Rekonstruktion des Narrenhäusels (in Planung)

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    • Einfach sehr pittoresk die ganze Bebauungssituation am Narrenhäusel, herrlich, fast wie in Prag. Solche charmanten 'unperfekten' Ecken fehlen im heutigen Dresdner Zentrum weitgehend!
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • Ich würde auch für eine Rekonstruktion nach dem Aussehen aus den 30ger Jahren plädieren, die ist sicher am Besten dokumentiert. Danke für die Bau-Infos ! Ein Problem wurde irgendwo schon mal angesprochen, der dann engere Fußweg auf/an der Brücke. Aber das müßte doch zu lösen sein, oder?

      Eine andere Frage zum Elbufer, in der Nähe des Narrenhäusels befinden sich zwei Steinsockel, waren dort in den 30ger Jahren nicht auch Figurengruppen drauf? Wenn ja, weiß jemand um deren Verbleib? Kriegs/Nachkriegsverlust? :wie:
      In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten
    • rhdd schrieb:

      Was passiert eigentlich, wenn es nicht erreicht wird? Hat "das Volk" dann dagegen entschieden?


      Nö. Der Stadtrat muss sich nur nicht zwingend mit dem Thema befassen. "Einfacher" wäre es vielleicht, die entsprechenden Personen in den entsprechenden Fraktionen zu überzeugen - falls sie noch nicht von einer Rekonstruktion überzeugt sind. Aber die GHND möchte mit ihrer Aktion ja etwas demonstrieren.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Bitte dran bleiben!

      openpetition.de/petition/onlin…staedter-markt-in-dresden

      Noch 52 Tage und momentan 14 % erreicht. Immerhin wird minütlich weiterunterschrieben. Jede Stimme zählt...auch Deine stickpoke:)

      Und noch eine aktuelle Pressemitteilung:

      SPD Dresden für den Wiederaufbau des Narrenhäusels

      Die SPD-Fraktion Dresden setzt sich für den Wiederaufbau des nach dem Hoffnarr Joseph Fröhlich benannten Narrenhäusels ein. Ein entsprechender Antrag befindet sich derzeit in Vorbereitung und soll noch im Oktober eingereicht werden.
      Dazu Hendrik Stalmann-Fischer, stadtentwicklungspolitischer Sprecher:
      „Das Narrenhäusel ist vielen Dresdnerinnen und Dresdnern noch bewusst. Viele vermissen es als prägenden Teil des nördlichen Elbufers. Wir wollen den Wiederaufbau einleiten. Durch eine kleinteilige Bebauung, wie mit dem Narrenhäusel, werden Besucher der Altstadt neugierig auf die andere Elbseite gemacht. Es ist damit ein Mosaikstein unseres Ziels, Touristen aus der Altstadt zu locken, um ihnen zu zeigen, dass Dresden viel mehr zu bieten hat.“

      Hintergrund
      Das Narrenhäusel wurde 1755 erbaut und 1935/1936 zum Zweck der Gastronomischen Nutzung umgebaut. 1946 wies der damalige Leiter des städtischen Denkmalpflegeamtes, Richard Konwiarz, auf die belebende Wirkung von Brückenkopfbauten im Stadtbild hin und forderte aus „stadtgeschichtliche[n] und baugeschichtliche[n] Erwägungen“ den Erhalt des Gebäudes. Das Narrenhäusel verfiel jedoch bis es 1950 wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde.
      Das Narrenhäusel ermöglicht Dresden die Chance einer besseren Vernetzung von Altstadt und Innerer Neustadt. Der Blick auf die Altstadtsilhouette bietet eine Nutzung als Café an. Der Wiederaufbau lässt sich unabhängig von der Zukunft des Neustädter Tunnels realisieren.



      GHND


      ...und weiter...

      Umbau schafft Platz für Narrenhäusel

      Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain ist gerade eine Woche im Amt. Doch schon jetzt kann der Grünen-Politiker ein Gespür dafür entwickeln, wie die Dresdner ticken. Vor allem wenn es um historische Bauwerke geht.

      Dresden. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain ist gerade eine Woche im Amt. Doch schon jetzt kann der Grünen-Politiker ein Gespür dafür entwickeln, wie die Dresdner ticken. Vor allem wenn es um historische Bauwerke geht. Die Gesellschaft Historischer Neumark sammelt gerade Unterschriften für den Wiederaufbau des Narrenhäusels und parallel dazu berät der Stadtrat die bauliche Zukunft der Inneren Neustadt beim Neustädter Markt - einschließlich Umbauten am Brückenkopf der Augustusbrücke. Ein Schnellschuss zum Narrenhäusel ist vom neuen Baubürgermeister nicht zu erwarten.

      Sein Vorgänger Jörn Marx (CDU) hat noch die Planung der Stadt für die Sanierung der Brückenrampe der Augustusbrücke erarbeiten lassen, die Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt für die Diskussion in den Gremien und im Stadtrat vorgelegt hat. 3,64 Millionen Euro werden dafür veranschlagt.

      Ausgangspunkt sind verschiedene vorliegende Beschlüsse des Stadtrats. Das betrifft die Beseitigung von Hochwasserschäden an der Augustusbrücke, die Schaffung eines Übergangs vom Neustädter Markt zur Brücke und die Verfüllung des bisherigen Fußgängertunnels sowie die perspektivische Sperrung der Brücke für den individuellen Autoverkehr.

      Jetzt soll die Situation für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich verbessert werden. Auf der Brückenrampe sind dazu beidseitig barrierefreie Straßenbahnhaltestellen vorgesehen. Sie sollen aus denkmalpflegerischen Gründen soweit wie möglich vom Blockhaus in Richtung Altstadt verschoben werden. Die Barrierefreiheit müsse sich daher auch auf die vorderen Einstiege beschränken, Unterstände für wartende Fahrgäste sind nicht vorgesehen.

      Für eine bessere Anbindung an den Elbradweg hat die Verwaltung barrierefreie Anschlüsse für Fußgänger und Radfahrer auf beiden Seiten der Brücke untersucht. Während westlich des Blockhauses eine Rampenlösung (statt jetziger Treppe) auf städtischem Grund möglich ist, wurden für die andere Brückenseite alle Varianten verworfen. Dort sei es nicht gelungen, einen möglichen barrierefreien Zugang zum Elbradweg mit den "besonderen bau- und gartenbaudenkmalpflegerischen Schutzgütern" unter einen Hut zu bekommen. Die Stadt will jedoch nicht locker lassen: "Diese Position sollte in Bezug auf die Teilhabe von mobilitätseingeschränkten Personen hinterfragt werden", heißt es in der Vorlage. Von den Gesamtkosten entfallen auf die Stadt etwa eine Million Euro, rund 2,6 Millionen Euro veranschlagt die Stadt für den Gleisbau der DVB. Die Finanzierung soll dem Stadtrat gesondert präsentiert werden.

      Besonders interessant für die Fans des Narrenhäusels sind geplante Veränderungen an der Brücke selbst: Die Fahrbahn soll im Rampenbereich bis zur Meißner Landstraße schmaler werden. Damit würde Platz für das Narrenhäusel geschaffen, das bis zur Zerstörung in die Brückenrampe hineinragte. "Die bestehende Straßenraumgestaltung der Neustädter Brückenrampe steht einem möglichen Wiederaufbau des Narrenhäusels entgegen", erklärte Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain auf DNN-Anfrage. Das würde sich ändern, wenn der Stadtrat die Sanierungspläne für die Brückenrampe beschließt.

      Schmidt-Lamontain geht es jedoch um mehr. "Neben der besonders exponierten Lage in der Inneren Neustadt und gegenüber der historischen Altstadt ist der Standort silhouetteprägend für Dresden und eine einmalige Entwicklungsoption für eine repräsentative Nutzung in der Kunst- und Kulturmetropole Dresden", betonte er. Es bestehe ein großes öffentliches Interesse an einer hochwertigen Entwicklung der gesamten Fläche zwischen Blockhaus und Finanzministerium, funktional und städtebaulich-gestalterisch.

