Rottweil - Thyssen-Krupp-Aufzugstestturm

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Als alter Rottweiler (Diese Bezeichnung ist schon richtig. Die Bewohner der Stadt sprechen vom "Rottweiler Hund", wenn sie das liebe Tierchen meinen.) bin ich zu den Plänen der Stadtverwaltung etwas sprachlos. Rottweil ist ein nettes verschlafenes Nest in dem sehr selten (d.h. konkret zur Fasnet) etwas passiert. Wenn die Stadt etwas besonderes hat, dann ein intaktes Stadtbild.
      Der gigantische geplante Turm wird jedes Maß der Stadt sprengen, auch wenn er mit einigem Abstand zur Reichsstadt (Innenstadtkern) stehen soll. Der Vergleich mit dem Wasserturm ist lächerlich. Dieser ist ein Zwerg im Vergleich zum jetzt geplanten Turm.
      Das Ganze ist ein Paradebeispiel für die provinzielle Anmaßung überambitionierter Regionalpolitiker, die nicht in der Lage sind zu erkennen, was den Reiz ihrer Städte ausmacht.
    • Danke Arwed!
      Gibt es schon eine Bürgerinitiative oder ähnliches, oder wird mal wieder aller Widerstand mit dem Totschlagargument
      "Arbeitsplätze/Zukunftssicherung" oder ähnlichem Schwachsinn plattgewalzt? Hoffentlich kann das Teil noch verhindert werden.
      ThyssenKrupp scheint ja nur solche Scheußlichkeiten zu fabrizieren, siehe die verhinderte TK-Dependence am Berliner Schlossplatz:
      recitymagazine.com/project-183…hitects-thyssenkrupp-haus
      Man beachte vorallem das 5. und 6. Bild "kuck mal, was schöne Leute, die häßlichen wurden wohl eingesperrt..." Die habt ihr jetzt auch bald in Rottweil... :biggrin:
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Pfälzer Bub schrieb:

      Da wird doch hoffentlich niemand für stimmen? Wie schätzen die Rottweiler (irgendwie lustig ) die Lage ein?
      Sind die positiv, negativ oder sogar gleichgültig gestimmt? Hat jemand diesbezüglich Info?


      @ Arwed: Willkommen erst einmal hier im Forum und danke für deinen Beitrag.
      Den Wasserturm zitierte ich nicht zur Relativierung des geplanten Aufzugturms, sondern ganz im Gegenteil! Jener steht tatsächlich in ausreichender Entfernung zur mittelalterlichen Kernstadt und ist in seiner Dimension natürlich nicht mit dem geplanten Objekt zu vergleichen.


      Im Spiegel der Medien, sprich die Kommentare in den Online-Medien, scheint der Kreis der Befürworter für diesen "power tower" derzeit die Mehrheit zu stellen...


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zeitlos ()

    • @Pfälzer Bub: Mein Insiderwissen aus RW ist leider schon etwas angestaubt, weil ich schon vor einigen Jahren von dort weggezogen bin. Die wenigen Leute dort, mit denen ich noch Kontakt habe, waren aber auch überrascht von den Plänen.
      Ich denke, dass es für eine Bürgerinitiative noch zu früh ist. Ich vertraue aber auf den gesunden Menschenverstand der Leute dort und denke, dass die anfängliche Euphorie einiger sich legen wird, wenn die Mehrheit versteht, was das für ein Monster werden würde.
      In Anbetracht der für einen Weltkonzern ziemlich unprofessionellen Visualisierungen vermute ich außerdem, dass ThyssenKrupp auch nicht allzu viel Energie in das Projekt stecken will. Das Motto lautet bei denen wahrscheinlich: Bombe zünden - schauen was passiert!

