Bad Kreuznach

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    • Handelt es sich bei der Brücke auch tatsächlich um die, mit den Häusern drauf? Die Bilder im verlinkten Artikel zeigen scheinbar eine andere Brücke.

      Und folgende Aussage passt auch nicht ganz zum Wahrzeichen der Stadt:


      bad-kreuznach.de schrieb:

      (...) Nachdem ursprünglich ein kompletter Neubau der Nahebrücke angedacht war,... (...)
    • An seiner Stelle entsteht an der Ecke ein modernes viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus. Das Diebold-Haus ist aber längst nicht das einzige Gebäude, das in der mittleren Mannheimer Straße zwischen Salinenplatz und Baumgartenstraße verschwindet. Eine Kreuznacher Investorengruppe plant dort mehrere Neubauprojekte mit einem Gesamtvolumen zwischen 20 und 30 Millionen Euro.
      Na dann wird es wohl eifrig weitergehen, mit den Investoren-Neubauten...

      So mancher Bürger bedauert den Abriss, die Aufregung darüber hielt sich allerdings in engen Grenzen.
      Alles klar... :daumenunten:

      (Zitate aus dem zweiten oben verlinkten Artikel)
    • Ich beziehe mich auf das Bild in rhein-zeitung.de/region/lokale…rissen-_arid,1406556.html. Wie Heimdall schon daraus zitiert hat ("An seiner Stelle entsteht an der Ecke ein modernes viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus.") wird wohl das linke Nachbarhaus einfach um die Ecke weitergeführt...

      [Ironie]Alles muss doch einheitlich werden, sonst wird Deutschland nie einen Grund für ein "Einheitsdenkmal" bekommen. [/Ironie]
    • So langsam wird es unheimlich mit Immobilienboom in Deutschland. Wenn in einigen Jahren hoffentlich irgendwann mal die Blase platzt will es wieder keiner gewesen sein. Dann gibt es vmtl. ETWs in styroporgedämmten Kästen zum Ramschpreis während Altbauten hoffentlich kaum an Wert verlieren. Was jedoch derzeit davon dezimiert wird ist schon nicht mehr normal.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • (...) Kritische Stimmen gab es damals nur von den Grünen. So sprach sich Stadtrat Lothar Bastian dafür aus, die Fassade des Diebold-Hauses zu erhalten und in den Neubau zu integrieren

      Und nicht einmal zum Erhalt der Fassade konnte man sich durchringen. Das hätte sicher den heiligen Investor verprellt.
      Vom Neubau gibt es natürlich wieder kein Bild. Der ist wohl zu peinlich, um ihn öffentlich zu zeigen.

      EDIT: Nun habe ich doch ein Bild gefunden. HIER sieht man, wie Bad Kreuznach demnächst an verschiedenen Stellen "verschönert" wird. Unten links ist die Ecke des Diebold-Hauses, das offenbar den Namen einfach behalten wird. Ähnlich dem Nürnberger Pellerhaus, das gar nichts mehr mit dem Vorgänger zu tun hat.


      Allgemeine Zeitung schrieb:

      (...) Vier Projekte, weit über 20 Millionen Euro Gesamtinvestitionen, kein Wunder, dass sich die OB und Wirtschaftsdezernent Udo Bausch "begeistert" zeigten.(...)
      :applaus: Ganz toll! Ihr könnt stolz auf euch sein!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Neußer ()

    • Ich hatte auch noch gesucht, da der Bericht vom Abbruch des 'Dieboldhauses' vom letzten Jahr war.

      Abriss in den nächsten Tagen: Neubau schon komplett vermietet - hanz-online

      Noch hübscher in Sparkassen-Optik. :kotz:
      Sparkasse will emotionale Erlebnisse schaffen - Kreuznacher Rundschau

      Peter Scholten: „Die Bausubstanz war marode. Es gab keine Alternative zu einem Abriss.“
      Was für ein blödes Gerede! Wie ich dieses "Alternativlos"-Nachgeblöke hasse. Nur der Tod ist alternativlos...

      Schließlich zusammenfassend zur neuen Mannheimer Straße:
      Mannheimer Straße im Aufbruch: Die Projekte im Detail - hanz-online
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Vulgow ()

    • Hier die versprochenen aktuellen Ansichten aufgenommen Gesternvormittag ^^

      Die Lücke des Dieboldhauses: bisher hat sich nix geändert!






      In dem Haus im Hintergrund (Mannheimer Straße 177) ist u. a. mit Adler-Modemarkt untergebracht! Daneben wiederrum wurde auch ein Haus abgerissen (schätze es war aus den 50ern weiß jemand mehr dazu?)





      Ein Blick zurück!



      Schräg genüber vom ehemaligen Dieboldhaus ist ebenfalls (!) ein Haus abgerissen wurden (Mannheimer Straße 172)

      Dort an dem Zaun hängen die Visus von den "Architekten" :wuetenspringen: :wuetenspringen: :wuetenspringen:



      Das Bild unten rechts (der gelbe Klotz) soll der Nachfolger für das Dieboldhaus sein :kotz:
      So sieht das Gesamtbild aus des "Baustellenviertels" von der Salinenstraße Richtung Norden!



