1945 existierendes bekanntes Warenhaus mit der ersten Rolltreppe in Dresden. Das Kaufhaus erstreckte sich über mehrere ehemalige Bürgerhäuser.

      Quelle: Dresden-Lexikon [Deutsch & English]

      Denn hier war schon vor der Zerstörung hinter den Fassaden einzelner Häuser ein großes, kommerziell genutztes Gebäude verborgen.
      Und genau das ist es doch, was Investoren meistens wollen (und was am Neumarkt auch teilweise kritisiert wird).
      Schade, daß Karstadt nicht auf die Idee kam, hier statt an der Prager Straße sein Kaufhaus hinter den alten Fassaden (wenigstens zum Altmarkt hin) zu bauen.

      Jedenfalls wäre hier genug Platz für einen Investor, um sich hinter der Fassade zu verwirklichen, zur Not meinetwegen auch mit Büros wie im Coselpalais. Neben dem Legohaus würde eine solche Reko zwar seltsam aussehen, aber besser als eine Brache oder ein "Lustgarten".
    • Mit dem Senftgebäude in Rosenheim würde sich hier ja ein gelungenes Vorbild anbieten. Denke aber nicht, dass die Nerven der Stadtväter so ein "plüschiges", stuckverziertes ("Oh neeein!") Ungeheuer mit Tradition ("Mir wird schlecht !") jenseits des Neumarkts("Stöhn!") aushalten würden. Die wollen lieber maßstabslose Papageienkäfige á la Behnisch sehen ! :lachen: :lachen: :lachen:
      Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. - Friedrich Schiller -
    • SZ-Artikel zur Baulücke am Altmarkt

      in SZ ist heute folgender Artikel zu finden

      "Kleine neue Mitte mitten in der Stadt

      Lustgarten. Direkt neben der Kreuzkirche entsteht zurzeit ein kleiner Park, um die alte Baulücke als Treffpunkt zu nutzen.

      Dresden bekommt einen kleinen Park in die City! Lustgarten soll er heißen und zu finden ist er gegenüber des Haupteingangs der Kreuzkirche. Gestern begann der zweite Bauabschnitt, Anfang Juli soll laut Citymanager Jörg Gillenberg Einweihung sein.

      Spätestens dann wird aus dem Schandfleck in der Innenstadt ein kleiner Park. Gäste können im Biergarten verweilen oder gleich nebenan Spiele oder Sportgeräte ausleihen. Die ersten Wege sind bereits erkennbar und zeigen, dass man auch mit vergleichsweise geringen Mitteln „Stadt gestalten“ kann“, sagt Gillenberg. Der Lustgarten Dresden sei ein kleines, aber feines Beispiel für sinnvolle Zwischennutzungen und soll nach dem Wunsch des City Managements Auftakt für eine weitere sinnvolle Gestaltung von Brachen im Zentrum sein.

      In dieser und der kommenden Woche werden unter anderem die Kunstbänke umgesetzt und das Frauenbildungszentrum legt ein Kräuter-Labyrinth an. Es folgen Arbeiten zum „Virtuellen Platz der Weltkultur“, dem Weg der Sinne und die Fertigstellung des gesamten Grundgerüstes.

      Schon lange beschwerten sich Dresdner über die öde Brache vor der Kreuzkirche. Seit Jahren war der Platz mit Bauzäunen eingegrenzt und dahinter befand sich eine hässliche ungenutzte Baugrube. Gleich nebenan befindet sich noch immer ein Betonkeller, der den guten Eindruck der Innenstadt trübt. Eine ähnliche zeitlich befristete Nutzung ist an dieser Stelle jedoch bisher nicht vorgesehen. (SZ)"

      Ist zwar besser als wie bisher, aber für mögliche Investoren ist so ein Park meiner Meinung nach abschreckend. Für mich klingt das alles nen bissl nach Alibi für die Stadt was dort gemacht wird. Es wirkt nicht so als ob die Stadt sich groß bemüht hätte diese Baulücke zu schließen.

      Naja es ist wie mit so vielen Dingen in Dresden, irgendwie brauchts hier immer etwas länger als anderswo eh Entscheidungen getroffen werden!

      Gruß
      Norbi
    • In dieser und der kommenden Woche werden unter anderem die Kunstbänke umgesetzt und das Frauenbildungszentrum legt ein Kräuter-Labyrinth an. Es folgen Arbeiten zum „Virtuellen Platz der Weltkultur“, dem Weg der Sinne und die Fertigstellung des gesamten Grundgerüstes.


      Genau, und als Parkwächterin wird eine lesbische schwarze Behinderte mit Migrationshintergund eingestellt, die den Park in Orientierung an den Mondphasen pflegt. :totlachen:
    • "Philon" schrieb:

      ...und als Parkwächterin wird eine lesbische schwarze Behinderte mit Migrationshintergund eingestellt...

      ... aber sogar die können ätzend sein ... :lachen:
      Der Wind gedreht
      Albtraum verweht
      Zum Schluss jetzt das Glück
      Das Schloss kommt zurück!
    • Hallo! ich hätte mal eine Frage, vielleicht weiß ja hier jemand etwas Näheres darüber?


      Und zwar stand an der Nordseite des Altmarktes, am Eingang zur Schössergasse um die Jahrhundertwende dieser prachtvolle Jugendstilbau in dem das Kaufhaus Herman Herzfeld untergebracht war. (Auf dem Bild links)



      Wenn man die Nordseite so ab ca. 1920? betrachtet, dann sieht man deutlich, dass das Haus umgebaut wurde und von der schönen Jugendstilfassade nix mehr übrig ist.




      Schade, denn es war ein schöner Bau. Vielleicht ist er abgebrannt und wurde vereinfacht wieder aufgebaut? Oder passt er damals nicht in die Vorstellungen, weil es ja doch was außergewöhnliches an dieser Stelle war? Also, wenn jemand mal eine Info hat?

      Quelle: Bildindex.de
    • Angesichts unserer ständigen Diskussion über die furchtbar entstellende Nachkriegsmoderne gerät schnell mal in Vergessenheit, daß die Moderne schon vor dem Krieg, in den 20iger Jahren begann und man bereits damals mit der Modernisierung anfing. Dieser in meinen (Augen dann doch etwas sehr überladene) Neojugendrenaissancebarockbau am Altmarkt ist nur ein Beispiel. Auch das Kaufhaus Alsberg in der Wildruffer wurde in den 30igern im Stile der neuen Sachlichkeit umgebaut (vorher üppiger Neobarock). Für die Erweiterung wurde sogar ein wertvolles Renaissancehaus (von denen es auch damals schon nur noch wenige gab) abgerissen.
      Genau diese Stahlbetonbauten der 30iger Jahre waren dann übrigens die einzigen Gebäude am Altmarkt, die den Bombenhagel einigermaßen überstanden haben.
      Die am Ende üppigst überladenen und eklektizistischen "Neo"-Stile waren ab den späten 20zigern überall auf der Welt verpönt und man modernisierte weltweit. Das Schlimme in Deutschland war (und ist) ja nur, daß durch die Tabula Rasa des Bombenkrieges die Moderne nicht als abwechslungbringendes i-Tüpfelchen in den Städten in Erscheinung trat, sondern flächendeckend.
    • Das Kaufhaus Herzfeld stand tatsächlich nach dem Angriff auch noch recht unbeschadet da:




      Es gab aber auch noch andere Umbauten am Altmarkt. Direkt neben dem alten Rathaus wurden 2 Barockhäuser mit einem Bau aus der Gründerzeit ersetzt.





      Noch schlimmer waren aber die Abrisse neben der Kreuzkirche. Hier das originale Panorama:



      Die 2 Eckgebäude wurden dann zu einem Kaufhaus mit großen Schaufenstern, aber mit Renaissancegiebel umgebaut.



      Und dann geschah das in den 30ern:



      Das sind auch die beiden Gebäude, die auch noch lange nach dem Krieg als Ruinen standen.
    • Schlecht sah es keineswegs aus, weit besser und klarer als der Vorzustand. Man kann sich ein ähnlich geartetes innerstädtisches "Typenhaus" für einen halbhistorischen Wiederaufbau Dresdens vorstellen - wenn es in Zonenrandlage eines fiktiven Freistaats Sachsen-Thüringen zum Westen gekommen wäre.