      @zeitlos: Mein Hinweis auf den Wasserturm bezog sich nicht auf Deinen Beitrag, sondern auf einen Zeitungsartikel in welchem der OB den Wasserturm als Beispiel für eine moderne Ergänzung der Turmlandschaft der Kernstadt heranzog. Das ist allein schon vom Maß der Türme her Blödsinn.
    • Der Turm soll im Gewerbepark Nackartal entstehen. Das habe ich mir eben mal bei Bing Maps angesehen. Die Entfernung vom Stadtzentrum liegt ungefähr bei 2,5 Kilometern. Ob das ausreicht, um die Altstadtatmosphäre nicht zu stören? Die Höhe ist schon immens.
      Es will mir einfach nicht einleuchten, warum man gerade Rottweil damit versauen will. Es gibt so viele andere Städte, in denen das gar nicht weiter stören würde. Oder die grüne Wiese, 20 Kilometer zum nächsten Kuhdorf.
    • Richtige "Insederin"

      Hallo zusammen! Mein Name ist Tina und ich bin neu hier. Bin auf das Forum über eine Googlesuche nach Beiträgen zum Rottweiler Powertower gekommen. Nachdem ich gesehen habe, dass ihr Insider wissen aus Rottweil sucht, habe ich mich angesprochen gefühlt :smile: Ich mach das ganze mal nummeriert, dann könnt ihr besser drauf eingehen oder Fragen zu stellen.

      1. Die Stimmung in Rottweil ist generell "Pro", d.h. man spricht sich sehr für den Turm aus. Kritische Stimmen sind nur sehr vereinzelt von Ewiggestrigen zu hören. Von den Meinungsführern sind alle dafür, d.h. man muss keine überflüssige BI fürchten. Dies hat aber auch seine guten Gründe.

      2. Rottweil ist seit jeher eine Stadt der Türme, weshalb also 2013 nicht einen weiteren bauen? Man muss schon sehr nostalgisch und erzkonservativ sein um hier von einer Verschandelung des Stadtbilds zu sprechen.

      3. Wenn ich beim Modellflugplatz am langen Berg stehe und nicht ganz nach rechts Richtung Dietingen sondern nur auf die Kern- und Altstadt blicke, ist der Powertower wenn überhaupt nur in meinem ganz rechten Blickfeld. Man braucht nen gewissen Knick in der Optik und ne Kamera mit weiter Panoramafunktion um das historische Stadtbild und den Powertower überhaupt auf einmal erfassen zu können.

      4. Nimmt der Turm nur eine geringe Grundfläche ein und auch der Schattenwurf auf die Anlieger ist zu vernachlässigen. Direkt betroffen wäre maximal die Holzmanufaktur und die sind meistens auf der Baustelle bzw. auch nicht lange im Schatten. Die Indycartbahn ist komplett außer acht zu lassen - die hat nämlich keine Fenster. Da unten ist eh alles so vollgebaut (z.B. die große, alte und baufällige Halle zwischen Holzmanufaktur und Badhaus), dass die meisten betroffenen Gebäude auch schon jetzt im Schatten liegen. Der hintere Teil vom Neckartal ist alles andere als repräsentativ, da steht auch nur noch relativ wenig historische Bausubstanz. Durch die geografische Lage und die Sonneneinstrahlung ist der vordere sowie repräsentative Teil nicht durch den Schatten des Turm betroffen.

      5. Hat Rottweil die letzten Jahre sehr viel verloren: so wurden bereits mehrere Ämter (Forst- und Schulamt, usw.) in die Nachbarkreise verlegt, ein Großgefängnis mit 500 Insassen (die zu den Einwohner gezählt und eine höhere Gemeindeumlage bedeutet hätten) wurde von einer BI mit fadenscheinigen Naturschutzargumenten verhindert und kommt jetzt in den Nachbarkreis, einige Firmen haben dicht gemacht oder stark verkleinert (zuletzt Eubama und BDT hat auch große Schwierigkeiten und muss stark Personal abbauen).

      6. Hat sich hier schon einer der Kritiker überlegt, dass wir Rottweiler den Turm nicht als Verschandelung sondern als Bereicherung und Fortentwicklung unseres Stadtbilds sehen? Wenn ihr Rottweil so schön findet frag ich mich, weshalb ihr nicht hier wohnt. Es ist schon sehr anmaßend aus Tübingen oder sonst woher hier über unser Stadtbild zu urteilen.

