Köln

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    • Nach "We will rock you" ist Schluss
      Köln: Musical-Dome wird 2008 abgerissen
      Kölns Musical-Dome, 1996 als "Provisorium" auf dem Breslauer Platz aufgebaut, von vielen heiß geliebt, von manchen als "blauer Müllsack" geschmäht, wird abgerissen: 2008 läuft endgültig die letzte Vorstellung im blauen Zelt am Bahnhof.

      Kulturausschuss-Vorsitzender Lothar Theodor Lemper: "Wir werden das städtebauliche Gerümpel hinter dem Bahnhof nicht mehr tolerieren. Eine weitere Verlängerung des Vertrages wird es nicht geben." Damit ist vermutlich das Queen-Musical "We will rock you" die letzte Produktion im Musical-Dome.

      Der Platz hinter dem Bahnhof soll neu gestaltet werden. 2009 ist voraussichtlich der Bau der Nord-Süd-U-Bahn abgeschlossen, dann müsse die Platzentwicklung in Angriff genommen werden.

      Auch ohne den blauen Musical-Dome will Köln aber Musical-Stadt bleiben. An einem alternativen Standort soll ein neues Musical-Theater gebaut werden.


      Quelle: http://www.koeln.de">www.koeln.de, Meldung ist aber schon ein Jahr alt.

      Da soweit ich weiß für den Busparkplatz des Musical Domes das o.g. Gründerzeitgebäude abgerissen wurde, könnte sich Stadtbild Deutschland ja evtl. mal für eine Rekonstruktion der Rheinfront zwischen Hohenzollernbrücke und der historischen Bahndirektion stark machen, da diese Fläche dann komplett unbebaut ist und sich eine Wiedergutmachung der früheren Abrisse anbieten würde. Neubauten würden eh nicht schöneraussehen, außerdem braucht man eine Gründerzeitreko um weitere leichter durchboxen zu können.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Bin gestern nach noch kurz mit dem Auto in Köln gewesen, meine Freundin vom Karneval abholen, und bin über die Aachener Straße auf die Ringe zugefahren. Man nähert sich von diesem Weg aus dem Crowne Plaza Hotel, dem Standort der alten Oper, von hinten. Und was musste ich feststellen: Hinter dem Crowne Plaza Hotel ist bis auf die Eckhäuser die komplette Gründerzeitbebauung noch erhalten und scheinbar in einem guten Zustand, nur leider ziemlich unattraktiv weil man nur auf Beton und Glas guckt.

      ... vielleicht sollten wir wirklich an der Idee einer Opernreko festhalten, es gäbe zumindest hinter der Oper ein schönes Ensemble...

      ... abgesehen davon war das Kölner Opernhaus wohl eins der schönsten überhaupt in Deutschland.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • "Booni" schrieb:


      ... vielleicht sollten wir wirklich an der Idee einer Opernreko festhalten, es gäbe zumindest hinter der Oper ein schönes Ensemble...

      ... abgesehen davon war das Kölner Opernhaus wohl eins der schönsten überhaupt in Deutschland.



      ...sorry, aberKöln ist für mich eine der hässlichsten und"kältesten" Großstadt Deutschlands!
      Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...
    • Ich glaub auch, in Köln gibts nicht mehr viel zu retten... :P

      Immer wenn ich mal da bin, will ich auch schnell wieder weg. Hätte Köln nicht diesen fantastischen Dom...tja, dann wäre es auch für mich das hässlichste und unattraktivste was es an großen deutschen Städten überhaupt gibt. Außer vielleicht Chemnitz? Das hat ja auch nen grausigen Ruf.
    • Ich weiß nicht, ich finde gerade die schlimmsten Städte sollten am meisten Zuwendung erfahren. Und Köln hat durchaus seine schönen Ecken... nur muss man entweder dort leben oder sich tiefgründiger mit der Stadt beschäftigen um sie zu entdecken.

      In Köln kann man vor allem mit relativ wenig Aufwand viel erreichen... z.B. einer Rekonstruktion der Grünanlage Ebertplatz, ehemals Deutscher Platz, oder indem man einige von hunderten von Gründerzeitfassaden freilegt, die in der Nachkriegszeit "modernisiert" wurden.
      Köln war vor dem Krieg eine der schönsten deutschen Städte, daher sollte man m.E. durchaus versuchen, am Status Quo was zu ändern.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Als Düsseldorfer muß ich Kölle aber auch einmal verteidigen, Köln ist eine der interessantesten Städte Deutschlands. Es ist wurderbar lebendig und sympatisch, es hat den Dom, das alte Rathaus, die Altstadt am Rhein, die 12 romanischen Kirchen (!). Die Colonia hat sehr viel zu bieten und wenn man wie ich so nah daran wohnt, hat man auch Gelegenheit vieles zu entdecken. Ich kenne sehr wohl auch die Kehrseite der Medaille!
    • Als Düsseldorfer muß ich Kölle aber auch einmal verteidigen

      Na das nenn ich ja mal Feindesliebe! :zwinkern:

      Ich persönlich finde Köln sogar noch interessanter als Düsseldorf (sorry) Hängt auch ein bisschen damit zusammen, dass ich die Kölner etwas sympathischer finde.

