Wetzlar

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die aus den 20er Jahren stammende, denkmalgeschützte Wohnsiedlung "Stoppelberger Hohl" in Wetzlar wird saniert.

      Das aktuelle Projekt umfasst 166 Wohneinheiten rund um die Römerstraße mit dem markanten "Torhaus" an der Einfahrt, die zu der denkmalgeschützten Anlage gehören. Zufrieden mit dieser Lösung ist auch Oberbürgermeister Wolfram Dette. "Mit der jetzt möglichen Sanierung der Siedlung "Stoppelberg" werten wir ein bedeutendes, historisch wertvolles Wetzlarer Wohnquartier auf und erhalten es für die künftige Generation". Da der Bereich mit den historischen Straßennamen den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hat, gleicht das Wohngebiet bis heute einer geschlossenen Siedlung. Eine Sicht, die durch das 1927 errichtete zweigeschossige Torhaus mit seinen Durchfahrten und dem sechseckigen Dachreiter mit Uhr noch verstärkt wird.


      mittelhessen.de/lokales/region…saniert-_arid,414791.html
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Die Altstadtsanierung in Wetzlar ist "abgeschlossen"

      mittelhessen.de/lokales/region…teigert-_arid,454571.html

      Ein vierzig Jahre andauernder Prozeß mit vielen Höhen, aber auch (den leider üblichen) Tiefen geht zu Ende.

      Als Ergebnis darf man festhalten, dass die Altstadt, die bis zu Beginn der 80iger Jahre zumindest abseits der Geschäftstraßen heruntergekommen war, besser aussieht als vor der Sanierung. Eine Vielzahl von Fachwerkhäusern, auch solche, die seit Jahren leer standen und eigentlich zum Abriss vorgesehen waren, wurden saniert. Flächenabrisse gab es keine. Mehrfach wurden Häuser die (angeblich?) nicht zu erhalten waren, nach dem vollständigen Abruch äusserlich rekonstruiert wieder aufgebaut. Moderne Füllbauten passen sich im wesentlichen dem Bestand an.

      Einzelne Ausnahmen gibt es sicherlich. Das das Stadtbild (zumindest in seiner dem Buttermarkt abgewandten Seite) am schlimmsten beeinträchtigende Gebäude, das Stadthaus am Dom, wurde allerdings überwiegend auf Grundstücken errichtet, die seit Jahrzehnten mehr oder weniger brach lagen. Die hier stehenden historischen Häuser wurden bereits unmittelbar nach Kriegsende abgerissen, da die Gebäude durch Luftdruck von Bombeneinschlägen beschädigt waren. (Ob so sehr, dass eine Sanierung nicht möglich war, sei dahingestellt.) Das Stadthaus wird vermutlich das Alter der vorherigen Bebauung nicht erreichen können. Die Baukunst der Maurer und Zimmerleute des Mittelalters und der Barockzeit war technisch doch wohl ausgereifter als die der Betonbauer der 70iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Mal sehen, was nach dessen (baldigen ?) Abriss kommen wird.

      Bleibt zu hoffen, dass der Abschluss des Sanierungsprogramms nicht das Ende von Sanierungsmaßnahmen ist. Zur Zeit sieht es nicht so aus, es werden aktuell weiterhin alte Fachwerkhäuser renoviert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Zu einzelnen Projekten der letzten vierzig Jahre im Rahmen der Altstadtsanierung Wetzlar :

      So wurde zum Beispiel ein gotisches Fachwerkhaus am Brodschirm saniert,

      Vor der Sanierung stand es jahrelang leer.und sollte wie die ganze Häuserzeile abgrissen werden. Die zuletzt noch vorhandenen Häuser am oberen Teil der Straße Brodschirm sind dann doch noch saniert worden. Auf der gegeübeliegenden Starßenseite befindet sich leider das schon erwähnte Stadthaus am Dom.

      wetzlar.de/media/custom/370_16519_1.PDF?1362403381

      Auch in den achtziger Jahren schon der "Disneyland" Vorwurf:

      wetzlar.de/media/custom/370_16522_1.PDF?1362404065

      Die auf dem Bild gezeigte "Hütte" ist saniert. Die Baulücken mit angepaseten Bauten geschlossen.

      Weiteres über die sanierte Bauten kann unter denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/ nachgelesen werden. Ich werde über weitere Einzelprojekte in den nächsten Wochen noch berichten (auch wenn die Sanierungen teilweise 30 Jahre lang her sind).

      Interessant ist auch wie im Fall von Abrissen die Gebäude ersetzt wurden. Beispielhaft (im positiven, wie im negativen Sinn) sind die nachfolgenden Rekonstruktionen

      ehemal. Gasthaus "Römischer Kaiser".

      Mitsamt Nachbargebäuden und Hinterhäusern abgebrochen. Fassade nach historsichem Vorbild rekonstruiert, Nachbarhäuser in angepassetem Stil neu errichtet, Hinterhäuser modern.

      wetzlar.de/media/custom/370_16382_1.PDF?1360937829

      wetzlar.de/media/custom/370_16386_1.PDF?1360937964

      Gasthaus "Grünes Laub".

      Bauteil aus dem 18. Jhd abgebrochen und nach altem Vorbild rekonstruiert.Anbau aus dem 19. Jhd, saniert.

      Vor der Sanierung:

      akpool.de/ansichtskarten/24206…-gruenes-laub-hans-langer

      Nach dem Abbruch eines Teils des Gebäudes:

      wetzlar.de/showobject.phtml?La=1&object=med%7C370.16162.1.g

      Dieser Abruch war vom Eigentümer (einer einheimischen Brauerei) lange geplant. Er sollte eigentlich verhindert werden, da es sich bei dem Gebäude um einen Palais aus der Reichskammergerichtszeit gehandelt hat. Nach langen Jahren des Leerstandes war die Fachwerkkonstruktion vollständig vom Hausschwamm befallen, so dass nachdem zwischenenzeitlich ein neuer Eigentümer das Anwesen erworben hatte, doch ein Abriss genehmigt wurde. Zunächst sollte zumindest die Fassade des Erdgeschosses erhalten werden. Aber auch dass war in Folge der aus meiner Sicht systematischen Verwahrlosung des Gebäudes wohl nicht mehr möglich. So ist ausser dem Anbau aus dem 19. Jahrhundert nur noch das Portal im Original erhalten. der Rest ist wenigstens vollständig rekonstruiert worden.

      Gasthaus "Alte Post"

      Abgerissen, Fassade (schlecht, Fenstergewände in Beton und rot gestrichen) rekonstruiert. Eingangsportal erhalten.

      wetzlar.de/media/custom/370_16385_1.PDF?1360937926

      Weitere, insbsonders kleinere Häuser wurde abgebrochen um kleinere Plätze zu schaffen oder durch im wesentlichen angepasset Neubauten ersetzt. Wenngleich es auch um einige dieser Bauten Schade war, ist das Stadtbild durch die Neubauten meist nicht verunstaltet, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft Altbausubstanz und daher das gewohte Straßenbild verblieb. Unrühmliche Ausnahmen bilden neben dem oben genannten Stadthaus am Dom, noch das Städtische Altenheim aus den 70iger Jahren. Die weitaus überwiegende Zahl der Bürgerhäuser wurde aber nicht abgerissen, sondern renoviert. Dies betrifft insbesondere auch die Hauptgassen und Plätze der Altstadt.
    • Hier noch einige Bilder der Wetzlarer Altstadt die den Vergleich vor und nach der Sanierung zeigen. Die Photographien aus den 70iger Jahren zeigen deutlich den Verfall der Altbauten. Heute wirkt die Alltstadt allgemein freundlicher.

      wetzlar.de/showobject.phtml?La….12209.1&kat=&kuo=2&sub=0

      Besonders möchte ich auf die Bilder der schon im vorherigen Beitrag erwähnten Sanierungsmaßnahme in der Straße "Brodschirm" hinweisen. Das Ergebnis zeigt, dass aus ein "temporären Schandfleck" eben nicht durch Abriss, sondern durch Sanierung zu einem Schmuckstück wird.

      Teilweise zeigen sind die gegenübergestellten Bilder allerdings nicht aus gleicher Richtung aufgenommen. So sind die auf dem "neuen" Bild der Obertorstraße zu sehenden Neubauten an Stelle des auf dem "alten" Bild gezeigten Flachbaues entstanden. Die auf dem "alten" Bild zu erkendenen verputzeten Fachwerkbauten sind saniert, das Fachwerk freigelegt.

      Die auf dem 1 links und 3 "alten" Bilder der Lahnstraße gezeigten Fachwerkbauten sind saniert und jetzt fachwerksichtig.

      Die Bebauung in der Straße "Hammelskopf", einer kleinen Sackgasse mit früher meist gewerblicher Bebauung, ist überwiegend durch angepasset Neubebauten ersetzt, ebenso das abgebildete Eckhaus in der "Rahmengasse".

