Friedland in Böhmen

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      Guten Abend!

      Friedland in Böhmen (Frýdlant v Čechách) liegt zwischen Reichenberg und Görlitz und hat einen als Denkmalzone geschützten Stadtkern. Die Beschreibung der Gebäude folgt weitgehend pamatkovykatalog.cz/

      Friedland hat seit 1875 Eisenbahnanschluss:

      [Eigenes Bild]

      Haus 23 (einfach durchnummeriert, wie in Tschechien üblich) an der Sv. Čecha ist ein klassizistisches Haus von um 1800, saniert 1999. Der Vorgängerbau war 1797 abgebrannt.

      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Haus 24 an der gleichen Straße, wie das Haus nebenan nach dem Brand von 1797 gebaut:

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

      Haus 25 wird auf der Denkmalschutzseite nicht erwähnt:

      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Haus 26 stammt wohl vom Ende des 18. Jahrhunderts, ist aber, wie sich die Seite zurecht beklagt, ungünstig umgebaut worden, deshalb hat es wohl auch nur Ensembleschutzstatus.

      [Bild: Jan Polák CC-BY-SA 3.0]

      Das klassizistische Haus 27 stammt aus dem 18. Jahrhundert, leider wurde die klassizistische Fassade in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend beseitigt und »ergraute«:

      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Haus 28 ist hier ganz links angeschnitten: commons.wikimedia.org/wiki/Fil…_a_ul._Sv._%C4%8Cecha.jpg

      Das Eckhaus 4 zum Hauptplatz (Masarykplatz) hin stammt in seinem heutigen Erscheinungsbild von 1905:

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

      Und noch ein Bild der Einmündung der Svatopluk-Čech-Straße auf den Masarykplatz mit dem noch irgendwie erträglichen Bau jüngeren Datums in Hintergrund:

      [Eigenes Bild]

      Fortsetzung folgt!
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      @Wangener

      Was hat Dich nach Friedland getrieben? Ich nehme einmal stark an, dass Du uns auch noch Fotos vom schönen Rathaus und vor allem vom Märchenschloss oberhalb des Städtchen zeigst?

      Schloss Friedland ist für mich der Inbegriff des böhmischen Wohnschlosses schlechthin. So familiär und wohnlich habe ich bis dato kaum ein Schloss gesehen. Es ist alles noch so, wie es 1945 verlassen wurde.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
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      Wir waren Ende Oktober/Anfang November des letzten Jahres in Görlitz, von dort aus gab es dann eine Runde über Seidenberg, Friedland, Reichenberg, das Zittauer Gebirge und Zittau selbst. Lang war ich in Friedland allerdings nicht, und auch nicht sonderlich fotografierfreudig (wäre mittlerweile anders), sodass ich beim Schloss, das ich auch gar nicht besucht habe, und auch für die meisten Innenstadtgebäude auf fremde Bilder zurückgreifen muss.
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      Nun geht es auf dem Masarykplatz weiter: An das Haus 4 schließt sich das Haus 3 an, ein Gebäude ursprünglich aus der Renaissancezeit, mit klassizistischer Veränderung nach dem Brand von 1797:


      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      An der Ecke zur Kostelní-Straße schließt sich das Haus 2 an, ein Bau mit gotischem Kern:

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

      Nach der Einmündung der Kostelní-Straße folgt Haus 95, ein Wiederaufbau von 1797 mit auffälligem Mansarddach:
      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Nebenhaus 94 mit gleicher Entstehungszeit:
      [Bild: Miroslav Rejha, CC-BY-SA 4.0]

      Die nächsten beiden Häuser, 93 und 92, aus der Renaissancezeit gehören heute wohl zusammen:

      [Bild: Miroslav Rejha, CC-BY-SA 4.0]

      Das Nachbarhaus 91 stammt aus dem Barock mit klassizistischen Veränderungen nach 1797:

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

      Nächstes Haus am Masarykplatz ist das Haus 73, das Haus rechts daneben gehört bereits zur Děkanská-Straße. Das Haus 73 stammt aus der Renaissancezeit, wurde 1774 bis 1791 umgebaut, der Teil ganz links wurde 1889 hinzugefügt.

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

      Haus 72, Eckhaus zur Straße der tschechoslowakischen Armee (ČSA), ist wohl im Kern barock und nach dem Brand von 1797 klassizistisch wiederaufgebaut worden:

      [Bild: Koprovka, CC-BY-SA 4.0]

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      Wangener schrieb:

      Haus ... (einfach durchnummeriert, wie in Tschechien üblich)

      Wenn es nur das wäre! Die Nummern gehen auch nicht unbedingt der Reihe nach, sondern z. B. 135, 840, 747, 682, 641, 169, 168, 1407.