      @die meisten hier
      Ja hier sieht man mal wieder, wie das ist. Wenn man eine Stadt näher kennen lernt, d.h. v.A. mit den dortigen Leuten zu tun hat, tritt die Objektivität etwas zurück, und die Sympathie zu einer Stadt wird teilweise von anderen Faktoren bestimmt. Ich finde es ein wenig zu oberflächlich zu sagen: "einfach nur grottenhässlich, wie kann man nur dort wohnen". Es ist stellenweise lebenswerter in einer Stadt wie Köln, als in einer von der Bausubstanz her schönen, aber dafür nach 18 Uhr toten Stadt!
    • @ Treverer
      Dass aber auch Chemnitz immer so schlecht gemacht wird...
      Lass dir mal von einem Chemnitzer sagen, dass wir mit dem Kaßberg eines der größten geschlossenen Jugendstilviertel Europas besitzen.
      So gut wie durchsaniert!
      Auch sollte man das Schlossbergviertel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern, gotischer Klosterkirche und Benediktinerabtei, Gründerzeit und viel Grün nicht vergessen.
      Dann noch die Außenbezirke, wie Rabenstein: Auch viel Fachwerk, Burg und Rokokoschloss...

      Ich stimme dir zu, dass das Zentrum nahezu völlig zerstört wurde und nicht allzu viel bietet.
      Allerdings muss ich sagen, dass auch hier seit der Wende viel geschehen ist und man im Vergleich zu einigen westdeutschen 70er-Jahre-Zentren eine gewisse Aufenthaltsqualität wieder herstellen konnte.
      Ärgerlich natürlich auch in Chemnitz die Flächenabrisse im Rahmen des "Stadtumbaus" Ost. Einige Viertel, wie Kaßberg und Schlossbergviertel profitieren, andere wie der Sonnberg - auch geschlossene Gründerzeitbebauung - werden planmäßig vernichtet.
      Alles in allem aber durchaus eine Stadt in der es sich leben lässt. Nicht zuletzt wegen des breiten Kulturangebotes.
    • Also ich könnte mir durchaus vorstellen später in Köln zu wohnen... ist eigentlich mein Favorit wenn ich in NRW bleibe.
      Für Touristen mag die Stadt vielleicht häßlich sein aber zum Leben gerade für junge Menschen optimal. Das Nachtleben ist super, die Einkaufsmöglichkeiten auch und ich kenne kaum Städte die ähnlich prachtvolle Gründerzeitwohnungen in einer solchen Anzahl besitzen (vielleicht Berlin, Hamburg, Wiesbaden, Frankfurt und Leipzig...).
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Seh ich da richtig? Wird da ein Altbau sowas von seltsam aufgestockt? Fand das Projekt sonst immer ganz gut, zumal in Köln sonst nur drittklasige Architektur entstehen, von Rekos mal ganz zu schweigen.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Hier der Kommentar der Baunetz-Redaktion :boese:

      Kommentar der Redaktion:

      Erklärtermaßen zielt Kollhoff auf eine traditionsbewusste und finanziell großzügige Klientel, um seine immer verstaubtere Formensprache umsetzen zu können.
      Allzu deutlich hat Kollhoff auch diesmal mit seinem historisierenden Entwurf auf eine konservative Kundschaft geschielt und sich von einer modernen, zeitgemäßen Architektursprache entfernt. „Repräsentativ“ scheint das Leitmotiv für diesen Entwurf gewesen zu sein, dem man weder postmodernen Esprit, noch Rekonstruktionsbestrebungen nachsagen kann. Oft versucht sich Kollhoff in die Tradtion Schinkels und Mies' zu stellen, doch täuscht das nicht über seine Rückschrittlichkeit hinweg.


      Die Herren hätten sich wahrscheinlich eine Glaskiste gewünscht...
    • "Däne" schrieb:

      Hier der Kommentar der Baunetz-Redaktion :boese:

      Kommentar der Redaktion:

      Erklärtermaßen...


      "Baunetz-Redaktion" hat rückschrittliche Ansichten, denn so wie die dachten auch unkreative "Nachkriegsarchitekten", welchen wir die vielen hässlichen Innenstädte der Wiederaufbauphase zu verdanken haben!!!!
      Der Tiefpunkt der Baukultur wurde in den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts erreicht...