Ferdinandplatz

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Rückblick

      Bisher war mir nicht bewusst, dass gleichzeitig mit dem Bau des Karstadt-Warenhauses an der Prager Straße durch das Büro Rohde, Kellermann, Wawrowsky und Partner, die jüngst erst das "Weltstadthaus" vis-à-vis realisierten, ein Abschluss des Blockes in Richtung Ferdinandplatz geplant war.

      Die damaligen Planungen finden sich auf der Seite des damals verantwortlich zeichnenden Architekturbüros:

      mronz-schaefer.de/architektur/…en/ferdinandplatzdresden/

      Bis heute klafft hier eine Wunde im Stadtorganismus und das Karstadt-Warenhaus zeigt seine offene Rückseite in Richtung ausufernder Parkraumflächen. Man kann nur hoffen, dass dieser Missstand zeitnah behoben wird. Der erfolgte Verkauf städtischer Liegenschaften am Ferdinandplatz deutet immerhin darauf hin.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Der Neubau eines Technischen und Sozialrathauses auf einem städtischen Grundstück am Ferdinandplatz neben dem Karstadt-Kaufhaus nimmt immer konkretere Formen an. „Die Stadt wird die Verkaufsbemühungen für das Grundstück einstellen“, kündigte gestern Verwaltungsbürgermeister Peter Lames (SPD) auf Anfrage der DNN an.

      dnn.de/Dresden/Lokales/Rathaus-Neubau-am-Ferdinandplatz
    • Rathausneubau am Ferdinandplatz

      Laut Informationen der SZ hat die Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb für die Großbrache am Ferdinandplatz initiieren lassen, um dort einen Rathausneubau zu verwirklichen. Das erklärte Ziel ist die Zusammenführung der über die Stadt verteilten Ämter und Amtsbereiche in einem gemeinsamen Gebäude. Demnach könnten am Ferdinandplatz insgesamt rund 40.000,00 qm Nutzfläche für ca. 1.700 Mitarbeiter realisiert werden. Ob die Stadt den Bau selbst finanziert oder in einem "PPP-Projekt" realisiert, ist nach derzeitigem Stand noch offen. Unter keinen Umständen möchte man jedoch eine höhere finanzielle Belastung als für die derzeit angemieteten Objekte haben.
      Ich persönlich stehe dem Vorhaben äußerst kritisch gegenüber. Die avisierte Nutzfläche verlangt ein Bauwerk von gigenatischen Ausmaßen, das wie ein Bollwerk über dem Platz liegen und die Fortführung bestehender Straßenführungen verunmöglichen wird. Immerhin ist es aus raumorganisatorischen Gründen kaum vorstellbar, dass die Stadt hier mehrere Baukörper realisiert, über die die Ämter verteilt werden. Abgesehen davon wäre es ein Sakrileg ohne Gleichen, wenn man an diesem zentralen Standort keine Mischnutzungen schaffen würde. Der Standort benötigt unbedingt Einzelhandelsflächen in den Erdgeschossen und Wohnungen wären auch nicht schlecht. Ob sich das mit einem "Super-Rathaus" vertragen dürfte?

      sz-online.de/nachrichten/fast-…te-pro-monat-3685878.html
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Da dieses Thema Technisches Rathaus und Ferdinandplatz grad so in aller Munde zu sein scheint, möchte ich mit Vorschlagsvarianten nicht geizen. Zum einen finde ich es schwierig einen neuen "Riesenkomplex" aus Glas und Beton in die Innenstadt zu setzen - es ist wohlweislich noch nicht mal was an Architektur angedacht, aber man muss, angesichts der Dresdner Bautätigkeit, eigentlich schon in Gedanken mit dieser Möglichkeit spielen. Siehe Schulneubauten, WOBA-Visus, Schwimmhalle Freiberger Straße.

      Wenn so ein Rathaus unbedingt am Ferdinandplatz hin soll, dann kann man die grundrissgerechte Bebauung vor Ort eigentlich ad acta legen. Was meiner Meinung nach schade wäre.


      Dort ergäben sich sehr viel mehr Möglichkeiten und Spielräume Grundstücke zu veräußern, die Nutzung zu mischen und das Stadtgefüge bestmöglich zu generieren. Eine Abkehr von Großkomplexen ist ja eigentlich gewünscht.

      Alternativ kann man natürlich solche Komplexe schaffen, wobei ich der Meinung wäre, das eher gen Georgplatz zu tun, um auch diesen Raum endlich wieder menschlich zu rahmen und zu erfassen. Dass am Ende der Platz wieder ein Platz wird. Allerdings bin ich da der Ansicht, dass man sich unbedingt in der Gestaltung was trauen sollte. Etwas mehr, als uns allen wohl befürchten lässt: ein zweites WTC, nur in billig, weils ja die Stadt baut.


      Für die Option den Ferdinandplatz zu bebauen sollte eine qualifizierte Rahmenplanung für den Georgplatz gleich mit auf dem Tisch landen, damit man nicht wieder Stückwerk schafft. Ein Beispiel hab ich da mal zusammengeklaubt. Wir sind da auch etwas progressiver vorgegangen, dass heißt, auch mal über die Gebäudehöhen raus gegangen, um den RIESENPLATZ mit der RIESENSTRAßE auch irgendwie optisch irgendwann mal wieder zu begrenzen und zu rahmen.

      In dieser Überlegung, dacht ich mir, vor den Studentenwohnheimen an der St. Petersburger Straße das spitz zulaufende Grundstück gen Georgplatz als Bauland für ein Technisches Rathaus zu nutzen. Dieses Areal würde die Dimension eines solchen Gebäudes vertragen, es wäre ein Flat-Iron-Building für Dresden, es würde die gammelige Platte dahinter in die zweite Reihe Rücken und es wär genug Platz die Bude mit allem Personal zu füllen. Es würde den Platzraum zur Bürgerwiese und gen Süden fassen und es wäre städtisch in diesem Bereich in der Dimension möglich, weil das Rathaus, das UFA und die Wohnplatten dieses schon vorgeben. Kein "Klopperdruck" am Ferdinandplatz und für den Georgplatz, der ja sowieso (wohl immer) eine Überdimension hat, am Ende noch das "richtige". Halt dann nur endlich in einer attraktiven, zukunftsgewandten Formensprache.


      Insgesamt fänd ich eine Version, die die ganz oben gezeigte Bebauung des Ferdinandplatzes mit der unteren Planung des Georgplatzes kombiniert besser, da perspektivisch das Mischungsverhältnis zwischen Grünfläche, Großkomplex, Kleinteiligkeit und Straßenraum etwas günstiger ins Verhältnis gesetzt wird. (allein ich hatt noch keine Zeit beide Varianten zu erstellen)

      Wie die städteplanerische Gestaltung aussieht, ist ja noch nicht öffentlich, aber da müsste man glaube mal anfragen, dass die was rausrücken. Scheinbar scheints ja schon durch zu sein, wenn man mit den Begehrlichkeiten so konkret wird?!