      7. Hat man von der Aussichtsplattform sicher einen super Blick auf die historische Kernstadt und das Umland (von da oben da stört dann sicher auch kein Powertower das Blickfeld) und mit einem Restaurant o.ä. die Möglichkeit mehr Touristen in die Stadt zu ziehen.

      8. Wenn die Menschen neuen Projekten immer so verschlossen wären dann gäbe es keinen Eifelturm, keine Goldengate Bridge, kein Empire State Buildung, usw. Und aus Rottweil den heiligen Nimbus zu machen den man nicht mehr verändern darf ist lächerlich und ewiggestrig.

      WIR ROTTWEILER WOLLEN DEN TURM!
    • Es muss mit Rottweil schon sehr schlecht stehen, wenn man sich an solche Strohhalme wie den Aufzugsturm hält. Tut uns allen ja sehr leid, dass Ihr das heißbegehrte Großgefängnis nicht gekriegt habt, das sicherlich einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt bedeutet hätte. Da ist man natürlich froh, wenn irgendjemand anderes irgendwas "Tolles" baut.

      Saint83 schrieb:

      1. Die Stimmung in Rottweil ist generell "Pro", d.h. man spricht sich sehr für den Turm aus. Kritische Stimmen sind nur sehr vereinzelt von Ewiggestrigen zu hören. Von den Meinungsführern sind alle dafür, d.h. man muss keine überflüssige BI fürchten. Dies hat aber auch seine guten Gründe.

      Hm. Ziemlich einseitige und unausgewogene Darstellung. Danke zunächst einmal, dass Gegner des Projekts gleich mal abfällig als "Ewiggestrige" bezeichnet werden und eine Bürgerinitiative gleich vorsorglich als "überflüssig" bezeichnet wird. Derartige stilistische Mittel sind in aller Regel dann vonnöten, wenn es mit den Sachargumenten nicht weit her ist. Da wissen wir wenigstens gleich, wo der Hase langläuft.

      Bei dem nächsten Punkt geht es gleich so weiter. Das Argument, jeder x-beliebige Turm sei willkommen, weil Rottweil eine Stadt der Türme sei, ist auch so etwas, was in meinen Kopf nicht reinwill.

      Ach, lassen wir's. Deine ganze Einlassung lässt vermissen, was denn nun an dem Turm gut sein soll. Das mit der Aussichtsplattform sollte eigentlich auch geklärt sein: Die - jedenfalls eine öffentliche - ist nach den Worten der Betreiber nicht vorgesehen. Und sonst lese ich eigentlich auch nur ein Sammelsurium aus lauter Punkten, dass das ein oder andere kein Problem sein soll.

      Dass es bei einem solchen Riesen-Turm nur "sehr vereinzelt" kritische Stimmen geben soll, ist einfach unglaubwürdig. Schon klar, die sollen gleich mal eingeschüchtert werden.

      Nein, wir wissen schon, warum wir dann lieber "sehr vereinzelte" Ewiggestrige und lächerliche Erzkonservative mit einem Knick in der Optik sind. Und wir gehören auch nicht unbedingt zur Spaßgesellschaft, die wie Teenager von allem zu begeistern sind, das irgendwie crazy ist.

      So eine undifferenzierte Aussage wie "Wir Rottweiler wollen den Turm" ist dem Charakter unseres Forums als seriösem Ort des Informations- und Meinungsaustausches fremd. Solche Kampfparolen, die die Gegner des Turmes diskriminieren, weil sie angeblich keine "Rottweiler" sind, passen ebenfalls nicht in dieses Forum.
    • So so seriös. Weshalb beschimpfen dann andere Nutzer unsere lokalen Politiker als engstirnig und provinziell?

      Und ja, um Rottweil steht es nicht besonders gut (siehe u.a. demographische Entwicklung). Aber Hauptsache mich in ne Ecke stellen wollen, oder? Ihr wolltet Insiderwissen also habe ich es euch geliefert und sich jetzt beschweren wenn es nicht ins Weltbild passt ist lachhaft. Du findest hier in Rottweil eben niemanden der sich dagegen äußert oder der stichhaltige Argumente dagegen hat.

