Breite Straße, Neuer Markt & Yorckstraße

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    • Der neue "Lange Stall"

      Hallo zusammen,

      ja wo passt das nun am besten rein? In den Thread der Garnisonkirche, da der "Lange Stall" ein direkt sich daneben befindliches Gebäude war und heute noch mit dessen Portikus steht? Oder passt dies in die Potsdamer Bausituation? Oder in den Thread der historischen Mitte oder sonstigen Bausituation? Vielleicht sollte man mal großangelegt aufräumen...

      Zumindest gibt es einen nun "preisgekrönten" Entwurf zum "Wiederaufbau" des Langen Stalls. Der verdient mit dem Entwurf wirklich seinen Namen. Die Bewohner werden in einem modernen Stall wohnen... Aber steht selbst in der PNN. In der Märkischen Allgemeinen (verdient sie sich langsam diesen Namen?) gibt es ebenfalls einen aufschlussreichen Artikel mit einer anderen Ansicht der Monströstität.

      Weiterhin gibt es nun eine anregende Diskussion um den aktuellen Zustand der Breiten Straße. Diese innerstädtische Autobahn soll nach einigen Bürgerinitiativen ihren ehemaligen Allee-Charakter bekommen. Dagegen werden sich sicherlich wieder die Linken und Auto-Magistralen-Fetischisten auflehnen. Selbst die Verlegung des letzten Obelisken des Neustädter Tores ist schon wegen größten Widerstands nicht möglich. Der alte Zustand der Breiten Straße ist durch die bereitgestellten Fotos in dem PNN Beitrag gut zu erfassen. Und endlich wird auch einmal Wahrheit berichtet: es wurden hier in den 70er und 80er Jahren intakte Barocke Gebäude abgerissen, um Platz für sozialistische Plattenbau-Häuser zu schaffen. Natürlich wird das von den Linken bis heute verneint...

      Schlussendlich kann ich mir die Hast die momentan bei der Umsetzung eines Neubaus auf dem Areal des Langen Stalls besteht, nur damit erklären, dass nach dem Baubeginn der Hof- und Garnisonkirche und dem dann entstehenden Anspruch an die Umgebung, hier nicht mehr Potsdam-bezuglos gebaut werden kann. Schließlich sollte man sich ehr um die Rettung des Bockschen Palais kümmern, anstatt weitere Monolithen-Blöcke a la IHK-Gefängnis zu schaffen.

      platte Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
      Luftpost
      Brandenburgische Bauordnung
      § 8
      Gestaltung
      (1) Bauliche Anlagen sind nach den anerkannten Regeln der Baukunst durchzubilden und so zu gestalten, dass sie nach Form, Maßstab, Verhältnis der Baumassen und Bauteile zueinander, Werkstoff und Farbe nicht verunstaltet wirken.
      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Der von Youngwoerth hier veröffentlichte Entwurf erinnert mich tatsächlich an leicht modifizierte Kaninchenställchen.
      Eine günstigere Charakterisierung für diese Ballungen von Raumzellen in einem Wohnsilo fällt mir beim besten Willen nicht ein.
      Gottlob wurde dieser sog. "Entwurf" wohl abgelehnt.

      Da wäre es ggf. besser, den noch vorhandenen, schönen Portalbau zunächst mal ohne derartig verworrene Eingriffe/Erweiterungen stehen zu lassen.
      Wichtig ist allein zunächst die GK - unbedingt.
    • Der neue Entwurf erinnert mich ein wenig an die neue Ostfassade der Berliner Schlossattrappe.( Ist mir nur so rausgerutscht)



      Ich würde es auch begrüßen, wenn denn die Breite Straße ihr altes Gesicht zurückbekäme, meiner Ansicht nach ist das gesamte Viertel von Alter Fahrt bis Breite Straße zu beruhigen bzw stillzulegen. Insbesondere der brandende Verkehr um das Landtagsschloss ist unpassend.
    • Der neue Entwurf ist deutlich besser als der vorherige. Man kann damit leben, denke ich. Natürlich wäre es schön, wenn er noch etwas überarbeitet würde, man ihm die Monotonie etwas mit klassischen Mitteln nähme. Zum Beispiel die vertikalen Pfeiler mit Kapitellen versehen. Oder in regelmäßigen Abständen einen Giebel einstreuen.
    • Heimdall schrieb:

      Der neue Entwurf ist deutlich besser als der vorherige. Man kann damit leben, denke ich. Natürlich wäre es schön, wenn er noch etwas überarbeitet würde, man ihm die Monotonie etwas mit klassischen Mitteln nähme. Zum Beispiel die vertikalen Pfeiler mit Kapitellen versehen. Oder in regelmäßigen Abständen einen Giebel einstreuen.


      als Vorbild könnte man Carlton House Terrace von 1827 in London hernehmen, ein langer Block bei dem die Monotonie durch eine geschickte Strukturierung der Fassade genommen wird:

      Carlton House Terrace - Wikipedia, the free encyclopedia

      terrace london - Google Maps

      carlton house terrace - Google-Suche


      Quelle: Wikipedia


      Quelle: von mir

      Generell finden sich in Großbritannien etliche Beispiele von einheitlicher langgestreckter Bebauung, die gleichzeitig aber durch Gliederung ihre Monotonie verliert, unter anderem in Brighton und in Bath.

      hier Brighton:
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von thommystyle™ ()

    • Hallo zusammen,

      das Brockessche Palais soll nun endlich saniert werden. Welcher Art die Anbauten und Ausbauten werden, darüber schweigt sich die Märkische aus. Baustart soll Mitte 2013 werden.

      Brockessche Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR.
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      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • Hallo zusammen,

      es scheint in der Architektenzunft doch noch einige Wenige zu geben, die das Bauen nicht nur mit Statik und Funktion begreifen. Das darüber hinaus auch die Qualität des Baues durch die vorhandene oder nicht vorhandene Schönheit bestimmt wird. Und dass Schönheit nicht allein durch Fensterhöhlen-Löcher, Betonpfeiler und reflektierende Glasflächen erreicht werden kann. Ein ganz unglaublicher, weil längst überfälliger, Einwurf eines Architekten in der PNN, den die restliche Zunft sicherlich naserümpfend ignorieren wird. Und ganz besonders der Potsdamer Verunstaltungsrat.

      Und ein weiterer Beitrag der PNN macht deutlich, dass schon wieder in Potsdam nach undurchsichtigen Kriterien entschieden wird. So wird behauptet, dass man nicht in der Kubatur des einstigen Langen Stalls bauen könne, da dann die Wohnungen nicht ausreichend beleuchtet wären. Das hindert die Architektenzunft jedoch nicht, ein 170 Meter langes Gebäude ohne jegliche Gliederung zu projektieren und in die Mitte Potsdams zu pressen. So entledigt man sich den gestalterischen Vorgaben und baut eine monolithische (und damit billig-) Fassade, anstatt dann frei genug zu sein, um eine lebens- und liebenswürdige kleinteilige Gebäudezeile zu entwerfen. Frei nach dem Motto: was die DDR mit deren 200-Meter Plattenbauten konnte, das machen wir heute mit einer 170-Meter Natursteinfassade. Hauptsache ist, dass die historische Struktur, Kubatur und jeglicher Hinweis auf Vergangenes visuell vernichtet bleibt und wir die Brüche in unserem Geiste und mit unserer Vergangenheit sichtbar machen. Gebrochene Menschen entscheiden über das visuelle Aussehen unserer Städte für weitere Jahrzehnte. Es ist zum Erbrechen...

      übergebende Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Unverständlich, warum im "Langen Stall" keine Kunsthalle untergebracht wird. Belichtungsprobleme brauchte es mit vorzusehenden Oberlichtern nicht geben. Statt dessen wird ein liebloses, billiges Wohngebäude vorgesehen, zu dessen desaströser "Gestaltung" sich jedweder Kommentar erübrigen kann.
      Dennoch, da plappert doch ( natürlich ) eine Frau Luther von der "ruhigen, langen, großen Fassade". Die Sichtweise dieser Dame scheint von Plattenbauten in Halle - Neustadt geprägt und verstellt. Über welche Qualifikationen muss man in Potsdam verfügen, um in das Amt einer "Gestaltungsratschefin" gehievt zu werden ? Vermutlich benötigt man für eine solche verantwortungsvolle Funktion überhaupt keine Sensibilität desweiteren gröblichste Unkentniss Potsdamer Bautraditionen. Armes Potsdam !
      Luftpost ist in jedem Satz seines Kontextes zuzustimmen.
    • Grüne gegen Grüne

      Hallo zusammen,

      gestern gab es ein Wortgefecht zwischen Grünen-Fraktionschefin Saskia Hüneke und dem Baubeigeordneten der Stadt Potsdam Matthias Klipp (ebenfalls Grüne). Der Zweitere hat einen Architekturwettbewerb ausgelobt, in dem am Ende ein Neubau an Stelle des ehemaligen Langen Stalls errichtet werden soll, der die Ausmaße des Langen Stalls bei weitem übertrifft. Auf dem 200 Meter langen Areal soll nun ein Baukörper entstehen, der nicht eingeschossig und mit hohem Dach versehen ist, so wie der Lange Stall einmal aussah. Vielmehr soll nun ein Vier-Geschosser mit Staffelgeschoss und Flachdach gebaut werden. Dabei werden die Grundmaße in der Breite deutlich unterschritten, die typische Bauform, das Fachwerk mit dem hohen Ziegel-Spitzdach wird ersetzt durch einen 200-Meter Riegel, 4 Geschosse, Marke sanierte Platte...

      Das wollte nun Saskia Hüneke verhindern. Doch Rendite geht vor Architektur. Und so verabschiedet der Bauausschuss den Klippschen Wettbewerbssieger. Nachzulesen in der PNN.

      rentable Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
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    • Hallo zusammen,

      gleich 2 Nachrichten aus diesem Viertel:

      keine Änderung an dem hoch umstrittenen Neubau auf dem Gebiet des ehemaligen Langen Stalls. Trotz massiver Kritik. Nachzulesen in der Märkischen.

      Und auf einmal gibt es doch eine Gesamtplanung für die Breite Straße. Und das, obwohl der Baubeigeordnete Klipp ein Treffen zu diesem Thema mit den potsdamer Bürgervereinen ablehnte. Und das mit der Begründung, dass es keine Planung für die westliche Breite Straße gäbe. Ebenfalls in der Märkischen hier (man beachte besonders die Kommentare) und hier nachzulesen.

      dickköpfige Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Hallo zusammen,

      von wirklich interessanten Veranstaltungen zur Potsdamer Mitte erfährt man immer nur hinterher. Und dann meist auch nur unzureichend aus der Presse. So auch diesmal: Diskussionsveranstaltung um den Neubau des Langen Stalls. Hier wurden die Achitekturvorschläge vorgestellt, die nicht den ersten Platz belegten. Leider mal wieder ohne Bilder in der Märkischen, dafür mit Bildern in der PNN.

      Man beachte die Vorschläge 1, als nächster am Original oder 5 als nach meiner Meinung nach beste Neuinterpretation passend zur historischen Stadt Potsdam im Gegensatz zum Sieger Nr. 4 oder gar dem Drittplatzieren Nr. 6. Nach welchen Kriterien werden denn heute von den Preisrichtern Siegerplätze verteilt? Maximale Verhässlichung? Größte Verklotzung? Bester Knastbau? Längster Schuhkarton?

      Platz 1 wären für mich Bernd Albers, da am nächsten am Original und trotzdem dem Stall einer Funktion zugeführt. Platz 2 Ludger Brands, da er den Stall umformt in einen Laubengang, der der alten Plantage (Platz hinter der Hof- und Garnisonkirche) deutlich mehr Aufenthaltsqualität und Leben eingehaucht hätte. Der dritte Platz ginge an Dieter Eckert, trotzdem sein Entwurf nichts mehr mit dem Langen Stall zu tun hat, aber die Länge wenigstens aufnimmt und ordentlich gliedert. Es entsteht ein modernes Palais. Und nicht eine tausendfache Kopie einer Rasterfassade wie bei den Architekten Andreas Höhne (eigentlicher 1. Platz). Maximal den vierten Platz hätte der Erstplatzierte von mir bekommen, aber auch nur, weil die weiteren Entwürfe nur noch schrecklicher sind...

      Nachtrag: das Interview mit dem Berliner Architekt Klaus Theo Brenner ist da doch sehr viel interessanter in der Aussage, als der eigentliche Bericht zur Veranstaltung. Zitat: " Das Leitbau- und Rekonstruktionskonzept wird doch immer wieder infrage gestellt und ist auch veränderbar. Da sind die Dinge im Fluss." Moooment. Das Leitbautenkonzept ist doch beschlossen!? Wie kann das dann "in Fluss" sein? Mir bestätigt sich grade meine Befürchtung, das wir am Ende 3 "Leit-"Fassaden bekommen, die 85% Kopien sind, und der Rest des Stadtviertels (30 Gebäude) wird "Moderne" in Würfelhusten und Effektheischerei.
      Nachtrag Nr 2: die Märkische hat auf meinen (ersten, nicht veröffentlichten) Kommentar reagiert und das Interview an den Artikel angehangen. Zudem wurden nun auch in den Artikel 3 Bilder eingefügt. Na geht doch.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von Luftpost ()

    • Alle Wettbewerbsteilnehmer zum langen Stall kann man sich auch im Gebäude der Stadtverwaltung in der hegelallee ( Bauaufsicht und Denkmalpflege) anschauen, wo sie bereits seit Wochen ausgestellt sind. Stand auch in der Zeitung. Interessant an der Ausstellung ist auch, das die dazugehörige Neugestaltung des ehemaligen Geländes der Feuerwehr und der Werner-Seelenbinder-Straße dort zu besichtigen ist. Habe leider bisher keine Fotos davon gemacht. Die Ausstellung ist auch sehr umfangreich. Vielleicht hat ja mal jemand Muße das abzuphotographieren und hochzuladen.
    • Interessant, gelungen, anknüpfend an den großen Persius : diese Voraussetzungen erfüllt m. E. der Entwurf von Ludger Brands. Außerdem
      gefällt das "Palais Valmarana ". Im Gegensatz zu den Mitbewerbern hat sich L. Brands offensichtlich mit der Geschichte des Quartiers sehr intensiv beschäftigt. Resultat: eine überzeugende Arbeit. - Allein dieses Projekt sollte realisiert werden.

      Man kann den Eindruck gewinnen, dass Brands Projekt von einer Jury nicht gewürdigt werden kann, da diese Entwürfe bevorzugen wollte, die von Anfang an das gewohnte, billige, völlig einfallslose Fassadenmuster ( treffender "Würfelhusten" ) zeigen.
      Den zuerkannten 1. Platz, für ein ganz und gar beliebiges, einfallsloses Projekt, halte ich für unangemessen.

      Aber wie sagte doch ein am "Wettbewerb" beteiligter Architekt : "er hätte sich mehr angestrengt, wenn er gewusst hätte . . . ".
      Dem ist nichts hinzu zu fügen.
    • Plattenbauten in der Breiten Straße werden "saniert" und sind danach "trist und gefängnisartig"

      Hallo zusammen,

      die PNN Titelt Zitat: "" „Trist und gefängnisartig“ ... Die Wohnheime in der Breiten Straße 1, 3, 5 und 7 sind bereits saniert. Die Fassade des Blocks in der Breiten Straße 15 bis 21 soll sich daran orientieren. Kritiker ist der graue Putz jedoch zu trist. Die Gestaltung in der Breiten Straße sorgt für Streit. Bürgerinitiativen stören sich an der hellgrau geplanten Fassade eines Studentenwohnheims. Die Kritiker fordern mehr Farbe." Also auch ein bisschen mehr Farbe macht aus einem verputzten Plattenbau nichts anderes, als einen verputzen Plattenbau. Und das Ergebnis der Gebäuderiegel an der Zeppelinstraße, die von Gelb über ocker und orange bis rot und braun gestrichen wurden, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss...

      Und wieder ein guter Kommentar ebenfalls in der PNN noch nachgereicht.

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      (2) Bauliche Anlagen sind mit ihrer Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass sie das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten oder deren beabsichtigte Gestaltung nicht stören.
    • Der Potsdamer Marianengraben oder: wie tief kann man als Architekt sinken.
      static.pnn.de/fm/61/thumbnails…ntenheim1.jpg.5426790.jpg
      Erinnert frappierend an vergleichbare Modelle aus den 40er Jahren:
      bunkerkaufen.de/wp-content/gal…/regerstr-haydnstr_04.jpg
      also dann: :gutenacht:
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Graue Studenten-Kasernen in der Breiten Straße sollen Bunt werden

      Hallo zusammen,

      da will uns doch die Linke ein nächstes Ei legen. Anstatt die Potsdamer Farbpalette einzufordern, um diese monolithisch-rauen Plattenbaublöcke wenigstens farblich der Stadt anzugleichen, sagt ein Herr Ralf Jäkel, Zitat: "Die Gestaltung der Wohnscheiben rings um die Neustädter Havelbucht gibt viele Beispiele für denkbare schöne Farbsysteme". So so, gerade diese Plattenbauten sind das scheußlichste Beipiel (siehe hier), wie man mit einer sanierten Platte die Stadtlandschaft noch weiter verhunzen kann, als es die Platte selbst schon tut. Und so wiederspricht sich der Herr Jäckel noch selbst, wenn er sagt, Zitat: "Es gehe jedoch nicht um „dominant bunte oder grelle Einfärbung..." aber im gleichen Satz sagt er, worum es ihm wirklich geht, Zitat "...oder die Bemalung mit Barockmustern". Dass der keine Barock-Stadt will, hat er bereits oft genug zum Ausdruck gebracht. Dem Fass den Boden schlägt er aber aus, wenn er sich mit seiner Forderung auf die Potsdamer Bürgerinitiativen Mitteschön und Freies Tor beruft, die seiner Farbgestaltung keineswegs zustimmen würden.

      Nachzulesen in der Märkischen.

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