Die Wilsdruffer Vorstadt

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    • Die Bauvorhaben in der Wilsdruffer Vorstadt kommen alle gut voran

      Campus Musicus Schweriner Straße/Grüne Straße

      Und schon wieder hat BA2 an der Grünen Straße die nächste Etage erreicht.
      Der BA3 hat im Keller Richtung Schweriner viel Freiraum und Säulen und wirkt nicht abgeschlossen, als würde da zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr freigegraben. Ich tippe ja immernoch auf Tiefgarage in diesem Teil.





      Grüne Straße 14


      Hier der neue Zaun an der Grundstücksgrenze des Gartens. Wo sieht man heute noch Holzlattenzäune :D

    • Wettiner Höfe/Kö 25

      Nöfer-Architekten haben eine kleine Präsentation zum Projekt zusammengestellt:

      noefer.de/projekte/show/quartier-am-schuetzengarten-dresden

      Ein wirkliches Großprojekt, dem in den nächsten Jahren bestimmt noch einige folgen dürften.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Und meiner bescheidenen Meinung nach ein sehr, sehr Vielversprechendes. Vor allem die geplante Struktur des Quartiers sagt mir außerordentlich zu, besonders die Einbeziehung und Neuinterpretation des Schützengartens, die Abstufung der Bebauung zur Schützengasse hin und damit ein sehr dezenter Übergang zu den überlebenden Häuschen sowie die Einbindung des prächtigen Gründerzeitlers an der Könneritzstraße/Ecke Laurinstraße. Darüber hinaus finde ich es bemerkenswert, dass die in Berlin weit verbreitete Art-Déco-angehauchte Formensprache der Endzwanziger nun auch in Dresden Einzug zu halten verspricht. Neben dem besagten Quartier zeigt ja auch die letzte, heute in der Dresdner Morgenpost veröffentlichte Visualisierung des geplanten Wohnblocks an der Schweriner/Ecke Hertha-Lindner-Straße im Anschluss an das Stadthaus (Ortsamt Altstadt) eine ähnliche Formensprache auf - ein Bild findet sich im Konkurrenzforum...

      Alles in allem eine sehr erfreuliche Entwicklung weg von den bisherigen weißgetünchten Allerweltskisten hin zu durchgeplanten, strukturierten Fassaden in einer fließenden Ästhetik, die mir zumindest generell sehr zusagt - dem zerrissenen und geschundenen Stadtbild kann es nur gut tun, auch wenn diese Formensprache sicher nie wirklich typisch für Dresden war.
    • Brrrr........ und was soll daran Dresdnerisch sein? Barocke Schnörkel und Fenstergitter gibt es auch in anderen Barockstädten, wie etwa Wien, Prag, Rom, Würzburg, Bamberg etc. p.p. Und die hane alle mit Dresden nichts gemein...... Es müsste schon halt a bisserl mehr sein..... :biggrin:
      Hannover ist eine mittelmäßige Stadt, aber dort sind viele, die sich große Mühe geben, etwas Besonderes daraus zu machen.
      Dresden ist eine besondere Stadt, aber hier sind leider viele, die alles versuchen, etwas Mittelmäßiges daraus zu machen (M. Roth)
    • Angesichts der sonstigen Dresdner Stadtbildentwicklung außerhalb des Neumarktes, können wir über das Nöfer-Projekt für Dresden doch nur heilfroh sein. Etwas mehr Farbe und Detailverliebtheit wäre wünschenswert, aber das kommt ja womöglich auch noch.

      Hoffentlich setzt das Schützengarten-Quartier Maßstäbe, was die (Blockrand-)Struktur, Stadtbildverträglichkeit und Urbanität angeht. Davon braucht die zerpflückte Stadt noch viel mehr.
      Basis guter Architektur nach Vitruv:
      Schönheit ۩ Nützlichkeit ۩ Stabilität
      Schönheit wird von zu vielen Architekten ignoriert.
    • Eines der besten Projekte in letzter Zeit. Man baut den Blockrand entlang, nimmt keine durchgeknallte Architektursprache, sondern was relativ elegantes, und man schafft es trotzdem, ordentlich Grün zu integrieren. Dagen schaue man sich die Quaderistik am Postplatz an … Und wenn man erstmal kaum Schmuckelemente ranbaut, man kann es später immernoch. Beim Zwingerforum und ähnlichem dagegen würde selbst das nicht helfen (sieht man ja, was am Advantariegel wieder geplant ist …) …
    • Rund um die Stiftsstraße

      Bei miesem Wetter war ich heute in fremden Gefilden unterwegs, genau genommen in der Wilsdruffer Vorstadt, um mir selbst ein Bild von den laufenden interessanten Bauvorhaben zu machen. Dabei stand zunächst die Alfred-Althus-Straße nebst Umgebung im Mittelpunkt.


