Trier - Augusta Treverorum – das antike Trier – UNESCO-Welterbe (Galerie)

    • Trier - Augusta Treverorum – das antike Trier – UNESCO-Welterbe (Galerie)

      Trier - Augusta Treverorum – das antike Trier – UNESCO-Welterbe (Galerie)

      Wir starten die Galerie zu Trier mit den Gründungsstätten dieser antiken Stadt, den römischen Kulturdenkmälern. Wie ihr aus meiner Rom Galerie vielleicht noch wisst, bin ich ein extremer Fan dieser authentischen Steinzeugen, daher wird diese Galerie ähnlich dem Forum Romanum auch etwas ausführlicher.

      Die Ursprünge der ältesten oder zumindest einer der ältesten Städte Deutschlands gehen auf die Stadtgründung der Römer als Augusta Treverorum zurück, zeitlich zwischen 18 v. Chr. Und 14 n- Chr. Wörtlich übersetzt bedeutet Augusta Treverorum soviel wie Stadt des Augustus im Land der Treverer.

      Anders als viele andere römische Städte auf deutschem Boden gehörte Trier nicht zu den beiden germanischen Provinzen, sondern zu Gallien. Mit mehr als 80.000 Einwohnern war Trier um 300 n. Chr. die größte Stadt nördlich der Alpen und als Kaiserresidenz Verwaltungssitz des westlichen Teils des römischen Reichs, von Britannien über Gallien und der iberische Halbinsel bis hinunter nach Mauretanien.

      Die enorme Bedeutung der Stadt schlug sich dementsprechend auch im Bau von markanten Repräsentationsbauten nieder, wie den Kaiserthermen, dem Forum, dem Circus oder dem Amphitheater.

      Das folgende Modell zeigt die Augusta Treverorum im 4. Jahrhundert nach Christus



      Quelle: Stefan Kühn - selbst erstellt im Rheinischen Landesmuseum Trier (über wikipedia)

      Mit der Verlegung des Hofes nach Mediolanum und dem Umzug der gallischen Prätorianerpräfektur von Trier nach Arles im Jahre 402 begann der Niedergang der Augusta Treverorum.

      Nach mehrfacher Zerstörung und zahlreichen Plünderungen fiel die Stadt 480 endgültig an die Franken, die römische Herrschaft endete.

      Trotz der Zerstörungen, trotz der Überbauung der Stadt in den darauffolgenden Jahrhunderten konnten einige Bauwerke aus römischer Zeit zumindest teilweise bis in die heutige Zeit gerettet werden.

      Die Qualität und sowohl die historische wie kunstgeschichtliche Bedeutung dieser Bauten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und ist nördlich der Alpen sicherlich einzigartig. Daher wurden die Anlagen zu Recht im Jahre 1986 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

      Dabei hat die UNESCO namentlich besonders folgende Bauwerke explizit herausgestellt, die hier in der Folge vorgestellt werden sollen. Daneben folgen in den nächsten Tagen ausführliche Dokumentationen zum Trierer Dom und der gesamten historischen Innenstadt.

      Zunächst zu den UNESCO-Welterbestätten römischer Zeit. Zu ihnen gehören:

      • Kaiserthermen
      • Konstantinbasilika
      • Porta Nigra
      • Barbarathermen
      • Römerbrücke
      • Amphitheater
      Wir starten mit den Kaiserthermen.
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    • Kaiserthermen

      Mit dem Bedeutungszuwachse Triers durch die Verlagerung des Verwaltungssitzes in die Stadt setzte ab 300 n. Chr. eine rege Bautätigkeit ein. So sollte neben den bereist bestehenden Barbarathermen ein weiteres großes öffentliches Bad hinzukommen, die Kaiserthermen. Nach dem Start der Bauarbeiten gerieten diese aber bereits früh zum Erliegen, weil Kaiser Konstantin I. seine Aufmerksamkeit eher auf den Osten des Reichs lenkte, so dass erst in den Jahren um 360 n Chr. unter Kaiser Valentinian I. die Bauarbeiten wieder aufgenommen wurden.

      Allerdings ließ der Kaiser Teile der Anlage abreißen und baute diese ohne Badebetrieb zu einer Empfangs- und Exerzierhalle um. Dabei entstanden auch die Kasernen im Innenhofbereich.

      Während die Anlage nach dem Ende des Römischen Reich langsam verfiel, baute im Mittelalter eine Adelsfamilie der Stadt das ehemalige Hauptgebäude zur Alderburg um. In anderen Teilen der Anlage wurde das Agnetenkloster errichtet. Da das Areal bis 1900 stark überbaut war, war man sich der Bedeutung der darunter liegenden Baudenkmäler gar nicht bewusst. Erst nach der flächigen Zerstörung der Bestandsbebauung im 2. Weltkrieg begannen Grabungen, die zur heutigen Präsentation der Kaiserthermen führten.

      Folgende Abbildung zeigt die Grundstruktur der Anlage



      Quelle: Orientierungskarte Kaiserthermen (Land Rheinland-Pfalz)

      Wir beginnen den Rundgang am Eingang (aufgrund des starken Gegenlichts bitte ich die nicht immer ganz einwandfreie Qualität der Bilder zu entschuldigen, es ging einfach nicht besser)




      Kurze Orientierung





      Kaiser Constantius Chlorus



      Kaiser Augustus





      Modell der Kaiserthermen und der Konstantinbasilika

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    • Konstantinbasilika

      Die Evangelische Kirche zum Erlöser oder auch Konstantinbasilika war zunächst eine Palastaula, welche als Audienzhalle der römischen Kaiser im 4. Jahrhundert erbaut wurde. Die Bezeichnung als Basilika ist bautypoloisch eigentlich nicht korrekt, handelt es sich doch um eine Saalkirche.

      Basilika, Kaiserthermen und der Circus bildeten zusammen den Palastbezirk. Mit dem Ende der römischen Herrschaft brannte der Bau komplett aus, im Frühmittlealter wurde sie unter den Trierer Bischöfen zu einer burgartigen Festung umgebaut.



      Quelle: Basilika (Stich von 1648, wohl nach einer Ansicht von 1548/50) Matthäus Merian - Scan eines historischen Buchs durch digitalis.uni-koeln.de/digitaletexte.html (gemeinfrei über wikipedia)


      1614 wurden dann die Süd wie die Ostwand abgerissen und der verbliebene Bau in das neu errichtete Kürfürstliche Palais integriert. Erst 1844 rekonstruierte man die alte Form der Plastaula, die so auch bis 1944 bestehen blieb. Im 2. Weltkrieg wurde der Bau schwer zerstört und musste ein zweites Mal wiederaufgebaut werden. Der Wiederaufbau erfolgte im Inneren in sehr reduzierter Form.











      Außenbau

















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    • Porta Nigra

      Wir kommen zu dem wohl bekanntesten Bauwerk Triers, der Porta Nigra - Schwarzes Tor. Erbaut wurde die Porta Nigra 180 n. Chr. als nördliches Stadttor. Der Name stammt wohl erst aus dem Mittelalter und wurde vermutlich von der extrem dunklen Färbung des Sandsteins abgeleitet, ein anderer Name im Mittelalter war auch Marstor.

      Mit der Errichtung des Simeonsstiftes im Mittelalter wurde das Stadttor zur Doppelkirche umgebaut, der antike Eindruck des Tores ging dabei völlig verloren.



      Quelle: Porta Nigra als Simeonskirche, Stich von Caspar Merian, 1670 (gemeinfrei über wikipedia)

      Dass die Porta Nigra heute wieder in ihrer Erscheinung erstrahlt, verdanken wir Napoleon, der bei seinem Besuch 1804 den Rückbau auf das römische Original verfügte. Vollendete wurden die Entkernungs- und Abbrucharbeiten unter den Preußen, lediglich die Apsis bliebt erhalten. Heute ist das ehemalige Stadttor sicher das Wahrzeichen der Stadt und der am besten erhaltene Zeuge der römischen Antike in der Stadt neben der Konstantinbasilika.










      Die Sonne war so extrem schwierig :weinenstroemen:









      Es geht auf die Rückseite







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    • Barbarathermen

      Die Barbarathermen liegen im Süden der Trierer Innenstadt und waren eine der größten Thermenanlagen, die im römischen Reich je gebaut wurden. Die Anlage hatte eine Fläche von 172 m × 240 m und ist bis heute die größte Thermenanlage nördlich der Alpen (was die Trierer Stadtführer gern öfters betone :lachentuerkis: :lachentuerkis: ). Erbaut wurde die Anlage ab 149 n. Chr. und sie stellte damals nach den Trajansthermen die größte Thermenanlage des Reichs dar.

      Während die Thermenanlage die Plünderungen der Germanen noch überstand, wurde der Betrieb der Anlage mit der Zerstörung der Stadt im 5. Jahrhundert aber eingestellt.

      Nachdem zunächst einige Einbauten in merowingischer Zeit von einer partiellen Umnutzung der Anlage zeugen, diente die gesamte Anlage aber zunehmend als Steinbruch, so dass in den einzigen erhaltenen historischen Darstellungen die Thermen nur noch eine Ruine waren.


      Quelle: Ruinen der Barbarathermen vor 1611, Alexandre Wiltheim (10 Octobre, 1604 - 15 August, 1684) in: in: Trierer Zeitschrift 18 (über wikipedia, gemeinfei)

      Heute beschränkt sich die Ruine leider auf rudimentäre Reste und ist vor allem ein Bodendenkmal, wirkliche Hochbauten wie bei den Kaiserthermen existieren nicht mehr. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten seit dem Jahr 2000 können die Thermen heute wieder über eine Brückenanlage besichtigt werden, eine Erkundung des Areals wie bei den Kaiserthermen ist aber nicht möglich.








