Zunehmende Verschandelung der Kulturlandschaft durch Windräder

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    • Gerade komme ich von einem Kurzurlaub im Oberen Mittelrheintal zurück. Vor der Verschandelung durch Windräder, wollte ich mir diese schöne Gegend nochmal im unbefleckten Zustand ansehen. Doch dann musste ich feststellen, daß dort bereits störende Windräder vorhanden sind. Eben diese Ansicht aus dem zuletzt verlinkten Zeitungsbericht, siehe hier, habe ich dort auch erlebt. Auf der Höhe von Lorch und Bacharach sieht man die Räder deutlich zwischen den Hügeln.

      Aus dem Fenster meines Hotelzimmers in Oberheimbach habe ich dieses Bild gemacht.



      Sehr schlimm sind aber auch einige Bausünden in den kleinen Ortschaften. Zwischen den schönen ortstypischen und romantischen Häusern dieser lieblichen Rheinlandschaft, stehen unglaublich unpassende Trümmer aus den 1960er und 1970er Jahren. Bankenbunker, die viel eher zu Pforzheim, Darmstadt oder Mannheim passen würden. Die Entscheider von damals hatten überhaupt kein Gespür und Respekt für den Ort. Da bekommt man glatt Gänsehaut. Als furchtbar verhunzt empfand ich den Speisemarkt in Bingen am Rhein. Dort tümmeln sich direkt mehrere super fiese Bausünden. Da ich nicht meine Speicherkarte verätzen wollte, habe ich kein Photo davon gemacht. Im Netz findet man auch nicht so viel. Nur diesen leichten Eindruck.
    • Auch in anderen Regionen geht es jetzt radikal mit Windrädern "voran", OHNE BAUGENEHMIGUNG!!!
      Der neueste Fall aus dem Hegau:


      Pressemitteilung / Bürger- und Behördeninformation
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      Eilantrag gegen Windpark Wiechs auf Verenafohren

      Gericht empfiehlt Stopp der Bauarbeiten bis zur Entscheidung

      Bauarbeiten ohne Baugenehmigung durchgeführt
      Wie mehrfach berichtet, plant die Firma Solarcomplex AG die Errichtung von drei je 200 Meter hohen Windrädern auf dem Höhenzug Verenafohren auf der Gemarkung Wiechs der Gemeinde Tengen. Das Landratsamt Konstanz hat hierzu am 30. Mai 2016 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt und diese mit Sofortvollzug erlassen. Dieser bedeutet, dass auch bei Widerspruch oder Klage diese keine aufschiebende Wirkung entfalten.
      Trotzdem kann mit dem Bau der Anlagen erst begonnen werden, wenn die Baufreigabe erteilt ist. Diese steht noch aus.
      Inzwischen hat ein Anlieger, dessen Anwesen sich von der nächsten Windenergieanlage nur 650 m entfernt befindet, gegen die Genehmigung beim Verwaltungsgericht Freiburg einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt. Das Gericht hat daraufhin dem Landratsamt mitgeteilt, dass es davon ausgeht, dass bis zur Entscheidung über den Eilantrag von Vollzugsmaßnahmen abgesehen wird, d.h. keine Baufreigabe erfolgt. Dies hat das Landratsamt inzwischen dem Anlieger auch zugesagt.
      Vor Ort allerdings stellt sich die Situation völlig anders dar. Der Vorhabenträger hat bereits mit umfassenden Baumaßnahmen begonnen. Auf Nachfrage gab das Landratsamt Konstanz die Auskunft, bislang habe es lediglich einen symbolischen Spatenstich gegeben. Tatsache ist, dass von der Solarkomplex AG bereits massive bauliche Eingriffe mit schweren Baumaschinen im Wald getätigt wurden. Dies geht aus den beigefügten Bildern hervor.

