Die Äußere Neustadt

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    • Bautzner Straße 73 - Nachbarhaus Pfunds Molkerei. Zum Abbruch freigegeben. Der Neubau ist projektiert.

      Ich würde denken, da sind die Freudensprünge über das Schlosseck schneller verflogen, als man sich ausmalen konnte. Da hat das SPA und der Architekt sich aber mal wirklich ins Zeug gelegt. Respekt!

      Ich kann schlicht und einfach dazu nix schreiben... es wäre meinen Nerven abträglich.


      Quelle: Immoscout
    • Bitte?! Und das neben Pfunds Molkerei?! Wie bescheuert ist das denn bitte? Da überlebt ein Ensemble halbwegs den Bombenterror, aber den Architekturterror dieses Bauherrn und des Stadtplanungsamtes vernichten diese schöne Ecke. Der Bruch ist gelungen :daumenunten:

      Auch wenn der derzeitige Gründerzeitbau nicht mehr so schön wie zu Dresdens besten Zeiten aussieht...aber die schöne Schwester Leipzig zeigt vor, wie man richtig saniert, wiederbestuckt, Statdbild rettet oder zumindest städtebaulich einfühlsam neu baut. Das Dresdner Stadtplanungsamt soll auf Bildungsreise zur großen Schwester fahren! Leider gibt es keine Gesellschaft Historische Äußere Neustadt.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Exilwiener ()

    • Neubau Bautzner Straße 73

      Laut SZ vom 20.07.2017 plant und baut die SSI immer noch mit dem Entwurf, der bereits bekannt ist. Im DAF sieht man da sehr viele Fotos. Also wird es so schlimm kommen, wie befürchtet. Man hat aber auch scheinbar alles getan, um sich des Denkmals zu entledigen.

      2007


      2017


      Zukunft:

      Quelle Entwurf: SSI AG - hab mal versucht die Umgebung in die verschleiernde und grundweg falsche Visu einzuarbeiten.

      Man sollte vielleicht erwähnen, dass die SSI AG auf selfstorage-Bauwerke spezialisiert ist.
    • wirkt wie einer dieser tarn bunker aus der NS zeit,nur schlecht getarnt. :wink: Was haben diese bekloppten Immobilien Konzerne bloß immer für komplexe, das es immer möglichst aus der reihe tanzen muss und ja modern sein soll.Wenn ich der Konzern Besitzer gewesen wehre,die besitzen meistens viele Gebäude und machen ordentlich Geld. Hätte das haus gekauft und so renowirt wie es ist, eventuell um eins aufgestockt dann,aber mit einem Gesims zwischen og und eg, mit dem gleichem dach die Einteilung der Gauben ist schön harmonisch und sorgt für die spur Abwechslung die das haus braucht.Das wehre aus meiner sicht für den Konzern ich hätts so gelassen wie es ist, mag die kleinen Häuser zwischen drin macht die dach Landschaft schöner.
    • Das Stadtplanungsamt in Dresden kann man wirklich als das Stadtbildzerstoerungsamt titulieren. Da steht eh nur noch wenig vom alten Dresden und wenn schon ein Altbau abgerissen wird, dann wird dieser mit der denkbar hässlichsten und minderwertigsten Architektursprache ersetzt.

      Ein solcher Bau zerstört ein ganzes Ensemble für immer. Was geht in diesen wirren Köpfen dort mir vor sich?
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    • Einfach nur schlimm! Unbedingt modern, Bruch mit bestehender Bebauung muß sein - warum? Kann man nicht behutsam einen (nach den Bildern wohl leider nötigen) Neubau errichten, der sich an den Nachbarhäusern orientiert? Habe irgendwo mal was gelesen, das dieses Haus eines der letzten im sogenannten Dresdner Hungerstil gebauten ist. Nun muß es bestimmt weg...
      In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
      Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten
    • Ich find die Wortwahl immer etwas unglücklich. So ein Bau ist NICHT modern - er ist günstigenfalls als modernistisch einzustufen - denn das beschreibt dieses Adjektiv: auf Zwang den Bruch suchend, sich selbst am nähsten sein, in der Materialität und Farbigkeit des Brutalismus (Beton und grau) entwachsen und Nihilismus als Gestaltungsmaxime.

      Da dieser "Stil" die Stadt zu verhunzen, in Dresden auch schon ewig geht, ist es wirklich alles andere als modern, sondern nur noch alter Hut all jener im SPA, die diesen Mist seit Jahren als einzig wahren Weg sehen, die geringen Ansprüche an sich selbst und die Architektur mit größter Wirkung auf alle einwirken zu lassen. Der Bruch ist nämlich auch der: anspruchsvolle, kunstorientierte, auf hohem Niveau bestehende und geistig erblühte Residenzstadt vs. Kleingeistigkeit, Grobheit, überdimensioniete Ego und Entwicklungsende der favorisierten Epoche der "Moderne".

      Die Debatte sollte und könnte hier aber auch eine andere sein: Sinnlosigkeit des Denkmalschutzes (Wofür gibts den überhaupt und für was soll der angesichts dieser Ergebnisse gut sein?) und das Opfern von Denkmalen, um renditeorientierte Großklopper hinzusetzen. Es ist ein Unding, dass das Denkmal überhaupt entfernt wird (der Besitzer wechselte 3 mal - jeder hätte dazu beitragen können, es zu erhalten), dass dann aber durch so nen Mist auch noch zu ersetzen, ist der nächste Schritt der Kaltschnäuzigkeit von Kapitalisten, Modernisten und all ihren klüngelnden Beamtenfreunden.

      Dem muss endlich Einhalt geboten werden. WENN ein Denkmal überhaupt dem Bagger zum opfer fällt, sollte gesetzlich geregelt sein, dass ein Neubau nur dessen Ausmaße und Kubatur haben darf. Das würde einige dieser "Verfall-auf-Zeit"-Spekulanten das Gesicht einschlafen lassen. Wir würden uns wundern, wie gut und schnell plötzlich diese Gebäude saniert würden und wie das auf einmal alles möglich ist.

      Aber dieser Debatte hat sich bisher keiner gewidmet und die Betreffenden werden einen Teufel tun, das anzuregen.
    • Umbau/Erweiterung Schauburg

      Eine 5m hohe Stahlträger-Konstruktion türmt nun die Ecke an der Kreuzung.
      Also wird wohl doch extrem in die Bestandsarchitektur eingegriffen.

      Bilder im anderen Forum:
      deutsches-architektur-forum.de…hp?p=579877&postcount=426

      Als Dominante für die Kreuzung ist es natürlich gut, die Frage ist nur wie es äußerlich gestaltet wird, bei einem Kino ergeben Fenster ja keinen Sinn.
      Entweder an den Altbau angepasst oder so das es sich extrem abhebt. Leider gibt es immernoch keine Visualisierungen.

      Die neue Farbe wird wohl beige werden. An der Ecke findet man ein paar Farbproben.
    • Auch wenn man "besser" sagen kann, ist das Ding eine der größten Katastrophen der Architektur in Dresden überhaupt. Dieser Aufbau hat mit dem Hauptbau NICHTS gemein. Keine Kommunikation, ein Geschwür, architektonischer Krebs. Und die Kasten-Krone setzt dem ganzen auf, dass es ein denkmalgeschütztes Haus ist. Hier hat so ziemlich alles versagt: von der Idee, zur Umsetzung, dem Resultat und alle Behörden.
      Langsam frag ich mich, was den Eigentümern solcher "Machwerke" eigentlich noch wichtig ist?! Es kann ja wirklich nur Geld sein. Alles andere würde solche Auswüchse nicht generieren.

      Überhaupt zeichnet sich grad im "hippen" Gentrifizierungsviertel Neustadt was Gruseliges ab: Uralte Bestandsbauten werden abgerissen, neuere Bestandsbauten werden grau oder weiß gestrichen, Lücken werden auf den cm² ausgequetscht und bebaut, Neubauten sind allesamt Kästen in grau und weiß, An- und Umbauten entstellen einen Bestandsbau ins groteske, Straßen und Plätze verlieren ihr gesicht und werden gradezu sterilisiert.
      Überhaupt wundert mich, dass die Neustädter das so mit sich machen lassen. Früher war mehr Lametta in der Gegend. Da hat man noch Häuser besetzt, welche abgerissen werden sollten. Heut klagt man gegen den Diskolärm.

      Die Neustadt kann jedenfalls architektonisch grad nur eins wieder erheben: eine Rekonstruktion des Alberttheaters: als Musiktempel für alle. ;)