Kemnath

    • Abriss des Dietl-Anwesens am Stadtplatz

      Kurz vor Weihnachten wurde das in die Jahre gekommene Dietl-Anwesen in Kemnath abgebrochen. Ursprünglich wollte die Stadt Kemnath darin eine Bürgerinfo und einen Bürgertreff unterbringen. Nach anfänglicher Euphorie entpuppte sich die Baustelle jedoch als Fass ohne Boden. Statt ursprünglich 1,2 Mio wurden nach weiteren Untersuchungen 1,7 Mio. Euro Investitionskosten veranschlagt (auch weil die denkmalpflegerischen Anforderungen [das Gebäude war früher Teil der Stadtmauer] immer mehr und damit teurer wurden :wuetenspringen: )Der Stadtrat beschloss anschließend das Projekt aufzugeben und das Haus abbrechen zu lassen. Das Grundstück soll künftig in den Kemnather Grüngürtel integriert werden.

      Hier ein Artikel von Oberpfalznetz mit Foto des Hauses vor dem Abriss onetz.de/kemnath/lokales/stadt…use-auf-zeit-d908890.html

      Und hier die Bilder während des Abrisses huzern.de/fotogrossansicht.php?blaettern=ab&fotonummer=1398 (nach rechts klicken um weiter Bilder zu sehen)
      Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

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    • = Stadtplatz 3

      Pfalzgraf schrieb:

      das Gebäude war früher Teil der Stadtmauer

      Hier sehen wir links angeschnitten das Haus und daneben den Teil der Stadtmauer, der sich an das Haus angeschlossen hat. Das Haus dürfte keine Substanz der Stadtmauer enthalten haben, sondern ist wohl bloß an ihrer Stelle gestanden. Dennoch natürlich ein Verlust für das Stadtbild.


      Kemnath-Stadtplatz 3 [CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], by Kereul (Own work), from Wikimedia Commons
    • Zeno schrieb:

      Das Haus dürfte keine Substanz der Stadtmauer enthalten haben, sondern ist wohl bloß an ihrer Stelle gestanden.

      Das kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Ich bezog mich auf die Ausführungen im Kem-Journal Nr 91. 3/2015, S. 3: Darin heißt es:


      kemnath.de/fileadmin/bilder/KEM-Journal/2015/2015_3.pdf

      "Die letzten Besprechungen haben gezeigt, dass diese Baumaßnahme jetzt nochmals um etwa 200.000 € teurer werden soll, als bisher angenommen. Hauptgrund hierfür ist, dass eine Tiefengründung bis zu 8 m erfolgen soll, weil an dieser Stelle früher der Stadtgraben
      verlief. Man stelle sich also 40-50 Stück Stahlbetonpfeiler bis zu einer Tiefe von 8 m vor, die das künftige Haus tragen sollen. Die dafür entstehenden Kosten sprengen jeglichen vertretbaren Rahmen. Die denkmalpflegerischen Anforderungen, die hier bisher gestellt wurden, wie die Aufrechterhaltung der Raumkante, das Gebäude als Bestandteil der ehemaligen Stadtmauer sind durchaus nachvollziehbar, allerdings nicht um jeden Preis. "
      Ich dachte, dass die bereits bestehende Stadtmauer für eine Seite des Gebäudes benutzt wurde. Nach dem erhellenden Foto jetzt wird es wahrscheinlich so sein, dass die Stadtmauer dort endete, wo das Gebäude anfängt und diese eine Gebäudeseite als weiterführende Mauer diente. :rolleyes:
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