Oranienbaum-Wörlitz (Galerie)

    • Der Zugang zum Park erfolgt in diesem Bereich durch das ehemalige Gasthaus "Zum Eichenkranz" Es wurde nachdem sich eine über Jahrzehnte zerstrittene Erbengemeinschaft das Gebäude endlich verkauft hatte, vom neuen Eigentümer schön restauriert (leider ist es aber kein Gasthaus mehr):



      Das Tor des Hauses "Zum Eichenkranz" von der Stadtseite aus gesehen. Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich um einen Fachwerkbau, auch das "Gewölbe" der Durchfahrt besteht aus Holz:




      Blick durchs geschlossene Fenster des Hauses "Zum Eichenkranz" erkennt man Deckenstuck mit Darstellungen der Sternzeichen:











































      Nun also betreten wir das Schloss, der erste rein klassizistische Bau Deutschlands. Der Herzog Franz von Anhalt Dessau hatte den neuen Stil anlässlich einer Reise nach England kennen gelernt. Sein Volk gab dem Herzog den Namen "der gute Vater Franz", woraus man dessen Beliebtheit ersehen kann. Schloss und Park waren von Anfang an für jedermann zugänglich. Der Herzog wollte seinen Untertanen Bildung angedeien lassen und beabsichtigte sein ganzes kleines Ländchen in einen riesigen Landschaftspark nach englischem Vorbild umzugestalten. Den Eingangsbereich des Schlosses bildet die Rotunde, die nach römischem Vorbild gestaltet wurde. Das Fenster oben am Gewölbe ist die einzige Lichtquelle der Rotunde:



























      Der Wasserkasten:









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    • Zunächst im Stil "chinoise" ausgestattete Zimmer:

































































      Im Hintergrund des Speisesaals ein Brunnen, der bei sommerlicher Hitze wohltuende Kühle spendete:






      Der sehr edle Speisesaal mit großer Tafel:



      Speisesaal, die Stühle wirken ganz englisch:







      Göttervater Zeus hat sich in einen Adler verwandelt und schmiegt sich an den von ihm geliebten Ganymed:

































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    • Musikzimmer:



















































      Im Schlafzimmer der Herzogin:



















      Bibliothek:







      Schlafzimmer des Herzogs:









      Des Herzogs Schlafzimmer mit englischem Kapitänsbett:











      Deckengemälde im Schlafzimmer des Herzogs:"Zeus (in einen Adler verwandelt) und Ganymed":




      Küche im Untergeschoss:




      Küche:


      Im Untergeschoss:

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    • Insel Stein

      Am südöstlichen Ende des Wörlitzer Parks befindet sich ein Kuriosum: Der Stein mit der Villa Hamilton.

      Dem Besucher erschließt sich aus der Ferne erst einmal überhaupt nicht, welch merkwürdiges Gebilde da ihn erwartet:




      Erst, wenn man näher kommt wird mein eines Haufen Steines gewahr, der Grotten und einen Art Schlot aufweist:









      Dieses Gebilde sollte den Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt an seine Italienreisen erinnern und beinhaltet die 'Blaue Grotte' von Capri, den Vesuv, ein Römisches Theater und eine verkleinerte Version der Villa Hamilton aus Neapel:




      Über die Hamiltons erfährt man hier mehr:


      Hamilton

      Der Fürst war dort bei Neapel wohl mehrfach zu Besuch und wollte hier am 'Stein' diese schönen Stunden rückerinnern. So entstand so eine Art begehbares Souvenir mit Erinnerungsstücken an diese Reisen.


      Wiki schreibt dazu:


      "Die [i]Villa Hamilton liegt am Fuß des künstlichen Vulkans auf der Insel Stein. Der Fürst widmete den Bau der Freundschaft mit dem Geologen und englischen Gesandten am Hof des Königs von Neapel, Sir William Hamilton (1730–1803), der Gastgeber des Fürsten und seines Baumeisters auf der Reise an den Golf von Neapel und nach Sizilien war. Als Vorbild für die aus drei Zimmern bestehende Villa diente das Wohnhaus Hamiltons.[/i]"



      Wenn man nun ins Innere vordringt so erschließen sich nicht unbedingt alle Räume sofort, deshalb lohnt es sich entweder an einer Führung teilzunehmen oder sich einen kleinen Führer zu kaufen.



      Eingang zum 'Stein':






      Basalte rund um den 'Stein' erinnern an Vulkane, Hamilton war ein Vulkanologe:








      Gang durch das Höhlenlabyrinth mit antiken Gottheiten:









      Columbarium mit antiken Gefäßen:





      Columbarium


      Kabinett der Nacht:




      Erinnerung an die 'Blaue Grotte' auf Capri:




      Das Theater:









      Eingang zur Villa Hamilton von den Feigengrotten aus:





      Innenraum (Grafikkabinett) der Villa Hamilton:






      Decke des Grafikkabinetts:







      Das Kaminzimmer:







      Decke des Kaminzimmers:








      Außerhalb die Grotte der Egeria mit Quelle:







      Nase durch böse Bubenhand beschädigt!

      Egeria



      Die verkleinerte Nachbildung eines Kraters ist auch in der Lage Feuer zu speien, mit entsprechendr Pyrotechnik geschieht dies auch hin und wieder.

      Im kleinen Theater war gerade eine Aufführung eines Goldonistücks in Vorbereitung: La locandiera (Mirandolina bzw. Die Wirtin) (1753)

      Alle Fotos von mir, vom 15. 06. 2017

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    • Weiter geht es mit dem 'Gotischen Haus', der bürgerlichen Wohnstadt des Fürsten mit seiner 'zur Linken' angetrauten Ehefrau Luise, der Tochter des Gärtners Schoch.
























