Zum Tode von Albert Speer junior

    • Zum Tode von Albert Speer junior

      Bereits am Freitagabend ist Albert Speer Junior im Alter von 83 Jahren nach einem Sturz verstorben. Auch wenn Albert Speer sicher nicht ein Stararchitekt im Sinne des APH war, ist sein Tod aber allein aufgrund seines Namens schon eine Notiz wert.

      Hervorzuheben ist vielleicht, dass er stets bemüht war, die Stadt als Stadtkörper zu denken und nicht im Kleinklein stecken blieb. Besonders den Städtebau in Frankfurt hat Speer in den letzten Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt. Über das Resultat kann man natürlich trefflich streiten. Aber zumindest war Speer immer meinungsstark, was mir imponiert hat.

      welt.de/kultur/article16871206…Speer-junior-ist-tot.html
      APH - am Puls der Zeit
    • @ Münchner
      Es gibt als Parallelfall einen recht erfolgreichen deutschen Schriftsteller, der denselben (im übrigen höchst seltenen) Nachnamen eines berüchtigten NS-Gauleiter trägt.
      Ich möchte aus denselben Überlegungen von dem keine einzige Zeile lesen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Ohne nachtreten zu wollen, hier noch einmal eine Bemerkung Speers aus dem Jahr 2006 über die geplanten Rekonstruktionen des Dom-Römer-Projekts:
      Ich hoffe, es gelingt mir, zusammen mit Verbündeten diesen Plan vom Tisch zu fegen.
      Es ist ihm bekanntlich nicht gelungen. Schade daher, dass er (wie auch der verstorbene erbitterte Berliner-Stadtschloss-Reko-Gegner Peter Conradi) die Fertigstellung und die Jahre danach nicht mehr erlebt. Mich hätte interessiert, ob er seine Meinung geändert hätte.

      Immerhin hatte er keine Bedenken, die kriegszerstörten Aufbauten der Frankfurter Festhalle zu rekonstruieren. Andererseits hat er vom alten Volksbildungsheim beim Umbau zum Großkino nur die Fassaden geschont und innen nicht einen einzigen Stein auf dem anderen gelassen. Dass das frühere Mansarddach wieder angedeutet ist, machte die Sache auch nicht viel besser.