      Doch Bad Kreuznach ist nicht verloren es gibt eine sehr gute bauliche Neuigkeit: in der Kurhausstraße wird ein wundervolles neuklassiches Gebäude errichtet :daumenoben:



      Großartig die Detailverliebtheit cclap:)




      So sieht die Baustelle mit Umgebung derzeit aus:











      PS. Die Nahebrücke wurde inzwischen vollständig restauriert. Nur noch an den zwei südlichen Brückenbögen stehen noch Gerüste.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fachwerkliebhaber ()

    • Danke für die Fotoreportage.

      Beim Neubau, der im Rohbau bereits steht, runzle ich aber die Stirn sehr. Detailverliebt war der entwerfende Architekt schon, aber von Architektur und Proportionen hat er keine Ahnung. Die bereits eingesetzten Einscheibenfenster sind jedenfalls sehr lieblos mit diesen Kreuzsprossen in Aspik. Die beiden Erker am 2. Obergeschoss sind keine richtigen Erker (vergleiche mit dem Rohbau), sondern werden wohl nur aufgemalt. Der Graffitikünstler weiss wohl, weshalb er die Bauplane "verziert" hat:


      Ok, Bauten wie in Berlin oder andern Grossstädten darf man in einem Ort wie Bad Kreuznach nicht erwarten. Ein Solitär ist die "anspruchsvolle Stadtvilla" jedenfalls aber nicht, es ist lediglich eine Reihenhaus:
    • Hallo Riegel,

      ich kann deine Kritik teilweise verstehen über den Neubau in dem Kurviertel. Dennoch würde ich froh sein, dass man überhaupt noch Mut hat zur traditionellen Architektur. Mann muss sich immer vergewissern, dass es viel schlimmer hätte sein können wie die furchtbaren Neubauten in der Mannheimer Straße. Dagegen finde ich passt sich der Neubau wenigsten gut in die vorhandene Häuserzeile ein. Für mich ist dieser Verusch klassizistisch neu zu bauen jedenfalls begrüßenswert und ein Schritt in die richtige Richtung!
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    • Ein Schritt in die richtige Richtung - aber nur sehr sehr sehr bedingt! Es ist lediglich der Wille zu angepasster Architektur da, aber nicht mehr. Genau wie der Russenkitsch unserem Rekonstruktionsgedanken eher abträglich ist, so wird die (Un)-Architektur dieses Neubaus einer gekonnten traditionellen Architektur nie förderlich sein. Sie wird von allen Architekten vom Fach, ob avantgardistisch oder traditionell, zerrissen werden, auch von allen Architekturkritkern und Kunsthistorikern. Ebenso auch von vielen APH-lern ;) . Nur schon die Vermarktung des Objektes ist doch völlig daneben, da wird von einer Stadtvilla und von einem Solitär gesprochen - unter Villa verstehe ich etwas anderes, und wie bereits geschrieben ist es ein Reihenhaus und kein Solitär. Da wünschte ich mir lieber einen banalen Neubau à la Wiederaufbau in den 50ern in Nürnberg. Oft ist weniger eben mehr.
    • Da wünschte ich mir lieber einen banalen Neubau à la Wiederaufbau in den 50ern in Nürnberg. Oft ist weniger eben mehr.
      Auch dieser Wunsch ist dem Rekonstruktionsgedanken eher abträglich und wird einer gekonnten traditionellen Architektur nie förderlich sein.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Also ich finde den von Fachwerkliebhaber gezeigten Neubau auch recht ansehnlich. Es laufen nicht nur Fachleute und Architekten durch die Städte. Denen werden kleine gestalterische Mängel nicht auffallen.

      Ansonsten sieht die bauliche Situation in der Fußgängerzone übel aus. In allen Ecken wurde etwas abgerissen, und die künftige Neubebauung ist nicht zu begrüßen.



      Fachwerkliebhaber schrieb:

      (...) Das Bild unten rechts (der gelbe Klotz) soll der Nachfolger für das Dieboldhaus sein (...)
      Ich denke nicht. Auf der Seite von Förster & Förster (die scheinbar alle Neubauprojekte entworfen haben) sieht man dieses Bild. Das ist doch nicht in der Fußgängerzone.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Neußer ()

    • @ Zeitlos:
      "eher abträglich" denke ich nicht, da diese Wiederaufbau-Architektur keine Angriffspunkte mehr bietet. Insbesondere stimmen dort noch die Proportionen, Materialisierungen und Dachformen.

      Beim Neubau in Bad Kreunach stimmt diesbezüglich gar nichts mehr. Im Gegenteil, es ist vielmehr eine Verballhornung historischer Stilzitate. Schmerzt dich dieses in der Höhe zusammengepresste Erdgeschoss nicht in den Augen? Mit seinen ununterbrochen aneinander folgenden Öffnungen ohne tragende Mauerwerkspfeiler? Die basis- und kapitelllosen Pilaster? Die oberpeinlich aufgemalten Scheinerker? Die unproportionierten, schlecht verteilten Dachaufbauten, von denen die beiden Äusseren nicht ins Mansard(?)dach komponiert sind? Der durch einen Wohnungstrennwand-Abschluss (nehme ich mal an) halbierte, und dadurch in seiner Breite gestreckte Halbkreis zuoberst in der Mitte?

      Ich kann vor solcher gutgemeinter, aber völlig missratener Architektur nur warnen!

      Wir hatten eine ähnliche Diskussion mal im Strang "Diez - Neubau eines Schlosses", und ich bin froh, dass nach acht Jahren noch kein Spatenstich erfolgt ist (sondern symbolisch dazu der erfolgte Aussichtsturm mit Aussicht auf den Bauplatz abgefackelt ist).
    • Sehr geehrter "Fachwerkliebhaber",

      vielen Dank für die positive Erwähnung meines Neubauprojekts.

      Aufgrund der negativen Anmerkungen eines Mitglieds "Riegel" werde ich mich hier auf dieser Seite doch äußern müssen, weil dieses Mitglied die Sachlage völlig falsch einschätzt.

      Die "Erker", von denen dieses Mitglied spricht, werden im Übrigen nicht aufgemalt, sie werden aus Stuckelementen hergestellt, die logischerweise erst nach der Rohbauphase im Rahmen der Verputzarbeiten folgen. Und auch das Gaubenfenster wird von dem Mitglied "Riegel" völlig falsch interpretiert - es ist ein sehr schönes, zweiflügeliges Holzfenster ohne Trennbalken.

      Ich selber bin eine junge, private Bauherrin - es ist mein erstes Bauprojekt, was ich umsetze. Und ich hebe mich sehr bewusst von den typischen Bauträgerprojekten ab, so wurde u.a. das Grundstück nicht mit Masse zugebaut, und ich arbeite mit Stuck und anstatt mit Betonbrüstungen mit sehr vielen Geländern, die die Gebäudefassaden auflockern. Bei meiner Baumaßnahme werden allein rund 230 Meter Geländer montiert - vom Stil her passend zur Stuckfassade. Alleine diese beiden optischen Maßnahmen kosten sehr viel, und man muss dazu bereit sein dies zu planen und umzusetzen. In dem Fall steht nämlich der Profit hinten an - und wer ist heutzutage dazu bereit darauf zu verzichten???

      Und das auch noch in meiner Situation, in die mich Baufachleute gebracht haben.

      Die Fotos, die Sie im Oktober 2016 gemacht haben, sind mitten in der Neubausanierung entstanden. Meine Baumaßnahme sollte eigentlich Ende 2014 abgeschlossen sein, aber durch eine als "renommiert" geltende Bauunternehmung wurde ein Millionenschaden verursacht, der saniert werden musste. Alle Außenwände der beiden Neubaugebäude wurden herausgeschnitten bzw. -gebrochen und noch einmal neu hergestellt. Diese Maßnahme war für alle Beteiligten Neuland, zumal wir hier Grenzbebauung haben, was den Austausch der Außenwände sehr kompliziert gemacht hat.

      Von der Bauunternehmung im Stich gelassen, musste ich selber ein Sanierungskonzept entwickeln und die Sanierung in eigener Regie mit einer neuen Bauunternehmung aus Mainz durchführen, und das als "eigentlich" Fachfremde - ich bin Diplom-Betriebswirtin und keine Bauingenieurin. Mit den Mängelbeseitigungskosten musste ich komplett in die Vorlage gehen, und das bei einem Millionenschaden. Hinzu kommt, dass ich selber jeden Tag 10 Stunden auf der Baustelle gestanden habe, um die Sanierung durchzuziehen.

      Trotz allem werde ich mich auch weiterhin daran halten die sehr teure Stuckfassade auszuführen, auf die jetzt jeder andere aufgrund der hohen Mängelbeseitigungskosten verzichten würde, so wie jeder andere auch auf günstige Geländer ausgewichen wäre. Aber genau das tue ich nicht - ich halte mich daran, dass ich hier eine anspruchsvolle Stadtvilla baue.

      Was sich hier Planer, Fachleute und Bauunternehmer erlaubt haben, welche Fehler hier gemacht wurden, das ist die eine Seite - aber letztendlich zählt, was ich als Bauherrin und Quereinsteigerin am Ende daraus gemacht habe. Insofern ist es angebrachter Bewertungen am Ende der Baumaßnahme abzugeben, und nicht aufgrund eines Entwurfs.
      Ich selber stehe - trotz aller Widrigkeiten, die ich hier tagtäglich erlebe - jeden Tag 18/19 Stunden voll und ganz hinter meinem Bauprojekt, wo viele andere in meiner "brutalen" Situation längst alles "hingeschmissen" hätten. Und dazu muss man bereit sein ...


      Mit freundlichen Grüßen

      die Bauherrin des Solitärs