Schwäbisch Gmünd

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      Unmittelbar angrenzend an die Stadtmauer von Schwäbisch Gmünd, in der Königsturmstraße, entstehen drei Neubauten. Diese werden über steile Mansarddächer verfügen und der Visualisierung nach sich in den Straßenzug einfügen.

      i Live Lido bringt Wohnraum an die Stadtmauer
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
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      Aus dem Artikel: ". . . die Bebauung in der Straße, die einem Boulevard des frühen 20. Jahrhunderts ähnelt . . ."

      Da es sich um meine Heimatstadt handelt und ich die Gegend gut kenne, muss ich sagen, dass dort allenfalls die Bebauung eine gewissen historischen Wert hat. Ansonsten ist das eine, überwiegend stark befahrene Verkehrsschneise mit null Qualität für Spaziergänger oder gar Flaneure . . .
      "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"
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      Genau so ist es. Die Königsturmstraße ist nichts anderes als eine ungemütliche Verkehrsschneise, die dem Heiligtum des Württembergers, dem Auto, vorbehalten ist.

      Meine Erfahrung von Gmünd ist freilich außerordentlich negativ belastet: Ich war ausgerechnet damals zuletzt dort, als der Tunnel gebaut wurde (Hat's des braucht? Aber ich habe damals jegliche Ambitionen verloren)... :kopfwand:
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      Natürlich hat auch Schwäbisch Gmünd seine Bausünden. Den Tunnel aber, hats nach meiner Meinung nach schon gebraucht. Wie es sich hier durch die ganze Stadt in Richtung Aalen gestaut hat, das war schon unerträglich.

      Ansonsten sehe ich Gmünd als eine überdurchschnittlich sehenswerte Stadt in dieser Größenordnung (ca. 60T EW). Es ist die vermutlich erste Stadtgründung der staufischen Kaiser und erstmals 1162 in einer Urkunde von Friedrich Barbarossa erwähnt. Reste der Stammburg der Staufer sind noch im Bereich der sogenannten Kaiserberge auf dem Hohenstaufen zu finden:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Pwagenblast)


      Der mittelalterliche Stadtkern ist überwiegend gut erhalten. Bedeutendstes Bauwerk ist sicher das Heilig-Kreuz-Münster, die größte Hallenkirche Süddeutschlands, welche von der Baumeisterfamilie der aus Gmünd stammenden Parler, errichtet wurde. Die Parler waren als Baumeister u.a. am Bau des Kölner Doms, Ulmer Münsters, Veitsdom und Karlsbrücke in Prag beteiligt. Das Gmünder Münster gilt als deren Ausgangswerk.


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Gmünder)

      Der Turm im Vordergrund beherbergt die Glocken des Münsters:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Paulis)

      Marktplatz:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Kreuzschnabel)

      Marktplatz, mit Kriegerdenkmal und Blick zur Johanniskirche:

      (Kein Copyright)


      Rathaus:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Gmünder)


      Einige, gut erhaltene Türme und Teile der Stadtmauer:

      Schmidturm:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Klaus Graf)


      Der Fünfknopfturm:


      (Kein Copyright)


      Es gibt neben den mittelalterlichen Bauten auch noch eine ungewöhnliche Felsenkirche (St. Salvator):


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Pwagenblast)

      Und weitere interessante Bauten im Stadtgebiet, wie

      Das Rokoko-Schlösschen:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von MSeses))

      Die Burg Hohenrechberg:



      (Quelle: Wikimedia, Bild von Pwagenblast)

      oder das nahe-gelegene Benediktiner-Kloster Lorch:


      (Quelle: Wikimedia, Bild von Dr. Eugen Lehle)

      Fazit: Gmünd ist eine eher überdurchschnittlich sehenswerte Stadt und durchaus eine Reise wert . . .
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      Jetzt ist doch passiert, was ich schon befürchtet habe. Ich wollte nicht sagen, dass ich gegen den Tunnel bin. Ich wollte nur sagen, dass es unglücklich war, dass ich ausgerechnet damals in Gmünd war, wo vor dem Schmiedtor die wirklich nervenaufreibende, riesige Baustelle für den Tunnel war. Das hat meine Assoziation von Gmünd sehr negativ geprägt.

      Wenn ich die Situation von Gmünd bedaure, dann deswegen, weil ich ganz genau weiß, welch großartige Altstadt die einstige Freie Reichsstadt besitzt. Unser, d. h. der bayerische, Zugang zu Gmünd erfolgt ja stets von Aalen. Und wenn man das geschundene Aalen kennt, dann kann einem Gmünd bloß gefallen. Drum sage ich ja, was für ein Gefühl, wenn man die Vordere Schmiedgasse sieht. Das ist allererste Sahne!

      Gmünder schrieb:

      Gmünd ist eine eher überdurchschnittlich sehenswerte Stadt und durchaus eine Reise wert . . .
      Grundsätzlich ja, aber es darf einem halt vor dem Autowahn nicht grausen.
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      Der Tunnel ist absolut unverzichtbar, zumal die Gebäude entlang der Durchgangsstraße schon extrem heruntergekommen waren. Dank Gartenschau und einiger Neubauten entlang der früheren Durchgangsstraße konnte die Stadt seitdem ihr Stadtbild und ihre Attraktivität noch weiter steigern.

      In Gmünd war ich schon ziemlich oft, da ich bei Stau immer die Strecke durchs Remstal fahre, einige Galerien lade ich noch hoch.
      "O meu amor tem um jeito manso que é só seu Que rouba os meus sentidos, viola os meus ouvidos Com tantos segredos lindos e indecentes" (C. Buarque)
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      Zeno schrieb:

      die wirklich nervenaufreibende, riesige Baustelle
      Ja, die Baustelle war wirklich krass . . . aber wenn man bedenkt, dass hier die halbe Innenstadt untertunnelt wurde, ist es ja klar, dass da unfassbar viel Erde bewegt werden musste:

      de.wikipedia.org/wiki/Gm%C3%BCnder_Einhorn-Tunnel
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