Schloss und Park Babelsberg

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    Die Freischaltung für Auerbachs Keller ist jetzt möglich. Standardmäßig ist der Keller jetzt ausgeblendet.
    • potsdam-fan schrieb:

      Zitat Meister Lampe: "Die Schlösserstiftung lässt die Laubenganghäuser im Park Babelsberg bis mindestens 2040 stehen.

      Abgesehen mal davon, dass die Häuser im historischen Park nichts zu suchen haben, der Anblick ist noch zu ertragen.

      Fotos: Autor, 24.08.2016
      Ertragen ist noch untertrieben, ich finde die Gebäude eigentlich ganz gelungen. Die Moderne hat ja durchaus eine Menge schöner Gebäude hervorgebracht, die vor allem im Zusammenspiel mit der Natur harmonieren, weniger mit anderen Gebäuden. Unerträglich wurde sie erst, als die Dimensionen ausuferten und gleichzeitig die Gestaltungs- und Gliederungselemente immer weiter reduziert wurden. Bis in die 50er Jahre hinein wurden jedoch eine Menge wirklich guter Gebäude gebaut.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Versuchen wir doch mal, die Realitäten zu sehen. Wir sprechen vom Weltkulturerbe.
      Wir reden hier nicht von irgendeiner grünen Wiese, wo irgendein Investor Häuser bauen wollte. Hier wurde vorsätzlich ein historischer Park zerstört. Ich kann da noch sehr viele andere Beispiele im Park nennen.
      Da nun aber die Entscheidung so gefallen ist, werden wir eben die Zeit abwarten müssen, bis diese Fremdkörper da raus kommen. Ich glaube nicht, dass der Neubau im Park dem Kaiser und Lenné und Pückler so gefallen hätte.
      Diese Häuser in der Waldstadt oder am Schlaatz: Prima und keine Diskussion. Aber dort nicht...
      Gut oder schlecht, wir müssen eben auch Kompromisse machen können...
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    • rbb-Film "Alter Stein und neue Liebe"

      Auf ein bereits eingestelltes Foto von mir möchte ich noch einmal zurückkommen: Die "Blumenfontaine".


      Foto: Autor, 2016

      Im o.g. Film wird u.a. darüber berichtet, wie die Blumenfontaine vergoldet wird. Mir war das neu, dass hier Blattgold verwendet worden ist.



      Quelle: rbb-Film "Alter Stein und neue Liebe"

      Den Film vom rbb möchte ich gern empfehlen. Ab etwa 54:35 wird über die Restaurierungen im Park Babelsberg berichtet. Und sicher sind für den einen oder anderen die diversen Beiträge in diesem Dokumentarfilm interessant. Wie immer beim rbb: nicht in HD und nur für kurze Zeit verfügbar.
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    • Große Neugierde im Schlosspark Glienicke

      So ist es wohl richtig. Das ist die Große...

      Ich weiß ja, dass wir uns hier in Berlin befinden, aber der Weg ist doch so kurz...Ich hoffe, man kann mir verzeihen... ;)

      Und das Ergebnis der Restaurierung ist wirklich sehr schön geworden.


      Von Andreas F. E. Bernhard - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40791800


      Foto: Autor, 14.09.2016

      Bei Bing können wir uns über den Standort informieren.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von potsdam-fan () aus folgendem Grund: Irrtümliche Angabe...

    • Die "Gegner" qualifizierter Gärtnerarbeit waren natürlich gleich nach den Maulwürfen aktiv: Die Wildschweine haben sich wirklich wie die Schweine aufgeführt, was sich auch an Hand der "Fingerabdrücke" (Fuß-Spuren) nachweisen ließ. Interessanterweise wurden allerdings kaum die Blumenbeete angegriffen.
      Dies hier sind nur beispielhafte Abbildungen.






      Fotos: Autor, 26.09.2016
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    • Umgepflügt und angebissen

      Am 17.10.16 schrieben nun die PNN als Ergänzung zu meinem obigen Beitrag ;) :

      "Royale Wiesen in Potsdams Welterbeparks werden zu Äckern: Die Schlösserstiftung verzeichnet derzeit viele unübersehbare Wildschäden, besonders aktiv sind Wildschweine."

      Nun wirds wohl langsam Zeit für die Verantwortlichen, was zu unternehmen.
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    • Sehr erfreuliche Nachrichten: Die Schlösserstiftung möchte das Innere von Schloss Babelsberg offenbar dauerhaft wieder für Besucher öffnen. Für ein entsprechendes Konzept gibt es erste Pläne. Anhand von originalen Ausstattungsstücken soll die Gründerzeit-Ausstattung unter Wilhelm I. wieder erlebbar werden.

      Die PNN berichten:

      PNN schrieb:

      (...) Die historischen Ausstattungsgegenstände sind heute nicht mehr im Schloss vorhanden. Teils sind sie aber erhalten. Schlösserchef Wittwer stellte in seinem von der Studiengemeinschaft Sanssouci organisierten Vortrag die derzeitigen Ideen der Stiftung für eine Wiederbelebung der Schlossräume vor. Künftige Besucher des – momentan nicht zugänglichen – zinnenbekrönten Schlosses sollen später einmal durch ein Haus wandeln können, das von seiner Ausstattung her ungefähr die Zeit von 1835 bis 1890 widerspiegelt. Das Arbeitszimmer von Augusta, der Teesalon, die Bibliothek und der Speisesaal sowie der imposante achteckige Tanzsaal sollen mit ihrer jeweiligen Einrichtung wieder im Glanz des 19. Jahrhunderts erstrahlen, „um die Lebenswelt von Wilhelm und Augusta atmosphärisch nachvollziehen zu können", wie Wittwer es ausdrückt. Der Schreibtisch von Wilhelm ist zwar nicht mehr vorhanden, aber ein Teil der Gegenstände, wie die Marmorhand oder auch eine Kanonenkugel aus dem Deutsch-Dänischen Krieg, hat sich bis heute erhalten. Die Schlösserstiftung will anhand dieser Dinge eventuell später einmal ein Stück deutscher Geschichte erklären. Das Vorhaben trägt den Arbeitstitel „Der sprechende Schreibtisch".„Wo können Sie sich über die Gründung des Kaiserreichs informieren?", fragte Wittwer am Mittwochabend im überfüllten Vortragssaal des HBPG. Und gab sich sogleich selbst die Antwort: „Fast nirgendwo!" Daher sei das Arbeitszimmer Wilhelms, der mit der Reichsgründung 1871 Deutscher Kaiser wurde, ein wichtiger Bestandteil in dem Bemühen, die Geschichte dieses Zeitabschnitts zu erzählen.
      (...)
      Und wann ist es so weit? „2018 beginnen wir mit den Voruntersuchungen und den Detailplanungen." Die Wiedereröffnung wird also noch ein paar Jahre dauern. An einem Zeitplan werde derzeit gearbeitet, heißt es aus der Schlösserstiftung.
      Ich finde, das klingt alles recht gut! :daumenoben:

      Der komplette Artikel der PNN >> hier
      .
    • Sonderausstellung

      Wer nicht so lange warten möchte, kann allerdings schon in diesem Jahr das Schloss von innen besichtigen. Noch unfertig, aber trotzdem interessant:

      Sonderausstellung vom 29. April bis 15. Oktober 2017

      Pückler. Babelsberg
      Der grüne Fürst und die Kaiserin

      Ich zitiere mal aus der o.g. Homepage:

      „...Anlass genug, dem Gartenkünstler Pückler im Schloss Babelsberg – inmitten einer seiner wichtigsten Schöpfungen – eine Ausstellung zu widmen: Von Ende April bis MitteOktober 2017 öffnet das Schloss seine (noch unsanierten) Räume und bietet den Besuchern durch die großen Fenster faszinierende Aussichten auf die wiederhergestellten Terrassen, den Park Babelsberg und die Potsdamer Parklandschaft.“

      Na, wenn das nichts ist... ;)

      Tickets bekommt man übrigens jetzt schon online im Vorverkauf!
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    • faz.net schrieb:

      Schloss Babelsberg
      Liebesbrief in Blumenschrift

      Die Stunde der Ingenieure: Eine Ausstellung im Schloss Babelsberg feiert den Fürsten Pückler als Gartenkünstler. Ein Anwesen erwacht aus seinem fast tödlichen Dornröschenschlaf.

      Der Hügel von Babelsberg thront über der Potsdamer Schlösserlandschaft wie ein Adlerhorst. Von hier aus kann man das preußische Arkadien nach allen Richtungen überblicken: Schloss und Park Sanssouci im Westen, das Marmorpalais, Cecilienhof, die Sacrower Heilandskirche und die Pfaueninsel gestaffelt im Norden und Nordosten, dazu im Vordergrund Schloss Glienicke und die berühmte Brücke, auf der im Kalten Krieg die Agenten ausgetauscht wurden. Der neogotische Schlossbau, der am Nordwesthang des Hügels ab 1840 aus einem adligen Landhaus herauswuchs, diente der nach Bismarck wichtigsten Figur der deutschen Einheitskriege des neunzehnten Jahrhundert als Sommersitz – dem Prinzen Wilhelm, später König von Preußen und ab 1871 Kaiser des wilhelminischen Reiches. Ein Ort der deutschen Geschichte, ein Gebäude, in dem historische Entscheidungen fielen.

      Und doch hat Schloss Babelsberg von allen preußischen Prunkbauten im Umkreis das schlechteste Los gezogen. Nach 1945 wurde die Inneneinrichtung zerschlagen oder geplündert, später zog eine sozialistische Richterschule, dann die Hochschule für Film und Fernsehen der DDR und zuletzt ein Museum für Frühgeschichte in die leeren Räume ein. Der Bau, sein Fassadenschmuck und der umgebende Park verfielen, am Havelufer zu Füßen der Ruine verlief die Grenze mit Wachtürmen und Todesstreifen. Das Schloss, von Schinkel und Ludwig Persius erbaut, schlief einen tiefen Schlaf, und wäre die Mauer nicht gefallen, hätte es ihn nicht überlebt.
      [...]
      faz.net/aktuell/feuilleton/kun…-babelsberg-15001937.html
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Gerade war ich in der Ausstellung, die für mich allerdings nicht so viel Neues gebracht hat, aber man konnte sich über den erschreckenden Zustand der Innenräume ein gutes Bild machen, deswegen wird das Schloss ja ab Herbst im Inneren renoviert.

      Leider durfte man innen nicht fotografieren, es wäre aber auch müßig gewesen die Stelltafeln abzufotografieren, da die Lichtverhältnisse dies kaum zugelasssen hätte.

      Hier aber ein paar Impressionen vom Park, denn darum geht's ja bei Pückler. Da die Eisheiligen noch nicht vorrüber sind waren einige der Beet im Pleasureground noch nicht bepflanzt, also muss ich demnächst noch mal hin.


      Zuerst einmal ein Schub Fotos von der Schlossumgebung und dem Pleasureground:


      Nachbau eines Großbaumverpflanzungswagen vor dem Schloss mit kleiner Linde oder Buche:




      Der Eingang zum Schloss mit dem Schornstein des Pumpwerkes und dem TV-Turm am Schäferberg dahinter:




      Bilder von der Goldenen Terrasse und der Blumenfontäne:
















      Blick auf die Porzellanterrasse mit Brunnen:















      Blick auf die Voltaireterrasse mit Brunnen, benannt wegen der einst hierher aus dem Potsdamer Garten Voltaires verpflanzten Linden:









      Im Hintergrund das St. Michaelsdenkmal, in Erinnerung an die niedergeschlagene Badische Revolution 1849:





      Einige Bilder aus dem Pleasureground, der noch nicht ganz fertig gestellt ist. Der Rollrasen muss noch anwachsen und die restlichen Blumen kommen auch erst in einigen Tagen nach den Eisheiligen:







      Der Gotische Brunnen:











      Der Kranichbrunnen im goldenen Rosengarten:






      Beete mit Rosenbepflanzung und goldener Kordel als Begrenzung:








      Der Adlerbrunnen mit Obstgehölzen. Hoffentlich kommt die Säule mit Adler wieder:






      Beet am Waldessaum mit Isländisch Moos und Buchsbaum:





      Das 'Schwarze Meer', erst kürzlich wieder angelegt, eine tyypische Schöpfung Pücklers mit seinen kleinen Inseln, den Buchten und den von ihm mehrfach geändertn Uferbereichen:












      Der Ara steht als Hinweispunkt an allen relevaten Punkten zur Ausstellung, eine Erinnerung an den Ara, den Pückler der Kaiserin Augusta einst schenkte:






      Goldfisch in großer Zahl tummeln sich am Einlauf des Frischwassers, das nur in gewissen Abständen heraussprudelt und Sauerstoff in den See bringt:





      Offenbar haben die Fischreiher und Kormorane von der Havel das noch nicht entdeckt!


      So, dies nur eine kleine Auswahl der 171 Fotos von heute.
    • Es ist wirklich eindrucksvoll, was die Schlösserstiftung auf die Beine stellt. Natürlich wäre das alles ohne die zwei Sonderprogramme des Bundes zur Rettung des preußischen Schlössererbes nicht möglich.

      Am Babelsberg sieht man, dass bauliche und Gartenrekosntruktion zusammengedacht werden müssen. Das Eine geht nicht ohne das Andere und entfaltet eben erst gemeinsam seine Perfektion. Im Babelsberger Park wird ja bald weiter gebaut: die Pumpstation und der Marstall werden zu Ferienwohnungen und das Strandbad wird auf das Areal der ehm. GST verlagert, sodass der Rundweg wieder vollständig wiederhergestellt werden kann.

      Insgesamt - das muss man sich klar machen - ist Park und Schloß in solcher Perfektion, d.h. mit funktionierenden Wasserspielen aller Orten - das letzte Mal im jahr 1918 in Betrieb gewesen. Schon die Weimarer Republik hat das Wassersystem aus Kostengründen stillgelegt und die Bauunterhaltung eingeschränkt.
      "Modernität kann im Gewande der Vergangenheit hervortreten. Das ist eigentümlich für alle Renaissancen." Jacques Le Goff
    • Einige Aufnahmen möchte ich als Ergänzung zum obigen Beitrag nachreichen. Nach mehrmaligen (wohlgemeinten) Hinweisen versuche ich nun mal die Texte als Unterschrift zu den Fotos zu platzieren. Ließt sich vielleicht besser.


      Das Schloß


      Im Eingangsbereich der Ausstellung.


      Der legendäre Baumpflanzwagen. Gewässert wird der Wurzelballen über den oben angebrachten Trichter.


      Da Innenaufnahmen nicht so gern gesehen waren, aber das Fotografieren durch die Fenster gestattet war, hier ein paar legale Fotos.


      Diese riesigen Scheiben waren im oberen Bereich zusammengesetzt, d.h. die Scheiben wurden nicht im Stück gefertigt.


      Ein Blick aus dem Fenster über das gesicherte Treppenhaus.


      Noch ein Fensterblick in den Park. Deutlich sieht man die Fugen zwischen den Scheiben.


      Natürlich wieder ein wunderschöner Blick aus den Fenstern des Tanzsaales ;) .


      Mit solchen Ausblicken in den eigenen Garten könnte man leben.


      Oder so...




      Die allgegenwärtigen Papageien...

      Fotos: Autor, 26.05.2017
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