      Blick auf die Ausmaße der Anlage




      Die Visualisierungen sowohl bei der Kaisertherme wie auch hier waren sehr gelungen, um sich das Aussehen der Thermenanlage vorstellen zu können.



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    • Man sieht es schon, es wird langsam Abend, die Sonne steht sehr tief :lachentuerkis:















      Hier sieht man die Brückenkonstruktion, die das Areal überspannt.









      Manche finden diese Art der Bilder vielleicht etwas langweilig, ich feier diese Denkmäler einfach, weil ich unglaublichen Respekt davor habe, zu welchen Leistungen unsere Vorvorfahren fähig waren und das ohne Kran und elekrtische Werkzeuge. Ich verneige mich daher vor dieser unglaublichen Schaffenskraft und auch wenn die Ästhetik der Bauwerke in ihrem ursprünglichen Kontext vielleicht heute nicht mehr vorhanden ist, so strahlen aber selbst die Reste des einstigen Glanzes heute oft noch mehr Würde aus als die Bauten unserer Zeit.
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    • Wissen.de, Deine Begeisterung für römische Originalmauern teile ich mit Dir. Damit auch vielen Dank für die tolle Galerie. Die Kaiserthermen und Trier erkundete ich bereits in den 80igerJahren mit Freunden. Die Heizungsgänge sind wir damals auch entlang erkundend gespurtelt und staunten über den römischen Beton über uns. Die Konstantinsbasilika ist freilich trotz ihrer Schlichtheit ein noch ne Nummer größer als ein römischer Bau, der ob seiner erlebbaren Raumatmosphäre noch mehr zum Staunen bewegt. Und das in Germanien.
      Wir sollten die Antike in ihrer technologischen Entwicklung nicht unterschätzen. Laufend werden neue technische Errungenschaften entdeckt. Vieles ist allerdings verloren und selbst literaische Zeugnisse sind verloren. Man denke nur an die Mechanik einer astronomischen Uhr vor Antekythera im Meer gefunden, oder optische Entwicklungen, wie Linsenschliff, oder die Entwicklung des Beton mit der Unterwassergießtechnik für Hafenanlagen, etc.pp. Die Römer hatten vielleicht uns heute noch unbekannte Tecniken ihr Hebezeug effektiver zu machen. Römische Kräne, deren Mechanik bekannt ist wären die hier, z.B.!
    • Römerbrücke

      Die Römerbrücke oder auch alte Moselbrücke ist nicht nur die älteste Flussquerung Triers, sondern auch die älteste Brücke Deutschlands.

      Eine erste Holzrücke soll schon 14 v. Chr. existiert haben, die erste Steinbrücke wird auf 45 n. Chr. datiert. Die Pfeiler der heutigen Brücke wurden dann 142 und 150 nach Chr. errichtet. Die Steinwölbung ist dann aber erst eine Zutat des Mittelalters. Nachdem die Brücke 1689 von den Franzosen gesprent wurde, wurde diese erst 20 Jahre später wiederaufgebaut. Das heute sichtbare Kreuz wurde erst zu diesem Zeitpunkt ergänzt.

      Anders als viele andere deutsche Brücken wurde die Römerbrücke im 2. Weltkrieg nicht gesprengt und ist somit erhalten geblieben.






      Amphitheater


      Das Amphitheater ist ein Bau des 2. Jahrhunderts und liegt östlich der Kaiserthermen etwas außerhalb der Kerninnenstadt. Das Theater bot bis zu 20.000 Menschen Platz. Anders als bei vielen Anlagen konnte man aufgrund der Lage am Petrisberg auf einer Seite auf das Aufschütten mit Materiel verzichten und die natürliche Geologie des Areals nutzen.

      Genutzt wurde der Bau bis ins 5. Jahrhundert, danach wurde er als Steinbruch genutzt und wie viele andere römische Anlagen zur Ruine.


      Leider habe ich aufgrund der einsetzenden Dunkelheit den Weg bis zum Amphitheater nicht mehr geschaftt, daher muss ich leider auf zwei Fremdbilder zurückgreifen, vielleicht hat ja jemand noch Bilder, die er hier zeigen möchte.



      Quelle: Nick-D (über wikipedia)





      Quelle: Haselburg-müller (über wikipedia)

      Damit endet mein Rundgang durch das antike Trier. Alle UNESCO-Welterbestätten wurden hier dokumentiert :lachentuerkis: . Auch wenn es etwas sehr ruinenlastig war, denke ich, dass diese einmaligen Zeugnisse auf deutschem Boden diese Galerie wert sind, wir fahren immer gern ins Ausland und loben dort, wie toll alles ist, vergessen aber manchmal, welche Schätze wir selbst in unserem Land haben.

