Pfaffenhofen an der Ilm (Galerie)

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    • Pfaffenhofen an der Ilm (Galerie)

      Pfaffenhofen an der Ilm ist eine Kreisstadt mit etwa 24000 Einwohnern im Unterbayrischen Hügelland (am Südrand des Hopfenanbaugebietes Holledau), etwa auf halber Strecke von München nach Ingolstadt gelegen (Luftlinie nach M etwa 40km, IN 26km), auch nach Regensburg und Augsburg ist es nicht weit. Die Stadt hat einwohnermäßig die letzten Jahrzehnte ziemlich stark zugelegt, die Nähe und gute Anbindung an München macht es möglich (vgl. Landsberg / Lech, Dachau oder auch Erding).

      Ungewöhnlich:
      „Für die katholischen Pfarreien in Pfaffenhofen und den Ortsteilen sind drei Diözesen zuständig: Augsburg, München-Freising und Regensburg. Die Bistumsgrenze zwischen München und Augsburg verläuft direkt durch die Klinik.“
      de.wikipedia.org/wiki/Pfaffenhofen_an_der_Ilm#Religionen

      Recht bekannt ist Pfaffenhofen bei Trabrennsportfreunden („Hopfenmeile“).


      Nachfolgend eigene Aufnahmen vom Februar 2011, beginnend am Hauptplatz.

      Der etwa 300m lange und knapp 40m breite Hauptplatz ist ein typischer bayrischer Straßenmarkt, begrenzt im Osten vom Rathaus und im Westen von der ehem. Schule und der Stadtpfarrkirche. Auf dem östlichen Hauptplatz standen bis in die 80er Jahre des letzten Jh. einige größere Kastanienbäume. Die heutige Bebauung stammt weitgehend aus dem 19./20. Jh., auch bedingt durch den Stadtbrand von 1812.

      westliche Südseite mit der Stadtpfarrkirche, es wechseln Giebel- und Traufseithäuser:



      der 78m hohe und weithin sichtbare Turm der kath. Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist mit markantem spätgotischem Turmabschluss


      Hauptplatz 37, 39 und 41, die Nr. 39 (Bortenschlager) vom Abriss bedroht, siehe http://www.stadtbild-deutschland.org/forum/index.php?page=Thread&threadID=3851




      links das neugotische Rathaus, erbaut 1865-68






      hübscher Neurenaissancegiebel von Hauptplatz 7 (1892)


      Hauptplatz Richtung W


      Bildarchiv Foto Marburg

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    • Pfaffenhofen/Ilm, Hauptplatz, Nordseite




      Hauptplatz 2, Details vom Müllerbräu





      das zweites Haus von rechts das Café Hipp im alten Lebzelterhaus, „wohl der einzige Betrieb in ganz Bayern, der seit 400 Jahren – urkundlich seit 1610 – die beiden Produkte der Biene, Honig und Wachs, weiterverarbeitet“. Im 1. Stock befindet sich ein kleines Lebzelterei- und Wachsziehereimuseum.


      Hauptplatz 16, 14
      nach dem Stadtbrand 1812 errichtet

      Sowohl das neugotische Rathaus auf der Ostseite als auch die breitgelagerten Traufseithäuser auf der Nordseite erinnern ein wenig an Kaufbeuren.


      Hauptplatz 16, die Fassade von 1868


      links das Sigl-Eck, zur Neubebauung Ecke Ingolstädter Straße siehe auch http://www.stadtbild-deutschland.org/forum/index.php?page=Thread&threadID=3851
    • Pfaffenhofen a.d. Ilm

      Hauptplatz




      am Eck das ehem .Rentamt aus dem 19. Jh. (Hauptplatz 20) mit wiederhergesellter Fassadenbemalung. Links das Landratsamt, ein den Hauptmarkt unnötig beeinträchtigender Zweckbau.



      auf dem Bild ist der Vorgänger des Landratsamtes vorne links zu sehen (und die größeren, irgendwann nach 1981 entfernten Bäume):

      Bildarchiv Foto Marburg




      NW-Ecke des Hauptplatzes mit Haus der Begegnung von 1877 (links; ehem. Schule) und Spitalkirche
    • Altstadt abseits Hauptplatzes


      in der Ingolstädter Straße das Gasthaus Stegerbräu (Nr. 13) aus dem 16./17. Jh., die Haustafel noch 15. Jh. ein tolles altbayrisches Giebelhaus (und ein ehem. Avatar-Motiv)




      Ingolstädter Str. 13 und 15


      Ingolstädter Str. 7, 9, 11

      Außer dem Stegerbräu und dem noch nicht gezeigten ehem. Mesnerhaus gibt es nur sehr wenig Älteres als 19. Jh. unter den Bürgerhäusern. Einiges wurde übermodernisiert, einiges sieht recht heruntergekommen aus und steht leer. Ein paar Eindrücke noch:

      Frauenstraße



      Frauenstraße 14 und 12


      Sparkassengebäude an der Ilm, außerhalb der Altstadt, wohl eine "Betonburg" aus den 70er Jahren

    • am Eck das Haus Münchener Straße 9, nicht unter Denkmalschutz stehend, rechter Hand käme die Ilm und die Münchener Vorstadt

      in der Münchener Straße:



      Schulstraße


      Platzl 2, der sog. Flaschlturm, einer der wenigen Reste der einstigen Stadtfestigung, mit dem Dichtermuseum Joseph Maria Lutz (Brandner Kaspar, Gott mit dir du Land der Bayern).


      Neubau der Hallertauer Volksbank


      Sonnenstraße 4, der ehem. Kramerbräu von 1878




      Auenstraße 46, Salverbräu, E. 18. Jh.


      Auenstraße


      am Eck das ehem. Mesnerhaus (Scheyerer Str. 5) aus dem 18. Jh., heute Museum
    • Rohrbach an der Ilm

      a bisserl Provinz, Lkr. PAF

      ein paar km ilmabwärts von Pfaffenhofen, mitten in der Holledau, liegt Rohrbach, Bahnstation an der Strecke M-IN-N


      das Schloss, heutiger Bau 1737-40, im Giebel das Wappen derer von Dürsch-Baar, das Innere soll gut erhalten sein





      der alte Wirt:




      neben dem Wirtshaus die Pfarrkirche, geweiht Johannes d. T.:





      N-S durch den Landkreis verlaufend die Autobahn München-Nürnberg:



      Ottersried (Gemeinde Rohrbach), direkt neben der Autobahn gelegen (garantiert tags und nachts ruhige Lage), die Kirche von der Autobahn aus recht auffällig:


      die Kirche teils noch aus romanischer Zeit:


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    • Markt Reichertshofen

      Sankt Kastl

      die gotische Wallfahrtskirche Sankt Kastulus liegt wie Ottersried unmittelbar an der Autobahn München-Nürnberg unweit der nicht unberühmten Anschlussstelle Langenbruck. Ursprünglich anstelle der Kapelle offenbar ein römisches Tempelchen, seit dem 11. Jh. wird dort eine Kastulusreliquie verehrt (vgl. Moosburg / Isar).








      rückwärtig die Autobahn
    • Was für eine Beschaulichkeit und Gemütlichkeit doch diese kleinen Orte in Anbetracht der hecktischen Autobahn doch trotzdem ausstrahlen. Vielen Dank für diese schönen Eindrücke, die man sonst nicht sehen würde, da sicher die wenigsten Orte, die du gezeigt hast in den Tourismusführern erwähnt werden!
      Es darf nie vergessen werden, dass die Kunst eines Landes der Wertmesser nicht allein seines Wohlstandes, sondern vor allem auch seiner Intelligenz ist
    • Ein interessantes Städtchen, schöne Bilder. Als jemand, der die Ecke nicht kennt, verspüre ich sowohl italienische als auch durchaus böhmische Einflüsse. Das praktisch völlig fehlende Fachwerk lässt eigentlich auf den ersten Blick recht wenig an eine „typisch deutsche“ Stadt denken, auch wenn es die sicherlich nicht gibt. Rein optisch hätte ich sicher auf Österreich getippt.

      Aber mal zu den Neubauten am Sigleck: ganz ehrlich, man vergleiche die mal mit den Bausünden der letzten Jahrzehnte, die im Stadtbild gemacht wurden – da kann ich ehrlich gesagt einen erheblichen Fortschritt erkennen. Und das ist doch eher selten.

      Auch den Bortenschlager empfinde ich aufgrund seiner Traufstellung in der Giebelreihung des Hauptplatzes eher als Fremdkörper, wobei ja wohl schon dessen wohl Ende des 18. Jahrhunderts / Anfang des 19. Jahrhunderts errichteter Vorgängerbau mit dieser Tradition gebrochen hatte. Der neue Entwurf ist hier allerdings ziemlich gruselig. Bereits eine Giebelständigkeit einer ansonsten modernen Fassade oder eine Vortäuschung dieser durch entsprechende große Zwerchhäuser könnte hier meines Erachtens Wunder bewirken.
    • Fachwerk gibt es in Oberbayern nur im äußersten Norden, im Raum Eichstätt-Beilngries. Nach W sind die ersten Vorposten, von PAF aus gesehen, in Donauwörth und Augsburg zu finden.

      Die Kirche von Hepberg kenne ich nur vom Vorbeifahren, gibt noch eine ganze Reihe weitere Kirchen romanischen Ursprungs im Umfeld, wo auch eine +/- gewisse Ähnlichkeit zu Ottersried vorhanden ist.
    • Ein Markt mit etwa 4300 Einwohnern nordwestlich von Pfaffenhofen / Ilm.


      Markttor und Marktkirche von W


      Markttor („Torbogen“) aus dem 15. Jh., Innenseite, eines der wenigen im nördlichen Oberbayern erhaltenen Torgebäude (zb in Pfaffenhofen/Ilm, Schrobenhausen, Dachau oder auch Moosburg/Isar wurden alle Tore gewöhnlich im Laufe des 19. Jh. abgebrochen).


      das an das Markttor anschließende ehem. Hl.-Geistspital




      Marktkirche Mariä Verkündigung

      Weitere Bilder von Hohenwart auf der offiziellen Seite des Marktes:
      Bilder aus der Gemeinde



      typische Landschaft im Landkreis mit Kiefernwäldern, Maisäckern und viel Hopfenanbau


      Zwischen Pfaffenhofen und Hohenwart liegt eine auffällig große Hofanlage, das Gut Englmannsberg, ein Vierseithof untypisch für PAF, aber typisch für das östliche Oberbayern,
      die Verwaltung des Gutes liegt bei Graf zu Toerring-Jettenbach (Jettenbach liegt im östlichen Obb bei Mühldorf).









      zugehörige Kapelle:
    • Markus schrieb:

      Zwischen Pfaffenhofen und Hohenwart liegt eine auffällig große Hofanlage, das Gut Englmannsberg, ein Vierseithof untypisch für PAF, aber typisch für das östliche Oberbayern,
      die Verwaltung des Gutes liegt bei Graf zu Toerring-Jettenbach (Jettenbach liegt im östlichen Obb bei Mühldorf).

      Kann es sein, dass der Hof von der Herrschaft Toerring-Jettenbach erbaut wurde und deswegen als Vierseithof errichtet wurde, weil diese Bauform im östlichen Oberbayern, wo Toerring-Jettenbach zuhause sind, verbreitet ist, sie also im vorliegenden Fall von Ostoberbayern nach Englmannsberg exportiert wurde? Das charakteristische hohe Mansarddach ist aber schon typisch für die Gegend von Pfaffenhofen.
    • Pfänderturm (Hungerturm)

      Natürlich muss man um jeden Turm froh sein, der sich überhaupt erhalten hat und nicht verhunzt worden ist. Grundsätzlich trifft das ja auf den Pfänderturm zu, er ist gut erhalten geblieben. Aber man hat ihm sein historisches Umfeld genommen: Er wirkt deplaziert; die heutige Bebauung betont überhaupt nicht mehr den Verlauf der Stadtbefestigung, deren nordöstlicher Eckturm er war.

      Bild 6295
    • Frauenstraße


      Die Frauenstraße besitzt zwar noch ein paar ältere Häuser, aber das Stadtbild hier ist einfach perforiert:


      Bild 6296

      Frauenstraße 32, 30


      Bild 6297

      Frauenstraße 1


      Bild 6298

      Frauenstraße 12

      Auch dieses Haus ist offenbar immer noch vom Abbruch bedroht.
      donaukurier.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=2312186
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