      Die Schwimmhallenerweiterung an der Freiberger Straße ist baugrubentechnisch in vollem Gange, im Hintergrund die plattenlastige Jugendherberge, das WTC und die Maternistraße 17 von 1925/26, ehemals Arbeitsamt, Bezirksparteischule und Haus der Kultur und Bildung.




      Gegenüber ist die Fertigstellung der Eckbebauung Freiberger Straße/Alfred-Althus-Straße (ex Stiftsstraße) in vollem Gang. Die betonte Ecklösung finde ich der Straßenbreite angemessen und bezüglich des gesamten Komplexes fast noch am gelungensten.




      Blick in die Alfred-Althus-Straße. Hinter dem Eckhaus die Einmündung des Reststücks der Palmstraße, flankiert vom letzten Vorkriegswohnhaus auf weiter Flur, dem ehemaligen Kopfbau zwischen Stiftsplatz und Palmstraße.




      Blick in die Palmstraße auf das dritte, noch unsanierte Hochhaus. Vor der Neubebauung führte die Straße weiter bis zur Wettinerstraße (heutige Schweriner Straße), wo sie in etwa in Höhe der neu angelegten jetzigen Hertha-Lindner-Straße einmündete.




      Der Gründerzeitler in Nahaufnahme. Anstelle des Sechziger-Jahre-Blocks, dessen Giebelwand hinter dem Altbau erkennbar ist, befand sich dereinst der Stiftsplatz, bekannt durch seine Trödelhallen und allerlei zwielichtige Gestalten.

      (dazu zur Fotothek)




      Stiftsplatz/Ecke Stiftsstraße, bzw. Blockbegleitgrün/Ecke Alfred-Althus-Straße.




      Weiter geht’s die Stiftsstraße, äh Alfred-Althus-Straße Richtung Wettinerplatz. An der Ecke zur Ehrlichstraße grüßt der letzte verbliebene Gründerzeitler der erst lange nach der Wende abgerissenen Häuserzeile, der momentan als Teil des Kulturkraftwerkes saniert wird.





      Blick in die Ehrlichstraße, rechts das Eckhaus und anstelle der vor Jahren abgerissenen Gründerzeitlerfront die in die Höhe wachsenden Neubauten des Kulturkraftwerks, links das Berufliche Schulzentrum für Gastgewerbe „Ernst Lößnitzer“ im Gebäude des ehemaligen Ehrlichschen Gestifts. Langsam bekommt die Straße wieder eine Fassung.

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    • An der Grünen Straße

      Den Abschluss meines heutigen Rundgangs bildete die Grüne Straße, die langsam aber sicher aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht.

      Das markante spitze Eckhaus zwischen Grüner Straße und Schweriner Straße am Wettiner Platz, links zu erahnen das Wettingymnasium, heute Musikhochschule. Rechts an der Schweriner Straße warten noch allerlei Brachen auf eine Neubebauung, bei dem sich abzeichnenden Bautempo gerade in der Wilsdruffer Vorstadt wahrscheinlich nicht mehr allzu lange.




      Einige für Dresdner Verhältnisse gerade großstädtisch anmutende, recht einfach gehaltene Gründerzeithäuser haben im Anschluss an das Schulgebäude überlebt und wurden seit den 1990ern saniert. Mir gefallen die schlichten Fassaden mit den sparsam platzierten Schmuckelementen.




      Blick entlang der Grünen Straße, deren Häuserzeilen sich zur linken wie zur rechten zu schließen beginnen. Es ist kaum zu glauben, aber langsam aber sicher kommt auch im Dresdner Zentrum so etwas wie ein städtisches Gefühl auf…




      Links ein Sanierungskandidat (!?!), rechts das bekannte Wohnheimprojekt, das mittlerweile auch hier die Traufhöhe erreicht hat.




      Ein aufschlussreicher Blick durch die „Reinhardstraße“, noch (?) ein namenloser Verbindungsweg zwischen Grüner und Schweriner Straße, der direkten Zugang zur Straßenbahnhaltestelle bietet. Der dritte Bauabschnitt des Wohnheims wird diesen auch zur linken rahmen, so dass eine Neubenennung nicht unwahrscheinlich ist.




      Und zum Abschluss die Ansicht zweier prächtiger Überlebender an der Schweriner Straße, die nur einen winzigen Eindruck davon zu vermitteln vermögen, welche großartigen kulturellen Werke im Feuersturm vor 70 Jahren und zum Teil gerade auch an dieser Straße noch danach vernichtet wurden.

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    • Ganz herzlichen Dank für deinen spannenden Rundgang durch die Wilsdruffer Vorstadt!

