Historisches Museum

    • Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich finde gerade dieses Gebäude noch relativ gelungen (natürlich ganz im Gegensatz zum Betonmonster).

      Ich bin in jedem Fall gespannt, denn im Hinblick auf das Historische Museum ist wohl derzeit wieder alles möglich. Schwarz hat ja jetzt bereits geäußert, anstelle des Museums könne auch ein Hotel entstehen (Link: http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E78874C9FBEC84F02BF1DC0D722E92D0F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\r
      www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ntent.html mit einem netten Zitat von einem FDP-Menschen: "Wettlauf der populistischen, geschichtsversessenen Zuckerhäuschenbauer"). An sich denke ich auch, dass das Museum durchaus auch anderswo untergebracht werden könnte.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Also, ich weiß nicht - ein Hotel unter anderem in diesen historischen Gemäuern?


      Quelle: http://www.frankfurt.de">www.frankfurt.de

      Die alten Teile des Historischen Museums sind mir irgendwie zu schade für ein Hotel. Da müßte dann außerdem auch eine Tiefgarage mit dabei sein, und am Mainufer ist sowieso schon mehr als genug Autoverkehr. Ich finde, das Museum sollte da bleiben, wo es ist. Nur eben mit einem anständigen Anbau.

      Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich finde gerade dieses Gebäude noch relativ gelungen (natürlich ganz im Gegensatz zum Betonmonster).


      Ich finde dieses Gebäude auch völlig in Ordnung, das soll ruhig stehenbleiben.
    • Aus der FAZ:

      Dezernenten streiten wegen des Historischen Museums


      Wer die Saalhofkapelle als das älteste erhaltene Bauwerk im Frankfurter Stadtkern und den einzigen Überrest einer Kaiserpfalz der Staufer in ein Hotel integrieren, den sakralen historischen Raum gar als Restaurant mißbrauchen wolle, "dem geht jedes Geschichtsbewußtsein ab", bemerkte Nordhoff dazu.

      Nach Darstellung des Kulturdezernenten würde damit durch mutwilligen Mißbrauch zerstört, was der Krieg nicht zerstört habe.


      Etwas zu dramatisch ausgedrückt, aber ansonsten sehe ich das ähnlich...
    • :!: Übrigens: Am 21. November sollen die beiden überarbeiteten Entwürfe dem Preisgericht vorgestellt werden, wie die FAZ neulich berichtete.

      Wie gesagt - an dem einen (Braun & Schlockermann) ist nichts mehr zu retten. Was den Jourdan-Entwurf angeht, bin ich mal gespannt. Aber ein Durchbruch wird das bestimmt auch nicht gerade werden.
    • Hier ein Artikel dazu:

      http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2623784\r
      www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2623784

      Für das Historische Museum schlagen die Architekten eine neue Fassade aus Naturstein vor. Die auskragenden Betonteile zur Fahrgasse hin sollen abgerissen werden, um vom Römer aus freie Sicht auf den historischen Rententurm zu ermöglichen. Das Flachdach bleibt. Zur Nikolaikirche hin ist ein abgerundeter Anbau vorgesehen, durch den das Museum Ausstellungsfläche gewinnt. Der Innenhof wird größtenteils überdacht, so dass er für Veranstaltungen und eine Skulpturen-Ausstellung genutzt werden kann. Über einen Seiteneingang an der Stelle der heutigen Gaststätte «Historix» soll der Hof jederzeit zugänglich sein. Das gilt auch für das neue Foyer, in dem die Stadtmodelle aufgestellt werden sollen. Sie können auf diese Weise in Stadtführungen einbezogen werden. Große Fenster sollen als eine Art öffentliche Vitrine für Exponate dienen. Im Inneren des Hauses wird die Erschließung völlig neu geregelt. Außerdem müssen Brandschutzauflagen erfüllt werden.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Brandschutz
      Historisches Museum könnte geschlossen werden


      faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F288…Tpl~Ecommon~Scontent.html


      Auszug:

      Nach Einschätzung von Fachleuten muß das Haus zur Beseitigung der Mängel entkernt werden. Das sei bei laufendem Betrieb nicht zu machen. Die Brandmelder müßten in die Decke eingelassen werden, für die Brandabschnitte seien unter anderem Wände zu versetzen. Diese Bauarbeiten verursachten den Großteil der bisher auf 14 Millionen Euro veranschlagten Umbaukosten. Der Bau einer neuen Fassade sei der kleinere Teil.



      Wenn die Fassade nicht so teuer ist, warum kann man da nicht wenigstens was Vernünftiges hinbauen?
    • @ Sauerländer:

      Danke für den Link. Erwähnenswert fand ich in dem Artikel auch das hier:

      Den Entwurf des Büros Braun & Schlockermann, der am Montag als Sieger eines Gutachterverfahrens bestimmt worden ist, hält Becker für nicht ansprechend.


      Bartetzko äußert sich auch zu dem Thema und macht damit fast sein "Lebkuchenhäuser"-Statement wieder wett:

      http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EE30BABA5B0CE4057B0037E9271DCED29~ATpl~Ecommon~Scontent.html\r
      www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2 ... ntent.html

      Historisches Museum
      Unser Betonmonster soll schöner werden
      [...]
      Kürzlich, als die Neubebauung des Areals zwischen Dom und Römer nach dem Abriß eines Waschbetonkolosses namens Technisches Rathaus das Ziel war, prämierte die Jury einen Entwurf, der mit Flachdachbauten, Sichtbeton und hellem Naturstein die geforderte optische und atmosphärische Anbindung an die verbrannte Herrlichkeit der von Spitzgiebeln, Rotsandstein und Schiefer geprägten Altstadt schlichtweg verweigerte.
      [...]
      Als hätten sie den Römerberg und seine Bauten nie gesehen, entwarfen die beiden für die Schaufront eine geschlossene Travertinwand, in der ein einziges längsrechteckiges Fenster als Erscheinungsloggia für Spolien der vernichteten Altstadt fungieren soll. Die Anmutung dieser Sperrfläche schwankt zwischen der Drastik eines behübschten Bunkers und dem Billigcharme eines Warenhauses in einer x-beliebigen Kreisstadt. Verheerend aber, und weder von den Architekten noch den Juroren bemerkt, ist, daß dieser hermetische Kubus die radikale Antithese zu allem darstellen würde, was die architektonische Eigenart Frankfurts und seines historischen Zentrums ausmacht.


      Und dann noch das hier aus der FNP:

      http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2626249\r
      www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2626249

      CDU will Museum später bauen
      Frankfurt. Der geplante Umbau des Historischen Museums soll nach den Vorstellungen der CDU verschoben werden. Darauf verständigten sich gestern Oberbürgermeisterin Petra Roth, Planungsdezernent Edwin Schwarz und Fraktionschef Uwe Becker. Damit seien auch Überlegungen, das Historische Museum abzubrechen und einen Neubau über dem Archäologischen Garten zu errichten, «erledigt», sagte Becker unserer Zeitung. Es sei nicht sinnvoll, jetzt über eine Investition in der Größenordnung von 20 Millionen Euro zu entscheiden, betonte Becker. Vorrang müsse die Neugestaltung des Areals beim Technischen Rathaus haben.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • FAZ: Der neue Direktor baut das Haus grundlegend um

      faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F288…Tpl~Ecommon~Scontent.html


      Auszug:

      Die Fassade des Siegerentwurfs ist dagegen auf harsche Kritik gestoßen. Gerchow teilt die Bedenken, weist jedoch darauf hin, daß gerade dieser Entwurf gegenüber Veränderungen besonders tolerant sei. Denn hinter der wichtigen, dem Römerberg zugewandten Nordfassade befinden sich keine Ausstellungsräume, sondern das über die gesamte Gebäudehöhe reichende Foyer. Das bedeutet, daß hier beliebig viele Fenster vorgesehen werden können. Solche dichten Fensterreihen waren in den engen Gassen der Altstadt üblich, aus Gründen der Belichtung. Zudem ließen sich die Plätze bei Kaiserkrönungen teuer vermieten. Gerchow will das aufnehmen. "Dann möchten die Leute rein, um wieder hinausschauen zu können."

      Das Büro Braun & Schlockermann hat schon erste Varianten für eine neue Fassade erarbeitet. Offenbar beabsichtigen Museumsdirektor und Magistrat aber, einen anderen Architekten mit dieser Aufgabe zu betrauen. Braun & Schlockermann haben sich auch schon bereiterklärt, diesen Teil der Aufgabe an ein anderes Büro abzutreten. In diese Richtung geht auch ein Antrag der Grünen, die eine Überarbeitungsrunde fordern, an der Jochem Jourdan, Christoph Mäckler und Staab-Architekten aus Berlin mitwirken sollen.
    • ...weist jedoch darauf hin, daß gerade dieser Entwurf gegenüber Veränderungen besonders tolerant sei. Denn hinter der wichtigen, dem Römerberg zugewandten Nordfassade befinden sich keine Ausstellungsräume, sondern das über die gesamte Gebäudehöhe reichende Foyer. Das bedeutet, daß hier beliebig viele Fenster vorgesehen werden können.


      Na, das ist ja immerhin ein Lichtblick (im wahrsten Sinne des Wortes)...
      Dann nur rein mit den Fenstern, es kann nur besser werden, dieses architektonische Braun&Schlockermannsche Provinz-Kaufhaus, das sich Museum nennt!
    • Aus der Offenbach Post:

      Umbau, Umzug oder Abriss: Auf einmal schien das Historische Museum auf dem Römerberg zur Disposition zu stehen. Dabei war im Sommer, als der Architektenwettbewerb über den Museums-Umbau geendet hatte, eine Sanierung des Gebäudekomplexes unstrittig gewesen. Daher waren Museumsdirektor Gerchow und seine Mitarbeiter überrascht, als plötzlich, im Laufe der Debatte über die künftige Gestaltung der Altstadt nach dem Abriss des Technischen Rathauses auch eine Diskussion über den künftigen Standort des Museum entbrannte.

      Aber am Ende fiel die von Gerchow unterstützte Entscheidung: Das Historische Museum wird im nächsten Jahr umfassend für zirka 20 Millionen Euro saniert, eingerichtet und erhält durch eine Teilüberbauung des Innenhofs 1000 Quadratmeter mehr Ausstellungsfläche. Dieses Mehr an Platz wird das Museum unter anderem benötigen, um die 5000 Werke der Neuen Frankfurter Schule etwa von Chlodwig Poth, F.K. Waechter und Robert Gernhardt zu präsentieren. Außerdem bekommt das wenig ansehnliche, gut 30 Jahre alte Betongebäude an der Saalgasse eine neue Fassade und einen Anbau ans Foyer. "Die Debatte hat aber deutlich gemacht, das wir historisch am richtigen Ort sind. Schließlich wird durch das Ensemble der Häuser vom zwölften bis zum 20. Jahrhundert Frankfurter Geschichte erfahrbar", bekräftigte der Mittelalter-Historiker.


      Den letzten Satz finde ich bemerkenswert!

      http://www.op-online.de/regionalnews/index_259_393836313832.htm\r
      www.op-online.de/regionalnews/in ... 313832.htm
      Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)
    • Au Backe!

      Die haben es tatsächlich geschafft, einen ohnehin schon mißratenen Entwurf noch schlechter zu machen! Statt eines fensterlosen Klotzes nun ein Glaskasten! Das ist doch eine pure Provokation und eine konsequente Verweigerung jeglicher Rücksichtnahme aus die unmittelbar benachbarte Altstadtbebauung (Saalhof und Haus Wertheim) :gehtsnoch:

      Und warum sieht man hinter der Glasfront die Silhouette des Salzhauses? Das heißt wohl, daß die Fassade (mit den noch erhaltenen Holztafeln aus dem Depot) im Museum nachgebaut werden soll. Da kann man dann durch's Glas von außen auf eine rekonstruierte Salzhaus-Front mit nichts dahinter schauen, obwohl das "echte" Salzhaus (bzw. das Original-Erdgeschoß) keine 100 Meter weiter steht. Das ist dann fast eine Kreuzung aus Hessenpark und Disneyland.... :augenrollen:

      Das kann ich alles nicht ernstnehmen, genauso wenig solche Aussagen wie

      Sozialdemokraten und Grüne unterstützten die neuen Pläne einhellig. "Das ist unter den bisherigen Entwürfen der beste", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling. Für die Sozialdemokraten könne dies die Grundlage für die weitere Beratung sein. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Lutz Sikorski, sprach von einem "Qualitätssprung". Den Architekten sei "ein großer Schritt nach vorne" gelungen.


      In diesem Fall ein (vorläufiges) Hoch auf die Frankfurter CDU...
      :ueberkopfstreichen:
      Die CDU freilich legte sich quer. "Aus unserer Sicht ist dieser Entwurf noch nicht überzeugend", urteilte Fraktionschef Becker. Die CDU bleibe dabei, die Entscheidung über die Zukunft des Historischen Museums mit den Plänen für die Bebauung des Areals des Technischen Rathauses abzustimmen. Es müsse für das Historische Museum eine "altstadtgerechte Lösung" geben
    • Klingt widerlich und erinnert mich fatal an die Entwicklung des Stuttgarter Schlossplatzes (Kronprinzenpalais vs. Galerie der Stadt Stuttgart).

      Naja, die lieben Politiker - wenn der ganze Schmu wieder abgerissen wird, können sie ja nicht mehr abgewählt werden.
      Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
      Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.
    • CDU: Abriss des Historischen Museums denkbar

      Die CDU-Fraktion hält an der Option fest, das Historische Museum abzureißen, sofern keine befriedigende Neugestaltung der Fassade möglich sein sollte. Fraktionschef Uwe Becker betonte in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, der vor kurzem vorgeschlagene gläserne Vorbau habe ihn nicht überzeugt.

      SPD und Grüne hatten zuvor einen Antrag vorgelegt, der eine Überarbeitung des Entwurfs der Architekten Braun & Schlockermann vorsieht. Dieser optimierte Entwurf soll bis zum Sommer vorgestellt werden. Findet er keine Mehrheit, soll ein neuer Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Daneben soll nun auf Drängen der CDU die Möglichkeit eines Abrisses und Neubaus offen gehalten werden.

      In dem Antrag von SPD und Grünen heißt es, die architektonische Eigenart des Bereiches rund um den Römerberg müsse sowohl bei der Materialwahl (Mainsandstein, Putz, Schiefer) als auch bei der Fassadengliederung berücksichtigt werden, soweit dies die «museale Nutzung» zulasse. Grundsätzlich sei ein gläserner Vorbau zwischen dem Museumsneubau und der Alten Nikolaikirche «unter funktionalen Aspekten» zu begrüßen.


      Quelle: rhein-main.net/sixcms/list.php…2_news_article&id=2803569