      Dies wird insbesondere vom Forum Hegau- Bodensee (www.forum-hegau-bodensee.de) und den sechs regionalen Bürgerinitiativen massiv kritisiert.
      Am 29. Juli behaupteten die Projektierer in der Presse, die Baugenehmigung für den Windpark in Tengen-Wiechs läge vor. Am 16. August schreibt das Landratsamt Konstanz dass keinerlei Baufreigabe erteilt worden sei, auch nicht teilweise.
      Es ist natürlich schon alleine bedenklich dass man die Öffentlichkeit mit Presseberichten derart täuscht, dass alles in trockenen Tüchern und rechtlich in Ordnung sei. Dass aber dann gleich im großen Stil gebaut wird um hastig Fakten zu schaffen ist nicht akzeptabel und bedarf rechtlicher Klärung.

      Tatsächliche wurden kilometerlange Straßen für Schwerlastfahrzeuge gebaut, Fundamente für die Türme ausgehoben und Erdkabel verlegt. Während die Bundesrepublik Deutschland sich nicht traut ohne rechtliche Abklärungen Stromtrassen im Wald zu bauen, machen das die Solarcomplex AG und die anderen Teilnehmer der IG Hegauwind, wie u.a. die Kommunen Stockach, Singen, Radolfzell, Engen, Steißlingen und Tuttlingen,einfach mal so. Ohne Baugenehmigung. Und es verhält sich wohl schon so dass der Bürgermeister einer Gemeinde weiß ob eine Baugenehmigung für eine Industriestätte in seinem Gemeindewald vorliegt oder nicht. Wenn der Bürgermeister von Tengen den Sachverhalt kannte und nichts unternahm, so wäre es natürlich noch schlimmer als wenn er über ein so wichtiges und von ihm persönlich protegiertes Projekt nicht wirklich Bescheid wüsste.

      Schon gegen die Erteilung einer Baugenehmigung gibt es einen rechtlichen Widerspruch vom Eigentümer des Anwesens Ferienheim „ Betreutes Wohnen und Arbeiten“, welches direkt über der Schweizer Grenze und unterhalb der Mindestabstandsgrenze von 700 Metern liegt. Das Anwesen beinhaltet naturnahe und artgerechte Pferdehaltung und Schafhaltung und die Hauptfunktion des Ferienheims ist, sozial problematischen Jugendlichen in ruhiger Umgebung ein betreutes Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Mit der Ruhe wäre es natürlich vorbei wenn in unmittelbarer Nähe Windräder rotieren. Wohl um das aber trotzdem zu ermöglichen, hat man in den Schallgutachten für die Höchstbelastungsgrenzen eben statt einer "Erholungsstätte" oder "Wohngebiet", lieber ein "Gewerbegebiet" angenommen. Dagegen, sowie andere wichtige Punkte wird rechtlich vorgegangen.

      Die Projektierer haben es nun eilig, denn auch bei den kommunalen Entscheidungen gab es bedenkliche Ungereimtheiten bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Projekts, welche jedoch ausdrücklich Bedingung zur Beteiligung und Finanzierung war. Der TÜV-SÜD hat schriftlich bestätigt dass statt üblicher "Gutachten", nur wenig aussagende und nicht den offiziellen Mindeststandards für Gutachten entsprechende "Prognosen" bestellt wurden. Diese waren dann aber, von den Projektierern fälschlicherweise als "Gutachten" deklariert, die Entscheidungsgrundlage der beteiligten Stadt- und Gemeinderäte. Und schließlich muss man, wenn man dafür Hundertausende von Euro bezahl hat, auch echte Gutachten erwarten. Tatsächlich ist verwunderlich, dass man dies in der lokalen Politik und den Verwaltungen versucht totzuschweigen. Die beteiligten Kommunen haben sogar zugestimmt dass die "Gutachten" ohne guten Grund verheimlicht werden, was besonders zu denken gibt. Solche Gutachten anderer kommunaler Träger kann man im Internet nachlesen. Wenn allerdings klar wird dass es zu wenig Wind gibt, offenbart sich die Sinnlosigkeit Windräder bauen zu wollen.
      Wenn ein Bürger in seinem Garten ohne Baugenehmigung ein kleines Hüttchen baut, sorgt schon die Kommune dafür dass sein Bau sofort eigestellt wird. Amtsinhaber schauen aber scheinbar weg wenn ohne Baugenehmigung industrieller Großbau im Wald veranstaltet wird. Es ist unwahrscheinlich dass der Bürgermeister von Tengen nicht wusste dass keine Baugenehmigung vorliegt, oder dass er nicht gemerkt hat wie kilometerlange Straßen auf der Gemarkung gebaut wurden.
      Radolfzell, den 17.08.2016
      www.forum-hegau-bodensee.de

      Nachmeldung: Das LRA Konstanz hat sich eben mit einer Stellungnahme gemeldet, welche jedoch aus unserer Sicht nicht haltbar ist und die rechtliche Würdigung dazu ist in Arbeit.
      Ob das alles so in Ordnung geht, überlassen wir abgesehen von der rein juristischen Seite, auch dem geneigten Leser und Betrachter der Bilder des "symbolischen Spatenstichs", wie die Maßnahme vom LRA Konstanz bezeichnet wurde….

    • 1.UMWELTEXPERTEN WARNEN | WINDKRAFT ZERSTÖRT UNSERE SCHÖNE HEIMAT
      UMWELTEXPERTEN WARNEN: Windkraft zerstört unsere schöne Heimat
      ·Von: VOLKER WEINL 05.11.2016 - 23:10 Uhr
      Bild am Sonntag



      So sah die, um 1170 erbaute, Rudelsburg an der Saale in Sachsen-Anhalt im Jahr 2011 noch ausFoto: © Bildagentur Huber
      Die Zukunft der deutschen Energie soll grün sein. Doch ausgerechnet Umweltschützer warnen jetzt:
      Durch die Energiewende werden wir unsere letzten natürlichen Landschaften für immer verlieren.


      Heute säumen den Horizont hinter der Burg Dutzende Windräder. Unter anderem die des Windparks Frauenprießnitz-Wetzdorf (Thüringen) und Molau (Sachsen-Anhalt)
      Foto: mauritius images
      „Deutschland geht mit gutem Beispiel voran.“ So beginnt eine Broschüre des Bundeswirtschaftsministeriums zur Zukunft der Energie. So sehen wir uns am liebsten. Als Vorbild, als Weltmeister. Im Fußball, im Umweltschutz, bei der regenerativen Energie. Doch jetzt dreht sich der Wind: Laut einer Emnid-Umfrage aus dieser Woche sind 80 Prozent der Deutschen gegen weitere Windkrafträder in Waldgebieten.
      Verschandeln die weißen Riesen wirklich unsere Kulturlandschaft oder ist das nur Genöle romantischer Nostalgiker?
      Eigentlich gilt die für den Schutz des Klimas eingeführte deutsche Energiewende als Erfolgsgeschichte. Sonne und Wind sollen bei uns bald einen großen Teil des Energiebedarfs decken, Atom, Kohle, Gas fast vollständig ersetzen. Nur wenige Länder handeln so vorausschauend, meint die Regierung.
      Vorausschauen? Schauen wir uns erst mal um: Schon jetzt drehen sich bei uns rund 27 000 Windräder.
      Einige ragen bis zu 230 Meter in den Himmel, gut zehnmal so hoch wie ein typischer Dorfkirchturm.