      Wenn weitere Fragen bestehen, kann ich gerne Versuchen diese zu beantworten.
    • Ein verputzer Fachwerkbau, nebst Nebengebäuden, aus der "Reichskammergerichtszeit" in Wetzlar wird saniert und ein Anbau neu errichtet. Vermarktet wird das ganze als "Eselstreppchen" Dies ist der Name der Seitengasse, an der sich der Gebäudekomplex entlang zieht.

      hwimmobilien.de/onlineexpose/9450

      Das Hauptgebäude steht an der Weißadlergasse (nr. 11) . Das Haus ist in der Denkmaltopographie wie folgt beschrieben:

      "Das viergeschossige, vierachsige, verputzte Fachwerkhaus wurde kurz vor der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Das Erdgeschoss wurde im späteren 19. Jahrhundert durch Schaufenstereinbauten zu einem Ladenlokal umgestaltet, das durch ein profiliertes Gesimsband mit gesprengtem Giebel von den oberen Geschossen getrennt wird. Darüber erheben sich drei Vollgeschosse, die, wie der Putz zeigt, leicht überkragen. Alle Fenster verfügen über einfache Holzrahmen mit flachen Segmentbögen. Über dem weit überkragenden Traufgesims erhebt sich ein hoher, verschieferter Dreiecksgiebel. Das Gebäude markiert an einer städtebaulich wichtigen Stelle eine Verengung des Straßenraumes der Hauser Gasse. "

      Die Sanierung des Altbaues, über Jahrzehnte verschiedene Gaststätten beherbergend, nunmehr seit Jahren leer stehend, ist auf jeden Fall zu begrüßen.

      Der Neubau am unteren Ende des Eselstreppchens wird an der Stelle der ehemaligen reichsstädtischen Mehlwaage errichtet werden. Die Müller der Stadt mußten in reichsstädtischer Zeit das von ihnen gemahlene Mehl dort wiegen lassen. Das Eselstreppchen hat seinen Namen daher, dass die Mehlsäcke von den Mühlen mit Eseln zum Wiegen gebracht wurden. In Bereich zwischen Mühlgraben, wo die Mühlen standen und der Mehlwaage waren dann oft Esel zu sehen.



      Die Waage war im II Weltkrieg durch einen Bombentreffer vollständig zerstört worden, der Standort seitdem unbebaut und als Behelfsparkplatz genutzt.

      Eine Rekonstruktion, des für die Stadtgeschichte aus meiner Sicht wichtigen Baues hätte sich angeboten, zumal das Umfeld im wesentlichen noch unzerstört erhalten ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Vielleicht könntest du dich an den Bauherrn bzw. den Architekten wenden und ihn darauf hinweisen. Das dort die Mehlwaage stand, ist nur noch wenigen Wetzlarern im Gedächtnis.

      Dennoch würde auch ich eine Rekonstruktion herzlichst begrüßen, da es 1.ein städtebaulich wichtiges Gebäude war und 2.die Fläche eh nicht genutzt wird.
    • In Wetzlar wurde ein Gebäude aus dem 19.Jahrhundert abgerissen. Es war zwar kein besonders bedeutender Bau, aber einer der letzetn Reste der Vorkriegsbebauung der Neustadt, einer bis ins Mittelalter zurückreichenden Vorstadt Wetzlars. Die Neustadt, vierspurig ausgebaut, wandelt sich so immer mehr zu einer blossen Ausfallstraße.

      mittelhessen.de/lokales/region…-faellt-_arid,510884.html

      Interesant ist auch die Bezeichnung als "Abbruchhaus". Das toppt noch den bislang gern verwendeten Begriff "Schandfleck", der ja von seiner Wortwahl immernoch die theoretische Möglichkeit offen lässt, dass das betreffende Objekt saniert und dann (für die Presse immer überraschend) zum "Schmuckstück" wird. Bei dem Begriff "Abbruchhaus" ist dagegen schon im Wort nur noch eine Option offen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Die Wetzlarer neue Zeitung berichtet ausführlich über in den nächsten Jahren geplante Neubauprojekte in Wetzlar

      mittelhessen.de/lokales/region…Wetzlar-_arid,512333.html

      Im Altstadtbereich ist dies nur, dass bereits im Forum vorgestellte, Objekt am Eselstreppchen.

      Dies anderen Bauvorhaben befinden sich weitgehend im Innenstadtbereich. Für das "Sophieneck" werden zwei Altbauten im Bannviertel weichen.
    • Das Konzept zur Umgestaltung der Bahnhofstraße wird erarbeitet:

      mittelhessen.de/lokales/region…as-geht-_arid,599969.html

      Die Bahnhofstraße führt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts von der Wetzlarer Innenstadt zu dem damals auf der Gemarkung ds Dorfes Niedergirmes liegenden Bahnhof . Zunächst waren hier auf Grund der Nähe zum Bahnhof Industriebetriebe und Hotels angesiedelt. Da die in den umliegenden Dörfern wohnenden Arbeiter der Wetzlarer Fabriken auf dem Weg vom Bahnhof zu den Arbeitsstätten die Bahnhofstraße passieren mussten, ließen sich hier immer mehr Einzelhandelsgeschäfte nieder, die zu einem Wandel zur Einkaufsstraße führten. In der Nachkriegszeit bis in die 80 Jahre kam es dann vielfach zum Abbruch der gründerzeitlichen Bausubstanz. In den 80 Jahren des 20 Jahhunderts wurde sie schließlich zur Fußgängerzone. Zugleich begann aber auch der Niedergang der Straße, mit der Schließung alteingesessener Geschäfte und dem folgenden Leerstand. bzw. Neuvermietung an Billigläden uä.

      Ob sich durch die Umgestaltung etwas verbessert, gerade im Hinblick auf das Stadtbild bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit wurde die Bebauung der Bahnhofstraße alle paar Jahrzehnte immer wieder erneuert. Dies wurde auch immer groß als Verbesserung angekündigt. Die Qualität der Bebauung sank jedoch von der Gründerzeit bis jetzt kontinuierlich.

      Da hier allerdings aus meiner Sicht ein Tiefpunkt erreicht ist, kann es eigentlich nur besser werden.
    • Durch die Sprengung der Silos des ehemaligen Zementwerkes hat sich sowohl das Stadtbild des Stadtteiles Niedergirmes wie auch die Silhouette der Stadt in der Tat erheblich verändert.

      Zur Sprengung:
      mittelhessen.de/lokales/region…-Tuerme-_arid,645150.html

      und

      mittelhessen.de/lokales/region…Selfies-_arid,645980.html

      Die Türme haben über Jahrzehnte den Blick auf die Stadt (nicht auf die Altstadt, die hiervon weit genug entfernt ist) geprägt. Mit der Beseitigung geht auch ein Stück Industriegeschichte der Stadt zu Ende.

      mittelhessen.de/lokales/region…f-Knall-_arid,645434.html

      Ob es eine Veränderung des Stadtbildes zum Positiven ist, sei dahingestellt. An der Stelle des (in Innenstadtnähe liegenden) Zementwerkes wird sich nämlich ab nächstem Jahr die blaue Wellblechbude eines skandinavischen Möbelhauses erheben.
    • Neues zur Restaurierung des historischen (noch genutzten) Wasserhochbehälters in Wetzlar:

      mittelhessen.de/lokales/region…spender-_arid,675277.html

      In den 60iger und 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts ist man mit der Gründerzeitbebauung in Wetzlar nicht so sorgsam umgegangen. Ein Beispiel aus der wöchentlichen Serie in der Wetzlarer Neuen Zeitung "Erkennen Sie Wetzlar":

      mittelhessen.de/lokales/region…nanzamt-_arid,678836.html
    • In der Tat schöne Ergebnisse...

      ...aber was daran soll bitte ein Sensationsfund sein? Die Burgkapelle aus dem 13. Jahrhundert wohl eher nicht, und das Skelett wohl eher auch nicht. Wenn überhaupt, dann liegt der "Sensationsfund" darin, dass der Ort ein Paar Jahrhunderte früher besiedelt wurde als bisher gedacht, so könnte man zumindest das indirekte Zitat des Herrn Teichner verstehen (und ganz nebenbei; soooo sensationell wäre das nun auch wieder nicht, schließlich ist Hessen nicht gerade arm an frühmittelalterlichen Befestigungsanlagen, man denke etwa an die Büraburg). Aber die Interpretation des Autors, der Fund von bronzezeitlicher Keramik belege eine kontinuierliche Besiedelung seit der Bronzezeit bis zum Bau der noch sichtbaren Burgruine, ist schlicht Blödsinn und zeugt von nicht allzu viel Fachwissen/Rechercheerfahrung.
    • Sensation ist in der Tat übertrieben.

      Neu ist die Erkenntnis, dass die Burg Kalsmunt älter ist als bisher gedacht.

      Das der Berg auf dem die Burg steht bereits in der Bronzezeit besiedelt war, war bislang wohl noch nicht durch Funde nachgewiesen. Wenn man die Lage des Berges mit der von anderen Siedlungen aus dieser Zeit vergleicht, überrascht dies aber auch nicht.

      Eine kontinuierliche Besiedelung wird durch einzelne bronzezeitliche Funde sicher nicht nachzuweisen sein. Die auf Bergen liegenden Siedlungen der Bronzezeit im Lahngebiet sind aber eigentlich alle aufgegeben worden. Mittelalterliche Siedlungen befinden sich in den Tälern bzw. Terrassen an den Talränderen. Bei dem mittelalterlichen Kalsmunt handelt es sich auch nicht um eine Wohnsiedlung, sondern um die über der Stadt Wetzlar zu deren Schutz angelegte Reichsburg.