      Es gibt als Konskriptionsnummern und Orientierungsnummern mehrere Arten von Hausnummern. Die Konskriptionsnummern haben als Numerierungsbezirk einfach die Katastralgemeinde; die Orientierungsnummern die Straße. Konskriptionsnummern gibt es landesweit, auf jedem Dorf und in jeder Stadt. In größeren Städten sind sie bis zu 4-stellig, auch in Friedland. In größeren Städten gibt es zusätzlich zu den Konskriptionsnummern (zusätzlich!!) die Orientierungsnummern. Diese verlaufen den Straßen nach, wie es bei uns überwiegend der Fall ist (französische Numerierung). Es kann auch sein, dass nicht alle Häuser in einer Straße eine Orientierungsnummer haben. Dann gibt es z. B. zwischen 15 und 17 eine 2164. Im Ergebnis haben in großen Städten die meisten Häuser zwei Nummern, die man dann z. B. "Kollarova 183/10" oder sinnvollerweise "Kollarova 10/183" schreibt. 10 ist dann die Nummer nach der Straße (Orientierungsnummer), 183 die der Katastralgemeinde. Natürlich gibt es dann auch sowas wie "Narodni 40/34" bzw. "Narodni 34/40". Uns sind beide Systeme vertraut, nur sind sie in Deutschland alternativ, während in Tschechien beide Systeme simultan gelten.

      Zusätzlich (damit es nicht zu einfach wird) gibt es noch die Nummern für temporäre Gebäude, die "nicht zugeordneten" (neuvedana).

      Wenn es, wie in Friedland, keine Orientierungsnummern, aber Straßennamen gibt, wird die Konskriptionsnummer bisweilen auch in Verbindung mit der Straße verwendet, wie etwa "Zitavska 3217", was natürlich die Unübersichtlichkeit perfekt macht.

      Manche verstehen jetzt nur noch nadrazi. eye:)

      Klarer wird es mit Hilfe des Hausnummernverzeichnisses, hier für die Katastralgemeinde Friedland:
      aplikace.mvcr.cz/adresy/Region.aspx?regid=8970
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      Gegenüber steht dieses Haus, wohl nicht denkmalgeschützt:

      [Bild: CC-BY-SA 3.0]

      Ums Eck hinum, wieder kein Denkmalschutz, statt des riesigen Hauses dürften da drei Häuser gestanden haben angesichts der heute fehlenden Nummern 100 und 101.

      [Bild: Miroslav Rejha, CC-BY-SA 4.0]

      So geht es links weiter, teilweise wieder mit Denkmalschutz. Das Haus rechts, Haus 102, stammt aus dem 17. Jahrhundert, enthält ein noch älteres Portal, wurde Anfang des neunzehnten Jahrhunderts klassizistisch umgebaut – und hat, wenn mich Gugel-Übersetzer nicht belügt, eine innere Fachwerkkonstruktion aus der Erbauungszeit, vielleicht die älteste erhaltene der Tschechei. Haus 103 steht nicht unter Denkmalschutz und dürfte wie Haus 99 eher von um 1900 stammen. Haus 104 stammt aus der Barockzeit und wurde 1808 klassizistisch erneuert.

      [Bild: Miroslav Rejha, CC-BY-SA 4.0]

      Haus 105 ist kein Kulturdenkmal und könnte angesichts der fehlenden Hausnummer 106 das Grundstück zweier alter Häuser umfassen:

      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Auch das kleine Nachbarhaus 107 steht nicht unter Denkmalschutz:
      ]
      [Bild: Jan Polák, CC-BY-SA 3.0]

      Der alles überragende Bau am Masarykplatz ist das Haus 37, das Neurenaissance-Rathaus von 1896 von Franz von Neumann, der auch das Reichenberger Rathaus entwarf:

      [Bild: Alfista33, CC-BY-SA 3.0]


      [Eigenes Bild]


      [Bild: Daniel Baránek, CC-BY-SA 3.0]

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      Sieht schon interessant und wertvoll aus, aber mehr weiß ich auch nicht dazu, außer dass es einen Gaskessel hat: mesto-frydlant.cz/cs/obcan/mes…o-zavazna-stanoviska.html

      Was man so bei Gugel findet...
      Herzliche Grüße

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