      Und mit diesen großartigen Schätzen geht es schon morgen weiter, dann besuchen wir den Trierer Dom und die Liebfrauenkirche. Ich kann versprechen, diese Bauten sind echte Blockbuster und zu Recht ein UNESCO-Welterbe. Ich muss sagen, ich war von der Schönheit überwältigt. Wir sehen uns morgen :daumenoben:
      APH - am Puls der Zeit

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    • Erstmal vielen Dank an Wissen.de für die umfangreiche Dokumentation des Römischen Triers! Wenn man selbst so oft in der Stadt unterwegs ist, bekommt das ganze ja leider etwas alltägliches. Dabei vergisst man schnell, wie einzigartig doch die Römerbauten in Trier sind!
      Die Römerbrücke befindet sich leider in einem städtebaulichen Niemandsland, direkt an der meistbefahrenen Kreuzung der Stadt. Sie wird m. E. vollkommen unter Wert dargestellt.
      Auch für die Kaiserthermen gilt ähnliches, sie sind von drei Seiten von Bahnstrecke, vierspurigen Straßen und städtebaulicher Tristesse (z.B. die im Bau befindliche "Residenz an den Kaiserthermen" oder das Polizeipräsidium) umgeben. Dort hat man es aber verstanden und ein sehr schönes Museum eingerichtet sowie genug Platz, um auch römisch angehauchte Veranstaltungen stattfinden zu lassen (z. B. Römermarkt).
      Die Barbarathermen haben in den letzten Jahren Schritt für Schritt eine Aufwertung bekommen (Infotafeln, Besuchersteg), eine museale Nutzung wie beispielsweise bei den Viehmarktthermen oder den Kaiserthermen wäre natürlich noch besser. Sie sind außerdem direkt an einem schönen Gründerzeitviertel gelegen!
      Ich denke, zu Basilika und Porta muss ich nicht mehr viele Worte verlieren, bei diesen Gebäuden hält man auch beim hundertsten Vorbeigehen einen kurzen Moment inne und erfreut sich an ihnen....


      Wissen.de schrieb:

      Alle UNESCO-Welterbestätten wurden hier dokumentiert
      Das mag für die Welterbestätten in Trier gelten, das gesamte "UNESCO-Welterbes Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier" umfasst jedoch auch die Igeler Säule im Nachbarort Igel.
      Neben dem Mainzer Drususstein ist es das einzige an seinem Originalstandort erhaltene oberirdische Grabmal nördlich der Alpen. Das 23 Meter hohe Pfeilerdenkmal wurde um das Jahr 250 herum errichtet und nur deshalb nie zerstört, da man davon ausging, dass das Hauptbild die Vermählung der heiligen Helena zeigt. In Wahrheit wurde es aber von und für die Brüder Lucius Secundinius Aventinus und Lucius Secundinius Securus errichtet. Selbst Goethe besuchte die Säule zweimal und erwähnte sie ausführlich in seiner Schrift "Kampagne in Frankreich".

      von Berthold Werner (Eigenes Werk) [GFDL (gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons




      von Michael Fiegle (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons




      von Franzfoto (Eigenes Werk) [GFDL (gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018

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    • Schöne Galerie. Aber wenn ich mir die historischen Ansichten der Gebäude vor ihrem Rückbau in den Antiken Zustand ansehe blutet mir das Herz. Sowohl bei der Palastaula als auch bei der Porta Nigra und im geringerem Umfang auch an den Kaiserthermen wurde soviel schöne wertvolle historische Substanz vernichtet. Die Gebäude sind nun um soviel ärmer.
    • Ebenfalls bedauerlich ist, dass man noch 1876 das Simeonstor direkt neben der Porta Nigra abgerissen hat. (Bild kurz vor dem Abriss)
      Natürlich hätte der Erhalt der Kombination aus Kirche und römischem Stadttor etwas einmaliges, aber verglichen mit dem, was zu Zeiten Napoleons alles zerstört wurde, ist diese Umwandlung dann doch verschmerzbar.
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018
    • Ein weiteres Stadttor, welches das 19. Jh. nicht überlebte, ist das südliche Brückentor der Römerbrücke. Da der erste Bahnhof von Trier auf der westlichen Moselseite lag, nahm der Verkehr auf der Römerbrücke erheblich zu. Das barocke Tor war dem jedoch nicht gewachsen und stand den damaligen Bedürfnissen buchstäblich im Weg. Es wurde 1868 abgebrochen, glücklicherweise wurde es vor dem Abbruch fotografiert.


      Quelle: Stadtbibliothek Trier / Trierischer Volksfreund
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
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