      Hier kommt der Rahmenplan für die Innere Neustadt ins Spiel, dessen Entwurf aus der Verwaltung kürzlich im Bauausschuss erstmals beraten wurde. Der Rahmenplan zielt stark auf die Verkehrsplanung, heißt es beim Baubürgermeister. Die Stadt reagiere damit auf die Signale der Bürger, denen die derzeitige Gestaltung in diesem Bereich zu stark trennend ist. Die Stadt schlägt deshalb für die Große Meißner Straße/Köpckestraße eine leichtere Querungsmöglichkeit vor und verlegt die Straßenbahnhaltestelle auf den Brückenkopf. Das Narrenhäusel ist in diesem Plan noch nicht enthalten. Letztlich liegt die Entscheidung beim Stadtrat. Bis dahin wird die Neumarkt-Gesellschaft weiter für ihre Pläne trommeln. In dieser Woche sammelt sie Unterschriften in der Altmarkt-Galerie und auch im Internet können die Dresdner für das Narrenhäusel stimmen unter neumarkt-dresden.de - mehr als 1000 Unterstützer gibt es dort schon.


      DNN

      Steter Tropfen höhlt den Stein! Bitte weiter so!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Exilwiener ()

    • Hallo,

      mit den Bildern vom Königsufer von 1936 wird es erstmal doch nix - die hatte Max Nowak für den Heimatschutzverein erstellt und es gibt da auch noch ein Familienarchiv - da muss ich erstmal die Rechte klären. Als Ersatz haben wir mal das Modell vom Narrenhäusel in drei unserer Panoramen eingesetzt. Städtebaulich macht sich das doch ganz gut! Wie es sich realisieren lässt, muss man sehen. An sich sah der erste Bau mit seinem Mansarddach und einem Geschoss weniger wohl am pittoresken aus. Allerdings ist vor allem die Mittelgaupe kaum dokumentiert und die Gebäudemasse dürfte neben der Brücke von Wilhelm Kreis von 1907 deutlich zu klein wirken. Zudem fehlte die rechte "Ausrundung" zur Hälfte. Durch die Aufstockung des 19. Jh. und die Erweiterung des Gebäudes nach Osten durch die vollständige Ausführung der "Ausrundung" nach 1907 fügt sich der Bau aus unserer Sicht viel besser ins Stadtbild. Mit Ausrundung meine ich die beiden Gebäudeteile seitlich, die dem Bau auch den Namen "die Brille" eintrugen.

      hier nun drei Screenshoots der Panoramen



      Link zum Pano Narrenhäusel von Süden



      Link zum Pano Narrenhäusel von Südosten



      Link zum Panoram von der Augustusbrücke
    • Sehr schön und wie real das bei Dir aussieht in der Visu!

      Wir kommen unserem Ziel immer näher und wieder vor allem wegen der eigentlichen Dresdner Stadtplanung...der GHND. Das Thema mit dem eigentlich größeren Gebäude wird sich auch lösen lassen, denn immerhin stand auch bis zum Abriss durch die Kummerl ein größeres Gebäude hinter dem Narrenhäusel. Das eine schließt das andere demnach nicht aus, sondern wird vielleicht die Lösung werden. Hier hat doch auch Mäckler im Vorfeld einen recht guten städtebaulichen Entwurf produziert.

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ergänzend zu den Ausführungen von Stadtrat Stalmann-Fischer erklärt der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gunter Thiele:

      "Auch wir stehen dem Wiederaufbau des Narrenhäusels positiv gegenüber und haben das intern bereits wohlwollend diskutiert. Mit Herrn Wießner als Investor wäre auch eine gute Qualität der Umsetzung gegeben. Ich persönlich finde gut, dass damit auch viel Grün bis hin zur Elbe erhalten bleiben könnte, da das Narrenhäusel nicht so groß ist. Das konkrete Projekt steht aber den bisherigen Planungen ein Stück weit entgegen, die auf der Fläche ein größeres Gebäude vorsehen. Da diese allerdings noch keine Verbindlichkeit haben, sind wir über Details zur Umsetzung gesprächsbereit."

      Mit freundlichen Grüßen

      Andreas Rönsch
      Fraktionsgeschäftsführer

      CDU-Fraktion im Stadtrat der
      Landeshauptstadt Dresden
      Dr.-Külz-Ring 19
      01067 Dresden
      Telefon: 0351 / 488 2257
      Telefax: 0351 / 488 2972
      E-Mail: CDU-Fraktion@Dresden.de
      dresden-cdu.de



      Quelle GHND
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Statue des Hofnarren Froehlich



      Text:

      "Am Augustusgarten, befindet sich eine Plastik, am Eingang zum Fußgängertunnel. Sie stellt, den Hofnarren Fröhlich vor. Die Kleinplastik in Bronze wurde im Jahr 1978 von dem Künstler Helmut Apel geschaffen. Die Kleinstatue in Bronze dort, wo die ehemalige Gaststätte „Narrenhäusel" stand. das Narrenhäusel war das Wohnhaus, des Hofnarren Fröhlich.
      Bei dem auf der Staue vorgestelltem Hofnarren Fröhlich handelt es sich um einen Herren mit namen Joseph Fröhlich. er wurde 1694 geboren und starb 1757. Im Jahre 1725 gelangte als Markgräflicher Taschenspieler und Hofnarr nach Bayreuth. Im Jahre 1727 kam er als Hofnarr nach Dresden an den Hof von August der Starke"

      Es wäre doch nur konsequent, wenn man auch und vor allem in Form des Narrenhäusels wieder Dresdner geschichte erleben könnte!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Natürlich habe ich auch unterschrieben. =) Schöne Montagen, Arstempano! Was man allerdings erkennt: Das Narrenhäusl ist etwas klein, das Torhaus wirkt etwas erdrückend. Deswegen bin ich auch sehr dafür, dass durch das wiederentstandene Narrenhäusl die Gebäude „dahinter und daneben“ auch stärker in den Fokus für eine Rekonstruktion rücken:
      verschwundene-bauwerke.de/__we…sbruckeBlickNeustadtF.jpg
      Sonst steht das Narrenhäusl so verloren allein da … =(
    • In den ersten zehn Tagen sind bereits mehr als 2000 Unterschriften gesammelt worden.

      Die Unterschriftensammlung für die Petition „Wiederaufbau Narrenhäusel“ ist sehr gut angelaufen. So sind in den ersten 10 Tagen durch die Unterschriftenaktion in der Altmarkt-Galerie und die Onlinepetition weit über 2.000 Unterstützerunterschriften abgegeben worden. Das sind zirka 50 % des selbst gesetzten Petitionszieles. Als Organisatoren dieser Petition liegen wir damit gut im Zeitplan.
      Quelle: GHND

      Die Unterschriftensammlung läuft noch bis zum 05.12.2015.

      Hier die gesamte Pressemitteilung:

      neumarkt-dresden.de/pdf-dateie…tionNarrenh%C3%A4usel.pdf
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Heutiger SZ Zeitungsartikel:

      Mehr als 2 000 wollen das Narrenhäusl

      Die Gesellschaft historischer Neumarkt Dresden bittet nun in ihrem Pavillon und im Internet um Unterstützung.

      Ihrer Forderung nach dem Wiederaufbau des Narrenhäusls will die Gesellschaft historischer Neumarkt Dresden mit einer Petition mehr Gewicht geben. Dafür sammelte sie in der vergangenen Woche in der Altmarktgalerie Unterschriften von Unterstützern. „Die Aktion ist gut angelaufen. In den ersten zehn Tagen konnten wir bereits über 2 000 Unterschriften erhalten“, sagt Jürgen Borisch vom Vorstand. Damit sei etwa die Hälfte des selbst gesetzten Petitionsziels erreicht.

      Die Dresdner Bürgerschaft werde noch bis zum 5. Dezember gebeten, ihre Meinung zu einem Wiederaufbau des Hauses an der Augustusbrücke zu äußern. Unterschriften sammelt die Gesellschaft in ihrem Pavillon am Pirnaischen Platz, über Facebook und im Onlineportal. (SZ/kle)

      openpetition.de/petition/onlin…staedter-markt-in-dresden oder

      facebook.com/neumarkt.dresden


      GHND

      Bitte weiterhin Unterschriften sammeln!

      openpetition.de/petition/onlin…staedter-markt-in-dresden

      Wenn das wunderschöne Gebäude steht, dann können wir einmal alle gemeinsam dort anstoßen - ein Prosit der GHND :kuss:
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • als Beispiel:

      Ich hab mir die Unterschriftenliste ausgedruckt und konnte bisher 41 Leute in meinem Umfeld zum unterschreiben bringen (mit Fotos und etwas Eloquenz). Man merkt, dass sich viele dafür begeistern, aber die Wenigsten von allein den Weg zur Petition finden. :dichter:

      Evtl., liebe Foristen, gehen wir mal mit dem Klemmbrett an einem sonnigen Samstag auf den Neustädter Markt und machen "Jagd" auf Unterstützer? Ich wär jedenfalls dabei, wenns mein Dienstplan erlaubt. stickpoke:)