      Hinzu kommen Fotovoltaikparks für Solarstrom, Hunderttausende Hektar von Maisfeldern für die Biogaserzeugung und bald neue mächtige Hochspannungsleitungen – die Stromautobahnen der Energiewende.
      Am Mittwoch stellten die Wirtschaftsweisen in Berlin ihr Jahresgutachten vor und kritisierten die deutsche Energiewende als „ineffizient und teuer“.
      Für den globalen Klimaschutz seien Vereinbarungen mit anderen Ländern sinnvoller als nationale Alleingänge. Noch mehr Widerstand wächst von unten.
      Nikolai Ziegler (39) von der Plattform Vernunftkraft zu BamS: „Allein in unserem Netzwerk haben wir 617 Bürgerinitiativen gegen Windkraft. Fast dreimal so viele wie im Oktober 2013.“ Durch viele Naturschutzverbände geht ein Riss. In Mecklenburg-Vorpommern, dem Land der aktuell 1819 Windräder, trat in diesem Jahr sogar die Anti-Windkraftpartei „Freier Horizont“ zur Landtagswahl an.
      WIE WEIT SIND WIR MIT DER ENERGIEWENDE?
      ·
      ÖKOSTROM-UMLAGE STEIGTWas jetzt auf Strom-Kunden zukommt
      Die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom steigt im kommenden Jahr um gut einen halben Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde.
      ·
      DR. HELMAR RENDEZ„Wir werden mit Braunkohle wieder Geld verdienen“
      Helmar Rendez ist neuer Chef der LEAG. Er glaubt an die Braunkohle als Energielieferant der Zukunft. Ein Gespräch.
      Aber wer kämpft denn gegen Windmühlen? Alles Wutbürger und Spinner?
      „Sicher nicht“, sagte der Münchner Autor Georg Etscheit (54). Sein Buch über die Schattenseiten der Öko-Energien erscheint Mitte November, „Geopferte Landschaften“ heißt es. „Wir sind dabei, unsere letzten verbliebenen offenen Landschaften zu zerstören. Wir verwandeln sie in Energieparks, die wie Industriezonen aussehen.“ Das müsse gestoppt werden.
      Etscheit, früher selbst ein Grüner, meint: „Wir Deutschen haben uns wieder einmal in eine Ideologie verrannt. Wir glauben, wir hätten mit der Energiewende eine absolute Lösung gefunden, mit der wir die Welt retten. Das wollen wir – Augen zu und durch – unbedingt zu Ende bringen. Ein Irrweg!“
      Das Buch „Geopferte Landschaften“ (Heyne) von Georg Etscheit erscheint am 14. NovemberFoto: Heyne Verlag
      Im Buch versammelt er kritische Stimmen, nicht etwa von Atom- oder Braunkohlelobbyisten, sondern von bekannten Naturschützern. So schreibt der Umweltpionier Hubert Weinzierl (80): „Es darf nicht sein, dass wir Herzstücke unserer Heimat preisgeben, die wir zuvor jahrzehntelang verteidigt haben.“
      Enoch zu Guttenberg, Dirigent und Naturschützer der ersten Stunde, nennt das Erneuerbare-Energien-Gesetz, eine Geldverschleuderungsmaschine, die wenige bereichert. „Wir werden bald ins Museum gehen müssen, um schöne, unberührte harmonische Landschaften zu betrachten.“ Oder nach Neuseeland fliegen. Auch nicht gut fürs Klima …
      Die Pointe bei der Geschichte. Die neuen Energien bringen längst nicht so viel, wie uns oft vorgerechnet wird.
      Etscheit: „Wind liefert zwar 13 Prozent des Stroms. Der macht aber nur ein Fünftel des Gesamtenergiebedarfs, zu dem auch Verkehr und Wärme zählen aus.“
      Von Gesamtbedarf deckten Windräder gerade mal 2,4 Prozent. Etscheit: „Nur 2,4 Prozent der Energie für fast hunderprozentige Landschaftszerstörung!
      Ein viel zu hoher Preis."
      Für Politiker und Umweltverbände allerdings steht fest: Für den Klimaschutz ist der Ausbau der Windenergie unabdingbar. Er muss noch schneller vorankommen. Egal, aus welcher Richtung der Wind weht.
      Anmerkung:
      Glauben die Politiker das wirklich selbst? Oder ist es einfach ökopopulistischer Aktionismus?
      Wer aber einfach glaubt damit Wählerstimmen abzustauben, irrt zunehmend und gewaltig!
      Vor allem in der windärmsten Region Deutschlands, sollten die Politiker und Ämter für vernünftige Lösungen sorgen, statt nur einfallslos und hilflos mit öko-populistischen Argumenten und Untaten zu wetteifern.
      Die anderen Parteien sollten sich eigene, der Region angepasste Lösungen erarbeiten, statt dem MP Kretschmann die Butter vom Subventionsbrot stehlen zu wollen.
      Wir hoffen, dass die regionalen Politiker und die zuständigen Ämter, zunehmend Ihrer Verantwortung für unsere Heimat gerecht werden!
      Das EEG wird zukünftig angepasst – die Subventionen vom Bund werden durch Wettbewerbsverfahren ab 1.1.2017 sinken.
      Windstrom aus der Region Hegau-Bodensee wird nie wettbewerbsfähig sein! – Warum jetzt noch bei uns Windräder zulassen?
      Wer eine Veränderung will – bitte jetzt auf www.forum-hegau-bodensee.de gehen und unsere Petition zeichnen!
    • Flüssigsalzreaktoren der 4.Generation auf Thoriumbasis können die Lösung sein. Keine Erneuerbare Energiequelle hat auch nur annährend so eine hohe Energiedichte und daher geht immer ein gigantischer Landschaftsverbrauch mit Wind/Sonne und Biomasse einher. Die Speicherproblematik bleibt bis auf weiteres ungelöst bzw. völlig unwirtschaftlich, daher bleiben, wenn man keine fossilen Quellen nutzen möchte keine Alternative oder nach Merkel: Das ist alternativlos!

      Man könnte auf Thoriumbasis nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch die Gebäudeheizung, Prozesswärme und den Straßenverkehr durch synthetische Kraftstoffe substituieren und damit hätte man eine komplette Energiewende in allen Sektoren.

      Zu der Atommüllproblematik, die könnte mit neuen Reaktoren sogar komplett gelöst werden. Die Reststoffe müssen nur noch wenige hundert Jahre von der Biosphäre ferngehalten werden und könnten dann anschließend den Wertstoffkreislauf zugeführt werden.
    • @ Bitte mehr Erklärung und Quellenangaben zu Deinen Hinweisen, danke!

      Was ist mit der kalten Fusion!? Da ist doch ein Italiener schon weit gediehen damit!

      Und der Keshe Plasma Generator:
      blueprint.keshefoundation.org/blueprint.php
      keshefoundation.org/

      Das Auftriebskraftwerk!
      gaia-energy.org/es-ist-soweit-mach-dich-energieautark/
      rosch-innovations.de/
      slimlife.eu/wordpress/2015/06/…bskraftwerk-funktioniert/


      Alternative Entwicklungen gibt es genügend. Wenn diese mehr gefördert, oder überhaupt gefördert werden würden, bräuchten wir unsere kostbare Landschaft nicht zuspargeln oder mit Solarpanelen zupflastern!
    • Quellenangaben auf Deutsch eher nicht, ihr herrscht mittlerweile tiefstes wissenschaftliches Mittelalter!
      Es gibt ein interessanten Film über Thorium bzw. auch Flüssigsalzreaktoren: youtube.com/watch?v=g0Yraok_XqA

      Flüssigsalzreaktoren werden bei sehr hohen Temperaturen betrieben (800°C und aufwärts), der Brennstoff (Uran,Plutonium oder auch Thorium) ist in Salzverbindungen sozusagen gelöst und nicht in fester Form wie derzeit üblich in Brennelementen. Dies hat den Vorteil, dass der Brennstoff nicht schmelzen kann weil er es im Prinzip schon ist und damit ein Störfallszenario weniger vorhanden ist. Flüssigsalz fängt erst bei über 1500°C an zu sieden, dass heißt die Reaktoren werden nicht unter hohen Druck betrieben, sonder unter ganz normalen atmosphärischen Bedingungen. Dadurch ist kein Hochdruckversagen möglich und somit deutlich einfacher zu händeln. Hinzu kommt das der Reaktor, wie übliche Leichtwasserreaktoren auch einen negativen Brennstoffkoeffizienten sowie auch einen Kühlmittelkoeffizenten aufweisen und somit eine positive Leistungsexkusion wie in Tschernobyl ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus kann jederzeit eine Teilmenge des Brennstoffes entfernt und wieder aufbereitet werden, ohne die Anlage dafür abfahren zu müssen. Diese Teilmenge kann dann ähnlich wie Erdöl in einem Crackturm sortiert und wieder in den Kern geschickt werden. Dadurch ist es möglich, kurzlebige Spaltprodukte abzusondern und in passive gekühlte Tanks zwischenzulagern. Das hat wiederum den Vorteil, dass der Kern bei totalen Stromausfall keine Kühlung brauch, da die kurzlebigen Spaltprodukte für die hohe Nachzerfallsleistung und damit für eine ausreichende Kühlung verantwortlich sind. Darüber hinaus wird bei Stromausfall ein aktiv gekühlter Salzpropfen (verschließt eine Ablaufleitung) langsam aufgeschmolzen und dadurch entleert sich der Reaktorkreislauf in passiv gekühlte Tanks. Eine Kernschmelze ist somit unmöglich. Das Prinzip nennt man passive Sicherheitseinrichtung und damit ist der Reaktor inhärent sicher. Ein weiterer Vorteil besteht in der Tatsache das der Reaktor mit schnellen Neutronen arbeitet, dadurch ist es möglich alle Transurane (langlebiger Atommüll) in den Kern zu schicken und durch Transmutation (Neutroneinfang) die Transurane unschädlich zu machen. Der Reaktor kann somit den gesamten hochaktiven Müll sozusagen mitverbrennen. Da die Reaktortemperatur über 1000°C betragen kann, sind sehr gute Wirkungsgrade erreichbar und durch die hohen Systemtemperaturen können auch chemische Prozesse damit betrieben werden. Er bietet sich für die Produktion von Wasserstoff förmlich an. Er kann somit synthetische Kraftstoffe, Fernwärme und Strom liefern. Das natürlich rund um die Uhr bei Wind und Wetter. Alleine unser Atommüll in Deutschland liefert für solche Anlagen Brennstoff für mehrere hundert Jahre.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Retro79 ()

    • Windräder jetzt auch im Naturpark "Holsteinische Schweiz". In der bisher winradfreien, wunderschönen Kulturlandschaft der Holsteinischen Schweiz werden wohl noch in diesem Jahr Windräder gebaut, da der Bürgermeister von Bosau sein Einvernehmen erteil hat:

      shz.de/lokales/ostholsteiner-a…n-erteilt-id15321406.html

      shz.de/lokales/ostholsteiner-a…-in-bosau-id15302481.html

      shz.de/lokales/ostholsteiner-a…hen-bosau-id14948261.html



      Auch hier geht es wieder einmal nur ums Geld und nicht um eine umweltfreundliche, sichere Energieversorgung:


      Die Zeit für Gamesa drängt: bei einem Baubeginn erst im nächsten Jahr entsteht wirtschaftlicher Schaden durch geringere Einspeisevergütungen, erklärte Gamesa-Anwalt Christian Falke den Zeitdruck. Und: „Wirtschaftlicher Schaden würde das Projekt gefährden.“



      Bei den insgesamt fünf geplanten Anlagen wird es sicherlich nicht bleiben, denn wo bereits Windräder stehen, gilt das Landschaftsbild ja bereits als beeinträchtigt.


