Nizza (F) (Galerie)

    • Nizza (F) (Galerie)

      Palais de la Méditerranée


      Bild: ecololo, flickr flickr.com/photos/ecololo/651445102/

      Neben dem legendären „Negresco“ ist das Hotel „Palais de la Méditerranée“ das schönste der Stadt. Es ist ein weißer Prachtbau im Art-Deco-Stil, der 1929 eröffnet wurde und mitten an der „Promenade des Anglais“ steht. Das Luxushotel wurde vor allem deshalb rasch zur Attraktion, weil im hoteleigenen Theater mit 1000 Plätzen Stars wie Maurice Chevalier, Josephine Baker und Edith Piaf auftraten.

      In den 30er Jahren war das „Palais“ ein Ort, an dem man sich gerne sehen ließ. Und zum Zocken musste man noch nicht mal ins benachbarte Monte Carlo fahren, weil es auch in diesem Grandhotel ein Casino gab – übrigens bis heute.

      Später jedoch geriet das Haus in finanzielle Turbulenzen, der Glanz von einst war dahin. Es wurde 1978 geschlossen. Jahrelang stand es leer und wurde schließlich bis auf die weiße Fassade, die unter Denkmalschutz steht, abgerissen und neu aufgebaut. Nun wird es von der französischen „Concorde“-Gruppe betrieben, deren Flaggschiff das „Hotel de Crillon“ in Paris ist.

      Das „Palais de la Méditerranée“ in Nizza hat 176 Zimmer und 12 Sui ten. Die meisten gruppieren sich um ein hohes Atrium, das zum Meer offen ist. In der dritten Etage befinden sich Restaurant, Bar, Pool, Lounge und Terrassen mit Mandarinenbäumen. Wer sich nächstes Wochenende spontan dorthin aufmachen will: Ein großes De-Luxe-Doppelzimmer mit Frühstück und Meerblick kostet in der Nebensaison rund 500 Euro pro Nacht, eine Penthouse-Suite mit fast 120 Quadratmetern ist für knapp 2200 Euro zu haben.
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      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Hotel Negresco



      Das Hotel Negresco ist ein 1912 eröffnetes Luxushotel im Stil der Belle Époque direkt an der Uferpromenade Promenade des Anglais in Nizza. Der Name stammt von dem Erbauer Henri Negresco. Édouard Niemans war der Architekt. Die auffällige, pinkfarbene Kuppel des Gebäudes wurde von Gustave Eiffel konstruiert, wobei die Legende besagt, dass der Busen einer Geliebten als Modell diente. Das Hotel Negresco ist eines der Gründungsmitglieder der renommierten Hotelvereinigung The Leading Hotels of the World.
      Das Hotel verfügt über 121 Zimmer und 24 Suiten, wobei jedes Zimmer in einem anderen Stil eingerichtet ist. Zum Hotel gehört auch das Feinschmeckerrestaurant Le Chantecler, das regelmäßig in Restaurantführern mit höchsten Auszeichnungen versehen wird: Für 2013 trägt es zwei Sterne im Guide Michelin.[1] Berühmt ist auch die Kleidung der Portiers, die im Stil des 19. Jahrhunderts gekleidet sind.
      Das Hotel war sofort ein beliebter Treffpunkt für gekrönte Häupter und den internationalen Geldadel. Der Erste Weltkrieg ließ die Erfolge jedoch nicht lange andauern. Das Hotel wurde zu einem Militärhospital umfunktioniert. Auch nach dem Krieg wollten die alten Zeiten nicht zurückkehren. Auf Druck der Gläubiger von Henri Negresco wurde das Hotel bald darauf an belgische Investoren verkauft. Danach verlief die Entwicklung des Hotels sehr wechselhaft.
      Die heutigen Eigentümer sind seit 1957 die Mitglieder der Familie Augier. Mme. Jeanne Augier hat das Hotel im heutigen palastartigen Stil ausgestattet. Außerdem beherbergt das Hotel eine umfangreiche Kunstsammlung klassischer und auch zeitgenössischer Maler. Im Jahr 2003 wurde das Hotel vom französischen Staat als Baudenkmal eingestuft.

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      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Palais Régina


      Bild: mwanasimba, flickr flickr.com/photos/mwanasimba/2858224011/

      Prunkvollster Belle-Époque-Bau Nizzas. Gebaut 1897 innerhalb von 15 Monaten, war es als Hôtel Excelsior Régina Palace den Besuchen der Königin Victoria von England gewidmet. 1938 kaufte Henri Matisse zwei Appartements in dem ehemaligen Hotel, die er bis zu seinem Tod 1954 bei seinen Aufenthalten in Nizza bewohnte. Heute sind die Wohnungen des Palais Régina in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Auf dem Weg durch Cimiez ist das Palais aber unbedingt einen Blick wert.
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      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.
    • Das Negresco hatte mir schon immer sehr gefallen. Das Palais de la Mediterranée kannte ich bis jetzt noch nicht – es gefällt mir extrem! Irgendwie zieht mich der Art Deco-Stil in letzter Zeit wieder sehr an.

      Ich habe jetzt ein bisschen darüber gelesen, und finde es schade, dass das Gebäude, außer der Fassade, abgerissen wurde. Hier ein paar Bilder, wie es früher ausgeschaut hat:





      Anstatt der Öffnungen waren hier anscheinend Fenster mit riesigen Rollos. Ich weiß nicht, ob die tatsächlich gelb waren, oder das Bild oben nur so gefärbt wurde, aber gerade in gelb muss ich sagen, gefallen mir diese Rollos extrem, vor allem in Kombination mit der weißen Fassade.

      Schade, dass das nicht so belassen wurde!
    • Auch in Nizza wurde in den berüchtigten 70ern Stadtzerstörung betrieben. Eines der Opfer war das mondäne Hotel Ruhl an der Promenade des Anglais. Ein prachtvoller Belle Epoque-Bau, auf den ich durch Szenen in dem Hitchcock-Film "Über den Dächern von Nizza" aufmerksam geworden bin. 1973 wurde das Hotel abgerissen.

      In dubio pro reko

      Früher war nicht alles besser, aber die Architektur schon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Königsbau ()

    • Sehr interessant, laut Artikel war der Architekt derselbe wie beim oben von mir erwähnten Bau. Solche 3D-Visualisierung sind nicht schlecht, ich wünschte, ich hätte so etwas drauf. Würde oft gerne dem Menschen zeigen, was möglich wäre, wie ein Platz oder eine Straße ausschauen könnte.

      Ich war nur einmal in Nizza und auch nur ganz kurz, aber ich war fasziniert. Gibt es eigentlich andere solche Städte, die direkt an einem riesigen Strand liegen, aber das Flair einer Großstadt des 19. Jhs haben? Mir fallen da jetzt spontan ein paar südamerikanische Städte ein, aber von denen ist nur noch wenig übrig. So eine Stadt wie Nizza gibt es glaube ich kein zweites Mal.