      Im Morgennebel aufgenommen die Fassade am Wolfskanal:






      Dies war der erste Bau um 1773/74 und die Fassade soll nach dem Vorbild der Kirche Madonna dell' Orto in Venedig erbaut worden sein:



      Vermutlich wurde das alte Gärtnerhaus in den Neubau integriert, der Gärtner und seine Familie lebten im EG, der Fürst nutzte die obere Etage.


      Nun Aufnahmen aus dem Inneren, gestaltet aus Teilen des alten Dessauer Schlosses:






















      Ich bitte den komischen Rand bei einigen Bildern zu entschuldigen, meine kleine Sony scheint den Geist aufzugeben, war zur zu faul nochmals die Bilder zu bearbeiten :D


      Alle Fotos von mir. Weitere folgen.
    • Weitere Bilder aus dem 'Gotischen Haus', aus der 1. Etage. Hier brachte der Fürst seine reichhaltigen Sammlungen unter, u. a. Glasfenster:

      Durchgangszimmer mit Abbildungen englischer gotischer Kathedralen:









      Ein gusseiserner Kamin:






      Die Schlafstatt des Fürsten:






      Decke:






      Fenster:






      Rittersaal:














      Mittelalterliche Fenster:














      Geistliches Kabinett:










      Kriegerisches Kabinett:








      An den Wänden befinden sich neben originalen Gemälde etliche s/w Abbildungen von Gemälden, die verschollen sind.



      Alle Fotos von mir, demnächst mehr.
    • @Spreetunnel


      Spreetunnel schrieb:

      An den Wänden befinden sich neben originalen Gemälde etliche s/w Abbildungen von Gemälden, die verschollen sind.

      Wieso fehlen diese Bilder bzw. weiß man, wie diese verlustig gingen oder wer diese geraubt hat?
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Exilwiener schrieb:

      Wieso fehlen diese Bilder bzw. weiß man, wie diese verlustig gingen oder wer diese geraubt hat?

      Aus einem Artikel vom 18. Mai 2015:
      In den vergangenen Monaten wurden nicht nur Teile des Gotischen Hauses restauriert. In einer akribischen Arbeit versuchten Spezialisten, die ursprüngliche Hängung der zahlreichen Gemälde und den Bestand der Sammlung zu rekonstruieren.
      […]
      Im Laufe derJahre veränderte sich die Ausstattung des Gotischen Hauses deutlich. Geblieben sei die Dominanz der Gemälde, erläutert Kurator Wolfgang Savelsberg. Erhebliche Verluste in der Sammlung von knapp 600 Gemälden hätten schwere Lücken hinterlassen. Zum einen gingen 1918 Arbeiten an die herzogliche Familie zum anderen 1927 an die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau. Im Zweiten Weltkrieg gab es Verluste. Gemälde gingen beispielsweise über die Trophäenkommission der Sowjetunion und befinden sich heute zum Teil im Bestand von Museen in der Ukraine. Andere gelten als verschollen.

      Die nun zu sehende Rekonstruktion der Innenausstattung des Gotischen Hauses belegt die ursprüngliche Pracht der Sammlung. Einige Lücken konnten zur Ausstellung mit Hilfe von Leihgebern geschlossen werden. Wo die heutigen Besitzer unter anderem aus konservatorischen Gründen dies nicht ermöglichten oder wo von den Gemälden die Spuren fehlten, griffen die Macher der Expositionzu einem Kunstgriff. Sie ließen mehr als 100 Fotos in Schwarz-Weiß anfertigen, die zu sehen sind und einen Eindruck von der Fülle und Qualität der Arbeiten vermitteln. „Nur wenige Rahmen sind leergeblieben", sagt Wolfgang Savelsberg. In diesen Fällen gebe es keine Abbildungen.

      Quelle: http://www.wirtschaftsspiegel.com/news-reader/items/die-cranachs-im-gotischen-haus-des-woerlitzer-parks/
    • Nachdem die Frage nach dem Verbleib vieler Gemälde dank @BautzenFan geklärt ist noch ein letzter Schub aus dem 'Gotischen Haus':

      Das Große Mittelfenster des Tudorbaus, z. Teil gegen die Sonne mit Tüchern geschützt. Ursprünglich gab es da doch ein Rollo an sämtlichen südlichen Fenstern (?):



      Decke im Rittersaal:




      Nochmals eine der Türen:





      Wohnräume:
















      Fenster:








      Gartensaal:






      So, das war's vom 'Gotischen Haus'.
    • Ein Refugium der besonderen Art ist der Sieglitzer Berg im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Fürst Franz von Anhalt-Dessau ließ sich hier vor allem einen persönlichen Kurort als Rückzugsort im eigenen Land anlegen. Die Sieglitzer Solitude im Gartenreich war aber auch ein öffentlicher Ort für festliche Ereignisse.



      Wer mehr Infos und Bilder haben möchte, kann gerne hier nachschauen.
      Gruß aus Potsdam
    • Seit Ende März ist nun auch das Obergeschoss von Schloss Wörlitz im Gartenreich Dessau-Wörlitz zu besichtigen. Was eine kleine Revolution ist. Denn damit ist das Landhaus-Schloss erstmals in seiner Geschichte fast vollständig auf allen Etagen erlebbar ... und bietet wunderbare Eindrücke in das aufgeklärte Fürstentum Anhalt-Dessau im 18. Jahrhundert.






      Mehr Infos und Bilder habe ich wieder in meinem Blog zusammengestellt, den ihr hier nachlesen könnt.
      Gruß aus Potsdam