Quer durch Franken (Galerie)

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    • Auf dem Weg von Ebern nach Gereuth (über Eyrichshof) gibt es links der Hauptstraße die Ruine Rotenhan zu sehen, die ist sehr interessant, weil sie fast komplett in die natürlichen Felsen gehauen ist. Leider hab ich keine Fotos, wenn aber je jemand zufällig da vorbeikommen sollte, es lohnt sich einmal 5 Minuten stehen zu bleiben und ein bisschen dort herumzugehen.

      Nach dem Berg folgt an der Straße bald der Ort

      Gereuth

      In dem winzigen Dorf gibt es ein überraschend prächtiges Schloss-Kirchen-Ensemble:

      Zur rechten Seite das mächtige (neue) Schloss, erbaut 1705-10 von Valentino Pezzani.







      Gegenüber dem Schloss liegt die Kirche St. Philipp, errichtet von Joseph Greising von 1714-17. Leider wie das Schloss nicht offen.







      Das alte Schloss wurde um 1600 errichtet und ist heute leider in bemitleidenswertem Zustand.

    • Obermerzbach

      Zwischen Untermerzbach und Gereuth liegt das winzige Kaff Obermerzbach, auf den meisten Landkarten wohl gar nicht vermerkt, dass aber trotz - oder vielleicht genau wegen seiner geringen Größe eine der wohl besterhaltenen romanischen Kirchen der Gegend beherbergt.

      Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und im frühen 17. Jahrhundert umgestaltet (Turmobergeschoss)









      Inneres:









      Tut mir Leid, abload spinnt schon wieder, vielleicht geht es später wieder, dann kann ich mehr Bilder reinstellen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tobias Lindorfer ()

    • Vielen Dank für die weiteren Beiträge, Tobias. Wenn ich deine Beiträge lesen, schmökere ich immer in den zugehörigen Wiki-Artikeln, um etwas mehr über diese Kleinode Frankens zu erfahren, die du hier vorstellst und die mir oft unbekannt waren.

      So habe ich hier zur zuletzt von dir vorgestellten romanischen Kirche in Obermerzbach erfahren, dass sie bereits seit 322 Jahren eine von heutzutage nur noch 65 Simultankirchen in Deutschland ist und sowohl vom Erzbistum Bamberg als auch von der evangelisch-lutherischen Gemeinde genutzt wird.
    • Mich wundert ein wenig, dass auf den Bildern von Pappenheim die beiden großen Windräder nicht erscheinen, die man vom Burgturm aus sieht, wenn man in Richtung Südwesten (Langenaltheim) schaut. Wirklich kein schöner Anblick. Hast die die Windräder wegretuschiert?

      Für mich wieder einmal ein Beweis dafür, wie wenig man auf die historische Kulturlandschaften Rücksicht nimmt.

      Dank eines neuen Konzeptes droht das Altmühltal ja nun bald leider vollkommen unter die Windräder zu geraten:

      br.de/fernsehen/bayerisches-fe…t-im-altmuehltal-100.html
    • Ravensberger schrieb:

      die beiden großen Windräder

      Du meinst sicher die beiden Windräder von Langenaltheim. Die sieht man natürlich von Langenaltheim. Aber von Pappenheim wohl nur aus erhöhter Position. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es in dieser Galerie hier keine Bilder, die nach Südwesten gehen und dazu noch von einem hochgelegenen Punkt aufgenommen sind, dass man die sehen könnte.
    • Danke, Frank, für deine Infos! Das wusste ich gar nicht, ich habe mich nicht so intensiv mit Obermerzbach beschäftigt. Ich kann aber in Zukunft Links zu den Wikipedia-Artikeln angeben.
      @Ravensberger und Zeno: Die Windräder habe ich natürlich nicht wegretuschiert :), ich habe kein Foto nach SW gemacht, ich bin auch gar nicht sicher, ob man die Windräder von Pappenheim überhaupt sah, kann mich nicht erinnern, ich glaube aber, die Hügel und Bäume verdeckten sie...
      Die Windradverschmutzung in der Gegend ist aber allgemein wirklich schlimm. Auf den Fotos sieht man es natürlich nicht so, ich habe mir da selbstverständlich schönere Motive ausgewählt, aber auch (oder v. a.) in der Gegend Heidenheim - einfach schrecklich.