      Seite der Bürgerinititive mit Karten:

      bosauer-gegenwind.de/

      So sieht es derzeit hier noch aus:

      bestfewo.de/uploads/tx_bestfew…wig-Holstein.1280x500.jpg

      landhaus-schakau.de/media/fotos/luftbild.jpg

      In anderen Teilen Ostholsteins versucht man den Wildwuchs von Windrädern mit der Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten zu begegnen:

      kn-online.de/News/Nachrichten-…-fuer-geplante-Windraeder

      So hätte man auch am Plöner See verfahren können!
    • In Sachsen fielen in jüngster Zeit die letzten Schranken für einen ungebremsten Ausbau der Windkraft. Unter Schwarz-Gelb galt bis 2014 die 10H-Mindestabstandsregelung zu Wohnbebauung. Seit die Sozen wieder mitregieren, ist der Erlass wieder aufgehoben. Eine Massenpetition dagegen hat der Landtag jetzt abgelehnt. Es gelten auch keine generellen Beschränkungen in Waldgebieten mehr. Wenn auch nur die Hälfte der in den beigefügten Karten zu diesem Bild-Artikel eingezeichneten Anlagen errichtet wird, wäre das eine absolute Katastrophe. Gerade im dicht besiedelten Westsachsen ist das eine direkte Kampfansage an mehr als hunderttausend Menschen. Wer also die sächsische Landschaft abseits der Naturschutzgebiete noch unzerstört sehen will, sollte sich beeilen. Die Herren in Dresden machen sich keine Vorstelllung davon, wie ein 200 Meter Windrand auf einem Hügel von den Tälern aus wirkt. Allein der Schattenschlag ist Kilometerweit zu sehen.

      bild.de/regional/dresden/windk…weiter-48961246.bild.html
    • Es ist ein Verbrechen, was an der der mitteldeutschen Kulturlandschaft verübt wird. Wenn ich meine alte Heimat besuche, blutet mir das Herz. Dieses Bild wurde vor ca. 10 Jahren mit Blick auf Friedeburg an der Saale (zwischen Halle und Bernburg) aufgenommen. Damals schon schlimm - aber heute steht im Rücken dieser Aufnahme, ein schier endloser Wald 200m hoher Windkraftanlagem und auch auf der gegenüberliegenden Saaleseite hat sich die Zahl der Räder mindestens verdoppelt und (noch viel schlimmer) durch das enorme Höhenwachstum wirken sie erdückend dominant, auch aus goßen Entfernungen. Das hat mit Ökologie nicht das Entfernteste mehr zu tun. Hier regieren der schnöde Mammon und WINDIGE Geschäftemacher. Das nördliche Saaletal selbst ist ein Naturpark. Das hat die Landschaft aber nich davor bewahrt, die umliegenden Höhen geradezu mit Windräder zuzustellen, sodass man aus dem Tal heraus, einen deprmierenden Eindruck in fast alle Richtungen erhält.
    • Dank der Sensibilisierung durch die vielen vorangegangen Beiträge, ist auch mir bei meinem letzten Thüringen-Besuch die zunehmende Verschandelung aufgefallen:
      Auf dem hügeligen Weg von Stadtilm nach Erfurt ergeben sich immer wieder beeindruckende Ausblicke ins Thüringer Becken, eine Landschaft, wie man sie sich nicht schöner vorstellen kann. Zu meiner Verwunderung vollkommen mühlenfrei - aber natürlich nur auf den ersten Blick. Etwas genauer zwischen den drei Gleichen hindurchgeschaut und man erblickt u.a. den Windpark am Mihlaer Berg, über 70 (!!) km entfernt. Es ist ein Graus...

      Mir ist vollkommen schleierhaft, wie eine solche Umweltzerstörung (und das ohne Zweifel auf ganzer Linie) weiter munter staatliche Subventionen erfährt, während zB die Förderungen der Solarenergie (die ja dazu größtenteils eher Familien zugute kam) gekürzt wurden...

      Zur Illustration des ganzen Dilemmas noch eine Karte der bestehenden Windparks von 2011. Es ist davon auszugehen, dass sich die Lage seitdem dramatisch verschlechtert hat...


      von Alexrk2 [CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Luxemburger ()

    • @Luxemburger: Sensibilisiert wird man in diesem Strang tatsächlich, wenngleich die Wahrnehmung durch die Einseitigkeit der Beiträge etwas getrügt wird. Was die Kürzung der Solarförderung angeht: War meiner Meinung nach auch verfrüht, fast der gesamten Solar-Industrie in Deutschland ist dadurch das Geschäftsmodell weggebrochen. Allerdings ist bei der Windenergienutzung der Wirkungsgrad bei der Umwandlung der Energie tatsächlichlich deutlich höher und die Sonneneinstrahlung in Deutschland ist tatsächlich nicht besonders hoch im Vergleich zu z.B. Ländern in Südeuropa

      Um die Akzeptzanz von Windenergieanlagen zumindest bei den Anwohnern zu erhöhen, werden mittlerweile Bürgerwindparks . Hier geht es darum der Bevölkerung vor Ort - Und die ist es, die jeden Tag mit den Windenergieanlagen leben muss -Beteiligungsmöglichkeiten an den Gesellschaften zu ermöglichen. Dazu werden z.B. den Anwohnern in einem bestimmen Bereich um das geplante Projekt auch Beteiligungen abgeboten, wenn sich von deren Wohnhäusern nur Blickbeziehungen zu den Anlagen auftun. Weiterhin versucht man lokale Banken und Ingenieurbüros zu beaftragen. Dies führt zusammen mit den Gewerbeeinnahmen zu einer gesteigerten lokalen Wertschöpfung.
    • Natürlich ist der Tenor in diesem Forum eher contra Windparks, da hier fast ausschließlich Beispiele genannt werden, wo eben keine Rücksicht auf Kulturlandschaften genommen wird. Diese Betrachtung ist wiederum in den Medien unterrepräsentiert, Windenergie wird dort als "alternativlos" propagiert, da man ja die "Energiewende" / "Dekarbonisierung" auf Teufel komm raus erzwingen muss.

      Ich bin nicht generell gegen Windparks. In einigen Regionen (z.B. Nord- und Ostfriesland, Emsland, dünn besiedelte Gebiete in Meck.-Pom.) sind sie auch durchaus sinnvoll. Aber das komplette Land mithilfe eines Flächennutzungsplan in Windkraftzonen einzuteilen (und genau das macht RotGeldGrün zZ in RP) ist nicht zielführend. Da wird weder vor Kernzonen eines Naturparks noch vor Kulturlandschaften oder gar Siedlungsgrenzen Halt gemacht. Notfalls werden entsprechende Flächen sogar von der Schutzgebietsverordnung befreit!
      Beispiel VG Saarburg: Bis vor drei Jahren gab es zwischen Saar und Obermosel zwei Windparks à vier Mühlen, und damit konnte ich gut leben. Mittlerweile sind beide auf 12 Mühlen erhöht und dazu noch drei neue Parks aus dem Boden gestampft worden. Aber damit noch nicht genug; das Land empfiehlt, zukünftig in 7 (!) weiteren (!) Gemeinden entsprechende Gebiete auszuweisen. Und dann gibt es die lokale Presse, die sogar noch beschwichtigt, dass ja "nur" 3% des Gemeindegebiets für Windkraft infrage kommt.
      Es mag ja sein, dass sich Windkraft aus wirtschaftlicher Sicht mehr lohnt, aber ist es das wirklich wert? Denn der Schaden geht nunmal zulasten der kompletten Gesellschaft bzw. einzelner Betroffenen, während sich auf der anderen Seite einige wenige ein goldenes Näschen verdienen.
      Bei der Solarenergie sieht das ganze etwas anders aus. Hier wird zumindest nicht zerstört. Wer trotzdem kein Fan davon ist (oder in einem denkmalgeschützen Haus wohnt), macht sich halt keine aufs Dach. Alle anderen können einen Teil ihres Stromverbrauchs decken und brauchen im Idealfall nur dann Unterstützung, wenn die Sonne mal nicht scheint (unsere 1500-1600 Sonnenstunden im Jahr sind aber schonmal ein Anfang). Und diese Art der Selbsthilfe soll nicht subventionswürdig sein?
      Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit
      Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift & Karl-Marx-Haus Trier
      trier.de/karl-marx-jahr-2018

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