Pforzheim

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    • Die Pforzheimer Schlosskirche wird für 1.7 Mio. Euro saniert.

      Mit der im Frühjahr 2014 beginnenden Baumaßnahme werden die bisher unsanierten Außenfassaden der Schlosskirche gereinigt und restauriert, sowie die Fenster und das Dach instandgesetzt. 1986 wurde die Sanierung des Westwerks und des Turms fertig gestellt. Zuletzt wurde die Fassade des Stiftschores Ende der 1990er Jahre instandgesetzt.


      pz-news.de/pforzheim_artikel,-…saniert-_arid,461713.html
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Pforzheim

      Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Pforzheim


      Hallo,

      ich wollte drum bitten, ob mir jemand einige (historische) Bauwerke/Stadtviertel der obig genannten Stadt ans Herz legen könnte, da ich mir diese in ein paar Tagen, wegen der dortigen Ausstellung "Rom 312", angucken werde. Danach geht's nach Karlsruhe.

      MfG Thomosius
    • Wenigstens St. Michael sollte man sich ansehen, wenn man schon vor Ort ist.

      royaltyguide.nl/countries/germ…stiftskirchestmicharl.htm

      Natürlich kann es in einer zu 98% zerstörten - oder besser: vernichteten - Stadt kaum Historisches geben.

      Hier eine etwas ausführlichere "Würdigung" des Pforzheimer Stadtbildes:

      badischewanderungen.de/Pforzheim.htm

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von etinarcadiameo ()

    • etinarcadiameo ist beizupflichten. Die Stiftskirche in Pforzheim mit den Grabmälern der badischen Markgrafen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vielleicht für denjenigen, den es interesssiert, noch das Schmuckmuseum. In Pforzheim war die Schmuckherstellung zu Hause.

      Ansonsten ist der architektonische Wiederaufbau der Stadt Pforzheim m. E. ein ziemlicher Alptraum, bei dem sich der Gast mit Grausen wendet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Villa1895 ()

    • Da fällt mir das historische Industriehaus von 1925 ein, das als eines von wenigen Gebäuden den 2. Weltkrieg überlebt hat.... ach, nee, das wurde 2003 abgerissen.
      Wer ein Freund der Nachkriegsmoderne ist, kann sich ja noch das Reuchlinhaus antun, ansonsten nehme ich an, dass die Museen dort spannender sind als das Stadtbild.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Booni schrieb:

      Da fällt mir das historische Industriehaus von 1925 ein, das als eines von wenigen Gebäuden den 2. Weltkrieg überlebt hat.... ach, nee, das wurde 2003 abgerissen. (...)

      Das ist leider eine unfassbare Tatsache. Eines der letzten erhaltenen Gebäude abzureißen, um es dann fast identisch neu zu bauen. :gehtsnoch:
      Die Stadt ist, bei diesem Umgang mit Bausubstanz, eigentlich keinen Besuch wert. - Den Wallberg, der nach dem Krieg mit Gebäudetrümmern aufgestockt wurde, könnte man sich noch ansehen. Von oben gibt es wenigstens einen schönen Blick auf die Stadt. Und von Weitem ist der Blick erträglicher. ;)
    • Pforzheim ist für mich noch vor Ludwigshafen die häßlichste und von Publikum und Erhaltungszustand her die unwirtlichste Stadt in Süddeutschland. Nichtsdestoweniger war Pforzheim auch auf der Stuttgarter Tourismusmesse vor knapp 3 Wochen vertreten, warb dort aber nur mit Veranstaltungen (und hatte, wenn ich mich recht entsinne, auch kein einziges Bild der Stadt am Stand).
      "O meu amor tem um jeito manso que é só seu Que rouba os meus sentidos, viola os meus ouvidos Com tantos segredos lindos e indecentes" (C. Buarque)
    • Die Überschrift "die wichtigsten Sehenswürdigkeiten" legt ja den Gedanken nahe, in Pforzheim würde es mehrere Sehenswürdigkeiten geben, die man wegen ihrer Vielzahl unmöglich an einem einzigen Tag anschauen könnte und aus denen man demzufolge nur einige wenige auswählen würde, um an einem Tag überhaupt mit dem Besichtigungsprogramm durchzukommen.

      Das scheint geradezu Realsatire zu sein, da es außer der Stiftskirche wohl nichts gibt, was man als sehenswert oder gar "eine Sehenswürdigkeit" einstufen könnte. Obwohl die "Altstadt" insoweit sehenswert ist, als Pforzheim als die am schlechtesten wiederaufgebaute Großstadt Deutschlands gilt, das muss man erst mal schaffen. "Pforzheim" ist das Synonym für eine trostlose, attraktionsfreie Großstadt.

      Dass es noch schlimmer als Ludwigshafen am Rhein sein soll, ist schon eine herbe Auszeichnung. eye:)
    • Genau, Neußer, ein Spaziergang an der Enz entlang, als Rundgang über die Brücken, freilich erst in der Vegetationsperiode, läßt mit so mancher ästhetischen Zumutung sich versöhnen. Die Flußaue läßt noch etwas Weite erspüren, der Blick auf die Kirchtürme ist ganz schön. In der Innenstadt hier und da verzeifelte Postmoderne und auch neuere Versuche etwas am Stadtbild zu retten. An vereinzelten Stellen Tafeln mit Vorkriegsfotos, die an die alte Fachwerkstadt erinnern sollen.
      Die neue Stadtbibliothek ist recht ansehnlich, aber leider zu solitär isoliert, ohne Zusammenhänge mit dem übrigen Stadtbild. Auch gegenüber dem Bahnhof gibt es noch gründerzeitliches und gen Neuenbürg gefahren ebenso!
    • Sieht man sich den obigen Link und auch die sonstigen Bilder der Pforzheimer Innenstadt an, so kann man exemplarisch erkennen, dass dort städtebaulich und architektonisch seit 1945 faktisch nichts dazu gelernt worden ist. Flachdachblöcke mit Rasterfassaden, variierend jeweils nur ein wenig durch die jeweils tagesaktuelle Architektur-Mode (mal mehr Betonplatten, mal mehr Glas, mal ein paar Natursteinstreifen, möglichenfalls findet man aus neuerer Zeit auch ein paar Strichcodefenster). Geradezu armselig, wie wenig geistige Entwicklung da zu bemerken ist.
    • Aber vielleicht ist die Stadt gerade deswegen sehenswert (?). Möglicherweise hat man sich in den zuständigen Bauämtern bewusst für alle Zeit zum Flachdach entschieden, weil das am besten zum Stadtbild passt. Hätte man den Zustand der direkten Wiederaufbauzeit, ich meine die 1950er-Jahre, bis heute bewahrt, wäre das wohl wirklich eine Besonderheit. Mittlerweile, schon seit den 1960er- und 1970er-Klötzen, sind aber zu viele neuere, teilweise unansehnliche Bauten dazugekommen. Die 1950er-Jahre hatten noch ihre Qualitäten.
    • Ich hatte letztes Jahr einen Aufenthalt in Pforzheim bei der Weiterfahrt mit dem Zug nach Bad Wildbad und habe einige Fotos aufgenommen:

      stadtbild-deutschland.org/foru….php?album/796-pforzheim/

      Irgendwie sehenswert ist die Stadt sicherlich nicht, außerdem teilweise recht heruntergekommen (im Zentrum weniger).
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    • Die wiwo (Wirtschaftswoche) hat neulich Pforzheim - und Heilbronn - zu den "dynamischsten Städten Deutschlands" ernannt - stimmt ja auch, nur leider auf die Wirtschaftskraft begrenzt.
      Ich kenne Pforzheim nur von solchen Bildern, wohl kenne ich aber Heilbronn und Stuttgart und noch manch andere Stadt in dieser Region. Architektonisch und stadtplanerisch ist da irgendwie alles verloren; es ist ja nicht so, daß Württemberg ohne landschaftlichen Reiz wäre, im Gegenteil, und es gibt in den Städten durchaus historische Bausubstanz (Stuttgart), aber, ich weiß nicht warum, alles ist dort ohne Ordnung und Gefühl für das Schöne hingeknallt, alles zweckmäßig, ohne Charme, Herz, Seele. Das Credo der Bevölkerung "Schaffe, schaffe Häus`le baue, kommt nicht von ungefähr...

    • Und dabei besitzt Württemberg die großartigsten Fachwerkbauten und unheimlich reizvolle Ortsbilder. Aber das alles scheint nicht geschätzt zu werden, sondern es wird, wie alles im Leben, den drei allgegenwärtigen Lieblingsthemen der Württemberger untergeordnet: Geld, Geld und nochmal Geld. Es geht immer nur um's Haben, "um's Sach" (wie wir Schwaben und Nicht-Württemberger sagen). Aber wenn man meint, dass Häuser Sachen sind und sie demzufolge der besonderen Fürsorge unserer württembergischen Nachbarn unterliegen würden, dann hat man sich schwer getäuscht. Die weitestgehende Gleichgleichgültigkeit dem baulichen Erbe gegenüber ist sehr befremdend. Und so wird ein wunderbares Land konsequent kaputtgemacht. Was dabei rauskommt, kann jeder in Pforzheim besichtigen. Eine Innenstadt wie Pforzheim zu besitzen, scheint das Ziel der Württemberger zu sein.

      In Pforzheim nach Sehenswürdigkeiten zu fragen, mutet in etwa so an, wie wenn jemand in der Antarktis Urlaub macht und frägt, wo es die besten Liegestühle in der Sonne gibt, um sich in der warmen Sonne durchheizen zu lassen.

      Pforzheim ist sozusagen der Endzustand einer Stadt, wenn die württembergische Lebensphilosophie zu lange gewütet hat. Pforzheims "Altstadt" ist von abartiger Trostlosigkeit und führt uns beständig vor Augen, wohin das kulturfeindliche Schaffen der Württemberger führt. Böblingen ist auch schon weit vorangeschritten auf dem Weg dorthin. Und auch in Schwäbisch Gmünd scheint man es nicht mehr erwarten zu können, bis man endgültig verpforzheimt ist.

      Ich habe mal Leute von Pforzheim gekannt. Sie haben alles in ihrem Leben perfekt gemacht (oder jedenfalls diesen Eindruck gemacht). Sie haben alles gekonnt (natürlich besser als alle anderen), sie haben alles gewusst (natürlich besser als alle anderen) und sie haben einem unablässig das Bewusstsein gegeben, dass man im Leben so ziemlich alles falsch macht, weil man nicht so ist wie sie. Ja mei, ich bin halt von Bayern, und bei uns sind ganz andere "Sachen" im Leben wichtig. Längst bin ich froh, von diesen Leuten von Pforzheim meine Ruhe zu haben. Sie waren unendlich anstrengend.
    • Zitat aus dem Artikel in der Wirtschaftswoche:


      Wirtschaftswoche schrieb:

      Pforzheim und Heilbronn, jeweils rund 50 Kilometer nördlich von Stuttgart, waren bisher nicht der Inbegriff baden-württembergischer Wirtschaftskraft
      Von ähnlicher "Qualität" sind dann auch die weiteren Ausführungen (Pforzheim liegt westlich von Stuttgart und schon in Baden), wahrscheinlich beruht der "Fortschritt" im Städteranking darauf, daß Pforzheim nach einem Vergleich vor Gericht (man hatte sich ja bekanntermaßen mit Derivaten verspekuliert) jetzt nur halb und nicht mehr wie zuvor komplett pleite ist, siehe Südwest Presse.
      "O meu amor tem um jeito manso que é só seu Que rouba os meus sentidos, viola os meus ouvidos Com tantos segredos lindos e indecentes" (C. Buarque)