Neubau des Hauptgebäudes der Uni Leipzig

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      Wir haben ein Spiegelbild der Situation an der Universität Leipzig vor Augen. Da hilft es wenig, auf Quellen von dieser hinzuweisen, die ja dafür verantwortlich ist, was hier an Steuergeldern überteuert vergeudet wurde und noch dazu zu "verschlimmbesserten" Zuständen führt.

      Die Universitätsleitung hatte keinerlei seriöse Planung für diese Neubauten vorgenommen, der es aber bedurft hätte.

      Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) hatte in jedem Bezirk der DDR SED-Kreisleitungen. Die damalige
      "Karl-Marx-Universität" Leipzig verfügte sogar über eine eigene SED-Kreisleitung.

      Und auf dem Gebiet, wo jetzt die Fresken des Mittelpaulinums stehen, hatte die "Karl-Marx-Universität" Leipzig ein
      Traditionskabinett. Dieses wurde zusammen mit Unterlagen der SED-Kreisleitung in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an einen geheimgehaltenen Ort verbracht.

      Wenn also die Universität Leipzig wirklich ihre Geschichte aufarbeiten will, wäre es hilfreich, wenn die Genossen die
      Unterlagen wieder aus ihrem Versteck holen und das Material dem Universitätsarchiv übergeben. Ein LKW, der die
      Dokumente aufnehmen kann, wird sich mit Sicherheit organisieren lassen.

      Zudem existieren in der BStU auch Unterlagen der HV A (Hauptabteilung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR), die aber nur bis in die 1950er bis 1960er Jahre aufbereitet wurden.

      Hier gilt immer noch Täterschutz. Selbst in Publikationen der BStU kann teilweise nachgelesen werden, wo an der
      "Karl-Marx-Universität" Leipzig für die Stasi ausgebildet wurde. So lange aber der tschekische Eid über der Wissenschaftsfreiheit steht (u.a. Professoren als Wissenschaftsspitzel), haben wir es hier nicht mit freiheitlich-demokratischen Verhältnissen zu tun. Die Abgründe mag ich hier nicht näher erläutern ...

      Jedenfalls ist die Geschichte sehr komplex und auch sehr differenziert zu betrachten. Frau Dr. Hütter (die ich auch in Berlin besuchen konnte) wußte damals nicht, was wir inzwischen heute wissen.

      Und auch das Kriegerdenkmal hat nichts mit dem dritten Reich zu tun. Auch das kann, wenn eben auch nicht an der Universität Leipzig online, nachgelesen werden.

      paulinerkirche.org/kriegd.html
    • Neu

      Die Fertigstellung des Paulinums rückt immer näher. Die Lampenverkleidungen an den Säulen dürften fertiggestellt sein. Am 13.07.2017 gab es anlässlich der Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. ein Orgelkonzert im PAULINUM.









      Im Augusteum wurde das Kriegerdenkmal für die gefallenen Universitätsangehörigen wieder aufgestellt. Mit einer Fotowand wird daran erinnert, dass vorangegangene Generationen die alten Universitätsgebäude vernichtet haben.





      Etwas versteckt im Untergeschoss wurde eine Präsentation der verschiedenen Universitätssammlungen eröffnet.





      Jede der Universitätssammlungen konnte eine Vitrine gestalten.




      Die Veterinär-Anatomische Lehrsammlung stellt z.B. das Plastinat eines Pferdeherzens aus.


      :rolleyes:
      Eigene Fotos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stahlbauer ()