      Zum Schluss möchte ich mich noch entschuldigen, dass ich immer nur ein paar Bilder hinzufüge und dann drei Tage oder so nichts reinstelle. Irgendetwas mit abload stimmt nicht, und ab dem 10. oder 15. Bild dauert das Hochladen auf einmal extrem lange. Ich habe keine Ahnung wieso. Weiß da jemand eine Hilfe?
      LG
    • Tobias Lindorfer schrieb:

      Auf dem Weg von Ebern nach Gereuth (über Eyrichshof) gibt es links der Hauptstraße die Ruine Rotenhan zu sehen, die ist sehr interessant, weil sie fast komplett in die natürlichen Felsen gehauen ist. Leider hab ich keine Fotos, wenn aber je jemand zufällig da vorbeikommen sollte, es lohnt sich einmal 5 Minuten stehen zu bleiben und ein bisschen dort herumzugehen.

      Siehe hier: Rotenhan (Stadt Ebern) - Ruine Rotenhan
    • Windräder Pappenheim

      Die Windräder waren vom Burgturm aus sehr deutlich zu sehen. Deswegen war ich ja auch so geschockt.

      Trotzdem, danke für die schönen Bilder.

      Noch schlimmer stellt sich übrigens der Blick von der Wülzburg dar, in deren Nähe sich ein Windpark befindet, der zurzeit weiter ausgebaut wird. Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie wenig Rücksicht die so genannte Energiewende auf unsere gewachsene Kulturlandschaft nimmt. Im Übrigen ist die Wülzburg nicht nur eine Festungsanlage von vielen, sondern eine der bedeutendsten aus dieser Epoche überhaupt. Aber das zählt bei derartigen Planungen ja offenbar nicht.

      Windpark nahe der Wülzburg:

      4.bp.blogspot.com/-NGqGhGAEfOY…5_time171534_DSC_5363.jpg
    • Gleußen

      Etwas östlich von Untermerzbach, etwa zwischen Seßlach und Banz, befindet dich die Ortschaft Gleußen. (Gemeinde Itzgrund)

      Für die interessierten der etwas kurze Wikipedia-Artikel: de.wikipedia.org/wiki/Itzgrund

      Die Pfarrkirche ist eine Chorturmkirche mit gotischen Chor sowie einem Langhaus von 1834-36. Leider war sie nicht geöffnet.





      Neben der Kirche einige nette Fachwerkhäuser um 1800











      Leider schlechtes Foto aber trotzdem schön anzusehen:



      Das bemerkenswerteste Fachwerkhaus im Ort ist das Postgasthaus:

      upload.wikimedia.org/wikipedia…Gleu%C3%9Fen)_Scheune.JPG
    • Nun ein großer Sprung von der Gegend um Coburg ins Gebiet der Haßberge - Mit dem Auto fuhren wir hier nach

      Königsberg in Bayern

      Zur Stadtgeschichte: de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_in_Bayern

      Die Stadt entstand zu Füßen der im Osten situierten Burg und war durch diese Lage wahrscheinlich schon früh befestigt. Im Laufe des Mittelalters wurde die Befestigung nach Westen (ehem. Vorstädte) erweitert. Stadtrechte 1358. Im östlichen Teil der Altstadt befindet sich der Marktplatz mit der Kirche und dem Rathaus. In diesem Bereich stehen wunderschöne Fachwerkbürgerhäuser, westlich davon ist die Verbauung eher ackerbürgerlich.

      Zuerst zur Kirche:

      Anstelle älterer Vorgängerbauten wurde die Kirche 1397-1432 komplett neu errichtet, die Gewölbe kamen erst rund 30 Jahre später dazu. Bei Brandzerstörungen 1640 wurde vieles wiederhergestellt und umgebaut. Im spätesten 19. Jahrhundert wurde die Kirche "regotisiert" oder in diesem Fall besser gesagt "entgotisiert", denn mit der alten Bausubstanz wurde schlecht umgegangen, die Einrichtung wurde fast komplett entfernt und das Äußere komplett umgestaltet.



      Die größten Teile der Ornamentik am bemerkenswerten Turm sind noch gotisch.



      Inneres: Bei der "Regotisierung" wurde das Innere stark umgestaltet. Große Teile der Einrichtung und auch die Gewölbe stammen aus dem späten 19. Jahrhundert.





      Der moderne Hochaltar:



      Zu den schönsten Ausstattungsstücken gehört die Kanzel von 1697



      Das neugotische Oratorium mit Fenstergucker :D



      Sakramentshäuschen, natürlich auch neugotisch.



    • Das berühmte Königsberger Ensemble am Marktplatz mit dem Unfindener Tor oben von der Stadtseite unten von der Feldseite.



      Das Unfindener Vortor


      Gegenüber dem Unfindener Tor liegt der Salzmarkt als Erweiterung des Marktplatzes. Dort steht das Regiomontanus-Haus mit der prächtigen Fachwerkfassade von 1886. Das Gebäude reicht allerdings ins 17. Jahrhundert zurück.



      Ein weiteres schönes Haus am Salzmarkt, um 1700.



      In den Bauwichen zwischen den Häusern offenbart sich einem das wahre Alter der Gebäude:

      Z




      Alter Stadel mit Kratzputzdekor:

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    • @Zeno: Mein Fehler, das dem Unfindener Tor vorgelagerte Torhaus heißt wirklich Schützentor, ich nahm aber nicht an, dass es einen eigenen Namen hat. Danke für deine Ausbesserung :D

      Häuser im südlichen und westlichen Bereich der Altstadt:







      Beim Marktplatz steht dieses aus mehreren einzelnen Gebäuden verschiedener Perioden zusammengefügte Haus:



      Interessantes Fachwerk in einer Achse





    • Zeil am Main:



      Pfarrkirche St. Michael:

      Das Langhaus und der Chor wurden um 1710 erbaut, ein älterer ehemaliger Chorturm aus dem 13/14. Jahrhundert dient heute als Vorhalle.

      Um 1761 wurde das Innere in Rokokoformen umgestaltet.





      Inneres: Die prächtigen Stuckaturen und Malereien von 1761





      Kanzel Ende 17. Jahrhundert (aus Bamberg)



      Das Turmerdgeschoss im Osten.



      Seitlich des Turmerdgeschosses befindet sich eine gotische, kreuzrippengewölbte Kapelle.

    • Weitere Häuser in der Altstadt:

      Prächtigste Fachwerkhäuser in der Speiersgasse (Vom Marktplatz nach Osten führend)



















      Lange Gasse (ebenfalls vom Marktplatz Richtung Osten verlaufend)





      Der hintere Hausteil des Jörg-Hoffmann-Hauses (Hauptstraße 3), der noch aus dem 16. Jahrhundert stammt, zur Langen Gasse.



      Die Hauptstraße (Marktplatz gen Süden) mit dem Jörg-Hoffmann-Haus links



      Das J-Hoffmann-Haus, benannt nach seinem Baumeister, ist eines der bedeutendsten Fachwerkbürgerhäuser Frankens, es wurde 1689 errichtet. Ein weiteres von ihm erbautes Gebäude steht in Scheßlitz.





      ..Und zur Erinnerung nochmals das wesentlich ältere Hinterhaus:



      Das Hoffmann-Haus in Scheßlitz, mehr Bilder folgen noch später bei der Scheßlitz-Galerie



    • Scheßlitz

      Das Städtchen Scheßlitz liegt nun etwa 30 km weiter östlich von Zeil am Main, ca. 10 km von Bamberg entfernt. Die Pfarre ist eine der Urpfarreien der Gegend. Der große Straßenmarkt wurde um 1200 angelegt, der Ort entwickelte sich vor allem durch die Tatsache, dass er 1390 an das reiche Bamberg fiel, zu einem ansehnlichen Städtchen. Seit dem 14. Jahrhundert ist Scheßlitz befestigt.

