Würzburg (Galerie)

    • BIO-Bayer schrieb:

      der Schadensplan von Würzburg

      Danke, BIO-Bayer!

      Im Sanderviertel ist nur ein Gebäude grün dargestellt ("kleiner Schaden"). Paradoxerweise ist es eine der mittlerweile ganz wenigen noch bestehenden Kriegsruinen:

      Bild 2528

      Badergasse

      Bemerkenswert auch grün ein Gebäude der früheren Franken-Industriewerke in der Schweinfurter Straße, das bis vor ein paar Jahren noch gestanden ist. Was heute dort steht, ist zum Davonlaufen.

      Auch diverse andere grün dargestellte Gebäude in der Altstadt und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sind längst abgeräumt...
    • Vielen Dank für den Schadensplan, Bio-Bayer. In Anbetracht der Ausmaße ist es ein Wunder, daß das Stadtbild überhaupt noch so aussieht. Bei diesen Zerstörungen haben wohl die wenigsten an Rekonstruktionen gedacht. Seit dem "Wiederaufbau" ist dieser Zug dann leider aus ideologischen Gründen abgefahren.

      Was mich überrascht: Anscheinend waren auch die Sanderau und Grombühl fast vollständig schwer beschädigt oder zerstört. Gerade Grombühl weist heute noch viel Gründerzeitliches auf. Oder täusche ich mich da?
    • Eduard schrieb:

      Was mich überrascht: Anscheinend waren auch die Sanderau und Grombühl fast vollständig schwer beschädigt oder zerstört. Gerade Grombühl weist heute noch viel Gründerzeitliches auf. Oder täusche ich mich da?
      Die Sanderau wurde, glaube ich, waehrend der Bodenkaempfe dem Einmarsch der Amerikaner noch einmal unter Feuer genommen (evtl. auch taktisches Bombardment). Ueber Grombuehl war ich auch ueberrascht.

      Die groessten Schaeden in Wuerzburg waren Brandschaeden; im Vergleich zu anderen Staedten wurde relativ wenig "weggesprengt" (Ausnahmen wie die Heidingsfelder Kirche, die Fassade der Peterskirche oder die gesamte Johanneskirche gibt es natuerlich), weshalb die Bedingungen des Wiederaufbaus anders waren als in, sagen wir, Frankfurt. Dazu aus Gutschow und Beselers Kriegsschicksale (Bd. 2, S. 1484-85):