      Wenn es wirklich sachlich und seriös sein soll, sollten andere Nutzer doch mal lieber stichhaltige Argumente und nicht so larifari wie "Stadtbildverschandelung" und "Schattenwurf" (was ich sachlich widerlegt habe) anbringen. Wer von euch war denn die letzten 5 Jahre mal in Rottweil und speziell im Neckartal (hinterer Teil, nicht nur vorn im Kraftwerk)?
    • Man muss nicht "ewiggestrig" sein um sich um die fortwährede Verschandelung deutscher Städte und Landschaften zu sorgen, so schlimm war es seit den 70er Jahren nicht mehr. Kritisches Hinterfragen, eine Kosten-Nutzenrechnung auch in ästhetischer Sicht kann nie schaden. Was ist denn so toll an diesem Turm? Die 10 Arbeitsplätze die entstehen? Dass man sich in der "tiefsten Provinz" jetzt endlich auf Weltniveau wähnen darf? Weil er einfach "cooler" daherkommt als die verstaubte Gotik?
      Der Vergleich mit dem Eiffelturm hinkt ja auch sehr. Das Ding wird nie zum Wahrzeichen werden. Das Münster und die Altstadt werden noch stehen, wenn der "Powertower" längst wieder demontiert wurde und den Weg allen Metallschrotts gegangen ist.
      Ich kann mir darüber hinaus nicht vorstellen, dass die Rottweiler bezüglich des Turms so euphorisch sind, wie Du es hier darstellst. Wenn aber doch, dann bitte mit Umfragedaten untermauern.
      TK weiß auch genau warum es Rottweil ausgewählt hat. In einer wirtschaftlich potenteren Region ist ein solch kontroverses Projekt viel schwerer durchzusetzen, weil man es da "nicht so nötig" hat.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Pfälzer Bub ()

    • Und wenn du meine Aussage mit "WIR ROTTWEILER..." genauer spezifiziert haben willst, kein Problem, ne nette Nachfrage hätte es auch getan. Wir umschließt dabei:

      - unseren OB
      - sämtliche Fraktionen im Gemeinderat (inkl. aller Stadträte, die sonst auch mal gerne ne von der Fraktion abweichende Meinung haben)
      - die Presse
      - die Kommentare in den Onlinemedien wie z.B. Facebook oder Kommentare auf nrwz.de
      - meinen Freundeskreis (ca. 75-100 Leute aus Rottweil, alle i.d.R. zwischen 25 und 38 - d.h. keine Teenies!)
      - meine Geschwister, Eltern, deren Freunde und Bekannte
      - die Gespräche während Jazz in Town oder in den Cafes und Kneipen der Stadt (Lehre, ZiZ, King)

      Klar waren alle überrascht aber warum sollten wir jetzt dagegen sein? 1. Stört er das Stadtbild wirklich nicht und 2. bedeutet so ein Projekt auch ne Menge Chancen (gerade für Rottweil).

      Und, dass ne BI hier inzwischen kritisch beäugt werden würde ist gewissen anderen BIs zu verdanken. Protest ja aber er muss auch berechtigt und konstruktiv sein. Deshalb das Wort "überflüssig" und nicht zuletzt, weil sie im Gegensatz zu anderen BIs wohl wenig Zulauf erhalten würde. Im Gegensatz zu S21 macht die Politik auch nicht den Fehler und macht alles hinter verschlossenen Türen. Wir Bürgern fühlen uns gut informiert und auch am 06. Mail werden viele von uns mit großem Interesse der Infoveranstaltung beiwohnen - eure Hoffnungen auf großen Protest muss ich aber enttäuschen. Ich werde selbst dort sein um mich zu informieren aber wie gesagt ist die Stimmung eben so, dass wir den Turm in Rottweil haben wollen. Die Fasnet ist uns heiliger als unser Stadtbild. Erst jetzt haben Ausgrabungen in der Tuttlinger Str. wieder gezeigt, dass das richtige historische Rottweil eben doch viel älter als die Kernstadt ist. Vielleicht sehen wir es auch deshalb nicht so tragisch wenn sich hier mal wieder etwas tut.

      Rottweil ist zwar ne kleine Stadt aber es ärgert mich wie ihr uns als Provinz und hinterwäldlerisch hinstellt. Ich bin in 45 Minuten am Bodensee, in 45 Minuten in Freiburg, in 45 Minuten in Tübingen, in 1 Stunde in Stuttgart, in 1 Stunde in Zürich usw. Wenn ich z.B. in Neuss wohne brauche ich während der Rushhour alleine nach Düsseldorf länger!

      Ausserdem zu eurer Info: die Kernstadt ist NICHT die Altstadt!!!!! Ah ich seh schon ich diskutier hier mit "Experten" die aus Fundamentalopposition gegen alles neue sind!
    • (Dieser Beitrag bezieht sich auf den ersten der 2 Beiträge von Saint83)

      Ich will niemals behaupten, ich hätte Ahnung von Rottweil, geschweige denn von diesem Turm, und ich halte den Großteil ihrer Argumentation (Schattenwurf, Ämterverlust) für fundiert; aber:

      Es ist schon sehr anmaßend aus Tübingen oder sonst woher hier über unser Stadtbild zu urteilen.
      Diese Aussage halte ich für überaus anmaßend und noch dazu für sinnlos. Denn es gibt hier mit Sicherheit Leute, die zwar nicht momentan in Rottweil wohnen , aber vielleicht dort einmal gelebt haben, oder deren Heimatstadt Rottweil darstellt. Diesen Leuten zu sagen, es sei anmaßend, wenn sie über die Entwicklung der Stadt urteilen (ich rede nicht von entscheiden; wie auch), halte ich für arrogant.


      Darüber hinaus ist es nicht gerade sinnvoll, gleich im ersten Beitrag den Sinn dieses Forum implizit infrage zu stellen, indem indirekt behauptet wird, eine Diskussion über die Stadtbilder Deutschlands sei anmaßend.

      man muss keine überflüssige BI fürchten
      nicht wirklich sachlich; zudem ebenfalls überflüssig, denn wenn die Rottweiler für den Turm sind, kommt sowieso keine Bürgerinitiative.
      Kritische Stimmen sind nur sehr vereinzelt von Ewiggestrigen zu hören.
      Und aus Rottweil den heiligen Nimbus zu machen den man nicht mehr verändern darf ist lächerlich und ewiggestrig.
      Beide Aussagen sind sehr pauschalisierend, und können ohne Not als Beleidigungen gesehen werden. Zumindest sind sie im Hinblick auf eine sachliche Diskussion gelinde gesagt destruktiv.

      WIR ROTTWEILER WOLLEN DEN TURM!
      Wie bereits erwähnt, ich kenne die Situation in Rottweil nicht, aber ich halte es prinzipiell für anmaßend, für alle Rottweiler sprechen zu wollen.



      Darüber hinaus empfehle ich bei einer überzeugenden Darstellung immer eine antithetische Argumentation.


      Zitat von Zeno:
      Dass es bei einem solchen Riesen-Turm nur "sehr vereinzelt" kritische Stimmen geben soll, ist einfach unglaubwürdig. Schon klar, die sollen gleich mal eingeschüchtert werden.
      Dies stellt exakt die Argumentation der Gegenseite dar, auch hier wäre eine Statistik sinnvoll.

      Zitat von Saint83:
      Ah ich seh schon ich diskutier hier mit "Experten" die aus Fundamentalopposition gegen alles neue sind!
      Ebenfalls sehr pauschalisierend.

      Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn beide Seiten ihre Argumente nochmal ohne die gegenseitigen Beschuldigungen nennen können. Sonst eskaliert die Lage hier noch weiter.
    • Daß alle Facetten dieses Vorhabens angesprochen werden, ist an sich begrüßenswert, wird doch damit die Meinungsfindung gesteigert. Daß aber hierbei in der Sprachform der Verein Stadtbild Deutschland, das APHforum und seine Mitglieder auf eine spezielle Art und Weise überfahren und beleidigt werden sowie offensichtlich mundtot gemacht werden sollen, liegt nicht in unserem Sinn. Offensichtlich ist in diesem Strang die Diskussionskultur etwas aus der Bahn geraten, jedenfalls ist davon auszugehen, daß eine "Umstellung der Weichen" durch uns in greifbarer Nähe liegt.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Ho, ho!
      Jetzt mal a bissel langsamer! :rolleyes:
      Wenn du dich mit der Provinz auf mich beziehst wirst du sehen, dass ich Anführungszeichen verwendet habe. Ich bin selbst kein Metropolenbewohner und weiß wie unkritisch man gerade in der Provinz scheinbar innovativen Neuerungen ist. Das Bedürfnis in beschaulichen Landstrichen scheint immer zu sein nach den Metropolen zu schielen und happy zu sein, wenn endlich mal zu Hause was geht. Leider läßt man sich da gerne Honig ums Maul schmieren, sowohl was den Nutzen als auch die zu erwartenden Geldströme anbelangt. In unserem beschaulichen Bad Dürkheim beispielsweise wird seit Jahren um die Errichtung einer "Therme" diskutiert. Über einen Standort hat man sich jetzt, nachdem man es verworfen hat einen Teil des Kurparks zu überbauen, auf den letzten innerstädtischen und stadtbildprägenden Weinberg geeinigt.
      Dieser Blick auf den Gradierbau:
      shop.fitz-ritter.de/images/3.jpg

      ist dann Vergangenheit.
      Auch hier gibts mal wieder nur Euphorie, ich frag mich warum.
      Die Eintrittspreise in die Wellnessoase werden so bei 100 Euro liegen, also werden die meisten die jetzt dafür sind nix davon haben. Jetzt könnte man urteilen, sowas zieht solvente Gäste an, aber nicht jeder hat einen Laden oder ein Restaurant, also ists wurscht.
      Ich frage mich ehrlich, vielleicht kannst Du es mir beantworten, wo der Nutzen eines solchen Dings für die Mehrheit der Rottweiler liegt?
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Schade, dass Du jetzt die beleidigte Diva spielst, die einzige, die nicht diskussionsfähig zu sein scheint bist nämlich Du. Hättest du von Anfang an einen sachlicheren Tonfall angeschlagen und nicht gleich alle Gegner als Ewiggestrige pauschaliert wäre dir bestimmt nicht soviel Gegenwind entgegengeweht. Schade, hätte wirklich mal interessant sein können beide Seiten zu lesen. Ich hätte wirklich mal gerne FUNDIERTE Pro-Argumente gehört. Leider hast Du mein Urteil über die Mehrheit der "Provinzler" bestätigt. Hauptsache "hip" schon ists toll.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Sich als "Saint" anzumelden und sogleich auf den Namen "Tina" umzuschwenken, ist unerheblich; jedenfalls war der Einstand als Novizin einfach nur schlecht. Der Drang, "hip" sein zu wollen, scheint einherzugehen mit der bemerkbaren Eigenart, daß in unseren heutigen Schulen keine sachliche Argumentation mehr gelehrt wird, dafür umso mehr eine fundamentalistische, radikale und dabei völlig unqualifizierte Redeweise. Mich dünkt, die Lady kreischt zuviel. Von "Saint" auf das in unserer Sprache geläufige "Heilige" zu kommen, ist dann auch nur noch ein kleiner Schritt. Ein kleiner Schritt ist es demzufolge auch nur noch, daß man dem heute hier gehörten Stil einen Riegel vorschiebt; und dann ist es jedem unbenommen, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob Gemeinsamkeiten in der Frage erkannt werden können, was Heilige ausmacht - zwei davon fallen mir jedenfalls spontan ein: sie sind hier weg und halten ihren Mund.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Neue Rottweiler Zeitung: Die Zeichen stehen auf Turm

      Ralf Broß will ihn und grob geschätzt die Hälfte der Rottweiler will ihn auch: den Turm im Neckartal. Dieser eine Teil verbreitet beste Stimmung in den Kommentarspalten von NRWZ online. Der andere Teil macht Stunk. Und während beide sich die Waage zu halten scheinen, treibt die Verwaltung das Verfahren voran. Kommenden Montag ist bereits Bürgerversammlung. Es ist ganz offensichtlich: Alle Zeichen stehen auf Turm.


      Seit der Plan vom Turmbau zu Rottweil öffentlich gemacht ist, wollen Stadt und Investor keine Zeit verlieren. Denn ihr Zeitplan ist straff. Schon Ende dieses Jahres möchte ThyssenKrupp mit dem Bau beginnen, bereits 2016 könnte der Turm im Neckartal stehen...

      ...Gerade mal eineinhalb Wochen sind vergangen. So lange wissen die Rottweiler erst, dass im Neckartal ein Turm ge­plant ist. Jetzt dürfen sie bereits mitreden. Sie dürfen Fragen stellen und Wünsche äußern. Schritt eins auf dem Weg zum Turm, jedenfalls Schritt eins in der Öffentlichkeit. Hinter den Kulissen wird schon seit zwei Jahren verhandelt.


      Ein Thema beim Bürger­abend wird sein: Was hat Rottweil vom Turm – neben einer stark veränderten Stadtkulisse? Wie ist das mit der Aussichtsplattform?


      Wer Aufzüge testet und Ingenieurskunst anwendet, wird sich kaum um Besucher kümmern wollen.


      Quelle: nrwz.de/inhalt/rottweil/Rottwe…n-auf-Turm--00048734.html

      _____________________________________________________________________________________________

      Neue Rottweiler Zeitung: Darum soll der Turm nach Rottweil. Und das hat die Stadt von ihm.

      Die Stadt liege zentral "unweit unseres Technologieparks in Neuhausen auf den Fildern", sei "eingebunden in den Hightech-Gürtel rund um Stuttgart". Und es gebe "die politische Unterstützung von Oberbürgermeister Ralf Broß und des Gemeinderats...

      ...Das sind ausschlaggebende Gründe für die geplante Ansiedlung in Rottweil."


      Warum soll der Turm in ein Tal?
      "Ein Plus des Standortes in der Tallage ist sicherlich auch, dass der Turm dadurch weniger das Landschaftsbild beeinträchtigt als bei einem Standort auf der Höhe."


      Und was hat die Stadt vom Turm?
      "Er ist eine große Chance für Rottweil", sagte OB Ralf Broß schon bei der Turmpräsentation vor gut einer Woche. Er bringe "weltweite Ausstrahlung" mit. Rottweil könne sich als innovationsfreudig positionieren auf einer "Entwicklungsachse Stuttgart-Zürich", so das Stadtoberhaupt. Die Nachricht laute: Ein Weltkonzern siedelt sich an. "Das kann weitere nach sich ziehen", so die Hoffnung des OBs...

      ...Broß sieht zudem "Effekte in der Gastronomie, der Hotellerie und im Einzelhandel", denkt an hier einkaufende, einkehrende, nächtigende ThyssenKrupp-Elevator-Mitarbeiter und deren Gäste


      In Richtung der lokalen Handwerker blieb er aber sehr zurückhaltend. Einen Turm könne eben nur eine Fachfirma bauen, sehr viel werde hier nicht abfallen für die Unternehmen der Region.


      Ein paar Tage später erklärt der ThyssenKrupp-Sprecher Sauer: "Wir befinden uns gegenwärtig in der Planungsphase. Daher ist es nach unserer Auffassung zu diesem Zeitpunkt verfrüht, konkrete Aussagen zu indirekten wirtschaftliche Auswirkungen des Projekts für die Stadt oder die Region zu machen."


      Deshalb hat die Stadtverwaltung an die Leute von ThyssenKrupp einen Wunsch herangetragen – doch bitte eine Aussichtsplattform, vielleicht sogar mit Café zu errichten. Von dem man an guten Tagen eine freie Sicht auf die Alpen haben werde...

      ...Das ist aber Wunschdenken...

      ...Ob und wie eine solche Nutzung sich konkret realisieren lässt, wird sich zu einem späteren Zeitpunkt klären.


      Quelle: nrwz.de/inhalt/rottweil/Darum-…t-von-ihm.--00048735.html


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch