Heidelberg

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Die Freischaltung für Auerbachs Keller ist jetzt möglich. Standardmäßig ist der Keller jetzt ausgeblendet.
    • Kurfürsten-Hof

      In Heidelberg wurde der Grundstein für den Büro- und Hotelkomplex "Kurfürsten-Hof" gelegt. So vielversprechend der Name auch klingt, umso grösser ist die Enttäuschung über die belanglose Architektur.

      Der Entwurf von Auer + Weber + Assoziierte bildet mit der gegliederten Fassade und deren außenliegender Rasterstruktur im Rhythmus der Stützen und Geschossdecken die unterschiedlichen Nutzungsarten ab. Außerdem ist die Fassade aus hochwertigem Architekturbeton zugleich die Grundlage für ein nachhaltiges Gebäude mit geringem visuellem Verschleiß, das auch noch nach langer Zeit die Qualität dieses Standorts prägen wird.

      Heidelberg: Grundsteinlegung für Kurfürsten-Hof - Immobilien-Newsticker
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Löbenichter ()

    • Heidelberg

      Schreibe das mal hier rein, da es sich nicht lohnt, deshalb einen neuen Strang aufzumachen.

      In der Rhein-Neckar-Zeitung war in der Samstagsausgabe zu lesen, dass Woolworth am Bismarckplatz zum Ende des Jahres schließen wird. Das Woolworthgebäude ist meines Erachtens das wohl hässlichste Gebäude am Platz. Vll sogar in der Stadt. Leider ist der Artikel noch nicht online abzurufen und es gibt noch keine weiteren infos. Was jedoch feststeht: Müller wird übernehmen und, jetzt kommt der Skandal, das Gebäude NICHT abreißen, sondern sanieren und umbauen.... :( Wer sich in der glücklichen Lage befindet, das o.g. Gebäude noch nicht zu kennen, der sollte sich jetzt auf etwas gefasst machen oder besser gar nicht hinschauen:

      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…Filiale_in_Heidelberg.JPG

      In die Hauptfassade soll noch ein großes Fenster zum Platz eingefügt werden. Alles keine wirkliche Verbesserung der desaströsen Situation am Bismarckplatz. Habe hier noch eine Webseite mit einigen alten Aufnahmen, u.a. vom Bismarckplatz, gefunden. Auf Bild 19 sieht man rechts die alten Arkaden, an deren Stelle sich heute lila Wartehäauschen sowie ein kleines VRN-Gebäude befinden. Bäume gibt es keine mehr.

      In Staffel 4, auf Bild 21 ist das ehemalige Postgebäude zu sehen, dass während bzw. nach dem Bau des Hortengebäudes abgerissen wurde, da es angeblich durch die Bauarbeiten zu schweren Schäden am Postgebäude kam, die die Statik desselbigen stark beeinträchtigt hätten. Mhm, wers glaubt.... heute ist hier ein zeimlich widerliches Gebäude zu sehen, an dessen Fassade noch 2 kleine Säulchen an das alte Gebäude erinnern. Herzlichen Dank. Das Postgebäude war übrigens in seinen Neorenaissanceformen an den Friedrichsbau auf dem Heidelberger Schloss angelehnt.

      Bilder 28 und 29 zeigen nochmals die Südseitze des Bismarckplatzes. Vom Areal des Woolworthgebäudes habe ich leider keine Bilder gefunden.... Sehr schlechte Quellenlage was den Bismarckplatz angeht. werde mich mal in der UB schlau machen.

      In Staffel 2 ist auf Bild 24 nochmals der Bismarckplatz zu sehen. Um ehrlich zu sein kann ich hier die Blickrichtung nicht einmal mehr zuordnen, so grundlegend hat sich hier alles verändert. Müsste aber in Richtung Nord/Nord-Osten afgenommen sein, rechts dann das heutige Darmstädter Hof Zentrum.

      Dres. Jung Heidelberg
    • In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Heidelberg baut sich kaputt

      Die schönste Stadt der Welt versucht offenbar mit aller Gewalt, der erhaltenen wunderschönen Altstadt ein radikal modernes Gegenüber außerhalb der alten Stadtgrenzen entgegenzustellen. Die jüngst fertiggestellten Neubauten in der Kurfürstenanlage sind im Prinzip keiner Erwähnung wert. So wie auf dieser Visualisierung sieht es tatsächlich aus:

      ww2.heidelberg.de/stadtblatt-o…_image=4649&view=bild&bf=


      Erträglich erscheint hier das neue Justizgebäude, das ebenfalls in der Kurfürstenanlage errichtet wurde:

      landgericht-heidelberg.de/pb/,Lde/Startseite


      Einfach nach unten scrollen, dort ist eine Außenansicht und Innenansichten zu sehen.
      Auf was ich aber eigentlich hinaus will ist die Neubebuung des RNV Betriebshofgeländes in der Bergheimer Straße. Was hier kommt, sprengt meiner Ansicht nach, trotz Verklinkerung, die Grenzen des Erträglichen und könnte auch sofort als hässlichstes Gebäude der Stadt kandidieren, obwohl noch nicht existent. Viel Spaß beim Betrachten. Ich kanns mir gar nicht angucken.... Ein besonderes Schmankerl ist die "angeklebte" Fassade. Wahnsinn....

      rnz.de//heidelberg/00_20141205…-Betriebshof-kroenen.html

      rnv-online.de/aktuelles/verkeh…estaltung.html?no_cache=1

      Zitate wie

      "Die Jury des Wettbewerbs war sich einig, dass es dem Siegerentwurf gelungen sei, "die Balance zwischen einem großen, ortsbildprägenden Maßstab und einer feinen Gliederung und Elementierung" zu finden. So nehmen die einzelnen Felder der etwa 160 Meter langen Westfassade den Maßstab der historischen Bestandsgebäude in der Bergheimer Straße auf."

      ""Der Entwurf ist kein hermetisch abgeschotteter Koffer, sondern lädt mit seinen Fenstern zu Einblicken ein", lobt Professor Marc Kirschbaum von der "School of Engineering and Architecture" der SRH-Hochschule und Juryvorsitzender den Entwurf, der etwas ganz Hochwertiges für diesen Standort sei. Kirschbaum attestiert dem Entwurf von Gestering, Knipping und de Vries viel Potenzial, er sei "wahnsinnig nach vorne gedacht"."

      sprechen für sich....

      P.S.: Das Palais Graimberg wurde schon im Laufe des Jahres 2014 oder gar 2013 fertiggestellt. Leider habe ich hier momentan kein Bild. Außerdem wird in der Altstadt ein, meines Wissens, barockes Gebäude zwischen Uniplatz und Jesuitenkirche von der Universität saniert. Diesbezüglich habe ich leider gerade keine weiteren Informationen.
      Des Weiteren wird ab Januar, welch ein Glück (Vorsicht, Ironie), das Parkhaus am Kornmarkt saniert. Dieses dient unter anderem als Talstation der Bergbahn. :kopfwand:

      mrn-news.de/2014/12/02/heidelb…anuar-geschlossen-171867/

      Grüße aus Heidelberg
    • In Anbetracht der Tatsache, dass die Bahnstadt extrem außerhalb gebaut wird, finde ich das Ganze ehrlich gesagt sehr gut. Die Altstadt liegt einige Kilometer entfernt und das ehemalige Gelände des Güterbahnhofs wurde stadtnah zum Baugrund. Die gebauten Häuser sind tatsächlich hochmodern, was an dieser Stelle jedoch überhaupt nicht stört, da keinerlei Altbausubstanz gefährdet wird.
      Um ehrlich zu sein sind solche hochmodernen Wohnviertel sehr interessant, bilden sie doch ein geschlossenes homogenes Bild einer Architekturepoche. Quasi das Pendant zur geschlossen erhaltenen barocke Altstadt.
      Die Durchmischung von Arbeiten, Wohne, Einkaufen und Leben ist ein Konzept, das zum Beispiel schon in Tübingen im Französischen Viertel gut umgesetzt wurde und tatsächlich funktioniert. Wenn man dann noch bedenkt, dass in der Bahnstadt durchaus großzügige Erholungsflächen einbezogen wurden und das ganze Viertel von einem künstlichen Kanal durchzogen wird, kann man damit doch sehr gut leben. Ich empfehle jedem einen Abstecher dorthin. Auch wenn die Wohnungen natürlich meistens unbezahlbar sind. Vor allem für Studenten. ;)
    • Mein Fall ist das nicht. Eine typisches 08/15 Neubaulandschaft. Das vermittelt einen Eindruck zwischen Industriegebiet und Hotelanlage. Ein Meer von banalen, immer weissen Wärmedämmkisten. In diesem Gebiet zeigt sich großflächig die Gestaltungsarmut heutiger Architektur. Da wohne ich lieber in einem alten Stadtviertel ohne Passivhaus. Möglicherweise gewinnt dieses Areal noch an Attraktivität, wenn diese winzigen Bäume groß geworden sind und das ein oder andere Haus 'nen farbigen Anstrich erhält. In 100 Jahren kann man die Fläche dann als Paradebeispiel der ideenlosen Architekturepoche vom Anfang des 21. Jahrhunderts bestaunen und auf die Liste der UNESCO Welterbestätten setzen lassen.
    • ZeitMaschinist schrieb:

      Es müsste viel eher heißen, "größte Schimmelhaus-Siedlung der Welt". Die Architektur ist ja mal wieder zum Weglaufen.
      Die Qualität der Architektur ist in der Tat keines Kommentares würdig. Die Aussage "größte Schimmelhaus-Siedlung der Welt" zeigt aber, daß Du anscheinend keine Ahnung hast, was ein Passivhaus ist und dieses schlicht mit "dick gedämmtes Gebäude" gleichsetzt.
    • Dachreiter schrieb:

      (...) Die Aussage "größte Schimmelhaus-Siedlung der Welt" zeigt aber, daß Du anscheinend keine Ahnung hast, was ein Passivhaus ist und dieses schlicht mit "dick gedämmtes Gebäude" gleichsetzt.

      Durch Deine Reaktion gehe ich davon aus, daß Du selber in einem Passivhaus wohnst. Tatsächlich habe ich keine wirkliche Ahnung davon. Aber ich weiß, daß die Außendämmung der wichtigste Bestandteil dieser Bauweise ist. Mehr habe ich auch nicht gemeint. Ich habe eine allgemeine Abneigung gegen aufgeklebte oder angeschraubte Dämmplatten. Ganz egal, ob beim "Passivhaus" oder gedämmtem Altbau. - Ich bin beruflich in der Altenpflege tätig und mein Arbeitgeber baut ständig neue Häuser/Heime in Passiv-Bauweise. Da bekommt man schon etwas mit. In diesem Bereich wird, meiner Meinung nach, viel schöngeredet. Besonders im Winter zeigen sich die Schwächen. Die Heiztechnik reicht nicht aus und man muss mit elektrischen Geräten nachhelfen. Da habe ich eben meine eigene Ansicht.
    • ZeitMaschinist schrieb:

      Mein Fall ist das nicht. Eine typisches 08/15 Neubaulandschaft. Das vermittelt einen Eindruck zwischen Industriegebiet und Hotelanlage. Ein Meer von banalen, immer weissen Wärmedämmkisten. In diesem Gebiet zeigt sich großflächig die Gestaltungsarmut heutiger Architektur. Da wohne ich lieber in einem alten Stadtviertel ohne Passivhaus. Möglicherweise gewinnt dieses Areal noch an Attraktivität, wenn diese winzigen Bäume groß geworden sind und das ein oder andere Haus 'nen farbigen Anstrich erhält. In 100 Jahren kann man die Fläche dann als Paradebeispiel der ideenlosen Architekturepoche vom Anfang des 21. Jahrhunderts bestaunen und auf die Liste der UNESCO Welterbestätten setzen lassen.

      Du hast natürlich mit allem recht, allerdings ist die Aussage von Grimminger auf der Vorseite auch nicht von der Hand zu weisen. Im besten Fall, wenn die Begrünung richtig gesetzt ist, wird man sich wie in einer großen Ferienanlage fühlen - ich habe mal in einer großen Studentensiedlung am Stadtrand gewohnt, da war es vergleichbar.

      Diese Architektur ist gesichts- und geschichtslos und wir wissen nicht, wie sie in der Zukunft bewertet werden wird. Rein fuktional, ohne bleibenden Wert. Vielleicht ist dies aber einfach ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, die ästhetisch verkruppelt ist und nur dem schnöden Mammon nachjagt.
    • Durch Deine Reaktion gehe ich davon aus, daß Du selber in einem Passivhaus wohnst.


      > Richtig, sogar bereits im zweiten, nachdem wir umziehen wollten und das erste verkauft haben.


      Tatsächlich habe ich keine wirkliche Ahnung davon. Aber ich weiß, daß die Außendämmung der wichtigste Bestandteil dieser Bauweise ist. Mehr habe ich auch nicht gemeint. Ich habe eine allgemeine Abneigung gegen aufgeklebte oder angeschraubte Dämmplatten. Ganz egal, ob beim "Passivhaus" oder gedämmtem Altbau.


      > Man kann ein Passivhaus mit aufgeklebten Dämmplatten bauen, aber selbst dann funktioniert das, wenn - ACHTUNG - wenn der Planer weiß, was er tut. Wir haben allerdings die Holzständerbauweise mit diffusionsoffenem Wandaufbau ohne irgendwelche Folien und Kunststoffe gewählt.


      Ich bin beruflich in der Altenpflege tätig und mein Arbeitgeber baut ständig neue Häuser/Heime in Passiv-Bauweise. Da bekommt man schon etwas mit. In diesem Bereich wird, meiner Meinung nach, viel schöngeredet. Besonders im Winter zeigen sich die Schwächen. Die Heiztechnik reicht nicht aus und man muss mit elektrischen Geräten nachhelfen. Da habe ich eben meine eigene Ansicht.


      > Natürlich gibt es - wie übrigens überall - auch da Planungsfehler oder Pfusch. Daß die Heizung nicht reicht und man nachhelfen muß, ist aber - wie auch bei uns - in der Regel kein Fehler, sondern Teil des Konzeptes. Eine leistungsstarke Wärmepumpe, die sich im Teillastbetrieb ständig ein- und ausschaltet, ist auch nicht ideal, also wird die Leistung so gewählt, daß das Gerät möglichst lange läuft und die Spitzen mit einer Zusatzheizung abgefangen werden. Die muß übrigens nicht elektrisch sein, aber gewöhnlich lohnt sich der Aufwand für ein anderes System nicht, da der Wärmebdedarf sehr gering ist.
      Im letzten Winter, der mit seinen vielen trüben Tagen für ein Passivhaus anspruchsvoller war als ein kalter, sonniger Winter, haben wir 200 Quadratmeter Wohnfläche mit einer durchschnittlichen Deckenhöhe von 3,30 m und einer Raumtemperatur von 21 Grad von Dezember bis jetzt mit rund 600 Euro beheizt (inkl. Warmwasserbereitung). Das Raumklima ist traumhaft, die Innentemperatur ist auch während der heißen Tage nicht über 26 Grad gestiegen (obwohl wir weder eine außenliegende Verschattung noch eine reversible Wärmepumpe haben) und die Luftfeuchtigkeit liegt ganzjährig in einem sehr angenehmen Bereich.



      Moderationshinweis (Zeno):

      Der Beitrag enthält mehrere Zitate, die nicht als solche erkennbar sind. Bitte stets die Zitatfunktion der Forumssoftware verwenden, so wie es üblich ist und wie es die meisten Forumer machen. Dann wird auch klar, was ein Zitat ist und was Du gesagt hast. Solche Zeichen wie ">", deren Bedeutung man sich mühsam erschließen muss und die alles andere als zur Übersichtlichkeit und leichten Lesbarkeit beitragen, sollten dann obsolet sein.

      Und schreibe bitte in normaler Schriftgröße, sonst hat man keine Lust, das zu lesen.