      Die besagten Gründerzeithäuser an der Ehrlich- und Grünen Straße dürften wohl noch vorgründerzeitlich sein und etwa aus der Mitte des 19. Jh stammen.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • @bilderbuch
      Besten Dank für die Anmerkungen, das hat mich gleich zu einigen geschichtlichen Recherchen inspiriert:

      Bezüglich genauer Erbauungsdaten bin ich nicht fündig geworden. Der Stadtplan von 1849 (Beilage Löffler) zeigt die Grüne Gasse noch verwunden, eng und weitgehend locker bebaut, laut Adolf Hantzsch (Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens) heißt sie seit 1867 Grüne Straße. Das Repro des topografisch sehr exakten 1868er Stadtplans zeigt die Grüne Gasse (sic, entgegen obiger Angabe) in dieser Gestalt, allerdings im Mittelteil bereits parzellig eng bebaut. Das könnte die Entstehungszeit der Häuser eingrenzen, die dann wohl in den 1860er Jahren entstanden sind. Der Wettinerplatz existiert noch nicht, sein nördlicher Bereich wird hier noch durch die Städtische Versorgungs- und Arbeitsanstalt eingenommen; die Grüne Straße biegt nach Süden ab und mündet in die Stiftsstraße, die Wettinerstraße ist als projektiert/teilfertiggestellt eingezeichnet.
      Vielleicht weiß ja jemand mehr.

      Die Ehrlichstraße existiert erst seit 1873 (Quelle Adolf Hantzsch) und wurde zwischen der bestehenden Gasanstalt, dem späteren Kraftwerk, und dem ebenso bereits existierenden Ehrlichen Gestift angelegt. Das jetzige Schulgebäude wurde 1869/70 erbaut. Obwohl als Arbeiterunterkünfte relativ einfach gehalten, sollten die Häuser also doch erst nach 1873 entstanden sein, wahrscheinlich in einem Zuge im Rahmen einer Immobilienentwicklungsmaßnahme. Mein Stadtplan von 1899 weist die Straße als bereits geschlossen bebaut aus.

      Edit: Fantastisches Fotothek-Luftbild: fotothek.slub-dresden.de/fotos…_hauptkatalog_0305745.jpg

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    • @ Antonstädter

      Auch der Hessler-Plan von 1862, in dem die 1873 bis 1875 angelegte Wettiner Straße wohl erstmals als Planung auftaucht, zeigt die Grüne Gasse bereits als beidseitig bebaute Straße.

      deutschefotothek.de/db/apsisa.…eitext&desc=df_ld_0014657

      Vom Typus her gleichen die erhaltenen Gebäude stark denen im unteren Abschnitt der Alaunstraße, die wiederum bereits im Hessler-Plan von 1852 existieren. Insofern werden sich die Häuser auf der Nordseite der Grünen Straße grob auf die 1850er Jahre datieren lassen.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • @bilderbuch:

      Ja, könnte hinkommen...


      @rhdd:

      Ziemlich genau zwischen 1923 und 1927: Zum einen existiert das Stadthaus an der Theaterstraße schon, zum zweiten gibt es noch das Gas- und Lichtwerk auf dem Gelände des späteren Kraftwerks Mitte, die z. T. noch heute vorhandenen markanten Bauten fehlen noch, vor allem das leider abgerissene Kesselhaus und das Elektrizitätswerk an der Wettinerstraße (Schweriner Straße), da, wo der dicke Gasometer steht.

      Edit: @Chris:

      Bitte sehr:

      fotothek.slub-dresden.de/fotos…_hauptkatalog_0305550.jpg

      fotothek.slub-dresden.de/fotos…_hauptkatalog_0305772.jpg

      fotothek.slub-dresden.de/fotos…_hauptkatalog_0305348.jpg

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    • Die frischsanierte Jahnstraße 1 ist im Frühjahr bezugsfertig.

      Neben dem Innenausbau fehlen nur noch die hofseitigen Balkone und der Aufzug.

      Die Außenfassaden sind fertig saniert und statt der historischen Balkone zur Straße hin findet man nun Gitter an den längeren Fenstern.
      Durch die teilweise fehlenden und unbenutzten sanierten Balkonstützen wirkt es ein wenig wie ein Mahnmal zur Zerstörung Dresdens.

      Die Sanierung war aufwändig und deswegen hatte sich bis jetzt wahrscheinlich noh keiner rangewagt. So wurde der Dachstuhl komplett neu aufgebaut und mit Schiefern gedeckt und das Treppenahus verlagert. Außerdem musste man die Grundriss der Wohnungen stark verändern, da diese teils bis zu 200m² groß waren.

      Die Wohnungen sind weniger für Familien geeignet, da es ein Stadthaus mit nur einem kleinen Hof ohne Grünanlagen ist. Da es 3- und 4-Zimmer-Wohnungen sind, vermute ich, dass der Investor auf Studenten-WG's zielt.

      sz-online.de/nachrichten/im-fr…bezugsfertig-3035292.html
    • Wohnprojekt der Treuwobau an der Herzogin Garten

      Auch das eher weniger erfreuliche Wohnprojekt der Treuwobau kommt gut voran.


      Blick vom Bürohaus Mitte über das Baufeld der Saal GmbH zum Vorhaben.


      Mittlerweile arbeitet man schon am zweiten Obergeschoss.

      Bilder sind von mir.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe