Nürnberg - Östliche Sebalder Stadt (Galerie)

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    • Das ist, was mich an Nürnberg so ärgert: Es wäre an so vielen Stellen so viel mehr drin! Die Struktur ist einigermaßen eingehalten und teilweise sind noch Leitbauten (manchmal aber auch "Leid-"^^) vorhanden, aber in der östlichen Sebald dann vielerorts dieser Banalismus...

      In vielen kriegszerstörten Großstädten ist das alte Stadtbild fast nicht mehr zu erkennen (wir hatten vor kurzem das Beispiel Stuttgart wieder einmal hier im Forum), sodaß keine Erinnerung an die Zeit vor 1945 mehr bestehen kann und der jetzige Zustand vollkommen orts- und geschichtslos ist. In Nürnberg wäre auch heute noch etwas möglich, ohne wie in Frankfurt mit dem großen Bagger anzurücken, nur es müßte halt mal etwas getan werden...

      Positiv ist, daß hier die Altstadtfreunde schon viele Fachwerkhäuser gerettet haben, die woanders ebenso abgerissen worden wären. Immerhin...
    • Markus schrieb:

      Nordseite der Inneren Laufer Gasse. Hier haben es sogar unglaubliche drei Vorkriegs-Bürgerhäuser geschafft, 1945ff zu überstehen (Rekord in Sebald östlich vom Hauptmarkt; sind auch so ziemlich die einzigen...):


      Baukunst-nbg hat bereits 2008 die Innere Laufer Gasse vorgestellt. Am Anfang des Beitrages gleich ein Ruinenbild mit den bezeichneten stehengebliebenen Bauten: Nürnberg
      Wir vermuteten damals, dass auch im übernächsten Haus Nr. 15, dem rot-orange gestrichenen, noch alte Bausubstanz drin stecken könnte. Nr. 11 hatte damals noch andere Fenster... erstaunlich, welche Ruhe die Fassade mit den neuen Fenstern plötzlich ausstrahlt!

      baukunst-nbg schrieb:

      Nr. 11. Ich frage mich, wie solche Fenster zustande kommen können. :augenrollen: Dennoch ein Lichtblick in der Straße:



      Beschreibung im Bayerischen Denkmal-Atlas:
      Bürgerhaus, viergeschossiger Traufseitbau mit Satteldach und großem, reich profilierten Fachwerk-Aufzugserker, breit gelagerter Sandsteinquaderbau, rückseitig Fachwerkobergeschosse auf Sandsteinerdgeschoss, ursprünglich zwei Einzelgebäude nach 1463 (dendro.dat.), wohl im 16. Jh. in einem Baukörper vereinigt (bez. 1554), Zutaten des frühen 17. Jh. (1630/31 dendro.dat.).
    • Andreas schrieb:

      Ist das dritte Haus auch ein frühneuzeitlicher Bau und gibt es ein Bild hiervon?
      Mit dem meinte ich die von Zeno verlinkte, derzeit eingerüstete Bäckerei.

      Andreas schrieb:

      Warum man nach gerade in Städten wie Nürnberg bei der vollständigen Zerstörung so vieler historischer Bauten nicht wenigstens das unzerstörte oder leicht beschädigte dauerhaft erhalten hat erschließt sich mir nicht und wird sich wohl auch niemals erschließen. Mit Wohnungsnot oder Materialmangel in der Nachkriegszeit kann das jedenfalls Nichts zu tun haben.
      Eben, wenn man schon kein einziges zerstörtes Bürgerhaus wiederaufbauen wollte, dann hätte es doch wenigstens möglich sein müssen, die weniger stark betroffenen bzw. +/- unzerstörten, so wie z.B. die Judengasse 23 (siehe Link von Riegel auf die Beiträge von Baukunst Nürnberg), zu erhalten.
    • Hirsvogelsaal


      Hinter dem Tucherschlößchen wurde im Garten um das Jahr 2000 in einem neu errichteten Gebäude die über den Krieg gerettete Originalausstattung des Gartensaales der Familie Hirsvogel eingebaut. Dieser Hirsvogelsaal stammt von 1534, also aus der selbigen Zeit wie das Tucherschlößchen und lag östlich davon (Hirschelgasse 21).

      Sturz des Phaeton




      Äußerer Laufer Platz:


      Links die Sebalder Höfe. Als westlicher Abschluss eine 1953/54 errichtete Wohnanlage von Sep Ruf, neben dem Tucherschen Gartenanwesen das einzige unter Denkmalschutz stehende Gebäude im etwa 20 Hektar umfassenden Siedlungsgebiet der nordöstlichen „Altstadt“ (etwa knapp 1/7 der Altstadt-Gesamtfläche) zwischen erster und zweiter Stadtbefestigung und der Pegnitz im Süden. Und die eigentliche Sebalder Steppe folgt erst noch westlich davon... Zusammen 40 ha weitestgehend denkmalfreie Zone.

      Sebalder Höfe / Laufer Tor


      Laufer Tor


      Blickrichtung Nord

      Blickrichtung Nordwest
      Der Torturm (Schwarzes M) erbaut um 1377, als erster der vier Haupttore 1556 rund ummantelt. Die Höhe wie auch bei den anderen drei Tortürmen beträgt etwa 40 Meter.

      Linkerhand ist die Laufertormauer bis zum Wöhrder Tor nicht mehr vorhanden. Rechts folgt die Maxtormauer, entlang dieser geht es wieder weiter.

    • Maxtormauer mit Schwarzem G und H


      Der Mauerturm Schwarzes H hat es mir ganz besonders angetan...



      Innerhalb der Stadtmauern als extrem grotesker Gegensatz die Alexander-Friedrich-Universität (dahinter folgt dann das Tuchersche Gartenanwesen):



      Ein wie ich finde ganz besonders tolles Stadtmauermotiv in Nürnberg mit den Mauertürmen Schwarzes G und H.





      Westlicher Endpunkt der Maxtormauer mit dem Schwarzen E.

      Maxtorgraben
    • Die Nürnberger Stadtmauer ist natürlich immer wieder großartig...

      Markus schrieb:

      Und die eigentliche Sebalder Steppe folgt erst noch westlich davon... Zusammen 40 ha weitestgehend denkmalfreie Zone.
      Vielleicht gibt es dort in N ja diesen Kalauer: "Ich hoffe, ich seh bald mal ein schönes Gebäude". :zwinkern:


      Zum Hirsvogelsaal, weißt du, was diese hässlichen Anbauten sollen - etwa Toiletten?


      Bildquelle: Wikimedia, Urheber 'TECHNOKRAT', CC BY-SA 3.0 unportiert

      Schließlich - just in diesem Monat gibt es einen Beitrag zum Hirsvogelsaal im Nürnberger Museums-Blog. U. a. ist dort ist auch eine Aufnahme des ursprünglichen Gebäudes zu sehen.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)