      Wie immer beginne ich der Ordnung und Gewohnheit wegen zuerst mit der Pfarrkirche, diese steht östlich des eigentlichen Stadtkerns frei auf dem ehemaligen Friedhof. Der älteste Bauteil ist der Unterbau des Chorturms aus der Zeit um 1300. Der Chor wurde um 1400 errichtet (wahrscheinlich nach 1390), das Langhaus folgte nur wenige Jahrzehnte später.

      Das Äußere dürfte ziemlich ansehnlich sein, ist aber gerade eingerüstet.



      inneres: Der gotische Bau ist gut erhalten, von 1624 stammen die Langhausgewölbe, fast die gesamte Einrichtung ist barock.



      Die Geölbemalereien 2. Hälfte 18. Jahrhundert.



      Der bemerkenswerte Hochaltar wurde 1787 von Johann Bernhard Kamm errichtet.



      Tabernakel



      Seitenaltar 1752



      Die Kanzel wurde 1782 - wie der Hochaltar - von Kamm gefertigt.



      ebenso der Taufstein.



      Im Chor befindet sich dieses bedeutende Epitaph, von Truhendingern. Die Umarmung der beiden abgebildeten Verstorbenen und die reiche Tiersymbolik sind bemerkenswert. Entstanden 2. Hälfte 14 Jahrhundert.

    • Wenn man von der Kirche nach Westen geht, kommt man - zuerst vorbei an der Stelle wo einst das Torhaus gen Osten stand - bald in die Altstadt, also zum Marktplatz (Die ummauerte Innenstadt besteht eigentlich - abgesehen von wenigen locker verbauten Gässchen im südlichen Bereich - nur aus dem großen Markt). Beiderseits wird er von prächtigen Bürger- und Ackerbürgerhäusern gesäumt, meist entstammen sie der Blütezeit im 18. Jahrhundert.

      Marktplatz gen Westen:



      Von der Kirche kommend, erblickt man zuerst diese Postkartenmotiv-Häuserzeile im Süden, das rechte Gebäude ist das Rathaus.



      Rathaus:



      Markt Richtung Osten (Kirche):



      2 Prächtige Fachwerkhäuser um 1700:





      Nun zum angekündigten und vielgerühmten Jörg-Hoffmann-Haus, noch schöner als der 5 Jahre ältere Bruder in Zeil am Main. Das Scheßlitzer Hoffmannhaus, diente als Zunfthaus der Brauer, daher die reiche Gestaltung. Sehet und staunet :D









      Nun etwas weiter im Osten eine weitere Gesamtansicht: Man kann sehen, dass fast alle Häuser einen alten Kern besitzen, aber später leider sehr oft stark verändert wurden. Zumindest aber kaum hässliche Geschäftseinbauten.



      Die Stadtkapelle: Eine nette Idee von, am Stadtplatz eine kirchengroße Kapelle zu errichten. Die Scheßlitzer Stadtkapelle St. Marien wurde 1884 errichtet.







      Zum Abschluss noch ein schönes Zunftschild:



      Nach der kurzen Besichtigung von Scheßlitz fuhren wir ins Dorf Kleukheim, nur wenige Kilometer nördlich gelegen. Siehe nächste Galerie:
    • Kleukheim

      Der Ort Kleukheim, zwei Ortschaften weiter nördlich von Scheßlitz, hat einen malerischen, gut erhaltenen Dorfkern: nichts Großartiges, aber ein lohnender Halt auf der Strecke nach Bad Staffelstein.

      Fast der gesamte Ort drängt sich um den langen, aber schmalen Dorfplatz, dessen Westabschluss die Kirche bildet. Im Osten begrüßt gleich dieses kleine Fachwerkauszugshäusl:





      Der Dorfplatz:





      Bauernhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert:





















      Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit älterem Turm: